04.08.2017

Home Rocket: Erstes Immo-Crowdfunding-Projekt komplett abgewickelt

Das erste Projekt der Plattform Home Rocket, die zur Grazer Rockets Holding gehört, ist abgeschlossen. 324.500 Euro wurden pünktlich mit Zinsen zurückgezahlt.
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(c) Haeusler/C&P: Das abgeschlossene Bauprojekt in der Wiener Donaufelderstraße

Die zur Grazer Rockets Holding gehörende Immobilien-Crowdfunding-Plattform Home Rocket hat nun erstmals ein Immo-Crowdfunding-Projekt zur Gänze abgeschlossen. 158 Anleger hatten insgesamt 324.500 Euro in eine Immobilie im 22. Bezirk in Wien investiert. Dahinter stand der Bauträger C&P. Die Crowd-Investoren erhielten dafür Zinsen in Höhe von fünf Prozent (p.a.). Das Projekt, das das erste der Plattform war, hatte im Mai 2015 gestartet. Die Rückzahlung erfolgte pünktlich. Die Laufzeit war mit 18 Monaten ab Abschluss der Kampagne festgelegt worden.

+++ Rockets Holding: Erste Erfolge mit neuer Plattform +++

„Crowdfunding im Finanzierungsmix bedeutsamer“

Über die gesamte Laufzeit fielen insgesamt rund 25.000 Euro an Zinsen an, die ebenfalls bereits an die Crowd ausgezahlt wurden. Auch alle Wohnungen im Objekt in der Wiener Donaufelderstraße wurden bereits an die neuen Eigentümer übergeben. „Mit dem ersten erfolgreichen Projektabschluss tragen wir dazu bei, dass Crowdfunding im Finanzierungsmix von Unternehmen – auch außerhalb der Immobilienbranche – sowie im Anlagemix von Investoren eine immer bedeutsamere Rolle spielt“, sagt Wolfgang Deutschmann, Gründer und Geschäftsführer von Home Rocket.

Derzeit weiteres Projekt in Graz

(c) C&P Immobilien: So wird das Quartier Grillweg aussehen

Anleger haben derzeit übrigens noch die Möglichkeit, über Home Rocket in ein weiteres Projekt von C&P Immobilien zu investieren: Im Westen von Graz entsteht zwischen Grillweg und Kärntnerstraße als Gemeinschaftsprojekt mit der Haring Group ein Wohnquartier mit rund 600 Wohnungen. Auf einer Gesamtfläche von etwa 38.000 Quadratmetern werden im „Quartier Grillweg“ in vier Bauabschnitten Wohnraum und Gewerbeflächen verbunden. Das Crowdfunding ist bereits gut angelaufen, bisher investierten 273 Anleger 501.650 Euro in das Objekt. Die Kampagne läuft noch bis 28. August. Für qualifizierte Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von 4,5 Jahren bekommen Investoren einen fixen Zinssatz von sechs Prozent (p.a.). Die Zinsen werden halbjährlich ausbezahlt. (PA/red)

+++ Rekord-Halbjahr für ROCKETS-Plattformen +++

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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