21.04.2023

Humane: Gerät von Ex-Apple-Manager:innen tritt an, Smartphone zu ersetzen

Das US-Startup Humane hat einen funktionierenden Prototypen eines völlig neuartigen Kommunikations-Wearables gezeigt.
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Das Humane-Gründer-Duo Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno | (c) Humane
Das Humane-Gründer-Duo Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno | (c) Humane

Ein Leben ohne Smartphone ist heute für die meisten Menschen kaum denkbar. Doch die Geschichte zeigt: Keine Technologie ist ewig vor Disruption gefeit. Die Frage, was für eine Technologie das heute omnipräsente Gerät einmal ersetzen könnte, ist daher nicht neu. Das von den ehemaligen Apple-Manager:innen Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno gegründete Startup Humane zeigte nun einen funktionierenden Prototypen eines Wearables, das genau das schaffen soll.

Humane: Ein ernstzunehmender Smartphone-Herausforderer

Nicht nur die Biografie des Gründerduos zeigt, dass diese Ansage durchaus ernst genommen werden darf. Bongiorno war Software-Director bei Apple, Chaudhri Design Lead. Investoren, darunter Microsoft, Volvo, Qualcomm und OpenAI-Gründer Sam Altman, pumpten bislang 230 Millionen US-Dollar in das Startup. Und das, obwohl Humane bis jetzt unter Verschluss hielt, woran eigentlich gearbeitet wird und entsprechend weit entfernt davon ist, Umsätze zu generieren.

Wearable projiziert Bild in die Handfläche

Doch nun lüftete Chaudhri in einem TED-Talk das Geheimnis und zeigte gleich mehrere Funktionen des ambitionierten Produkts her. Dabei trug er das Gerät, das deutlich kleiner als ein Smartphone ist, in seiner Brusttasche. Aktiviert wird es über Antippen, gesteuert über Audio. Display hat es keines, kann aber dafür ein Bild in die Handfläche des Nutzers projizieren.

Während des TED-Talks ließ sich Chaudhri vom Humane-Wearable unter anderem auf französisch übersetzen, wobei die Ausgabe in einer KI-generierten Version seiner eigenen Stimme erfolgte. Zudem ließ er das Gadget seine anstehenden Tasks aufzählen, die dieses automatisch aus seinen E-Mails zusammenfasste, und ließ sich Informationen ausgeben, wo er schnell ein Geschenk für seine Frau besorgen könnte. Offensichtlich verfügt das Gerät auch über ein starkes Bilderkennungs-Feature: Der Gründer hielt beim TED-Talk einen Schokoriegel davor und fragte, ob er diesen essen soll. Dieses hat offensichtlich seine Ernährungspräferenzen erkannt und antwortete: „Aufgrund deiner Kakaobutter-Unverträglichkeit solltest Du es besser lassen.“

„Brauchen etwas radikal anderes“

Humane will laut Eigendefinition „Technologie entwickeln, die sich vertraut, natürlich und menschlich anfühlt“. Im TED-Talk spielt der Gründer klar auf den Plan an, das Smartphone mit seiner Technologie zu ersetzen: „Damit sich die Beziehung zwischen Mensch und Technik tatsächlich über Bildschirme hinaus entwickeln kann, brauchen wir etwas radikal anderes“.

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Bundeskanzler Stocker setzt sich für ein UNO-KI-Zentrum in Wien ein. (c) BKA/Florian Schrötter
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Nach der Wahl in den UNO-Sicherheitsrat strebt die Bundesregierung nach dem nächsten Coup. Österreich soll in Fragen der Künstlichen Intelligenz in Zukunft nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitgestalten. Das verkündete heute Bundeskanzler Christian Stocker. Der konkrete Vorschlag: Es soll ein internationales KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen in Wien entstehen. Der Vorschlag wurde von Staatssekretär Alexander Pröll beim virtuellen internationalen Spitzentreffen zur Kontrolle von Frontier-KI-Modellen eingebracht. Das Treffen hat auf Initiative der Regierungschefs Finnlands und Norwegens stattgefunden.

„Fürchten wir uns nicht vor Künstlicher Intelligenz, sondern geben wir ihr einen Rahmen, der den Menschen Ängste nimmt und Sicherheit gibt. Ein KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen kann dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen aus der ganzen Welt gemeinsam daran arbeiten, das Potenzial von KI auszuloten, ihre Risiken zu verstehen und ihre Zukunft mitzugestalten“, sagt Stocker

Wien als „der richtige Standort“

Die Bundesregierung sieht Wien als idealen Standort an. Mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der CTBTO-Vorbereitungskommission sei die Stadt bereits Sitz von Institutionen, die den verantwortungsvollen Umgang mit komplexen Technologien behandeln und langjährige Erfahrung mit multilateralen Verfahren und Standards haben.

„Kein Staat kann diese Herausforderungen allein bewältigen. Die Weichen für die globale KI-Governance werden jetzt gestellt, und Österreich will diesen Prozess aktiv mitgestalten“, betont Staatssekretär Alexander Pröll.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ergänzt: „Österreich setzt sich konsequent für klare Grenzen und international verbindliche Regeln für KI-Waffen ein. Als einer der vier UNO-Amtssitze wäre Wien bestens als Standort für ein internationales KI-Zentrum geeignet.“

Treffen mit Hinton und Steinberger

Heute Abend trifft Stocker gemeinsam mit Staatssekretär Alexander Pröll den Physik-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton und Peter Steinberger, der mit OpenClaw weltweite Bekanntheit erlangte. „Wir sprechen über unsere Initiative, über internationale Regeln für KI und darüber, wie Österreich bei dieser Zukunftstechnologie vorne mit dabei ist“, schreibt Stocker auf X. Hinton und Steinberger sind Gäste von TEDAI in der Wiener Hofburg.

Österreich im KI-Zeitalter

KI scheint im Bundeskanzleramt präsenter denn je zu sein, denn Pröll möchte zum Thema „Österreich im Zeitalter von KI“ am 19. November Stellung nehmen. Der Staatssekretär lädt zu einer Grundsatzrede in die Österreichische Nationalbibliothek ein, bei der er über eine der „größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit“ sprechen wird.

„Künstliche Intelligenz verändert, wie wir arbeiten, entscheiden, schaffen und denken. Was bedeutet das für uns Menschen und was bedeutet es für Österreich?“, heißt es in der Aussendung.

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