Home Rocket: Erstes Immo-Crowdfunding-Projekt komplett abgewickelt
Das erste Projekt der Plattform Home Rocket, die zur Grazer Rockets Holding gehört, ist abgeschlossen. 324.500 Euro wurden pünktlich mit Zinsen zurückgezahlt.
Die zur Grazer Rockets Holding gehörende Immobilien-Crowdfunding-Plattform Home Rocket hat nun erstmals ein Immo-Crowdfunding-Projekt zur Gänze abgeschlossen. 158 Anleger hatten insgesamt 324.500 Euro in eine Immobilie im 22. Bezirk in Wien investiert. Dahinter stand der Bauträger C&P. Die Crowd-Investoren erhielten dafür Zinsen in Höhe von fünf Prozent (p.a.). Das Projekt, das das erste der Plattform war, hatte im Mai 2015 gestartet. Die Rückzahlung erfolgte pünktlich. Die Laufzeit war mit 18 Monaten ab Abschluss der Kampagne festgelegt worden.
Über die gesamte Laufzeit fielen insgesamt rund 25.000 Euro an Zinsen an, die ebenfalls bereits an die Crowd ausgezahlt wurden. Auch alle Wohnungen im Objekt in der Wiener Donaufelderstraße wurden bereits an die neuen Eigentümer übergeben. „Mit dem ersten erfolgreichen Projektabschluss tragen wir dazu bei, dass Crowdfunding im Finanzierungsmix von Unternehmen – auch außerhalb der Immobilienbranche – sowie im Anlagemix von Investoren eine immer bedeutsamere Rolle spielt“, sagt Wolfgang Deutschmann, Gründer und Geschäftsführer von Home Rocket.
Derzeit weiteres Projekt in Graz
(c) C&P Immobilien: So wird das Quartier Grillweg aussehen
Anleger haben derzeit übrigens noch die Möglichkeit, über Home Rocket in ein weiteres Projekt von C&P Immobilien zu investieren: Im Westen von Graz entsteht zwischen Grillweg und Kärntnerstraße als Gemeinschaftsprojekt mit der Haring Group ein Wohnquartier mit rund 600 Wohnungen. Auf einer Gesamtfläche von etwa 38.000 Quadratmetern werden im „Quartier Grillweg“ in vier Bauabschnitten Wohnraum und Gewerbeflächen verbunden. Das Crowdfunding ist bereits gut angelaufen, bisher investierten 273 Anleger 501.650 Euro in das Objekt. Die Kampagne läuft noch bis 28. August. Für qualifizierte Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von 4,5 Jahren bekommen Investoren einen fixen Zinssatz von sechs Prozent (p.a.). Die Zinsen werden halbjährlich ausbezahlt. (PA/red)
Die Nominierten für den Bierlein-Preis stehen fest: Diese Gründerinnen sind dabei
Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind unter den „35 under 35“ des Brigitte-Bierlein-Frauenpreises 2026. Ihre Startups arbeiten an Medtech, Gebäude-KI, Reha-Robotik und Photovoltaik.
Die Nominierten für den Bierlein-Preis stehen fest: Diese Gründerinnen sind dabei
Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind unter den „35 under 35“ des Brigitte-Bierlein-Frauenpreises 2026. Ihre Startups arbeiten an Medtech, Gebäude-KI, Reha-Robotik und Photovoltaik.
(v.l.) Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind für den Bierlein-Preis 2026 nominiert.
Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis geht 2026 in die zweite Runde. Er zeichnet Frauen unter 35 für unternehmerische oder innovative Leistungen mit Österreichbezug aus. Aus rund 100 Bewerbungen haben das Wirtschaftsministerium (BMWET) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) 35 junge Frauen in die Shortlist aufgenommen, darunter Gründerinnen, Forscherinnen und Führungskräfte.
Die Preisträgerinnen werden mit je 5.000 Euro in drei Kategorien prämiert: „Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge“, „Forschung, Innovation & Transfer“ sowie mit dem „Maria-Rauch-Kallat-Ehrenpreis für gesellschaftlichen Impact & Role Model“. Beim Ehrenpreis kommt zusätzlich ein Mentoring-Platz im „WoMentoring“-Programm des club alpha hinzu.
Unter den Nominierten sind auch mehrere Startup-Gründerinnen:
Antonia Riva-Frizberg (Lumetry): Lungenmonitoring für zu Hause
Riva-Frizberg gründete im März 2022 gemeinsam mit Christian Neubauer das Grazer Medtech Lumetry Diagnostics. Das Startup entwickelt Geräte, mit denen Patient:innen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma ihre Lungenvitalität zu Hause messen können. Langfristig will man auch Menschen mit Lungenentzündungen oder Long Covid helfen. 2023 sammelte das Team ein sechsstelliges Investment „weit über eine halbe Million“ ein. Prototypen gibt es bereits, gelauncht soll das Produkt laut Website noch 2026 werden.
Vor der Gründung war Riva-Frizberg unter anderem bei der Innovations-Beratung Pioneers als auch beim Zyklustracker-Startup breathe ilo beschäftigt, das 2023 Konkurs anmeldete.
Theresa Kohl (DiLT Analytics): Energie sparen mit Gebäude-Software
Kohl ist Mitgründerin und CEO von DiLT Analytics, einem 2021 gegründeten Spin-off der TU Graz. Die Software soll Ineffizienzen in Gebäuden sowie in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen erkennen und den Energieverbrauch senken. Aktuell entwickelt das Team sein neues Produkt „FaciliMind“, eine KI-basierte Softwareplattform zur datenbasierten Optimierung von Energieeffizienz und Betriebskosten in Gebäuden. Das System benötigt laut eigenen Angaben keine neuen Sensoren, sondern dockt an bestehende Leitsysteme an und deckt dort Fehlsteuerungen auf.
Unterstützt wurde das Startup unter anderem durch FFG-Förderungen und konnte bereits Pilotprojekte mit Partnern wie der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) umsetzen. Vor der Gründung war Kohl unter anderem bei AEE – Institut für Nachhaltige Technologien und als Projekt- und Innovationsmanagerin bei der Energie Agentur Steiermark tätig.
Johanna Marie Reinedahl (WeGait): Exoskelett für die Reha
Reinedahl ist Gründerin und Geschäftsführerin der WeGait FlexCo. Das Robotik-Startup entwickelt ein Exoskelett für die Gangrehabilitation nach Schlaganfall oder Rückenmarksverletzung, das Abläufe in Rehazentren effizienter machen soll. Unter dem ehemaligen Namen Nexo Skeleton wurde das Startup als eine der ersten beiden Beteiligungen von WU Ignite Ventures aufgenommen.
Im Juli 2026 benannte man sich in WeGait um. Reinedahl war vor der Gründung außerdem ein Jahr als Venture Capital Investment Analyst bei Arax Capital Partners tätig.
Sara Kapeller (twistor): Schneeräumung per System
Kapeller gründete 2025 die twistor GmbH im Vorarlberger Bludenz. Den Anstoß dazu gab eine persönliche Erfahrung: Eine tonnenschwere Dachlawine ging direkt von dem Haus ihres Großvaters ab. Daraufhin entwickelte sie ein automatisiertes Schneeräumungssystem für Gebäude und Photovoltaikanlagen, das laut Unternehmensangaben seit 2024 patentiert ist.
Die Lösung richtet sich vor allem an Eigentümer:innen von PV-Anlagen in schneereichen Regionen. Der doppelte Vorteil: Die kontrollierte Räumung beugt nicht nur gefährlichen Personen- und Sachschäden vor, sondern sichert auch in den Wintermonaten den Stromertrag der Solarmodule. Das System ist nach Firmenangaben bereits serienreif und unter anderem auf dem Dach der Aletsch Arena auf der Schweizer Riederalp im Einsatz.
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