02.09.2022

Hopper Mobility: Ein Auto, das am Radweg fahren darf

Der Hopper möchte eine Antwort zu steigenden Benzinpreisen und eine Alternative innerhalb städtischer Mobilität sein.
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Hopper, E-Bike für Stadt, Höhle der Löwen Bike, Hopper Mobility
(c) Hopper Mobility - Der Hopper kann bis zu 25 km/h schnell fahren und bis zu zwei Personen transportieren.

Martin Halama ist bewusst, dass sich nicht jeder sein eigenes Lastenfahrrad bauen und sich nicht jeder ein E-Auto leisten kann. Inspiriert von den Tuk-Tuks in Indien entstand daher die Idee zu Hopper Mobility.

Nach einigen Jahren in Führungspositionen in der Automobilbranche entschied er sich zusammen mit Georg Schieren, Torben Müller-Hansen und Philipp Herrmann aus der Idee Realität werden zu lassen.

Hopper mit Regenschutz

Das designte E-Fahrzeug möchte die Vorteile eines Fahrrads mit jenen eines Autos kombinieren und eine umweltfreundliche Auto-Alternative für die Stadt werden. Der Hopper gilt eigentlich als E-Bike und hat somit eine Fahrradwegzulassung, obwohl er eher – mit seinem Sitz, einem Lenkrad und einer vor Regen schützenden Karosserie mit Dach – einem Auto ähnelt.

Außerdem verfügt er über einen 220 Liter großen Kofferraum, der Platz für den Wocheneinkauf bietet – alternativ gibt es Platz für einen zweiten Sitz.

Laden an jeder Steckdose möglich

Das Fahren an sich ist ähnlich zu einem E-Bike. Der integrierte Elektromotor unterstützt die Fahrer:innen beim Treten und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Die herausnehmbare Batterie kann an jeder gewöhnlichen Steckdose zu Hause geladen werden.

Optional gibt es den Hopper auch mit einer Solarzelle, sodass er im Sommer energieautark betrieben werden kann. Für Ende 2022 ist die Auslieferung von ersten Vorserienfahrzeugen für ausgewählte Pilotprojekte geplant.


Mehr zu Hopper Mobility gibt es am Montag in der Höhle der Löwen zu sehen. Weiters dabei: GinGillard, Nippli, socklaender und CLR Outdoor.

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
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Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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