28.05.2019

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

Review. In der von Diego5-Gründerin Sandra Thier moderierten neuen Puls 4-Pitch-Sendung Ideas 4 Brands haben Influencer die Chance, vor bekannten Marken ihre Idee vorzustellen. Wir haben uns die Pilot-Folge für euch angesehen.
/artikel/ideas-4-brands-neue-tv-influencer-show
Ideas 4 Brands, Puls 4, Sandra Thier, Influencer, Coca Cola, Borotalco, Natusweet, OTTO
(c)Puls 4 - Bei der Influencer-Show Ideas 4 Brands konnten Youtube-Stars, Blogger und Instagram-Profis ihre Ideen vor Markenverantwortlichen pitchen und Kooparations-Verträge ergattern.

Das Prinzip der neuen Puls 4-Show Ideas 4 Brands ist einfach: Influencern, die es schaffen ihre Idee den Juroren schmackhaft zu machen, winken Kooperationsverträge (zumindest ein Vieraugen-Gespräch dafür) mit den teilnehmenden Marken. In der gestern ausgestrahlten Pilot-Folge waren das Natusweet, OTTO mit ihrer Interieur-Linie, Coca-Cola und Borotalco. Das Konzept dazu stammt von pilot.media Deutschland. Moderiert wird Ideas 4 Brands von Sandra Thier (der brutkasten berichtete), Co-Produzentin und diego5-Gründerin. Zu den Juroren zählen neben Puls 4-Moderatorin Bianca Schwarzjirg und Cameo Miller-Aichholz von Studio71 auch Buzzbird-Gründer Andreas Türck und Youtube Star Felix Hummel. Sie stehen den jeweiligen Markenverantwortlichen als Experten zur Seite.

+++ “Gamer sind auch nur Menschen” – Startup Hypest Hive aus NÖ verbindet Influencer mit Unternehmen +++

Ein „cooles“ Gaming-Zimmer

Den Anfang machte der 18-jährige Mobile-Gamer Puuki (Lukas Ortner), dessen Gaming-Kanal eine halbe Million Follower hat. Vor den Augen der Jury und der Marken- und Sortimentsmanagerin von OTTO Österreich, Regina Wittine, zeichnete er in seinem Pitch seine Idee des „coolsten Gaming-Zimmers Österreichs“.

Einbindung der Community

Bei der Einrichtung des Raumes wollte Puuki die Community miteinbeziehen, die mitentscheiden könne, welche Art von Möbel oder Ähnliches das Zimmer schmücken sollten. Schlussendlich sollte der Raum auf der OTTO-Hauptseite zum Kauf angeboten werden. Sein Pitch war durchdacht, der Gamer führte zudem noch ein selbstgemachtes Promo-Video vor, in dem er auf die OTTO-Aktion hinwies und seine Fans aufrief, auf Instagram über die Möbelstücke fürs Zimmer abzustimmen. So die Idee.

Nächster österreichischer „PewDiePie“?

Die Kosten für die Idee bezifferten Puuki  – bei sechs Möglichen Videos – auf 20.000 Euro. Juror Felix Hummel schien überzeugt. Er nannte Puuki nach dem Pitch den womöglich nächsten österreichischen „PewDiePie“ (Anm. schwedischer Webvideoproduzent mit über 96 Millionen Abonnenten).

Ideas 4 Brands, Puls 4, Sandra Thier, Influencer, Coca Cola, Borotalco, Natusweet, OTTO
(c) Puls 4 – Zur Jury, die den Markenverantwortlichen beratend zur Seite standen, gehörten neben Moderatorin Sandra Thier (Mitte): Andreas Türck, Cameo Miller-Aichholz, Bianca Schwarzjirg und Felix Hummel.

„Zero to Hero“

Den zweiten Pitch vor der OTTO-Markenbotschafterin bei Ideas 4 Brands lieferte Lisa-Sophie Stejskal mit ihrer Bastel-Plattform Cute Life Hacks. Die Influencerin verfügt über eine mehr als 230.000 User-starke Community. Sie wartete gleich mit zwei Ideen auf: Bei „Zero to Hero“ handelt es sich um die Möblierungsentwicklung ihrer aktuell leeren Wohnung von Grund auf, bei der die Community Zeuge werden kann, wie Stück für Stück Wohnraum entsteht. Die zweite gepitchte Kampagne hatte die Dekorierung eines Möbelstücks im Fokus, deren Umsetzung zu einem ungewöhnlichen „Wow-Effekt“ führen soll. Kosten: ab 1000 Euro pro Package.

Vierfach-Mama bei Ideas 4 Brands

Diana Diamanta betrat als nächste die Ideas 4 Brands-Bühne. Die „Mama-Vloggerin“ mit 40.000 Abonnenten zeigt auf ihrem Kanal das tägliche Leben mit vier Kindern. Ihre Idee für eine Influencer-Kampagne für OTTO bezeichnete sie als „Kinderzimmer-Room-Tour“. Im Untergeschoss ihres Hauses gebe es zwei renovierfähige Zimmer, die sie gern komplett mit OTTO-Versand einrichten und den ganzen Prozess mit drei Youtube-Videos, von der Bestellung bis zur fertigen Präsentation, begleiten würde. Als Abschluss soll ein Gewinnspiel für die Zuseher zusätzliche Reize schaffen, die die Reichweite steigern sollen. Kosten für die Idee: 5000 Euro.

Entscheidung für zwei Influencerinnen

Nach diesen drei Pitches kam es zur Entscheidung durch die Jury. Wittine meinte, Stejskal hätte das Living- und Interieur-Thema neu interpretiert, während Diamantas Authentizität den Ausschlag gegeben hätte, gleich beide Influencerinnen zu weiteren Gesprächen einzuladen.

Starkoch als Cola-Botschafter

Die nächsten Pitcher bewarben sich für eine Kooperation mit Coca Cola. Dabei nahm Starkoch Alexander Kumptner als Markenbotschafter des Soft-Drink-Herstellers auf der Jury-Bühne neben den Experten Platz. Er suchte jemanden, der sich mit ihm auf eine kulinarische Reise begebe, bei der man Essen und Trinken wieder mehr verbinde.

Themenverfehlung beim Pitch

Den Anfang hier machte Maxamillion mit seinen 260.000 Followern. Der junge Mann dreht Videos als „Freerunner“ und Sportler mit einer Liebe zu Saltos. Seine Idee wäre eine halb- bis einjährige Kooperation mit Coca Cola, in deren Zeitraum er zwölf Videos drehe, die die Überwindung seiner Ängste zum Ziel hätten. Etwa ein Tandem-Sprung aus 6000 Metern, Backflips aus 20 Meter Höhe oder Rallyfahrten. Während die „freche Art“ des Influencers gut ankam, meinte Hummel, es würde sich bei der Idee um eine Themenverfehlung handeln. Er konnte nicht erkennen, wie das Bezwingen von Ängsten mit den Plänen von Kumptner zusammenpasse. Jener attestierte dem Influencer aber „Echtheit“ und wartete auf die nächsten Auftritte.

+++ Das “WeChat Prinzip” – eine mögliche Zukunft der Social Medias +++

Coca Cola und der ökologische Fußabdruck

Mimilicious zählt mit ihren 1000 Followern als Neuling in der Influencer-Branche. Die gelernte Köchin pitchte die Idee, eine Kulinarik-Tour mit Coca Cola mit Fokus auf Nachhaltigkeit zu starten. Die Food-Bloggerin empfahl den Video-Dreh direkt beim Produktions- und Logistikzentrum des Softdrink-Konzerns in Edelstal zu beginnen, um zu zeigen, wie sehr der Konzern auf den ökologischen Fußabdruck achte (z.B. mit der Nutzung von E-Autos).

Diversity-Videos vom Model

Kimberly Budinsky ist Schauspielerin, Model und hat 21.000 Follower auf Instagram. Sie stellte als letzte in dieser Runde die Idee eines Birthday-Dinners mit dem Credo „Diversity“ vor, das unterschiedliche Menschen (Aussehen, Religion) zusammenbringen soll. Budinsky dachte dabei an Videos vom gemeinsamen Kochen mit Kumptner, wo gezeigt werde, wie sie vom Starkoch lerne.

„Allen Ideen fehlt etwas“

Bei der Feeback-Runde meinte Türck, bei allen Idee fehle etwas, um gänzlich zu überzeugen. Kumptner stimmte im Prinzip zu, sagte aber, bei seinem Projekt gehe es um „in die Tiefe gehen“. Deshalb und weil er sich von der Kandidatin und ihrer Art „Dinge anzugreifen“ überzeugt zeigte, entschied sich der Coca-Cola-Verantwortliche für Mimilicous. Allerdings nicht als Begleitung für die Tour, sondern für eine Art „Testphase“ und das Ausloten anderer Projekte.

Instagram-Bakeoff von Tini Neumann

Für Natusweet war Stefanie Volkmann bei Ideas 4 Brands zu Gast. Sie ist fürs Marketing und den Vertrieb des Süssstoff-Herstellers verantwortlich. Die erste Möglichkeit, ihr ihre Idee vorzustellen, hatte TIKTOK-Star Tina Neumann, die fast drei Millionen Follower zählt. Sie und ihr Manager Matteo Brandherz schlugen ein Instgram-Bakeoff vor. Sechs Bäcker, darunter Neumann selbst, sollten als Hauptpreis ein „Kunstwerk“ mit Natusweet backen, das während der Promo-Phase verlost werde. Kosten dafür: 20.000 Euro.

Persönliche Story beim Pitch

Kimberly Budinsky, die vorher noch für eine Kooperation mit Coca Cola gepitcht hatte, versuchte bei Natusweet mit einer weiteren Idee erneut ihr Glück bei Ideas 4 Brands. Ihr persönlicher Zugang zur Marke: Sie hatte nach der Rückkehr aus den USA – und dem Umstieg auf Natusweet auf Anraten ihrer Oma – zwölf Kilogramm abgenommen. Die Schauspielerin erzählte sichtlich bewegt ihre Geschichte und wie ihre Großmutter ihr in dieser schwierigen Zeit geholfen habe, abzunehmen und sich wieder wohl zu fühlen. Der Plan deshalb: Einmal im Monat Videos mit der Oma beim Backen. Kosten für ein halbes Jahr: 15.000 Euro.

Ideas 4 Brands, Puls 4, Sandra Thier, Influencer, Coca Cola, Borotalco, Natusweet, OTTO
(c) Puls 4 – Co-Produzentin und diego5-Gründerin Sandra Thier fungierte als Modetatorin bei der Influencer-Show von Puls 4.

Fußball-Tricks und Süßstoff

Bei Boss Vienna handelt es sich um einen Fußballkanal, der von Filip, Dilber und Raffael geführt wird. Die drei jungen Männer haben 12.000 Abonnenten hinter sich vereint. Ihr Pitch begann mit ein paar Fußballtricks und der Erklärung, dass ihr Fokus bei Videodrehs auch auf Comedy läge. Sie hätten zudem bereits mit Stars wie Tennis-Ass Dominic Thiem und Stefan Maierhofer sowie mit Rapid Wien zusammengearbeitet. Ihre Idee: Zwei Videos pro Woche auf Youtube, bei denen Natuwseet vorgestellt und die Wichtigkeit gesunder Ernährung erklärt würde. Kosten: 10.000 Euro.

Falsche Vorstellung vom Produkt, aber…

Die Idee Natusweet mit Wasser zu vermischen und in der Pause eines Spiels zu zeigen, wie Fußballer es trinken, stieß allerdings auf wenig positive Resonanz. Da es sich nicht um Zucker handelt, habe das Produkt keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und jene Kalorien, die ein Sportler brauche, meinte Volkmann.

Trotz mancher Problematik bei der Konkretisierung der Idee, entschied sich Volkmann allen drei Pitchern die Chance zu geben, hinter den Kulissen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Social-Media Betreuung als Angebot

Für das Deo mit Mikrotalk, Borotalco, war Produktmanagerin Tanja Pfingstl im Studio. Sie wünschte sich unterhaltsamen Content für eine potentielle Influencer-Kampagne. Der erste, der seine Idee dazu vorstellte, war Daniel Fila aus Oberösterreich. Er ist bei seinen 100.000 Youtube-Abonnenten für die Themen Sport, Fashion, Reise und Liebe bekannt. Er bot zwei Youtube-Videos zum Thema Lifestyle & Travel beziehungsweise ein Straßen-Interview an. Zusätzlich stellte er sechs Instagram-Videos und 18 Posts auf der Plattform sowie auf Facebook in Aussicht. Im Zeitraum von Juni bis Dezember übernehme er auch die Social Media-Betreuung der Marke. Kosten: 20.000 Euro.

+++ Indelve: Neues Hackabu-Tool soll “echte” Kunden zu Influencern machen +++

Dritter Versuch des Models

Und da aller guten Dinge drei sind, betrat Kimberly Budinsky ein drittes Mal die Pitch-Bühne. Ihre Idee für Borotalco: Das Deo prominent bei Events zu platzieren. Und bereits vorab bei der Vorbereitung für diese Veranstaltungen im Sinne der Hashtags „#whatsinmybag“, oder „#getreadywithme“ der Community zu präsentieren. Kosten für sechs Monate: 15.000 Euro.

Sänger für Deo mit Talg

Die letzen, die eine Kampagne mit Borotalco anstrebten, waren die Sänger Mira & Adam, die mit ihrem Debut-Song 2,5 Millionen Zuhörer erreichen konnten. Sie traten direkt mit einem selbstgeschrieben Pitch auf. Ihre Idee: Zu gewinnende Konzerttickets mit Borotalco als Partner.

Die Jury meinte allgemein, dass Borotalco als Marke von allen Teilnehmern nicht ganz „abgeholt“ werden konnte. Dennoch entschied sich Pfingstl für die beiden Sänger, deren Emotionen gut zur Marke passen würden.

Fortsetzung bei Erfolg möglich

Bei dieser Sendung handelte es sich um die Pilotfolge von ideas 4 Brands, die laut Sendeverantwortlichen – bei guten Einschaltquoten – im Herbst ihre Serienreife finden könnte. Wie Sandra Thier, Co-Produzentin, bereits dem brutkasten erzählte, hofft sie auf eine Fortsetzung: „Influencer-Marketing gehört bei den meisten Marken bereits dazu. In den letzten Jahren wurde viel Geld in derartige Kampagnen gesteckt. Bei der Show handelt es sich um die erste Möglichkeit, direkt vor Markenverantwortlichen pitchen zu dürfen“, sagt sie.


⇒ Zur Homepage der Influencer-Show

⇒ Tina Neumann

⇒ Puuki

⇒ Maxamillion

⇒ Diana Diamanta

⇒ Cute Life Hacks

⇒ Daniel Fila

⇒ Kimberly Budinsky

⇒ Boss Vienna

Redaktionstipps

 

Deine ungelesenen Artikel:
08.10.2026

Bis 28. Oktober einreichen: Houskapreis 2027 vergibt 760.000 Euro für anwendungsnahe Forschung

Die Einreichphase für den Houskapreis 2027 läuft: Bis 28. Oktober 2026 können Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und KMU ihre Projekte für Österreichs größten privaten Preis für anwendungsnahe Forschung einreichen. Insgesamt werden 760.000 Euro vergeben. In der KMU-Kategorie können Unternehmen mit Innovationen überzeugen, die bereits Umsätze erzielen.
/artikel/houskapreis-2027-call
08.10.2026

Bis 28. Oktober einreichen: Houskapreis 2027 vergibt 760.000 Euro für anwendungsnahe Forschung

Die Einreichphase für den Houskapreis 2027 läuft: Bis 28. Oktober 2026 können Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und KMU ihre Projekte für Österreichs größten privaten Preis für anwendungsnahe Forschung einreichen. Insgesamt werden 760.000 Euro vergeben. In der KMU-Kategorie können Unternehmen mit Innovationen überzeugen, die bereits Umsätze erzielen.
/artikel/houskapreis-2027-call
Goldene Houskapreis-Statue, Foto: Alexander Müller

Gute Forschung entsteht in Österreich viel. Was seltener gelingt, ist der Schritt danach: dass aus einer Erkenntnis ein Produkt wird, ein Verfahren, ein Unternehmen. Genau an dieser Schnittstelle setzt der Houskapreis der B&C Privatstiftung an. Ausgezeichnet werden Projekte, die wissenschaftliche Qualität mit konkreter wirtschaftlicher Wirkung verbinden. Mit einem Gesamtpreisgeld von 760.000 Euro ist er Österreichs größter privater Preis für anwendungsnahe Forschung.

Nun geht der Preis in seine 22. Runde. Die Einreichphase für den Houskapreis 2027 ist im September gestartet und läuft bis einschließlich 28. Oktober 2026. Eingereicht wird ausschließlich online unter www.houskapreis.at.

Warum der Fokus auf Anwendung? Erich Hampel, Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung, erklärt es so: „Forschung und Innovation sind wesentliche Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Gerade in einem zunehmend technologiegetriebenen internationalen Umfeld wird es für Österreich entscheidend sein, wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in die wirtschaftliche Praxis zu überführen. Dafür braucht es wissenschaftliche Exzellenz ebenso wie unternehmerisches Denken und den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Mit dem Houskapreis zeichnen wir Projekte aus, die diese Verbindung erfolgreich herstellen und wirtschaftliche Wirkung entfalten.“

Forschungspreis in drei Kategorien

Vergeben wird der Houskapreis 2027 in den Kategorien Hochschulforschung, Außeruniversitäre Forschung sowie Forschung & Entwicklung in KMU. Teilnahmeberechtigt sind österreichische staatliche und private Universitäten inklusive Fachhochschulen, Christian Doppler Labors, die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), heimische außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie kleine und mittlere Unternehmen. Gemeinsame Voraussetzung: Die wesentlichen Forschungsleistungen müssen in Österreich erbracht worden sein.

Auch der Houskapreis 2027 wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung vergeben, am 20. April 2027 in Wien | (c) Alexander Müller

Wie weit ein Projekt sein muss, hängt von der Kategorie ab. In der Hochschulforschung reicht es, wenn die wirtschaftliche Umsetzung unmittelbar bevorsteht oder bereits erfolgt ist. In der außeruniversitären Forschung muss sie schon passiert sein. Bei KMU muss das Projekt zusätzlich abgeschlossen sein und bereits Umsätze am Markt erzielen.

Was KMU wissen müssen

Für Unternehmen gelten klare Voraussetzungen. Sie müssen der KMU-Definition von EU und FFG entsprechen, ihren Firmensitz und ihre wesentlichen Forschungsaktivitäten in Österreich haben, maximal 249 Mitarbeiter:innen beschäftigen und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro ausweisen. Außerdem müssen sie seit mindestens zwei Jahren bestehen, also vor dem 31. Dezember 2024 im Firmenbuch eingetragen worden sein, und dürfen in keinem Beteiligungsverhältnis zur B&C-Gruppe stehen.

Die Kategorie steht auch jüngeren Unternehmen offen, sofern sie die genannten Voraussetzungen erfüllen. Entscheidend ist, dass das Unternehmen seit mindestens zwei Jahren besteht und mit seiner Innovation schon Umsätze erzielt. Wie realistisch die Chancen sind, hat der Vorjahresjahrgang gezeigt: Alle drei Nominierungen in der KMU-Kategorie gingen an heimische innovative Unternehmen, den ersten Platz holte sich das Linzer Unternehmen sendance.

Bewertung und Einreichung

Die Bewertung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren durch Fachbeiräte pro Kategorie und eine international renommierte Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft. Gewichtet wird dabei je nach Kategorie unterschiedlich: Bei der Hochschulforschung zählt die wissenschaftliche Qualität am meisten, bei KMU der wirtschaftliche Erfolg, der mit 40 Prozent in die Bewertung einfließt.

Vier Trophäen, vier Auszeichnungen: Der Houskapreis 2027 wird in drei Kategorien vergeben, dazu kommt der mit 10.000 Euro dotierte Mariella-Schurz-Preis, über den eine Oberstufenklasse entscheidet. | (c) Alexander Müller

Für die Einreichung braucht es je ein einseitiges Abstract auf Deutsch und Englisch sowie ein Dossier von maximal zehn Seiten. KMU dürfen das Dossier auf Deutsch oder Englisch verfassen, in den beiden anderen Kategorien ist Englisch vorgeschrieben. Hochschulen legen mindestens einen Letter of Intent eines Wirtschaftspartners bei, außeruniversitäre Einrichtungen mindestens einen Kooperationsnachweis. In allen Anträgen ist zudem der Beitrag zu den SDGs zu beschreiben.

Preisgeld und Termine

Pro Kategorie werden drei Projekte nominiert, und alle drei gehen mit Preisgeld nach Hause: 150.000 Euro für den ersten Platz, 70.000 Euro für den zweiten, 30.000 Euro für den dritten. Die Erstplatzierten bekommen von der B&C Privatstiftung zusätzlich die goldene Houskapreis-Statue überreicht.

Darüber hinaus vergibt die B&C Privatstiftung den mit 10.000 Euro dotierten Mariella-Schurz-Preis an eines der nominierten Projekte, das eine Oberstufenklasse auswählt. Die Preisgelder gehen an die Institutionen und kommen dort weiteren Forschungsarbeiten zugute.

Die Nominierten werden im Februar 2027 bekannt gegeben, die Verleihung findet am 20. April 2027 in Wien statt. Wer sich vorab informieren will, hat am 5. Oktober 2026 um 14 Uhr bei einer weiteren Online-Informationsveranstaltung Gelegenheit dazu, Anmeldung unter [email protected]. Im Vorjahr gingen die ersten Plätze an die TU Wien, das AIT Austrian Institute of Technology und das Unternehmen sendance. brutkasten hat über die neun Nominierungen für den Houskapreis 2026 berichtet.

Einreichung: bis 28. Oktober 2026 unter www.houskapreis.at
Kontakt: [email protected]

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Ideas 4 Brands: Als Oma der Influencerin mit Süßstoff beim Abnehmen half