15.03.2017

Die Innovation von 1892

Eine der bedeutendsten Innovationen des Alltags feiert heute ihren 125. Geburtstag. Eine kleine Geschichte über den großen Erfolg der Rolltreppe.
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(c) fotolia.com: estherpoon - Rolltreppefahren in der Rush Hour kann stressig sein.

Der tägliche Weg zur Arbeit: Rolltreppe runter, in die U-Bahn hinein, Rolltreppe wieder rauf. Nichts besonderes passiert. Obwohl: Rolltreppe!

Ein schräges Gummiband

Was mittlerweile eine Selbstverständlichkeit im öffentlichen Raum ist, galt vor 125 Jahren als Weltrevolution. Genau heute, am 15. März 1892, wurde das Patent auf die erste Rolltreppe erteilt. Diese ähnelte der heutigen Vorstellung einer Rolltreppe aber nur entfernt. Vielmehr handelte es sich bei der Rolltreppe in ihrer Ursprungsform um ein Art fahrendes Gummischrägband mit Holzplatten. Ihr Erfinder, der Ingenieur Jesse Reno aus Kansas, soll angeblich im Jahr 1895 zwei Wochen gebraucht haben, um sie im New Yorker Vergnügungspark Coney Island zu installieren.

Redaktionstipps

New York bis Sankt Petersburg

(c) Trustan Sturtel: Wendelrolltreppe in Las Vegas.

Heute gibt es alleine in den USA 35.000 Rolltreppen in den unterschiedlichsten Varianten. Darunter auch einige Raritäten wie etwa Wendel- und Kurvenrolltreppen oder Rolltreppen mit wechselnder Fahrtrichtung. Die längste durchgehende Rolltreppe befindet sich übrigens im russischen Sankt Petersburg. Sie ist ganze 137 Meter lang.

Wiener Rolltreppen fahren Fullspeed

Und die Wiener Rolltreppen? Die zählen immerhin zu den schnellsten der Welt. Mit einer Geschwindigkeit von 2,34 km/h liegen die von den Wiener Linien betriebenen Rolltreppen nur hinter jenen in Prag (3,24 km/h) und Hongkong (2,7 km/h). Bei dieser rasanten Förderleitung kommt es im Durchschnitt allerdings auch zu einem Unfall pro Tag. Zum Vergleich: Pro Stunde benutzen rund 7.000 Personen die Rolltreppen der Wiener Linien.

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Nach der Insolvenz im Februar wurde Mediashop übernommen und vom neuen Eigentümer neu aufgestellt. Nun setzt das Teleshopping-Unternehmen verstärkt auf den deutschen Markt und dort auf Fulfillment durch das österreichisch-Deutsche Scaleup Quivo.
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Die Quivo-Geschäftsführer Christoph Glatzl und Georg Weiß | (c) Quivo
Die Quivo-Geschäftsführer Christoph Glatzl und Georg Weiß | (c) Quivo

Mit rund 55 Millionen Euro Schulden war die Insolvenz des von Katharina Schneider aufgebauten Unternehmens MediaShop im Februar eine der aufsehenerregenderen in diesem Jahr. Zunächst war die Zukunft der Marke ungewiss. Mit dem Unternehmer Christoph Bauer mit One Spot fand sich ein Käufer, der die Marke seit Anfang Juni weiterführte und neu aufstellte. Im Zuge dessen wird nun auch die Logistik am deutschen Markt umgestellt. Dieser ist mit rund der Hälfte der Gesamtumsätze der wichtigste Einzelmarkt des Unternehmens. In den drei Monaten nach dem Neustart Anfang Juni wurden dort nach Unternehmensangaben mit rund 60.000 Bestellungen mehr als vier Millionen Euro Umsatz erzielt.

Neuer Partner im Fulfillment ist das vom österreichischen Gründer-Duo Christoph Glatzl und Georg Weiß geführte Scaleup Quivo, das stark auf Automatisierung setzt. Dieses war 2022 aus der Fusion des Wiener Startup Logsta mit der deutschen Ancla hervorgegangen und hat seinen formellen Hauptsitz in Deutschland, seinen operativen Sitz aber in Wien. Vor etwa einem Jahr machte es mit einer großen Finanzierungsrunde auf sich aufmerksam, wie brutkasten berichtete.

Logistische Herausforderungen durch kurzfristige Peaks

Mit der Logistik-Umstellung von MediaShop in Deutschland werden nun rund 10.000 Paletten Ware vom bisherigen Zentrallager in Augsburg nach Frankfurt verlagert. Das ist aber nur die erste von vielen zu erwartenden logistischen Herausforderungen, will das Teleshopping-Unternehmen seine Präsenz am deutschen Markt doch noch stärker ausbauen. So steigerte man die TV-Einschaltungen in Deutschland seit dem Neustart von zwischenzeitlich nur drei Sendern auf zwölf. International stieg die Zahl der Sender seit dem Neustart von 16 in zwei Ländern auf 50 in fünf Ländern.

Das Geschäftsmodell von MediaShop stelle enorme Anforderungen an Geschwindigkeit und Flexibilität, sagt Quivo-CEO Weiß: „Bei MediaShop zeigt sich besonders deutlich, dass modernes Fulfillment weit mehr ist als Lagerfläche und Paketversand. Wenn innerhalb kurzer Zeit große Bestellmengen eingehen, müssen Technologie, Prozesse und Personal nahtlos zusammenspielen.“ Die Plattform verbinde unterschiedliche Systeme und automatisiere große Teile der Bestellabwicklung. „Gleichzeitig haben wir die Infrastruktur und die personellen Ressourcen, um auch kurzfristige Nachfragespitzen abzufangen. Genau für solche Wachstumsszenarien haben wir Quivo aufgebaut“, so der Gründer.

„Wir haben MediaShop in sehr kurzer Zeit neu aufgestellt und sind wieder auf Kurs. Dafür brauchen wir eine Logistik, die nicht nur unser heutiges Bestellvolumen zuverlässig bewältigt, sondern auch mit uns wachsen kann“, kommentiert der neue MediaShop-Inhaber und -Chef Christoph Bauer. „Mit Quivo haben wir einen Partner gefunden, der Technologie, operative Erfahrung und die notwendige Skalierbarkeit verbindet. Das ist für uns insbesondere in einem Geschäft entscheidend, in dem Nachfrage sehr kurzfristig entstehen kann.“

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