12.02.2019

iDWELL: 200.000 Euro Förderung für AI-Projekt von Wiener PropTech-Startup

Das Wiener PropTech-Startup iDWELL will mit seiner Multi-Channel CRM-Software für die Immobilienverwaltung durchstarten. Ein Projekt zur Implementierung von künstlicher Intelligenz wird nun von der Wirtschaftsagentur Wien im Programm "Innovation" mit der Maximalsumme gefördert.
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iDWELL: Wiener PropTech-Startup erhält Förderung von Wirtschaftsagentur Wien
(c) Alexander Landskron: Das iDWELL-Projektteam v.l.n.r.: Shajan Djannatian (Business Development), Anna-Katharina Matzenberger (Account Manager & Consultant), Alexander Roth (CEO)

Das Ziel des Wiener PropTech-Startups iDWELL ist, sämtliche Vorgänge in der Immobilienverwaltung zu automatisieren und auf einer Plattform abzubilden. Mit seiner mobilen Multi-Channel CRM (Customer Relationship Management)-Software konnte sich das Startup bereits im Herbst vergangenen Jahres ein Millioneninvestment durch die PrimeCrowd sichern. Nun will man die Automatisierung mit Hilfe von Artificial Intelligence und Machine Learning noch weiter vorantreiben. Ein entsprechendes Projekt mit einem Gesamtvolumen von 460.000 Euro erhielt nun eine Förderzusage durch die Wirtschaftsagentur Wien.

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Maximale Fördersumme der Wirtschaftsagentur Wien

Konkret suchte iDWELL im Programm „Innovation“ an. Das Programm dient der „Förderung innovativer Dienstleistungen, Produkte, Verfahren und Organisationsabläufe“ und ist jährlich mit insgesamt sechs Millionen Euro budgetiert. Die Wirtschaftsagentur Wien bewilligte beim AI-Projekt des Startups die maximale Fördersumme von 200.000 Euro. Generell können Projekte von kleinen Unternehmen mit bis zu 45 Prozent gefördert werden.

iDWELL: Großteil des First-Level-Supports mit AI-Workflow-Bot

Mit der Software des Startups können Immobilienverwaltungen auf einer einzigen Plattform mit MieterInnen, EigentümerInnen und ProfessionistInnen kommunizieren. Die Plattform soll nun langfristig durch den Technologievorsprung von künstlicher Intelligenz und Machine Learning ausgebaut werden. Ein Großteil des First-Level-Supports könne über einen AI-Workflow-Bot abgewickelt werden, sodass Schadensmeldungen automatisch bearbeitet werden und ein großer Bereich des Beschaffungsmanagements automatisiert wird, heißt es vom Startup. CEO Alexander Roth ist überzeugt, dass sich die Anwendung von iDWELL für Immobilienverwaltungen bereits nach kurzer Zeit amortisiert: „Unsere Kunden werden bereits nach 12 Monaten eine deutliche Ressourceneinsparung verzeichnen, da iDWELL spezifische Arbeitsprozesse automatisiert“.

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(v. l.) AT-Styria-Vorsitzender Herbert Ritter, BrightFlare-CEO Markus Seme, GMAR-Präsidentin Ulrike Haslauer, DCCS-Geschäftsführer Thomas Edlinger, Joanneum Research-Geschäftsführer Heinz Mayer und AT Styria-Geschäftsführer Helmut Röck © Lukas Elsneg

Der Cluster AT Styria (Plattform Automatisierungstechnik Steiermark), ein branchenübergreifendes Netzwerk von 120 Unternehmen, die in der Automatisierungstechnik tätig sind, hat bei den „European Robotics and Automation Talks“ in Graz seinen Plan für eine Robotik-Testregion vorgestellt. Dort soll die nächste Robotergeneration unter realen Produktionsbedingungen bis zur industriellen Einsatzreife entwickelt werden.

Ziel: Industrielle Einsatzreife

Mit an Bord sind unter anderem Joanneum Research, TU Graz, FH Campus 02, Magna Steyr, der KI-Softwareanbieter DCCS und der Security-Spezialist BrightFlare. Über die „Area Süd“ werden Kärntner Partner eingebunden. Dazu kommen das slowenische Netzwerk SRIP Factories of the Future, das italienische DITEDI, mit dem im Juli 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde, sowie Bayern Innovativ.

Aus Sicht von AT-Styria-Vorsitzendem Herbert Ritter, der auch Vizepräsident der WKO Steiermark ist, wird KI-gestützte Robotik zur zentralen Standortfrage. „Wir wollen Kooperationen erzeugen, als Enabler wirken und dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen“, sagt er.

18 Millionen Euro aus Horizon Europe

Das Konsortium bewirbt sich um das einzige europaweite Leitprojekt, das Horizon Europe für die industrielle Integration KI-gestützter Robotik vorsieht. Horizon Europe ist das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union und läuft von 2021 bis 2027. Mit einem Budget von rund 95 Milliarden Euro ist es eines der größten Förderprogramme dieser Art weltweit. Gefördert werden Projekte, in denen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus mehreren Ländern zusammenarbeiten.

Die Ausschreibung öffnet im November 2026, dafür stehen rund 18 Millionen Euro bereit. Der Antrag soll im Frühjahr 2027 eingereicht werden, die Förderentscheidung fällt im Sommer. Bei einer Zusage könnte das Projekt 2028 starten.

Drei Pilotprojekte als Rückgrat

Geplant sind drei industrielle Pilotprojekte. Im ersten arbeiten humanoide Roboter an mehreren Arbeitsplätzen einer Fertigung, bedienen Maschinen und wechseln Werkstücke. Der zweite Pilot widmet sich der innerbetrieblichen Logistik mit autonomen mobilen Robotern. Im dritten übernehmen KI-Systeme Aufgaben in Qualitätskontrolle, Inspektion und Instandhaltung.

Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research, erklärt das Ziel: „Jeder Pilot setzt bei einem konkreten Engpass im Betrieb an. Am Ende steht eine klare wirtschaftliche und technische Bilanz: Welche Taktzeit erreicht das System, wie zuverlässig arbeitet es, welchen Integrationsaufwand verursacht es und wann rechnet sich die Investition? Genau diese Antworten brauchen Unternehmen, bevor sie eine neue Technologie in größerem Maßstab einsetzen.“

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