11.12.2024
ZIELGENAU

Jentis: Webtracking-Scaleup verspricht mit neuem Tool höhere Werbe-Renditen

Die genaue Ansprache von Zielgruppen ist gerade im Hinblick auf immer strenger werdende Vorschriften eine Herausforderung. Das Wiener Scaleup Jentis soll diesen Prozess mit seinem neuen Tool erleichtern.
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Jentis
(c) Jentis - Jentis-CEO Thomas Tauchner.

2022 gewann es die EIT Digital Challenge in Brüssel und holte sich in seiner zweiten Seed-Runde ein drei Millionen Euro Investment unter dem Lead von Pragmatech Ventures. Über ein Jahr später winkte eine Series-A-Runde in Höhe von elf Millionen Euro ins Haus.

Mit dem Geld brachte sich das Unternehmen „in Stellung für die weitere Expansion und das Aus der Third-Party-Cookies von Google“ – brutkasten berichtete. Damals wollte man die eigene Server-Side-Tracking-Technologie weiterentwickeln. Dabei handelt es sich um eine Lösung, die nicht nur „präzisere Websitedaten an eine Vielzahl von Marketing- und Analysetools“ liefert, sondern die es Website-Betreiber:innen überdies ermöglicht, ihre Datenerfassung selbst zu kontrollieren und zu steuern.

Aus für Third-Party-Cookies umgehen

Dies erwies sich als besonders wichtig im Hinblick auf das mit Jahresbeginn in Kraft tretende „Aus der Third-Party-Cookies“ von Google. Mit der Änderung der Google-Tracking-Dienste wurde es für Unternehmen schwieriger, „das Verhalten von Internetnutzer:innen zu erfassen“.

Damit das Verhaltens-Tracking von Zielgruppen trotz neuer Regulatorien möglich ist, hat sich das Sclaeup Jentis etwas Neues überlegt:

Der Webtracker launchte mit Ende November die „KI-gestützte Tracking-Innovation Synthetic Users“. Die Innovation verspricht Werbetreibenden, ihre Zielgruppen effektiver ansprechen zu können. Das Versprechen: Damit höhere Renditen auf ihre Werbeausgaben zu erreichen.

Neues Tool soll höhere Werbe-Rendite bringen

Das Tool Synthetic Users fungiert als KI-gestützte Tracking- und Optimierungslösung, mit der Unternehmen „vollständige Conversion- und Click-Daten an Werbenetzwerke“ übermitteln können. Die logische Folge daraus sei eine Erhöhung von Kampagnenleistung und Performance sowie eine um bis zu „25 Prozent höhere Rendite“, so das Scaleup.

Die Technologie nutze „Machine-Learning-Modelle“ um die fehlende Tracking-Zustimmung zu umgehen. Dabei werden „nicht erfassbare Daten durch synthetische First-Party-Daten“ ersetzt, die im Performance Marketing genutzt werden können. Damit sei es Werbetreibenden möglich, „wertvolle Segmente innerhalb ihrer Kernzielgruppen“ anzusprechen.

Kleineres Budget, mehr Werbewirkung

Thomas Tauchner, CEO und Mitbegründer von Jentis, sieht die Neuerung als „wirksame Instrument, um entweder die Performance der Werbung deutlich zu steigern oder aus einem kleineren Budget mehr Werbewirkung herauszuholen.“

Das neue Tracking-Tool soll bereits von mehreren Kunden genutzt werden, wie Jentis in einer Aussendung vermeldet. Darunter die Schuh- und Mode-Qualitätsmarke Giesswein, der es gelungen sein soll, ihre Werbe-Rendite (ROAS) mit „Synthetic Users um 25 Prozent zu steigern“.

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Das neue Labor von Sequestra ist weltweit einzigartig. | © sequestra

Es ist wohl eine der großen Fragen unserer Zeit: Wie kann der CO2-Gehalt in der Atmosphäre reduziert werden? Das Wiener Startup sequestra nimmt sich dieses Problems an. In seinem neu eröffneten und weltweit einzigartigen Labor erhebt es, wie viel CO2 in Schlacken, Aschen und Baurestmaterialien gebunden werden kann. Dadurch sollen die technologischen und monetären Nutzungsmöglichkeiten von diesen Materialen bewertet werden können. Kernstück ist die selbst entwickelte Analyseplattform Luma, die durch automatisierte Versuchsabläufe fundierte Daten über die CO2-Bindung und Materialumwandlung liefert.

„Maßnahmen zur CO2-Reduktion, sei es durch Verringerung industrieller Emissionen oder das Entfernen von CO2 aus der Atmosphäre, müssen durch transparente und wissenschaftlich fundierte Methoden belegt werden. Bei sequestra arbeiten wir an audit- und zukunftsfähigen Lösungen, welche das Rückgrat der Messung und Validierung von CO2-Bindung durch Mineralisierung bilden“, erklärt Chief Scientific Officer Matthias Ginterseder.

Ziel ist die globale Marktführung

Zu sequestras Kunden zählen Unternehmen z. B. aus der Stahl-, Zement- oder Bauindustrie. Die Absicht des Greentech-Startups ist klar. Es möchte globaler Marktführer im Feld der Messung und Optimierung von CO2-Mineralisierungsprozessen, also der Bindung von CO2 in z. B. mineralischen Reststoffen, werden. Mittelfristig will sequestra seine Messmethoden und Analysetechnologien zum Industriestandard entwickeln.

Sequestra untersucht wie viel CO2 in diversen Materialien gebunden werden kann. | © sequestra

2027 sollen Anlagen vermarktet werden

„Zurückblickend freuen wir uns sehr, sogar deutlich früher als ursprünglich geplant von unseren ersten Schritten der Technologieentwicklung bis zur Inbetriebnahme des kommerziellen Labors fortgeschritten zu sein“, sagt Roberto Lerche-Antoniazzi, Founder and Co-CEO von sequestra. Das Wiener Startup baut aktuell eine vorindustrielle Anlage am Standort Attnang-Puchheim. Ende 2027 möchte das Greentech-Unternehmen erste industrielle Anlagen zur CO2-Abbindung vermarkten.

Laut eigenen Angaben gehört die Firma zu den am schnellsten wachsenden Greentech-Unternehmen Mitteleuropas. Anfang des Jahres schloss sie eine Seed-Finanzierungsrunde über drei Millionen Euro ab. Überdies wurde sequestra durch die aufeinander aufbauende Förderprogramme der FFG unterstützt.

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