14.07.2023

Incus: Wiener Startup baut Technologie für Leben auf dem Mond – Test erfolgreich

Das Wiener 3D-Druck-Startup Incus hat sich auf Lösungen zur additiven Fertigung von Hochleistungsmetallen spezialisiert. Gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) konnte nun erfolgreich ein gemeinsames Projekt für künftige Mond-Missionen abgeschlossen werden.
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(c) Adobestock

Insgesamt 18 Monate lang forschte das Wiener Startup Incus mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und weiteren Partnern an einem Gemeinschaftsprojekt, um den Einsatz von 3D-Druck für künftige Mond-Missionen zu testen. Das bereits 2021 gestartete Projekt zielte darauf ab, die Machbarkeit der Verarbeitung von Altmetallen auf dem Mond zu untersuchen. Unter anderem erforschte Incus, inwiefern sich recycelte Materialien, wie Weltraumschrott, für den 3D-Druck einsetzen lassen, um in weiterer Folge Ersatzteile herzustellen. In Zukunft soll die Technologie laut Incus auch „menschliche Besiedlung auf dem Mond unterstützen und verbessern“ – brutkasten berichtete über das sogenannte „LMM-Verfahren“.

Mondstaub als Herausforderung

Das Projekt wurde nun nach 18 Monaten erfolgreich abgeschlossen, wie das Startup bekannt gab. „Dieses Projekt hat bewiesen, dass die LMM-Technologie in der Lage ist, recyceltes Pulver als Ausgangsmaterial zu verwenden und einen nachhaltigen abfallfreien Arbeitsablauf zu ermöglichen“, so Gerald Mitteramskogler, CEO von Incus.

Incus
Incus CEO Gerald Mitteramskogler | (c) Incus

Die größte Herausforderung für die additive Fertigung auf dem Mond ist laut Incus die raue Mondumgebung, einschließlich der Atmosphäre, der Schwerkraft, der Temperatur, der Strahlung und der möglichen Kontamination durch Mondstaub. Das Projekt umfasste auch die Entwicklung eines umweltfreundlichen Bindemittels. Zudem sollte ein abfallfreier Arbeitsablauf ermöglicht werden.

„In Anbetracht der Herausforderung, Menschen auf den Mond zurückzubringen und eine Basis zu errichten, gewinnt das Thema deutlich an Dynamik. Projekte wie das kürzlich von Incus und Projektpartnern abgeschlossene zeigen, dass Fertigungsmethoden sehr gut geeignet sind, um ein solches Vorhaben zu unterstützen“, so Martina Meisnar, Material- und Prozessingenieurin bei der ESA.

Incus schloss Series-A-Runde ab

Kurz nach dem Projektstart im Herbst 2021 gab Incus zudem den Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde bekannt. Über die genaue Investitionssumme wurde damals allerdings Stillschweigen vereinbart. An der Runde beteiligte sich unter anderem AM Ventures. Dieser zählt zu den führenden Risikokapitalgesellschaften im Bereich des industriellen 3D-Drucks – mehr darüber könnt ihr hier nachlesen.


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Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat Oliver Schütz für den Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA) nominiert. © FMA / Cati Donner

Die Österreichische Nationalbank (OeNB) leitet die Neubesetzung in der Doppelspitze der Finanzmarktaufsicht (FMA) ein. Nach dem angekündigten Abgang von Helmut Ettl, der als Executive Director zum Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington wechselt, folgt ihm jetzt Oliver Schütz als neues Vorstandsmitglied. Das OeNB-Direktorium hat das einstimmig beschlossen.

Hearing-Prozess und Bestellung

Dem Beschluss ging ein öffentliches Ausschreibungsverfahren voraus. Von 16 eingegangenen Bewerbungen wurden drei Kandidat:innen zu Hearings eingeladen. Die Nominierung obliegt laut Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz jener Institution, die das ausscheidende Mitglied namhaft gemacht hat. In diesem Fall der Nationalbank.

Wie Der Standard und der ORF übereinstimmend berichten, ist nicht restlos geklärt, inwiefern die Politik bei der Personalentscheidung involviert war. Dem aktuellen Regierungsprogramm zur Postenbesetzung zufolge fällt SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler das Nominierungsrecht für die Ettl-Nachfolge zu, nachdem zuvor ÖVP-Kanzler Christian Stocker bei der Bestellung von Kühnel am Zug gewesen war.

Die finale rechtliche Bestellung für die fünfjährige Funktionsperiode beginnend mit dem 1. November 2026 übernimmt letztlich der Bundespräsident auf Vorschlag der Bundesregierung.

Interne Nachbesetzung mit Industrieerfahrung

Mit Schütz rückt ein FMA-Insider an die Behördenspitze auf. Der studierte Jurist ist bereits seit 2015 als Bereichsleiter für Bankenabwicklung in der FMA tätig. Zuvor sammelte er operative Erfahrung auf Bankenseite: Von 2010 bis 2012 fungierte er als Head of Group Regulatory Affairs bei der Erste Group Bank AG, bevor er als Head of Compliance zur UniCredit Bank Austria wechselte.

Fokus auf Fachexpertise

Die OeNB begründet die Wahl mit der reinen Fachkompetenz des Kandidaten. Das Direktorium hält sachlich fest, dass Schütz „umfassende Expertise in der Finanzmarktaufsicht und -regulierung sowie langjährige Führungserfahrung“ mitbringe und die Voraussetzungen für die Funktion erfülle. Schütz wird die Aufsichtsbehörde künftig gemeinsam mit Mariana Kühnel, die bereits seit Juli 2025 im Amt ist, leiten.

Auf das neue Führungsduo warten unter naderem mit der finalen Umsetzung der europäischen Krypto-Verordnung MiCA, sowie der fortschreitenden Regulierung von KI-Anwendungen im Fintech-Sektor wichtige regulatorische Aufgaben für den österreichischen Markt.

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