16.04.2026
ENTWICKLUNG

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

ParityQC, ein Spinoff der Universität Innsbruck, liefert einen der bislang deutlichsten Belege dafür, dass europäisches Quantencomputing den Sprung aus dem Labor in die Industrie geschafft hat.
/artikel/innsbrucker-quantenarchitektur-von-parityqc-verdoppelt-kapazitaet-auf-ibm-hardware
Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

Normale Computer rechnen mit sogenannten Bits. Quantencomputer hingegen nutzen Qubits, die gleichzeitig viele Zustände annehmen können. Vereinfacht gesagt: Sie können viele Möglichkeiten auf einmal durchrechnen, statt eine nach der anderen. Dadurch könnten sie bestimmte Probleme lösen, an denen selbst die leistungsfähigsten heutigen Supercomputer scheitern oder jahrelang rechnen würden.

Konkrete Anwendungsfelder liegen in der Entwicklung neuer Medikamente, komplexer Finanzmodelle oder dem Design neuer Materialien. Bislang ist Quantencomputing aber noch weitgehend Forschungsgebiet. Der Schritt in die Praxis ist das eigentlich Schwierige.

Das Innsbrucker Quanten-Unternehmen ParityQC soll gemeinsam mit IBM einen neuen Weltrekord bei der Quanten-Fourier-Transformation (QFT) aufgestellt haben. Konkret wurde dabei die bislang größte jemals gemessene QFT auf einem IBM Quantum Heron-Prozessor realisiert – mit 52 supraleitenden Qubits. Der bisherige Benchmark lag bei 27 Ionenfallen-Qubits und wurde erst vor 24 Monaten gesetzt. Die Kapazität wurde damit fast verdoppelt.

Europäische Quanteninnovation

Im Fokus der Leistung steht die Parity-Twine-Architektur des Unternehmens. Sie reduziert die Anzahl der notwendigen Rechenschritte erheblich, senkt das angesammelte Rauschen und erhöht die Genauigkeit. Das gelinge laut Unternehmen deshalb, weil auf sogenannte SWAP-Gatter verzichtet werden kann, die auf vielen Hardware-Plattformen eine Hauptquelle für Fehler und Overhead darstellen. Laut eigenen Angaben skaliert der Leistungsvorteil von Parity Twine gegenüber bekannten Alternativen exponentiell mit der Anzahl der Qubits.

„Dieser Meilenstein war nur durch die Synergie von IBMs neuester Quantenhardware und der ParityQC-Architektur möglich, die eine exponentielle Effizienzsteigerung ermöglicht“, sagen die Co-CEOs Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. Und weiter: „Was wir hier erleben, ist, dass die europäische Quanteninnovation weltweit eine Vorreiterrolle dabei einnimmt, theoretisches Potenzial in reale Leistung umzusetzen.“

Große Hoffnungen

Hermann Hauser, Investor bei ParityQC und Mitgründer des Chip-Architektur-Unternehmens ARM, zieht einen historischen Vergleich: „So wie die Verdopplung der Transistordichte einst das Zeitalter der integrierten Schaltkreise einläutete, markiert die Verdopplung der Quantencomputing-Kapazität den Eintritt des Quantencomputings in seine eigene Ära der exponentiellen Skalierung.“ Gemeint ist: Was damals mit normalen Chips passiert ist, dass sie immer leistungsfähiger wurden und eine ganze Industrie entstanden ist, könnte nun beim Quantencomputing beginnen.

„Die Demonstration von ParityQC, dass ihre Parity Twine-Anwendung diesen QFT-Benchmark erreicht hat – unter Verwendung von IBM-Quantenhardware –, ist ein vielversprechendes Beispiel dafür, wie die Anwendung auch auf Hardware-angepasste Implementierungen von Algorithmen ausgeweitet werden könnte, die komplexe, für die Industrie nützliche Optimierungsprobleme lösen, während sich unsere Hardware gemäß unserer Roadmap verbessert“, kommentiert Scott Crowder, Vice President bei IBM Quantum Adoption.

ParityQC als Vorzeige-Unternehmen im Quantenbereich

Das von Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser gegründete Spinoff ParityQC gilt als eines der österreichischen Vorzeige-Unternehmen im Bereich Quantencomputer. Das Unternehmen wurde 2020 in Innsbruck gegründet und entwickelt eine Technologie, die auf einer patentierten Idee basiert, die Quantenphysiker Lechner in den 2010er-Jahren an der Universität Innsbruck entwickelt hat (brutkasten berichtete).

ParityQC baut dabei selbst keine Hardware. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Quantenarchitektur. Dank Kunden wie dem japanischen Konzern NEC ist das Unternehmen nach eigenen Angaben seit 2023 profitabel – eine Seltenheit in der Quantenbranche (brutkasten berichtete).

Deine ungelesenen Artikel:
12.10.2026

Bitpanda: Bulgarische Bank mit mehr als einer Million Kund:innen wird B2B-Kunde

Die bulgarische Fibank wird neuer Kunde von Bitpanda Enterprise und integriert als erste Bank des Landes ein Krypto-Angebot für ihre Kund:innen.
/artikel/bitpanda-bulgarische-bank-mit-mehr-als-einer-million-kundinnen-wird-b2b-kunde
12.10.2026

Bitpanda: Bulgarische Bank mit mehr als einer Million Kund:innen wird B2B-Kunde

Die bulgarische Fibank wird neuer Kunde von Bitpanda Enterprise und integriert als erste Bank des Landes ein Krypto-Angebot für ihre Kund:innen.
/artikel/bitpanda-bulgarische-bank-mit-mehr-als-einer-million-kundinnen-wird-b2b-kunde
Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Das Bitpanda-Kryptoangebot direkt im Online-Banking der Hausbank – damit gewann die Bitpanda B2B-Schiene Bitpanda Enterprise bereits zahlreiche Banken in Europa, im arabischen Raum und auch in Südamerika als Kunden. Nun holte man sich mit der bulgarischen Fibank, die mehr als eine Million Kund:innen zählt, einen weiteren europäischen Player an Bord.

„Logischer nächster Schritt“

Das Service soll ab Anfang 2027 verfügbar sein, die Fibank sei dann die erste Bank in Bulgarien mit einem derartigen Angebot, heißt es von Bitpanda. „Die Art und Weise, wie unsere Kunden ihre Finanzen verwalten, verändert sich rasant. My Fibank muss sich mit ihren Bedürfnissen weiterentwickeln. Die Partnerschaft mit Bitpanda ist deshalb der logische nächste Schritt auf dem Weg zu einer digitalen Plattform, über die unsere Kunden bequem auf ein immer breiteres Spektrum an Finanzlösungen zugreifen können“, kommentiert Fibank-CEO Nikola Bakalov.

Regulatorik als wichtigstes Verkaufsargument

Er spricht auch das zentrale Verkaufsargument des Wiener Krypto-Unicorns an, das sich seit Jahren als Musterschüler in Sachen Regulatorik positioniert. „Besonders wichtig ist uns, diese neue Möglichkeit gemeinsam mit einem etablierten europäischen Technologiepartner und im Einklang mit den geltenden europäischen Anforderungen umzusetzen“; so Bakalov.

CEE-Expansion für Bitpanda Enterprise auch über RBI-Kooperation

Die Kooperation mit Fibank ist nicht der einzige Expansionsschritt von Bitpanda Enterprise im CEE-Raum. Erst kürzlich präsentierte man gemeinsame Pläne mit der Raiffeisen Bank International (RBI), das bereits in mehreren österreichischen Raiffeisen-Landesbanken laufende Krypto-Angebot schrittweise auch auf die CEE-Töchter des Konzerns auszuweiten (brutkasten berichtete). In Bulgarien hat die RBI seit einem Verkauf 2022 keine Tochterbank mehr.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Innsbrucker Quantenarchitektur von ParityQC verdoppelt Kapazität auf IBM-Hardware