12.03.2025
BERATUNG

Inoqo: Wiener Startup in Fußabdruck-Advisory-Board der Europäischen Kommission

Das Wiener Startup Inoqo soll seine Expertise im Technical Advisory Board of the Environmental Footprint der Europäischen Kommission einbringen.
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© FH des BFI Wien/Rösler

Darüber, dass Menschen und Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern müssen, herrscht zumindest hier in Europa weitgehend Konsens. Dabei ergibt sich auch eine sehr praktische, technische Frage: Wie wird der ökologische Fußabdruck überhaupt möglichst genau ermittelt? Einiges an Expertise in diesem Feld bringt das Wiener Startup Inoqo mit. Dafür holte die Europäische Kommission es nun in sein Technical Advisory Board of the Environmental Footprint.

Inoqo schickt Head of Research Bernhard Wohner ins Technical Advisory Board

In so einem Technical Advisory Board (TAB) bringt die Kommission Repräsentant:innen der EU-Mitgliedsstaaten, öffentliche Einrichtungen, Expert:innen und Organisationen zusammen, um wissenschaftsbasierte Ergebnisse zu bekommen. Für Inoqo soll nun Head of Research Bernhard Wohner Teil des Advisory Boards werden, heißt es vom Startup. Konkret soll er seine Expertise in zwei Untergruppen einbringen: in der Agricultural Working Group (AWG), die sich mit der Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks im landwirtschaftlichen Bereich beschäftigt, sowie in der Data Working Group (DWG), die sich mit den softwareseitigen Themen in dem Kontext beschäftigt.

Linder: „Starker Beweis für unsere Expertise in diesem Bereich“

„Diese Ernennung ist ein starker Beweis für unsere Expertise in diesem Bereich und stärkt unsere Möglichkeiten, kommende EU-Vorschriften mitzugestalten. Sie stellt auch sicher, dass unsere Lösung vollständig mit den sich weiterentwickelnden EU-Vorschriften übereinstimmt und unseren Kunden einen zukunftssicheren, konformen Ansatz für die Ermittlung ihres Fußabdrucks bietet“, kommentiert inoqo-CEO Markus Linder.

Methodologie wird seit 2013 weiterentwickelt

Die Europäische Kommission brachte bereits 2013 die erste standardisierte Methodologie zur Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks heraus. Diese wird seitdem mit Hilfe des Technical Advisory Boards weiterentwickelt. „Durch die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und anderen führenden Experten stellt inoqo sicher, dass Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie über die notwendigen Instrumente und Erkenntnisse verfügen, um ihren ökologischen Fußabdruck zu bewerten, zu optimieren und effektiv zu kommunizieren“, heißt es vom Startup zur neuen Rolle.

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Bei der Eröffnung des neuen Radiopharmaka-Labors in Seibersdorf | (c) Seibersdorf Labor GmbH/APA-Fotoservice/Krisztian Juhasz

Gerade in der Krebsbehandlung spielt Präzisionsmedizin eine immer größere Rolle, um den massiven Nebenwirkungen gängiger Therapien zu begegnen. Hier wiederum sind Radiopharmazeutika, also Arzneimittel mit radioaktiven Bestandteilen, für einige Diagnose- und Therapieansätze essenziell. Sie binden an bestimmte Strukturen von Tumoren, wodurch Tumorherde sichtbar gemacht und gezielt behandelt werden können, etwa bei Prostatakrebs. Im niederösterreichischen Seibersdorf wurde nun ein neues Labor eröffnet, das diese Medikamente entwickelt und herstellt.

„Weltweit steigende Nachfrage bedienen“

Hinter dem Labor steht mit Seibersdorf Laboratories eine Einhundert-Prozent-Tochter des AIT Austrian Institute of Technology. 17 Millionen Euro wurden in die Einrichtung investiert, die nun zu den größten ihrer Art in Europa zählt. Der operative Produktionsbetrieb im neuen Gebäude ist ab 2028 vorgesehen. Bereits jetzt werden vor Ort Radiopharmazeutika hergestellt. Kunden sind Kliniken und Pharmaunternehmen. Mit dem größeren Labor soll die Versorgung für Österreich und darüber hinaus sichergestellt werden.

„Das neue Radiopharmaka-Labor ist entscheidend, um unsere Kapazitäten zu erweitern, die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen und die Versorgung von Patient:innen auf höchstem Niveau zu sichern“, kommentiert Markus Neumann, Geschäftsführer Seibersdorf Laboratories. Und AIT-Geschäftsführer Alexander Svejkovsky erklärt: „Unser Tochterunternehmen Seibersdorf Laboratories kooperiert seit langer Zeit sehr erfolgreich mit Unternehmen aus Industrie, Pharma, Forschung und öffentlicher Verwaltung. Durch die Investition in das neue Labor- und Produktionsgebäude können wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit weiter ausbauen. So ermöglichen wir unseren Partner:innen den Einstieg in ein großes Zukunftsfeld und einen zukünftigen Wachstumsmarkt.“

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