16.06.2017

Internetwirtschaftsverband ISPA feierte 20. Geburtstag mit Sommerfest

Der Dachverband der österreichischen Internetwirtschaft lud anlässlich dseines 20. Geburtstags zum Sommerfest an der Donau.
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(c) ISPA/APA-Fotoservice/Hörmandinger: Ausgelassene Stimmung beim ISPA-Sommerfest an der Donau
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Vergangene Woche feierte der Interessenverband der österreichischen Internetwirtschaft ISPA mit rund 600 Gästen aus 14 Nationen seinen 20. Geburtstag. Der Verband legte dabei Wert darauf, dass bei diesem Sommerfest tatsächlich gefeiert wird und nicht nur Reden gehalten werden. Das Ambiente war exklusiv, die Stimmung ausgelassen. Dafür sorgte unter anderem die Location: Das Hilton Vienna Danube Waterfront im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Bei sonnigem Wetter und Musik aus 20 Jahren Vereinsgeschichte traf sich das Who-is-who der österreichischen Internetbranche zu entspanntem Networking, anregendem Gedankenaustausch und gemeinsamem Feiern. Ein Kinderprogramm und Aktivitäten wie ein Boccia-, ein Beachvolleyball- und ein Tischfußball-Turnier sowie ein Fotowettbewerb sorgten für Entspannung und gute Stimmung.

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Vertretung gegenüber Politik und Verwaltung

Die ISPA – Internet Service Providers Austria ist der Dachverband der österreichischen Internetwirtschaft. Sie wurde 1997 gegründet und vertritt über 200 Mitglieder aus den Bereichen Access, Content und Services gegenüber Politik, Verwaltung und anderen Gremien. Ziel der ISPA ist die Förderung des Internets sowie die Kommunikation der Marktteilnehmer untereinander. Der Erfolg des Verbands zeigt sich nicht zuletzt an seinen prominenten Mitgliedern. Auch beim Sommerfest waren viele heimische Branchengrößen anzutreffen und feierten gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden.

Kurze Reden, lange Feier

Der „offizielle Teil“ der Feier wurde dann bewusst kurz gehalten. Harald Kapper, Präsident der ISPA, blickte in seiner Ansprache auf die letzten 20 ereignisreichen Jahre zurück und wagte auch einen Blick in die spannende Zukunft des Internets. Generalsekretär Maximilian Schubert sprach über die zukünftige Ausrichtung der ISPA. Zudem stellte er kurz die Festschrift zum runden Geburtstag vor. Diese unterscheidet sich von üblichen Festschriften. Sie ist nämlich in Form von Interviews gehalten, die mittels QR-Code auch gleich am Handy als Video oder Soundbite abgerufen werden können.

Innovative Festschrift zu Vergangenheit und Zukunft

Diese bieten nicht nur einen Rückblick auf die ereignisreiche Vergangenheit, sondern zeigen auch die Zukunftssicht der Branche und ihrer Vertreterinnen und Vertreter. Interviewpartner sind unter anderem Peter Rastl, langjähriger Leiter des EDV-Zentrums der Universität Wien und auch als der „Vater des Internets in Österreich“ bekannt, aber auch andere Gründungsmitglieder wie Georg Hahn oder Karl Hitschmann. Die aktuelle Situation beleuchten etwa der amtierende ISPA Präsident und Geschäftsführer von kapper.net Harald Kapper oder der ISPA Generalsekretär Maximilian Schubert. Die Festschrift ist auch online verfügbar: www.ispa.at/20/festschrift

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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Gute Zahlen, verhaltene Stimmung“ titelte brutkasten im Juli zur letzten Ausgabe des quartalsweise erscheinenden European Venture Sentiment Index (EVSI) von Venionaire Capital. Denn obwohl das Investment-Volumen in Europa im zweiten Quartal einen Rekordwert erreichte, fiel die im Indexwert aggregierte Stimmungslage zwar besser als ein Quartal zuvor erwartet, aber doch knapp negativ aus. Der nun erschienene EVSI für das dritte Quartal zeigt das umgekehrte Bild: Zwar ging das Investmentvolumen wieder zurück, die Stimmungslage übertrifft die Erwartung aus dem Vorquartal (4,4 Punkte; 5 ist neutral) aber deutlich und liegt mit 5,4 Punkten wieder knapp im positiven Bereich.

(c) Venionaire Capital

Die Stimmungsindikatoren im Detail: Getragen wurde die Verbesserung laut Venionaire vor allem von einer deutlich höheren Investor:innenaktivität, die gegenüber dem Vorquartal um 33,9 Prozent zulegte. Auch das Fundraising-Umfeld habe sich um 27,3 Prozent verbessert, die Qualität der Dealflows um 16,7 Prozent. Gleichzeitig gingen die Startup-Bewertungen um 6,4 Prozent und der Wettbewerb um Deals um 6,2 Prozent zurück.

Die aktuelle Prognose für das kommende Quartal ist mit dem neutralen Wert 5 wieder etwas verhaltener. Bei den konkreten Indikatoren erwarten die befragten Investor:innen aber weitreichende Verbesserungen, konkret ein Plus von 34,7 Prozent bei der Investor:innenaktivität, plus 10,6 Prozent bei Startup-Bewertungen, plus 8,2 Prozent beim Fundraising-Umfeld und plus 1,7 Prozent bei der Qualität des Dealflows. Lediglich beim Wettbewerb um Deals wird ein Minus von 8,8 Prozent erwartet.

Dealvolumen gesunken, aber deutlich über Vorjahresniveau

Das tatsächliche europaweite Dealvolumen sank im dritten Quartal zwar, wie erwähnt, im Vergleich zum Vorquartal, lag aber laut begleitender EVSI-Analyse dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau. Demnach wurden europaweit 24,7 Milliarden US-Dollar investiert – ein Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber Q2, aber ein Plus von 64,9 Prozent gegenüber Q3 2025. Die Zahl der Transaktionen sank gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Prozent auf 864 Deals, lag damit aber weiterhin 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

(c) Venionaire Capital

13,9 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 56,2 Prozent des gesamten investierten Kapitals entfielen dabei im dritten Quartal auf Late-Stage-Finanzierungen. Seed- und Angel-Runden stellten mit 521 Deals zwar weiterhin mehr als 60 Prozent aller Transaktionen, machten mit 1,8 Milliarden US-Dollar jedoch lediglich 7,4 Prozent des investierten Kapitals aus. Und ein weiteres spannendes statistisches Detail: Sowohl Deutschland (6,1 Milliarden US-Dollar) als auch Frankreich (5 Milliarden) überholten beim Dealvolumen im dritten Quartal das Vereinigte Königreich (4,9 Milliarden). Herausstechend waren dabei die Investments für Mistral AI mit 3,5 Milliarden US-Dollar, Helsing mit 1,8 Milliarden US-Dollar und Quantum Systems mit 1,2 Milliarden US-Dollar.

Venionaire-Chef Berthold Baurek-Karlic kommentiert: „Der europäische Venture-Markt entwickelt sich zunehmend auf zwei unterschiedlichen Bahnen. An der Spitze zeigt Europa eine größere Bereitschaft, strategische Technologien in großem Maßstab zu finanzieren, insbesondere in den Bereichen KI, Verteidigung und DeepTech. Europa wird immer besser darin, seine stärksten Unternehmen in großem Maßstab zu finanzieren, während die Finanzierung in der Frühphase nach wie vor eine größere Herausforderung darstellt.“ Das vierte Quartal werde „turbulent“. „Wir erwarten, dass zum Jahresabschluss jede Investorin und jeder Investor noch versuchen wird, Deals zu finalisieren.“

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