13.01.2020

Warum überhaupt Programmierer suchen?

In Zeiten des IT-Fachkräftemangels wird es eine immer größere Herausforderung, gute Developer zu finden. Dabei ist das in vielen Fällen überhaupt nicht notwendig. Eine Lösung: Outsourcing.
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Cyber-Solutions: IT-Outsourcing in Zeiten des IT-Fachkräftemangel
(c) Adobe Stock - deagreez
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Die Zahlen sind bekannt: Rund 10.000 IT-Fachkräfte fehlen in Österreich laut Angaben der Wirtschaftskammer. Andere Schätzungen gehen sogar von mehr aus. „Die Suche ist entsprechend aufwendig. Wenn man professionelle Headhunter heranzieht ist sie auch sehr teuer“, sagt Thomas Eigner, Mitgründer und CFO der oberösterreichischen Webagentur Cyber-Solutions. Ihn und seinen Co-Founder Andreas Fritz, CEO des Unternehmens, mit dem er gemeinsam vor zwei Jahren startete, plagt diese Sorge aber nicht direkt. Denn ihr Job ist es, sie anderen über ihr IT-Outsourcing-Angebot abzunehmen. „Es ist besonders für Unternehmen, deren Kerngeschäft nicht die IT ist, oft überhaupt nicht notwendig, ein Heer an Developern zu beschäftigen“, sagt Andreas Fritz.

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IT-Outsourcing: Enorme Kostenersparnis möglich

Wenn man Bereiche wie Web-Development oder App-Entwicklung an Agenturen wie Cyber-Solutions auslagere, biete das neben den oben genannten Einsparungen beim Recruiting noch zahlreiche weitere Vorteile. „Die Unternehmen können sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren und fallen trotzdem nicht im Bereich Digitalisierung zurück. Sie ersparen sich Weiterbildung im Unternehmen und haben trotzdem immer Produkte, die hochqualitativ und technologisch up to date sind. Und sie sind viel flexibler und müssen die Dienstleistung nur dann in Anspruch nehmen, wenn sie sie tatsächlich brauchen“, sagt Fritz. Das alles führe unterm Strich zu einer enormen Kostenersparnis – wenn man die richtigen Anbieter finde.

Cyber-Solutions: IT-Outsourcing in Zeiten des IT-Fachkräftemangel
(c) Cyber-Solutions: Die Gründer Andreas Fritz und Thomas Eigner

Cyber-Solutions: Transparenz statt Blackbox

Denn gerade beim Thema IT-Outsourcing brauche man Partner, auf die man sich wirklich verlassen kann. Um „blindes Vertrauen“ dürfe es dabei aber nicht gehen, sagt Thomas Eigner, „viele IT-Dienstleister sind für ihre Kunden immer noch eine Blackbox. Man definiert seine Ziele und am Ende kommt dann irgendetwas dabei heraus – mit entsprechenden Kosten“. Bei Cyber-Solutions verfolge man einen anderen Ansatz. „Wir setzen auf maximale Transparenz. Jeder Kunde kann jederzeit sehen, woran, wann, wie lange gearbeitet wird“, erklärt der Gründer. Im Normalfall sei auch ein Cyber-Solutions-Mitarbeiter einmal pro Woche beim Kunden vor Ort, um alle auftretenden Fragen abzuklären – auch in der Kooperation mit internen IT-Kräften.

„Stabile Stütze in der Digitalisierung“

„Wir wollen, dass die Zusammenarbeit für unsere Kunden so unkompliziert wie möglich ist“, erklärt Andreas Fritz, „wir wurden ins digitale Zeitalter hineingeboren. Was wir tun, ist unsere Leidenschaft“. Die Mission sei es, für die Unternehmen mit maßgeschneiderten Lösungen eine stabile Stütze in der Digitalisierung zu sein. Damit konnte man schon zahlreiche namhafte Kunden gewinnen und halten. Darunter sind etwa einer der größten Energieanbieter Österreichs und ein heimischer Weltmarktführer im Industrie-Bereich, ebenso wie bekannte Musik-Festivals und KMU aus verschiedensten Bereichen. „Sie alle haben durch uns ein paar Sorgen weniger“, sagt der Cyber-Solutions-Gründer.

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V.l.n.r.: Peter Llewellyn-Davies (Präsident BIOTECH AUSTRIA), Lejla Pock (CEO Human.technology Styria), Marcus Hofer (CEO Standortagentur Tirol) © BIOTECH AUSTRIA

Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt  künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?

Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.

Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China

Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.

Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.

(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.

 Ein Champion, der nicht auswandern muss

Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“ 

(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt. 

Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen

Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds. 

Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.

Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.

Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.

Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht

Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.

Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.

Was es jetzt braucht

Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.

Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden. 

Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.


Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.

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AI Summaries

Warum überhaupt Programmierer suchen?

Es ist besonders für Unternehmen, deren Kerngeschäft nicht die IT ist, oft überhaupt nicht notwendig, ein Heer an Developern zu beschäftigen. Wenn man Bereiche wie Web-Development oder App-Entwicklung auslagert, biete das Einsparungspotenzial beim Recruiting und noch zahlreiche weitere Vorteile. Die Unternehmen können sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren und fallen trotzdem nicht im Bereich Digitalisierung zurück. Doch gerade beim Thema IT-Outsourcing braucht man Partner, auf die man sich wirklich verlassen kann. Cyber-Solutions setzt auf maximale Transparenz. Jeder Kunde kann jederzeit sehen, woran, wann, wie lange gearbeitet wird. Die Mission sei es, für die Unternehmen mit maßgeschneiderten Lösungen eine stabile Stütze in der Digitalisierung zu sein.

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Es ist besonders für Unternehmen, deren Kerngeschäft nicht die IT ist, oft überhaupt nicht notwendig, ein Heer an Developern zu beschäftigen. Wenn man Bereiche wie Web-Development oder App-Entwicklung auslagert, biete das Einsparungspotenzial beim Recruiting und noch zahlreiche weitere Vorteile. Die Unternehmen können sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren und fallen trotzdem nicht im Bereich Digitalisierung zurück. Doch gerade beim Thema IT-Outsourcing braucht man Partner, auf die man sich wirklich verlassen kann. Cyber-Solutions setzt auf maximale Transparenz. Jeder Kunde kann jederzeit sehen, woran, wann, wie lange gearbeitet wird. Die Mission sei es, für die Unternehmen mit maßgeschneiderten Lösungen eine stabile Stütze in der Digitalisierung zu sein.

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Es ist besonders für Unternehmen, deren Kerngeschäft nicht die IT ist, oft überhaupt nicht notwendig, ein Heer an Developern zu beschäftigen. Wenn man Bereiche wie Web-Development oder App-Entwicklung auslagert, biete das Einsparungspotenzial beim Recruiting und noch zahlreiche weitere Vorteile. Die Unternehmen können sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren und fallen trotzdem nicht im Bereich Digitalisierung zurück. Doch gerade beim Thema IT-Outsourcing braucht man Partner, auf die man sich wirklich verlassen kann. Cyber-Solutions setzt auf maximale Transparenz. Jeder Kunde kann jederzeit sehen, woran, wann, wie lange gearbeitet wird. Die Mission sei es, für die Unternehmen mit maßgeschneiderten Lösungen eine stabile Stütze in der Digitalisierung zu sein.

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

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