25.06.2020

IT Soforthilfe: OÖ-„Corona-Startup“ holt sich Investment von Ex-Konzern-CEO

Im April gegründet holt sich das Startup IT Soforthilfe mit Sitz in Ried im Innkreis (Oberösterreich) ein Angel-Investment von Reiner Thalacker, dem ehemaligen CEO des Maschinen- und Anlagenbau-Konzerns Wintersteiger.
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IT-Soforthilfe: Reiner Thalacker (l) steigt als Business Angel beim
(c) IT-Soforthilfe: Reiner Thalacker (l) steigt als Business Angel beim "Corona-Startup" von Christian Reich (r) ein

Mit Technologieengel Consulting betreibt Christian Reich bereits seit mehr als fünf Jahren ein gut laufendes Beratungsunternehmen. Doch dann kam Corona. „Als es Anfang März schon absehbar war, dass wir im Beratungsgeschäft unter Umständen mit gravierenden Umsatzeinbußen rechnen müssen, brauchten wir neue Ideen und das Konzept der IT Soforthilfe schwirrte mir schon länger im Kopf“, erzählt Reich. So gesehen sei sein neues, im April gegründetes Unternehmen, ein „Corona-Startup“. IT Soforthilfe soll über eine Online-Plattform „Selbstständigen und Kleinstbetrieben rasche und kompetente Unterstützung bei Problemen rund um Computer und Smartphones“ liefern.

+++ Ticker: Aktuelle Startup-Investments in Österreich +++

IT Soforthilfe: Selbstständige und Kleinstbetriebe als Zielgruppe

Vor allem Selbstständige und Kleinstbetriebe stünden häufig vor der Herausforderung, fähige Unterstützung zu finden, wenn Computer oder Smartphone einmal nicht mehr so funktionieren, wie sie sollen. Hier setze man mit IT Soforthilfe an und biete IT-Experten mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur einfachen Onlinebuchung an.

EX-Wintersteiger CEO Reiner Thalacker steigt als Business Angel ein

Schon knapp nach dem Start im April habe man den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Maschinen- und Anlagenbau-Konzerns Wintersteiger AG, Reiner Thalacker, der aktuell mit seinem eigenen Unternehmen als Unternehmensberater tätig ist, als Kunden gewonnen. Dieser stieg nun auch mit einem nicht näher genannten Betrag als Business Angel ein. „Reiner war so begeistert, dass es gleich darauf Gespräche über eine Investition von ihm in die IT-Soforthilfe-Idee gab, da wir diese stark ausbauen und verbreiten wollen. Dafür brauchen wir natürlich zum einen Kapital, aber auch umfangreiches Wissen, warum ich sehr froh bin, dass uns Reiner mit beidem unterstützt“, kommentiert Gründer Reich.

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easy-connect, mamdani, Metropolitan Opera, Met, NY
© Laura Böhler - Gerald Stockinger (l.)(Co-Founder & CTO) und Wolfgang Graf (Co-Founder & CEO).

Die Metropolitan Opera und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani kündigten Ende September eine Initiative an: In der Saison 2026/27 gibt die Met jeden Monat 10.000 Karten an New Yorker:innen frei, die seit 2019 kein Met-Ticket gekauft haben. Das sind rund zehn Prozent aller Tickets der Saison. Das Unternehmen easy-connect aus Wien liefert dafür die Technologie, wie dieses heute bekanntgab.

easy-connect in New York

Die Tickets werden über die bestehende digitale Lotterie in der App vergeben: Dazu müssen Nutzer:innen ihren Ausweis für die Berechtigungsprüfung in der App hochladen und sich für eine Vorstellung zur Lotterie anmelden. Von einem möglichen Gewinn erfahren sie per Push-Nachricht – und erhalten das Ticket direkt am Handy. Das Besondere daran: So kann die Met auch jene Teilnehmer:innen erneut ansprechen, die bei der Lotterie nicht gewinnen.

„Mit Opera for All wollten wir es New Yorker:innen in allen fünf Stadtbezirken leicht machen, die Met zu entdecken – und sie persönlich bei uns willkommen heißen. Weil Lotterie und Ausweisprüfung bereits in der App, die wir auch für unsere Rush-Tickets nutzen, verfügbar waren, ging es bemerkenswert schnell von der Idee zum Start – und das in der Größenordnung, die diese ambitionierte Initiative gebraucht hat. Möglich war das dank unserer Zusammenarbeit mit dem innovativen und flexiblen Team von easy-connect, das uns bei jedem Schritt begleitet hat, vom Design bis zur Umsetzung“, sagt Gillian Brierley, Chief Audiences, Marketing, and Communications Officer der Metropolitan Opera.

Bürgermeister Mamdani über „Opera for All“

Das Modell lässt sich auf viele Kulturbetriebe übertragen. Seit 2024 vergibt die Met über eine Lotterie in der App vergünstigte Tickets für 25 Dollar. Mehr als 550.000-mal haben Menschen seither bei der Verlosung mitgemacht, mehr als die Hälfte der App-Nutzer:innen ist unter 40 Jahren alt – und trotzdem sind rund vier von fünf Tickets, die in der App gekauft werden, ganz reguläre (Vollpreis-)Karten. Für viele Menschen stelle die Lotterie den ersten Schritt ins Haus dar.

Denn wer sich in der App anmeldet, sei für die Met kein:e Unbekannte:r mehr. Wer bei der Lotterie nicht gewinnt, bekommt automatisch ein passendes Angebot für ein reguläres Ticket. Im deutschsprachigen Raum gibt es ebenfalls solche Modelle und Initiativen, um kulturelle Teilhabe über alle Besuchergruppen hinweg zu ermöglichen, unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Zum Beispiel am Opernhaus Zürich mit einer Ticket-Lotterie und der digitalen Prüfung der „KulturLegi-Berechtigung“ für Menschen mit geringem Einkommen, direkt in der App.

„Stammpublikum entwickeln“

„Kultur einfacher zugänglich zu machen, war von Anfang an unser Anspruch. Nun macht es uns besonders stolz, dass die Technologie hinter einem Programm dieser Größenordnung aus Wien kommt“, sagt Wolfgang Graf, Co-Founder & CEO von easy-connect, der das Unternehmen gemeinsam mit Gerald Stockinger gegründet hat. „Drei von vier Erstbesucher:innen kommen nie wieder. Mit einer eigenen App können Häuser das ändern: Menschen zum ersten Mal hereinholen, sie persönlich ansprechen und daraus Stammpublikum entwickeln. Am Ende des Tages geht es darum, möglichst viele Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern. Und was in New York funktioniert, funktioniert genauso in Wien, Zürich oder Berlin.“

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IT Soforthilfe: OÖ-„Corona-Startup“ holt sich Investment von Ex-Konzern-CEO

  • „Als es Anfang März schon absehbar war, dass wir im Beratungsgeschäft unter Umständen mit gravierenden Umsatzeinbußen rechnen müssen, brauchten wir neue Ideen und das Konzept der IT Soforthilfe schwirrte mir schon länger im Kopf“, erzählt Christian Reich.
  • So gesehen sei sein neues, im April gegründetes Unternehmen, ein „Corona-Startup“.
  • IT Soforthilfe soll über eine Online-Plattform „Selbstständigen und Kleinstbetrieben rasche und kompetente Unterstützung bei Problemen rund um Computer und Smartphones“ liefern.
  • Hier setze man mit IT Soforthilfe an und biete IT-Experten mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur einfachen Onlinebuchung an.
  • Schon knapp nach dem Start im April habe man den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Maschinen- und Anlagenbau-Konzerns Wintersteiger AG, Reiner Thalacker, der aktuell mit seinem eigenen Unternehmen als Unternehmensberater tätig ist, als Kunden gewonnen.
  • Dieser stieg nun auch mit einem nicht näher genannten Betrag als Business Angel ein.

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  • „Als es Anfang März schon absehbar war, dass wir im Beratungsgeschäft unter Umständen mit gravierenden Umsatzeinbußen rechnen müssen, brauchten wir neue Ideen und das Konzept der IT Soforthilfe schwirrte mir schon länger im Kopf“, erzählt Christian Reich.
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