27.09.2021

„Höhle der Löwen“: Kofler nennt neue Investoren „Teilzeit-Löwen“

In dieser Folge der "Höhle der Löwen" hatte ein Wiener Startup die Qual der Wahl, eines erwies sich als Pfannenheld, während ein anderes für Streit unter den Investoren sorgte.
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Höhle der Löwen, Holy Pit, Ankerkraut
RTL / Bernd-Michael Maurer - Auch Branka Puljic und Asmir Samardzic von Holy Pit aus Wien traten in einer ereignisreichen Folge auf.
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Die ersten in der „Höhle der Löwen“ – die immer montags um 20.15 Uhr bei VOX sowie jederzeit auf Abruf über TVNOW.at zu sehen ist – waren Filip Mierzwa und Simon Köstler. Beide beschäftigen sich auf ihrem Blog pfannenhelden.de seit über sieben Jahren mit Bratpfannen. „Der Blog wurde schnell populär und wir zu echten Pfannenexperten“, erklärte Mierzwa den Löwen. „Über all die Jahre haben wir so ziemlich jede Pfanne getestet, die es auf dem Markt gibt.“

Die abgedrehte Pfanne

Sie haben folglich ihrem Lieblingsbratgerät, der klassischen Gusseisen-Pfanne, ein „Make-over“ verpasst. Mit über 12.000 Pfannenfans aus ihrer Community entwickelten die Gründer die Stur-Pfanne. Sie sei wesentlich dünner als herkömmliche Gusseisen-Pfannen und deshalb um ein Drittel leichter. Durch ihre glatte Oberfläche biete sie auch gute Antihafteigenschaften. Möglich durch das Herstellungsverfahren, wie beide Männer erzählten: „Die Pfanne wird in einem Stück gegossen, anschließend die Innenseite und der Boden computergesteuert abgedreht, wodurch sie deutlich leichter wird. Zum Schluss wird die Pfanne mit Pflanzenöl eingerieben und im Ofen bei 230 Grad eingebrannt.“ Um Stur auf dem Markt zu etablieren, benötigten die Gründer 380.000 Euro und boten dafür zehn Prozent der Firmenanteile.

Anmerkung: Anne und Stefan Lemcke vom Gewürz-Startup Ankerkraut haben einst um einen Deal bei den Löwen gekämpft. Fünf Jahre später sind die Gründer als Gast-Investoren zurück. Denn, aus ihrer Geschmacksmanufaktur wurde ein millionenschweres Unternehmen.

RTL / Bernd-Michael Maurer – Filip Mierzwa (l.) und Simon Köstler mit ihrer Antihaft-Gusseisenpfanne Stur.

Nach dem Pitch waren es auch genau jene Neo-Löwen, die großes Lob an die Gründer aussprachen. Danach erzählten die Gründer von einer Crowdfunding-Kampagne, mit der sie das bescheidene Ziel von 20.000 Euro mit 1,25 Millionen Euro deutlich übertroffen haben. Abseits davon würden noch rund 500.000 Euro an Verkaufseinnahmen dazukommen und den Umsatz mit mehr als 1,7 Millionen Euro komplettieren. Die meisten Käufer würden über ihre Plattform pfannenhelden.de kommen.

Sorgen bei den „Löwen“

LEH-Profi Ralf Dümmel fand diesen Aspekt der gemeinsamen Community-Entwicklung der Stur-Pfanne und die hohe „Response“ ohne großen Marketingeinsatz großartig. Stieg jedoch aus, da die Bewertung – ohne bisher ausgeliefert zu haben – einfach zu hoch wäre. Multi-Investor Carsten Maschmeyer hatte Bedenken, dass man die Anfangserfolge fortsetzen könnte. Daher ging auch er ohne Angebot.

Ankerkraut-Gründer widersprechen

Dies erinnerte die Ankerkraut-Gründer daran, dass Maschmeyer ihnen ein ähnliches Feedback gegeben und sich geirrt hatte. Das Duo sprach davon, dass es die Aufbauschmerzen eines Startups kenne, heute 50 Millionen Euro Umsatz generiere und gerne mit 25 Prozent für 380.000 Euro einsteigen würde.

Familien-Investorin Dagmar Wöhrl war wie ihre Kollegen von dem Weg der Gründer begeistert und bot 380.000 Euro für 20 Prozent. Medien-Profi und Social-Media-Experte Georg Kofler stimmte zu und hob erneut die Marketingleistung der Founder hervor. Dann bot auch er 380.000 Euro, allerdings für 30 Prozent. Nach einem relativ langen Beratungstelefonat kehrten die Gründer zurück und stellten ihr Gegenangebot vor: Zwölf Prozent für 380.000 Euro.

Dies traf auf Verständnis seitens der Ankerkraut-Gründer, die aber dennoch gingen. Auch Kofler und Wöhrl waren schlussendlich nicht einverstanden. Kein Deal für Stur.

Fitness-Gaming in der „Höhle der Löwen“

Die nächsten in der „Höhle der Löwen“ war das sportbegeisterte Gründer-Trio Etienne Petermann, Richard Schütze und Jakob Wowy. Sie wollen ihre Kunden mit ihrer smarten Fitness-Gaming-App Moovya zu mehr Bewegung anregen.

RTL / Bernd-Michael Maurer – V.l.: Richard Schütze, Etienne Petermann und Jakob Wowy aus Dresden präsentierten mit Moovya eine smarte Fitness-Gaming-App.

„Wir wissen, es ist nicht immer leicht, sich zum Sport zu motivieren. Ist man einmal zu Hause auf dem Sofa gelandet, fällt es unglaublich schwer, sich aufzuraffen und sich zu bewegen“, erklärte Schütze im Studio. Mit Moovya könne man sich spielerisch fit halten und das immer und überall, wie Co-Founder Petermann ausführte. „Alles, was man dafür braucht, ist das Handy und ein kleines bisschen Platz. Einfach die Moovya-App starten und eines der drei Spiele aussuchen.“

Mit KI fit werden

Durch die Bewegungen des Users mittels Kniebeugen, Sidesteps und Sprüngen kann im Spiel die Spielfigur entsprechend gesteuert werden. Möglich macht das eine selbst entwickelte Bewegungserkennungstechnologie. Eine Künstliche Intelligenz erkennt dabei, welche Bewegung der Nutzer ausführt und wandelt diese in die Bewegung der Spielfigur um.

Eine Statistikfunktion zeigt in der App zudem an, wie viele Kniebeugen oder Sprünge ausgeführt oder wie viele Kalorien bei dem Spiel verbrannt wurden. Aktuell können die Sensoren des Smartphones drei Bewegungen erkennen. „Aber in Zukunft haben wir noch viel vor: Mit nur einem zusätzlichen Sensor-Brustgurt schaffen wir es, 20 verschiedene Fitnessbewegungen zu tracken. Denn, damit machen wir ein vollwertiges Workout zum Spiel“, so die Idee der Gründer. Um ihr Ziel zu erreichen, benötigten sie 200.000 Euro und boten zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Schummeln möglich

Stefan Lemcke testete die App nach dem Pitch und entdeckte nach kurzer Zeit eine Möglichkeit beim Spielen das Training zu umgehen – einfach nur das Handy bewegen, statt den ganzen Körper. Dieses „Faken“ war den Moovya-Gründern bekannt, man arbeite daran, hieß es. Zudem würde diese KI-Täuschung weniger Spaß machen, weil der Sensor weniger erkenne, wenn man „schummeln“ würde.

Keine Umsätze

Danach demonstrierte das Trio ihren Brustgurt-Sensor, der verschiedene Übungen im Studio tatsächlich erkannte – etwas Burpees, Liegestütze oder Mountain Climbing. Und erzählte von knapp 600 Downloads, was die Löwen schockierte. Vor allem als die Founder zugaben, ihre Idee noch nicht monetarisiert zu haben. Dümmel zeigte Verständnis, dass man noch keine Einnahmen habe, jeder müsse einmal anfangen, dafür wäre aber die Bewertung zu hoch. Er stieg aus.

Die Gründer kamen nach dieser Absage zum entscheidenden Punkt, den sie bisher noch nicht dargelegt hatten. Ihre Idee sei es eigentlich, mit ihrer Sensorik in den b2b-Markt einzusteigen und ihre KI-Sensoren in bestehenden Apps anzubieten. Sie hätten also eine Grundlagentechnologie entwickelt und App- oder Spieleentwickler im Sinn. Daher die hohe Bewertung. Zwei Verträge mit bestehend Apps wären ihnen bereits sicher, die mit ihrem Tracking funktionieren würden – bei zehn bis 20 Prozent Lizenzgebühr als Einnahmen.

Drei Absagen

Kofler war von allem, was er gehört hatte, nicht überzeugt. Er kritisierte die Marke, das Geschäftsmodell wäre diffus und zu fragmentiert. Er ging. Anne Lemcke hingegen meinte, für die Idee der Gründer gebe es einen Markt. Vor allem Kinder würden darauf ansprechen, wie auch die Gründer bejahten. Allerdings seien sie und Stefan die falschen Leute für ein Investment. Auch Dagmar Wöhrl vermocht es nicht sich vorzustellen, wie sie helfen könnte.

Die letzte Hoffnung, Maschemyer, erklärte „Gamification“-Ansätze im Fitnessbereich wären toll, die Bewertung des Startups zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht. Die Gründer würden ihren Innovationsvorsprung überschätzen. Kein Deal für Moovja.

Wiener Startup Holy Pit in der „Höhle der Löwen“

Asmir Samardzic und Branka Puljic präsentierten in der „Höhle der Löwen“ ihr Naturkosmetik-Deo Holy Pit. Nach dem Fitnessstudio oder nach einem langen Arbeitstag kann sich übler Schweißgeruch breit machen. Die meisten Menschen greifen dann zu einem stark duftenden Deospray und übertünchen den Duft, der die Poren zusätzlich verstopfen kann, wissen beide. „Weil ich selbst wie ein Deo-Duftbaum durch die Gegend lief, dachte ich mir, das muss doch anders gehen“, erzählte Samardzic. „Schweiß ist eigentlich geruchlos. Bakterien zersetzen den Schweiß und so entsteht übelriechende Buttersäure. Also müssen wir die Bakterien stoppen und nicht den Schweiß.“

RTL / Bernd-Michael Maurer – Branka Puljic und Asmir Samardzic aus Wien machten mit Holy Pit in der „Höhle der Löwen“ einen exzellenten Eindruck.

Mit einem Labor aus Deutschland haben Samardzic und Puljic deshalb an einer Lösung gearbeitet: Eine vegane Deocreme, die die Entstehung von Bakterien hemmt und so den Schweißgeruch erst gar nicht entstehen lässt. Möglich macht das ihre Rezeptur: Natron soll eine basische Umgebung unter den Achseln schaffen, die die sauren Bakterien vertreiben. Zinkoxid hat eine wasserhemmende Eigenschaft und Babassuöl, Kakaobohnen und Sheabutter haben pflegende Eigenschaften. Eine erbsengroße Menge soll den ganzen Tag vor dem unangenehmen Schweißgeruch schützen und „das alles ohne Aluminium, Mikroplastik, ohne Silikone und Parabene“, wie beide erklärten.

Auch ein Nachfüllsystem entwickelt

Bei der Herstellung der Tube verzichten die Gründer auf Erdöl und verwenden stattdessen Zuckerrohr, einen nachhaltigen, natürlichen Rohstoff. „Aber damit nicht genug: Wir wollen aus recyclebar wiederverwendbar machen. Deshalb haben wir ein Nachfüllsystem für Deos entwickelt“, erklärte Samardzic weiter. „Unseren Deostick kann man ganz einfach auseinanderbauen, eine unserer Refill-Kartuschen einsetzen und dann alles wieder zusammenstecken.“ Der Stick besteht aus recyceltem Plastik und die Kartusche aus 100 Prozent Papier, die biologisch abbaubar ist. Die Forderung: 100.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

Nach dem hochprofessionellen Pitch meinten die Löwen, die verschiedenen Produkte würden gut, frisch und lieblich riechen. Danach ging es um Zahlen. Seit Juli 2020 wurden bisher über 2.000 Kunden gewonnen, bei einem Umsatz von 45.000 Euro. Für die weitere Zukunft plane man ein Abo-Modell. Maschmeyer zeigte sich skeptisch, ob das wirklich funktionieren würde.

„Lazy Greens“

Samardzic erzählte jedoch von einem Abo-Trend in den USA und bekam prompt Unterstützung von Stefan Lemcke, der sogar von einem Rasierklingen-Abo wissen würde. Eine neue Gruppe von Menschen wäre stark im Kommen, die sich die „lazy greens“ nennen würden. Naturschützer, die sich gerne schöne Dinge kaufen. Die Zielgruppe von Ankerkraut und Holy Pit würde sich überschneiden, meinte er. Und beriet sich mit seiner Partnerin.

Wöhrl zweifelt

Maschmeyer lobte die beiden Wiener schlussendlich, stieg aber aus, da er nicht an die Abo-Idee glaube. Wöhrl brachte danach ins Spiel, dass die großen Kosmetik-Hersteller immer mehr auf Nachhaltigkeit setzen würden und die große Konkurrenz wohl zu stark wäre. Auch sie ging ohne Angebot.

Erfrischend war danach, dass auf dem Löwenplatz jemand saß, der die Seite von Startup-Gründern am eigenen Leib erfahren hatte und in diesem Fall meinte: „Das sind dieselben Argumente, die wir ständig hören. Ich bitte euch, blendet das einmal aus“, sprach Stefan Lemcke. Seine Partnerin ergänzte: „Irgendwer kopiert immer. Man habe trotzdem die Chance eine Marke aufzubauen.

„Keine Chance“?

Nachdem dies Wöhrl mit einem knappen „keine Chance“ von der Seite kommentiert hatte, erklärte sich Georg Kofler. Der Südtiroler nannte die Österreicher erfrischende Zeitgenossen, aber der Bereich wäre nicht seins. Samardzic kämpfte danach, brachte Beispiele von „Milestones“, die sie als kleines Startup erreicht hätten und zeigte keine Angst davor, kopiert zu werden. Im Gegenteil hoffte er darauf, und dass ihre Methode in der Branche der neue Standard werden würde: „Denn, wir produzieren keinen Müll“, betonte er.

Dieses Plädoyer stimmte Kofler um, der plötzlich 100.000 Euro für 25 Prozent bot. Mit diesem Abo-Profi in der Hinterhand, hörten die Wiener Gründer, wie sich die Lemckes mit Visionen überboten und 100.000Euro für 20 Prozent offerierten. Ralf Dümmel sprach davon, dass Holy Pit zuerst in den Handel müsse. Dann könnten Abo-Modelle folgen. Der Löwe, der in der letzten Staffel wiederholt die meisten Deals auch abseits der Kamera gemacht hatte, wollte ebenfalls mit 100.000 Euro für 20 Prozent einsteigen.

Nach Abwägen der Angebote und nachdem Kofler eine Absage erhalten hatte, bekamen die Ankerkraut-Gründer die Hand gereicht. Deal für das Wiener Startup Holy Pit.

Aus Textil ein plastikähnliches Granulat schaffen

Dave und Alina Bassi waren die nächsten Teilnehmer in der „Höhle der Löwen“. Mit Kleiderly bieten sie ihre Lösung für eines der größten Umweltprobleme der Welt: „87 Prozent aller hergestellten Textilien landen in Deponien oder werden verbrannt. Dadurch produziert die Modeindustrie fast zehn Prozent der weltweiten CO2-Emissionen“, berichtete Dave den Löwen. Seine Partnerin Alina hat sieben Jahre im Abfallmanagement in London gearbeitet und hatte sich dann einer neuen Herausforderung gestellt: „Ich wollte einen Weg finden, Kleidungsreste sinnvoll zu recyceln.“

RTL / Bernd-Michael Maurer – Alina und Dave Bassi aus Berlin präsentierten mit Kleiderly Sonnebrillen und Kleiderbügel aus Altkleidern.

Zweieinhalb Jahre entwickelte die Gründerin und der Gründer eine Technologie, die über mehrere Schritte und durch Zufügung von Bindemitteln aus vorsortierten Altkleidern ein Granulat produziert, welches dem herkömmlichen Kunststoff sehr nahekommt: „Das bedeutet, dass mit den richtigen Maschinen und der richtigen Temperatur diese Granulate zu vielen verschiedenen Produkten geformt werden können”, erklärten die Founder.

Die T-Shirt-Sonnenbrille

Neben dem Kleiderbügel und dem Anti-Diebstahl-Tag präsentierten sie mit der Sonnenbrille ihr neustes Produkt. „Diese Sonnenbrille war einmal ein T-Shirt. Jede Sekunde landet eine LKW-Ladung voller Textilien auf der Mülldeponie. Wir können ihnen ein neues Leben geben““, so die Idee. Ihr Angebot für ein Investment bei Kleiderly: 90.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

Nach dem Pitch lobte Dümmel die Idee, während Kofler provozierend anmerkte, dass er eigentlich nur Plastik sehe, dass aus altem Plastik gemacht worden ist. Daraufhin stand Dümmel auf und gesellte sich zu den Gründern dazu. Er übernahm den Pitch und erklärte den Löwen, dass Kleiderly ein sensationelles Material entwickelt hätte, dass umweltschonend ist. „Wir können damit verhindern, dass neues Plastik entsteht. Herr Kofler, was sie da in der Hand halten (Anm.: Kleiderly hatte jedem Löwen ein beliebiges Produkt aus ihrem Sortiment in die Hand gegeben – beim Südtiroler spezifisch den Kleiderbügel aus dem Granulat des Startups), lässt sie denken, es sei ein Plastikbügel, ist aber keiner“, sagte er.

Zulieferpläne durch Corona vereitelt

Nach diesem „Gast-Pitch“ ließ sich Maschmeyer noch einmal das Geschäftsmodell erklären. Die Gründer hätten eigentlich daran gedacht, als Materialzulieferer aufzutreten, doch Corona hatte ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Potentielle Partner waren ausgefallen. Danach kam die Idee eigene Produkte zu entwickeln, um zumindest Umsatz zu generieren.

Stefan Lemcke warnte daraufhin, man müsse sich fokussieren; die Sonnenbrillen wären nicht ihr Weg, sagte er. Ging aber ohne Angbeot. Maschmeyer machte den Foundern ein großes Lob, meinte aber auch, die Gründer hätten noch nicht ihr Geschäftsmodell entdeckt. Dümmel sah in sich den falschen Partner, während Wöhrl sagte, die Founder bräuchten bei ihren Plänen starke Mitstreiter. Sie aber wäre kein solcher.

Georg Kofler erklärte am Ende, dass er mit dem Gedanken gespielt hätte, ein Sympathie-Investment zu tätigen, doch die Idee der Gründer wäre zu groß, um mit 90.000 Euro weit zu kommen. Kein Deal für Kleiderly.

Altes Brot-Alternative in der „Höhle der Löwen“

Großen Hunger bekamen die „Höhle der Löwen“-Investoren die Löwen bei dem Startup Veggie Crumbz, das als letztes vorgestellt wurde. Es geht hierbei um mit Panier (Panade) umhülltes Gemüse, das vom Gründer Marlon Harms und seinem ehemaligen Kommilitonen Wayne Kock vorgestellt wurde.

RTL / Bernd-Michael Maurer – Wenn sich viele streiten, freuen sich die Dritten, wie etwa Marlon Harms (l.) und Wayne Kock von „Veggie Crumbz“.

„Für herkömmliche Panier werden in den Küchen nach wie vor altes Brot und alte Brötchen verwendet. Diese haben null Nährstoffe, dafür aber jede Menge Gluten“, erklärte Kock deren Nachteile. „Es hat sich in den letzten Jahren bei der Ernährung so viel getan, es gab so viele Entwicklungen, aber wir panieren immer noch mit altem Brot.“

Gemüse knuspriger als Semmelbrösel

Harms, der durch das Familienunternehmen seines Vaters schon von klein auf mit Gemüse, deren Verarbeitung sowie dessen Handel aufgewachsen ist, stellte sich schließlich die Frage: Warum soll es kein gesundes Paniermehl geben? Er sagte: „Gemüse knuspriger als Semmelbrösel hinzubekommen, ist gar nicht so leicht. Wir mussten einen komplett neuen Weg der Verarbeitung von Gemüse erdenken und entwickeln, haben drei Jahre geforscht, eine eigene Produktionslinie gebaut und erst nach unzähligen Testessen waren wir restlos zufrieden“.

Das Produkt besteht aus lediglich zwei natürlichen Zutaten: Kartoffel und dem jeweiligen Gemüse. Zweites wird schonend bei 60 Grad gebacken und anschließend in eine paniermehlartige Konsistenz gebracht. Aktuell gibt es drei Sorten der Veggie Crumbz: Red Beet, Orange Carrot und Cauliflower. Im Vergleich zu klassischem Paniermehl weisen die Produkte des Startups den rund vierfach höheren Ballaststoffgehalt aus und nehmen beim Braten oder Frittieren rund 50 Prozent weniger Fett auf.

Alle Produkte sind vegan, allergen- und glutenfrei. Bisher haben die Gründer ihre Produkte im B2B-Bereich vertrieben, in Zukunft soll aber auch der Endverbraucher Veggie Crumbz online und im Einzelhandel erwerben können. Um das zu erreichen, benötigten sie ein Investment von 200.000 Euro und boten zehn Prozent ihrer Anteile an der kürzlich neu gegründeten Ebbe & Food GmbH.

Löwen „hin und weg“

Nach der Kostprobe überschlugen sich die Löwen mit Lob. Knusprig und geschmacklich sensationell, heiß es. Dümmel meinte sogar, er schmecke die Rote Beete gar nicht durch, was ihn schwärmen ließ.

Danach erfuhren die Juroren, dass das Startup 2019 240.000 Euro Umsatz gemacht hätte, 2020 mit Corona als Gegenspieler 190.000 Euro, aber alles nur im b2b-Bereich mit den gesunden Bröseln. Jetzt wolle man mit eigenen Produkten den Endkunden erreichen.

US-Soldaten als Zielgruppe?

Kofler sagte, dass er bisher kein besseres Food-Startup gesehen hätte. Es habe ohne Einschränkungen so gut geschmeckt, wie normales Paniermehr. Er stand auf und vertrat sich nachdenkend die Beine. Dümmel gesellte sich zu ihm.

Maschmeyer erklärte sich zum Kunden und stieg aus, da er nicht in „Food“ investiere. Anschließend kam es zu taktischem Geplänkel, als alle schwiegen. Dieses Schweigen durchbrach Wöhrl, meinte, Veggie Crumbz passe in die USA. Die Löwin erklärte, dass ihr Unternehmen alle US-Stützpunkte mit 20 Millionen Soldaten beliefern würde, machte diese Zielgruppe schmackhaft und bot die 200.000 Euro für zehn Prozent.

Weitere Angebote

Die Ankerkraut-Gründer stimmten in die schwärmende Atmosphäre aller mit ein und boten das Gleiche, wie Wöhrl. Danach kamen die beiden letzten Löwen zu Wort. Kofler sprach von 86 Millionen Followern auf seinen Social-Media-Netzwerken, davon allein 40 Millionen in den USA. Dümmel garantierte 10.000 Filialen in Deutschland, sprach von Möglichkeiten in 17 verschiedenen Länder. Und bot in Kombination mit dem Medien-Profi 200.000 Euro für 20 Prozent.

Daraufhin schaltete sich Stefan Lemcke wieder ein und erklärte, dass die zwei anderen Juroren in so vielen Startups investiert wären, er und Anne aber bloß in eine Handvoll. Sie würden sich persönlich um die Gründer kümmern können.

Fauchende Löwen

Nach diesem „Angriff“ entstand ein kleiner rhetorischer Tumult im Studio. Dümmel wollte eine Replik anbringen, während Maschmeyer die Diskussion zu beruhigen versuchte und Kofler die Ankerkraut-Gründer „Teilzeit-Löwen“ nannte. Alle sprachen angespannt und wild durcheinander. Kofler bat die Ankerkraut-Gründer darum, ihn und Dümmel nicht derart „anzugehen“, sonst würden sie, paraphrasiert, „zurückschlagen“.

Lemcke setzte dazu an, zu erklären, dass er in die Augen der Löwen geschaut habe, als Dümmel angefangen hatte zu „säuseln“. Was er konkret damit meinte, erfuhr man nicht, da ihn der Angesprochene gleich unterbrach. Der Alt-Löwe betonte, dass er nicht gesäuselt habe und zu seinen Versprechen stehen würde.

„War nicht despektierlich gemeint“, sagte am Ende der neue Löwe und nahm schlussendlich die Aufregung aus dem Spiel. Nach einer spannenden und langen Beratung mit dem Vater von Harms, kehrte das Gründer-Duo ins Studio zurück und meinte, es wolle keine 20 Prozent Anteile abgeben. Machte Dümmel traurig und nahm Ankerkraut mit ins Boot. Deal für Veggie Crumbz.

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Bernhard Krick, Geschäftsführer der Bybit Payments GmbH | (c) Bybit

Anfang August erhielt die Bybit Payments GmbH von der Finanzmarktaufsicht (FMA) eine Konzession als E-Geld-Institut, nach rund neun Monaten Verfahren. Laut Geschäftsführer Bernhard Krick gibt es die Lizenz zwar seit rund 25 Jahren, durchschritten hätten das Verfahren aber erst zwei Marktteilnehmer. Mit der Konzession baut die nach eigenen Angaben gemessen am Handelsvolumen zweitgrößte Kryptobörse der Welt ihre EU-Zentrale in Wien weiter aus. Die Schwestergesellschaft Bybit EU GmbH hält bereits seit Mai 2025 eine MiCAR-Zulassung. Im Interview spricht Krick über das Verfahren, die Standortwahl und die Frage, ob am Ende eine Banklizenz steht.


Die Bybit Payments GmbH hat von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) eine Lizenz als E-Geld-Institut erhalten. Wie lange hat das Verfahren gedauert und was waren rückblickend die größten Hürden?

Der eigentliche Lizenzierungsprozess mit der FMA war naturgemäß intensiv und hat sich über einen Zeitraum von rund neun Monaten erstreckt. Wir haben jedoch bereits deutlich davor mit dem Aufbau der lokalen Gesellschaft, der Infrastruktur sowie aller compliance-relevanten Agenden begonnen. Obwohl es die Lizenz seit rund 25 Jahren gibt, haben erst zwei Marktteilnehmer diesen Prozess durchschritten. Die größte Herausforderung bestand darin, die Fülle an Informationen über die eigene Organisation, Prozesse und geplanten Produkte so aufzubereiten, dass sie den hohen Anforderungen der FMA entsprechen und ein klares, transparentes Bild vermitteln. Dabei steht man grundsätzlich auch immer unter einem gewissen Zeitdruck. Unsere Mitarbeiter:innen haben hier eine sehr gute Arbeit geleistet.

Rückblickend war der Prozess zwar anspruchsvoll, aber immens wertvoll. Er hat dazu beigetragen, unsere europäischen Strukturen weiter zu professionalisieren. Die E-Geld-Konzession ist eine wichtige Grundlage für die nächste Phase der Expansion unseres Geschäfts in Europa.

Warum hat Bybit die EMI-Lizenz ausgerechnet in Österreich beantragt? Länder wie Litauen oder Luxemburg gelten in Europa als die klassischen Standorte für E-Geld-Institute.

Wien ist für uns der Standort unserer EU-Zentrale. Von hier aus decken wir MiCAR, E-Geld und MiFID ab. Uns war wichtig, einen Standort mit einem europaweit respektierten Regulator zu wählen. Die FMA bietet dabei die perfekte Balance: streng in der Aufsicht, was für eine Organisation wie uns, die weltweit auf Compliance ausgerichtet ist, kein Problem, sondern ein Vorteil ist, und gleichzeitig kommunikativ, pragmatisch und effizient im Austausch. Wien ist zudem ein zentraler Standort in Europa mit attraktiver Infrastruktur und hoher regulatorischer Kompetenz. Von hier aus können wir langfristige europäische Strukturen aufbauen, mit einem verlässlichen Partner vor Ort, und unser Geschäft in den Märkten ganz Europas steuern.

Die FMA gilt als strenge Aufsicht. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Vergleich zu anderen Jurisdiktionen, in denen Bybit tätig ist?

Eine strenge Aufsicht ist aus unserer Sicht kein Nachteil. Ganz im Gegenteil: Wenn man langfristig in einem regulierten europäischen Markt tätig sein möchte, ist Klarheit darüber, welche Anforderungen gelten, ein wesentlicher Vorteil. Unsere Erfahrung ist, dass die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden naturgemäß intensiv und detailliert ist, und das erwarten wir auch. Wir sehen Regulierung nicht als einmalige Eintrittshürde, sondern als laufenden Prozess, der sehr wichtig für die gesamte Branche ist. Die FMA sehen wir als eine durchaus fordernde, aber vor allem als eine sehr kompetente Behörde, die auch einen sehr guten Ruf in Europa genießt.

In der Aussendung zur Lizenz heißt es, konkrete Termine für die Produkteinführung würden in Kürze bekannt gegeben. Können Sie schon konkreter werden: Welche Dienste starten zuerst, und wann rechnen Sie mit dem Marktstart in Österreich und im restlichen EWR?

Die konkreten Produktneuerungen, Marktstart und Rollout-Phasen werden wir, wie versprochen, zeitnah kommunizieren. Was wir jedoch jetzt bereits sagen können: Unser Ziel ist es, die neue Lizenz schrittweise für den Ausbau eines umfassenderen Payment-Angebots in Europa zu nutzen. Wir haben bereits um das Passporting der Lizenz für den EWR angesucht. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen, da die relevanten nationalen Behörden in Europa dies bestätigen müssen. Wir verfolgen dabei bewusst einen stufenweisen Ansatz, können aber bereits jetzt sagen: Bybit.eu wird bald viel mehr sein als eine reine Krypto-Plattform und wird sich zu einer universellen Finanzlösung entwickeln.

Die Bybit Card ist in Europa bereits verfügbar. Was ändert sich durch die EMI-Lizenz konkret für das Kartenprogramm? Wird die Bybit Payments GmbH die Kartenausgabe künftig selbst übernehmen?

Die Bybit Card wird auch in Zukunft eines unserer zentralen Produkte bleiben. Zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir jedoch keine konkreten Änderungen an bestimmten Produkten vorwegnehmen oder bekanntgeben. Was wir sagen können: Die Lizenz gibt uns generell zusätzliche strategische Flexibilität, um unser europäisches Dienstleistungsangebot im Zahlungsverkehr weiterzuentwickeln sowie attraktiver zu gestalten.

Auf Bybit.eu setzen Sie bei Stablecoins bislang auf regulierte Token von Circle wie EURC. Die EMI-Lizenz würde der Bybit Payments GmbH grundsätzlich auch die Emission eines eigenen E-Geld-Tokens erlauben. Ist ein eigener Euro-Stablecoin ein Thema für Sie?

Stablecoins und andere tokenisierte Zahlungsinstrumente beobachten wir auf dem europäischen Markt sehr genau. Gerade MiCAR schafft hier einen neuen regulatorischen Rahmen, der in den kommenden Jahren erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung digitaler Zahlungsmittel haben wird. Aktuell liegt unser Fokus jedoch darauf, unseren Kundinnen und Kunden Zugang zu bestehenden regulierten und qualitativ hochwertigen Produkten zu ermöglichen. EURC ist dafür ein gutes Beispiel. Wir schließen grundsätzlich keine strategischen Optionen in diesem Bereich aus, haben derzeit aber nichts anzukündigen.

Bybit EU GmbH und Bybit Payments GmbH sind bewusst getrennte Gesellschaften mit unterschiedlichen Lizenzen. Warum diese Struktur, und was bedeutet die Trennung im Alltag konkret für die Kundinnen und Kunden?

Die Trennung folgt einer klaren regulatorischen und auch organisatorischen Logik. Die Bybit EU GmbH und die Bybit Payments GmbH verfolgen unterschiedliche Geschäftsmodelle und verfügen über unterschiedliche regulatorische Berechtigungen. Deshalb ist es sinnvoll, diese Aktivitäten auch gesellschaftsrechtlich, organisatorisch und in Bezug auf die Regulatorik und das Risikomanagement klar voneinander abzugrenzen. Für die Kundinnen und Kunden wird sich das positiv auswirken, da wir in der Zukunft über eine gemeinsame Finanzplattform und App neue innovative Möglichkeiten im Zahlungsverkehr anbieten werden. Die Kunden werden die volle Transparenz haben, welche Dienstleistung sie von welchem Unternehmen beziehen.

Sie betonen, dass die EMI-Lizenz keine Banklizenz ist. Ist eine Banklizenz der nächste logische Schritt für Bybit in Europa, oder schließen Sie das aus?

Für uns ist die EMI-Lizenz der logische Schritt, um unsere Kompetenz im Zahlungsverkehr in Europa aufzubauen. Wir verfolgen das Ziel, ein globales Finanz-Ökosystem aufzubauen, das den Zugang zu einer modernen Bank-, Investitions- und Zahlungsverkehrsinfrastruktur für alle Kundengruppen bietet. Da ist es natürlich selbstverständlich, dass wir kontinuierlich evaluieren, welche regulatorischen Strukturen und Partnerschaften für unsere langfristige Strategie sinnvoll sind. Eine Banklizenz schließen wir für die Zukunft nicht aus. Aktuell liegt unser Fokus aber klar auf dem erfolgreichen Aufbau und der Skalierung unseres regulierten Geschäfts in Europa.

Mit regulierten Zahlungsdiensten tritt Bybit in direkte Konkurrenz zu Neobanken wie Revolut und N26, aber auch zu anderen Kryptobörsen mit Payment-Ambitionen in Europa. Womit wollen Sie sich in diesem Feld differenzieren?

Bybit ist gemessen am Handelsvolumen die zweitgrößte Krypto-Asset-Plattform der Welt und bietet bereits heute weltweit über 80 Millionen Kundinnen und Kunden viel mehr als reines Krypto-Trading an. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das enorme Volumen im Krypto-Derivate- und Futures-Handel auf der globalen Bybit-Plattform. Mit unserem „Compliance-First-Ansatz“ wird Bybit einer der relevantesten Player in Europa werden. Der entscheidende Faktor ist, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zu bekommen. Unser Ansatz geht daher über das reine Krypto-Trading weit hinaus. Wir verbinden die Welten der digitalen Assets und Web3-Produkte mit den traditionellen Finanzdienstleistungen.

Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Bybit aktuell in Wien, und wie verändert der Aufbau der Payments-Sparte den Standort? Wird derzeit Personal gesucht?

Aktuell beschäftigen wir in Wien rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Ausbau der Payments-Sparte stärkt den Standort zusätzlich, da ein reguliertes Payment-Geschäft weitere spezialisierte Funktionen benötigt, etwa in den Bereichen Produktmanagement, Legal und Compliance, Risk, Finance, Operations und Technology. Hier sind wir derzeit auch auf der Suche und heißen jede Bewerbung willkommen.

Welchen Stellenwert hat das Thema Sicherheit beim Aufbau des europäischen Zahlungsverkehrsgeschäfts, und wie werden die Kundengelder der Bybit Payments GmbH abgesichert?

Sicherheit und Vertrauen bilden das Fundament des Finanzgeschäfts. Beim Aufbau der Bybit Payments GmbH wurden deshalb regulatorische Anforderungen an Governance, Risikomanagement, IT-Sicherheit und den Umgang mit Kundengeldern von Beginn an berücksichtigt. Die Kundengelder des E-Geld-Instituts werden entsprechend den regulatorischen Vorgaben geschützt und bei einer Bank zu 100 Prozent treuhänderisch verwahrt. Für die Bybit.eu-Plattform gelten zudem dieselben strengen regulatorischen Anforderungen an IT-Sicherheit wie für Banken.

Bybit hat kürzlich seinen Risiko- und Sicherheitsbericht für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz inzwischen in der Sicherheitsarbeit, und was bedeutet das für Nutzerinnen und Nutzer in Europa?

Wir setzen modernste Technologien ein, um Muster schneller zu erkennen, Auffälligkeiten frühzeitig zu identifizieren und potenzielle Risiken effizient zu analysieren. Unser Anspruch ist es, im Bereich Sicherheit immer einen Schritt voraus zu sein, ganz nach dem Credo: Prävention statt Nachsorge. Künstliche Intelligenz ist in der präventiven Sicherheitsarbeit im Zahlungsverkehr ein fixer Bestandteil. Für Nutzerinnen und Nutzer in Europa bedeutet das im Alltag vor allem, dass der Zahlungsverkehr reibungslos und sicher abläuft. Der große europäische Vorteil ist dabei der rechtliche Rahmen. Dank strenger Gesetze wie der DSGVO und dem neuen KI-Gesetz gibt es in Europa klare Leitplanken, die die Privatsphäre aller am Zahlungsverkehr beteiligten Personen schützen.

Wo steht Bybit.eu in drei Jahren?

Unser Anspruch ist klar: Wir wollen in drei Jahren eine der führenden regulierten Plattformen für digitale Finanzdienstleistungen in Europa sein. Krypto und Blockchain wollen wir dabei immer weniger als eigenständige oder alternative Systeme betrachten, sondern die Brücke zwischen der Welt digitaler Assets und traditionellen Finanzdienstleistungen weiter stärken und direkt verbinden. Entscheidend ist Vertrauen: Ein verlässlicher institutioneller Rahmen und klare Regulierungen bilden die Basis, damit immer mehr Unternehmen sowie Kundinnen und Kunden auf diese Technologien setzen. Im Idealfall ist Bybit EU in drei Jahren eine vertrauenswürdige, regulierte All-in-one-Finanzplattform, auf der digitale und traditionelle Finanzdienstleistungen zusammenkommen und nahtlos in den Alltag unserer Kundinnen und Kunden integriert sind.

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„Höhle der Löwen“: Kofler nennt neue Investoren „Teilzeit-Löwen“

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