26.01.2024

Wiener Scaleup Jentis holt bei Finale der Founder Games in Davos 100.000 Dollar

Jentis wurde bei den Founder Games als einer von fünf Gewinner:innen aus 4500 Bewerber:innen ausgewählt. Insgesamt gab es bei Wettbewerb Teilnehmer:innen aus 150 Ländern.
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(c) Jentis LinkedIn

Das Weltwirtschaftsforum in Davos zieht jedes Jahr Staats- und Regierungschefs sowie führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft an. Als Gipfel der globalen Wirtschaftselite dient das Forum traditionsgemäß als ein Ort für den Austausch von Ideen und Meinungen auf höchster Ebene. Neben den offiziellen Sitzungen des Weltwirtschaftsforums gab es auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl an exklusiven Nebenveranstaltungen, an denen vereinzelt auch österreichische Gründer:innen teilgenommen haben.

Webit Grand Finals der Founder Games

Ebenfalls im Zuge des Weltwirtschaftsforum in Davos fanden dieses Jahr die Webit Grand Finals der Founder Games statt. Dabei handelt es sich um einen globalen Startup-Wettbewerb, der innovative Ideen rund um den Globus auszeichnet.

Dieses Jahr gab es für den Wettbewerb insgesamt 4.500 Bewerbungen aus über 150 Ländern. Am Ende waren es nur zwölf Startups, die es ins Finale nach Davos geschafft haben – darunter auch das auf Webtracking spezialisierte Wiener Scaleup Jentis.

„Die Möglichkeit, unsere Vision und Technologie auf einer großen Bühne zu präsentieren, war ein wesentlicher Beweggrund. Webit hat einen exzellenten Ruf und ist für seinen Support von Startups und Scaleups bekannt, der sowohl auf Wachstum als auch auf Impact abzielt“, so Jentis-Gründer Thomas Tauchner.

100.000 Dollar für Jentis

Die Finalisten der Founders Games wurden in fünf Auswahlrunden von mehr als 250 Investor:innen und VC-Vertreter:innen ausgewählt, wobei sich Jentis mit seinem Pitch zu einem der fünf prämierten Sieger-Startups machte. Als Preis konnte das Scaleup, das erst Ende November 2023 eine Finanzierungsrunde in Höhe von elf Millionen Euro abgeschlossen hatte, ein Preisgeld von 100.000 Dollar mit nach Hause nehmen.

„Unser Debüt in Davos war ein voller Erfolg, und wir können bereits deutliche Vorteile erkennen. Hier finden wichtige Gespräche statt und es eröffnen sich großartige Möglichkeiten zum Netzwerken. Wir freuen uns schon darauf, diese Erfahrungen im nächsten Jahr weiter auszubauen und zur Diskussion über Daten, KI und deren Bedeutung beizutragen“, so Tauchner.


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easy-connect, mamdani, Metropolitan Opera, Met, NY
© Laura Böhler - Gerald Stockinger (l.)(Co-Founder & CTO) und Wolfgang Graf (Co-Founder & CEO).

Die Metropolitan Opera und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani kündigten Ende September eine Initiative an: In der Saison 2026/27 gibt die Met jeden Monat 10.000 Karten an New Yorker:innen frei, die seit 2019 kein Met-Ticket gekauft haben. Das sind rund zehn Prozent aller Tickets der Saison. Das Unternehmen easy-connect aus Wien liefert dafür die Technologie, wie dieses heute bekanntgab.

easy-connect in New York

Die Tickets werden über die bestehende digitale Lotterie in der App vergeben: Dazu müssen Nutzer:innen ihren Ausweis für die Berechtigungsprüfung in der App hochladen und sich für eine Vorstellung zur Lotterie anmelden. Von einem möglichen Gewinn erfahren sie per Push-Nachricht – und erhalten das Ticket direkt am Handy. Das Besondere daran: So kann die Met auch jene Teilnehmer:innen erneut ansprechen, die bei der Lotterie nicht gewinnen.

„Mit Opera for All wollten wir es New Yorker:innen in allen fünf Stadtbezirken leicht machen, die Met zu entdecken – und sie persönlich bei uns willkommen heißen. Weil Lotterie und Ausweisprüfung bereits in der App, die wir auch für unsere Rush-Tickets nutzen, verfügbar waren, ging es bemerkenswert schnell von der Idee zum Start – und das in der Größenordnung, die diese ambitionierte Initiative gebraucht hat. Möglich war das dank unserer Zusammenarbeit mit dem innovativen und flexiblen Team von easy-connect, das uns bei jedem Schritt begleitet hat, vom Design bis zur Umsetzung“, sagt Gillian Brierley, Chief Audiences, Marketing, and Communications Officer der Metropolitan Opera.

Bürgermeister Mamdani über „Opera for All“

Das Modell lässt sich auf viele Kulturbetriebe übertragen. Seit 2024 vergibt die Met über eine Lotterie in der App vergünstigte Tickets für 25 Dollar. Mehr als 550.000-mal haben Menschen seither bei der Verlosung mitgemacht, mehr als die Hälfte der App-Nutzer:innen ist unter 40 Jahren alt – und trotzdem sind rund vier von fünf Tickets, die in der App gekauft werden, ganz reguläre (Vollpreis-)Karten. Für viele Menschen stelle die Lotterie den ersten Schritt ins Haus dar.

Denn wer sich in der App anmeldet, sei für die Met kein:e Unbekannte:r mehr. Wer bei der Lotterie nicht gewinnt, bekommt automatisch ein passendes Angebot für ein reguläres Ticket. Im deutschsprachigen Raum gibt es ebenfalls solche Modelle und Initiativen, um kulturelle Teilhabe über alle Besuchergruppen hinweg zu ermöglichen, unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Zum Beispiel am Opernhaus Zürich mit einer Ticket-Lotterie und der digitalen Prüfung der „KulturLegi-Berechtigung“ für Menschen mit geringem Einkommen, direkt in der App.

„Stammpublikum entwickeln“

„Kultur einfacher zugänglich zu machen, war von Anfang an unser Anspruch. Nun macht es uns besonders stolz, dass die Technologie hinter einem Programm dieser Größenordnung aus Wien kommt“, sagt Wolfgang Graf, Co-Founder & CEO von easy-connect, der das Unternehmen gemeinsam mit Gerald Stockinger gegründet hat. „Drei von vier Erstbesucher:innen kommen nie wieder. Mit einer eigenen App können Häuser das ändern: Menschen zum ersten Mal hereinholen, sie persönlich ansprechen und daraus Stammpublikum entwickeln. Am Ende des Tages geht es darum, möglichst viele Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern. Und was in New York funktioniert, funktioniert genauso in Wien, Zürich oder Berlin.“

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