01.10.2019

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

In der fünften Folge von "Die Höhle der Löwen" ging es um Zehentrenner, Fäkalien-Entsorgung und Drohnen-Alternativen für den Videodreh. Zudem bezeichnete Investor Carsten Maschmeyer einen alten Bekannten als Clown der Show. Der besagte Gründer weigerte sich nach den Absagen der Löwen, das Studio gleich zu verlassen.
/artikel/hoehle-der-loewen-gruender-als-clown
Höhle der Löwen, Protect Pads, Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Frank Thelen, Nils Glagau, Ralf Dümmel, Georg Kofler
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer - Adel Adrovic und Jill Audrit versuchten mit ihrem "Möbel-Schutz-Aufsatz" Investoren zu begeistern.
sponsored

In der fünften Folge von „Die Höhle der Löwen“ sah man gleich zu Beginn ein bekanntes Gesicht. Multi-Gründer Marvin Kruse hatte sich bereits zweimal vor die Juroren gewagt. Bei seinem ersten Pitch 2015 präsentierte der Bremer sein Startup „Pfotenheld“, bei dem es Hundesnacks für Null Euro gab. Seine Idee, Geld allein durch Versandkosten zu verdienen, kam bei den Investoren schlecht an. Beim zweiten Versuch stellte er bereits „Brad Brat“ vor, eine Bratwurst zum selber schneiden. Auch ohne Erfolg. Dieses Mal wandelte er seine Idee etwas ab und versuchte seine Idee eines Bratwurst-Franchise an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

+++ DHDL Folge 4: Georg Kofler rastet bei “Social Startup” aus+++

Investor für Franchise gesucht

Der Gründer hat mittlerweile zwei Lokale, in Oldenburg und Bremen, eröffnet, in denen Bowls und Burger mit Bratwurstscheiben angeboten werden. Kruse möchte für die Ausweitung seines Franchise-Systems 200.000 Euro für 10 Prozent Firmenanteile haben.

Wie Leberkäse?

Die Wurst gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Variationen: Vegetarisch, Tomate-Mozarella, Rind-Paprika und Chili-Mango-Geflügel. „Wir können die größte Bratwurstkette der Welt werden“, zeigte sich der Gründer überzeugt, der mittlerweile über 30 Mitarbeiter verfügt. Dem souveränen Pitch folgte eine Verköstigung durch die Löwen. Dagmar Wöhrl meinte, es schmecke wie Leberkäse, dem Kruse aber widersprach. Man einigte sich darauf, zur nächsten Kost-Runde überzugehen. Was die Familien-Unternehmerin wieder kulinarisch zufriedenstellte.

Welteroberungspläne ärgern Investor

Als Carsten Maschmeyer nach dem Umsatz der letzten Jahre fragte, antwortete der Gründer mit 300.000 Euro an Erspartem. Damit habe er seine Läden eröffnet. Kruse konnte auf weitere Nachfragen nicht antworten und sagte schlussendlich, dass 300.000 Euro Gewinn übrig geblieben wären.

Daraufhin erklärte der Investor dem jungen Mann, dass es Unterschiede zwischen Erspartem, Umsatz und Gewinn gebe. Auf diese Aussage entgegnete der Gründer zum wiederholten Male, die Welt erobern zu wollen, was Maschmeyer in Rage brachte.

Der Clown der Höhle der Löwen

„Für mich sind sie auf dem Weg, der Clown in der Höhle der Löwen zu werden. Diese Übertreibung mit der Weltherrschaft kann ich nicht mehr hören. Ich bin raus“, sprach er und war fort.

Wöhrl hakte nochmal nach und fand heraus, dass Kruse zehn Läden in Planung habe. Allerdings kenne sie den Aufbau eines Franchise-Systems und habe keine Lust darauf. Sie stieg ebenso wie Ralf Dümmel aus. Neo-Löwe Nils Glagau meinte, dass ihn das Produkt nicht überzeuge und der gemeine Deutsche eher der konservative Wurst-Esser sei. Er glaube an den Gründer, aber nicht an die Idee. Er war raus. Auch für Medien-Investor Georg Kofler war die ganze Sache unübersichtlich. Wieder kein Deal für Marvin Kruse.

Höhle der Löwen, GoBunion, Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Frank Thelen, Nils Glagau, Ralf Dümmel, Georg Kofler
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Marvin Kruse (r.) pitchte bereits zum dritten Mal bei Höhle der Löwen.

Doch der Gründer wollte partout das Studio nicht verlassen. Er meinte, die erneute Absage sei für ihn schwer zu akzeptieren und er machte den Löwen einen neuen Deal-Vorschlag: Ein „Höhle der Löwen Brad Bratstore“ mit allen Investoren an Bord. Kofler erklärte ihm, dass sich alle Juroren gegen ein Investment entschieden hätten und bat ihn, die Entscheidung zu akzeptieren. Kruse ging mit den Worten: „Ich kehre nicht mehr wieder, denn das ist das Ding das fliegt.“

Stoßschutz für Staubsauger

Die zweiten Gründer bei „Die Höhle der Löwen“ waren Jill Audrit und Adel Adrovic aus Luxemburg. Das Gründerpaar ärgerte sich immer wieder über Macken und Schrammen an Türrahmen und Möbeln und kam so auf die Idee eines Stoßschutzes für Staubsauger. Schließlich entwickelten sie daraus „ProtectPads“, den selbstklebenden Schutz, um beim Staubsaugen Schäden zu vermeiden. Sie wollten 15 Prozent ihrer Firma abgeben und dafür 85.000 Euro haben.

Glagau erklärte, er staubsauge gerne und liebevoll und habe kein Problem mit Schrammen. Dennoch ließ er sich das Produkt vorführen und legte im Studio Hand an. Maschmeyer war die Idee zu „nischig“, er verabschiedete sich. Dümmel gab zu, das Potential des Produkts nicht einschätzen zu können. Dennoch bot er 85.000 Euro für 30 Prozent. Das Early-Stage-Startup nahm den Deal an.

Bereits in der Deutschen Bundesliga im Einsatz

Der nächste Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ gebührte Arne, Levin und Hedda. Mit AER bieten die Gründer eine Alternative zu Drohnenaufnahmen. Durch einen übergroßen Wurfpfeil sollen spektakuläre Fotos und Videos aus der  Vogelperspektive entstehen.

Dazu legt man eine Go Pro in das Produkt ein. Der Schaumstoffpfeil stabilisiere die Kamera automatisch in der Luft, schütze sie beim Aufprall und ist zudem wasserdicht, sagen die Gründer. Das Produkt des Stuttgarter Startups wurde bereits in der Deutschen Bundesliga, bei Werbespots und bei einem Filmdreh für eine Actionszene verwendet. Das Trio wollte 150.000 Euro für 10 Prozent Anteile.

Kein Patent bei DHDL-Startup AER

Frank Thelen und Nils Glagau tätigten ein paar Probewürfe und zeigten sich begeistert. Allerdings stieß den Investoren auf, dass das Produkt nicht patentiert sei.

Kofler nannte das Produkt witzig, sah aber Schwierigkeiten, damit ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen. Daraufhin entgegneten die Gründer, dass sie „innovatives Kamerazubehör“ auf dem Plan hätten, mit dem man neben der GoPro auch Smartphones „in die Lüfte zu werfen“ kann. Dafür solle es dann auch ein Patent geben.

Taktische Schweigerunde bei den Löwen

Nachdem Kofler und Wöhrl ausgestiegen waren, zögerte der Rest mit Äußerungen. Die taktische Schweigerunde wurde durch Glagau unterbrochen, der 150.000 Euro für 15 Prozent bot.

Maschmeyer stieg aufgrund des fehlenden Patents aus. Er nannte es einen schweren Fehler. Auch Thelen meinte, technisch mache es nicht „Klick“ und stieg aus. Dennoch: Deal für AER mit Glagau.

+++Wie es für AER nach dem Deal weiterging+++

Automatischer Toiletten-Putzer für Camping-Ausflug

Den vorletzten Pitch des Abends machten Ralf Winkelman und Simon Freutel. Die beiden Gründer haben mit Camping Butler eine vollautomatische Reinigungsstation für Camping-Toiletten-Kassetten präsentiert. Der Camping Butler ähnelt einem Leergutautomat, der mit dem Abwasserkanal verbunden ist. Der Benutzer schiebt die volle Campingtoilette in eine Klappe hinein, wirft 1 bis 2 Euro ein und bekommt nach wenigen Minuten eine leere und gereinigte Toiletten-Kassette zurück. Auf Wunsch wird die Toiletten-Box auch von außen gereinigt. Die Gründer forderten 200.000 Euro für 10 Prozent Anteile.

Nach einer Vorführung, bei der Dümmel den Inhalt eine Toiletten-Kassette auf bisher übliche Art und Weise in ein Klo entsorgen musste – und somit bei allen Jury-Mitgliedern für Ekel sorgte – sahen sich die Investoren die Mechanik der Reinigungsbox an und sprachen über das Geschäftsmodell. Das Startup verlangt für den Camping Butler 15.000 Euro pro Stück. Jedoch liege das eigentliche Business-Modell nicht im Verkauf, sondern bei der Pauschale von 40 Euro-Cent pro Reinigung der Entsorgungsstation, sagen die Gründer.

+++ Camper-Sharing-Plattform PaulCamper erhält 7 Millionen Euro Investment +++

Leider wirkten die Gründer auf Nachfrage zwecks Umsatzzahlen und Finanzplan etwas unsicher. Deshalb verabschiedete sich ein Investor nach dem anderen, obwohl die Idee gut ankam. Kein Deal für Camping Butler.

„Hallux Valgus“ als unbekanntes Gesellschaftsproblem

Ungesundes Schuhwerk oder eine Bindegewebsschwäche sind die häufigsten bekannten Ursachen für eine Verkrümmung des großen Zehs am Fuß – der sogenannte „Hallux Valgus“oder auch Ballenzeh ist die Folge. Besonders ein Problem für Frauen mit hohen Schuhen.

Deshalb hat Sarita Bradley mit GoBunion besondere Socken entwickelt, die von außen wie ganz normale Strümpfe aussehen. Im Inneren steckt aber ein Softgel-Zehentrenner, der für eine bessere Haltung in hohen Schuhen sorgen soll. Der GoBunion-Strumpf entlastet die Krümmung am Fuß und wirkt zugleich schmerzlindernd. Bei Ihrem Auftritt in „Die Höhle der Löwen“ hoffte die Gründerin auf ein Investment von 150.000 Euro und bot im Gegenzug 15 Prozent ihrer Firma.

Nach dem Pitch testete Investorin Wöhrl das Produkt und attestierte ihm ein angenehmes Gefühl, für das man nicht extra eine größere Schuhgröße brauche. Daraufhin kam es zum Gespräch über die Problematik des „Hallux Valgus“ – allein in Deutschland sollen zehn Millionen Frauen an der Verkrümmung leiden. Die Gründerin, die vier Sprachen spricht und für das deutsche Justizamt serbisch, bulgarisch, mazedonisch und englisch übersetzt, konnte sich nach dem Ausstieg von Maschmeyer, Wöhrl und Glagau dennoch über Deal-Angebote freuen.

Höhle der Löwen, GoBunion, Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Frank Thelen, Nils Glagau, Ralf Dümmel, Georg Kofler
(c) TVNOW / Frank W. Hempel – Sarita Bradley lässt Investorin Dagmar Wöhrl ihre GoBunion-Softgel-Zehentrenner probieren.

Im Einzelhandel besser aufgehoben

Kofler bot 150.000 Euro für 49 Prozent Anteile. Dümmel selbst präsentierte sich als Experte des Marktes für das Produkt und machte das gleiche Angebot. Da Bradley sich danach mit einer Zwischenfrage zwecks Vertriebswege an Kofler wandte, fürchtete Dümmel bereits, er wäre aus dem Rennen. Er widersprach Kofler, dass Online-Verkauf  der Hauptweg für GoBunion wäre – der Einzelhandel sei der richtige Ort. Sarita Bradley nahm schlussendlich einen überglücklichen Dümmel an Board.


BradBrat

⇒ Protect Pads

⇒ AER

⇒ Camping Butler

⇒ GoBunion

⇒ DHDL-Folgen zum Nachsehen auf TVNOW

⇒ DHDL

Redaktionstipps

 

Deine ungelesenen Artikel:
15.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Startups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Startups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-startups
15.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Startups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Startups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-startups
Die diesjährigen Nominierten des "Innovator of the Year" in der Kategorie Startups. | © brutkasten

Ein weiteres spannendes Jahr in der heimischen Startup-Welt geht in die finale Phase. Während das tiefe Tal beim Investmentvolumen endlich überwunden ist, sorgen die weiterhin angespannte gesamtwirtschaftliche Lage und immer neue geopolitische Zerwürfnisse nach wie vor für Herausforderungen.

Einige Startups müssen sich geschlagen geben, andere schlagen sich durch und manche schlagen sich richtig gut. Mit Ausdauer, Umsetzungswillen und einzigartigen Innovationen haben auch dieses Jahr viele junge Unternehmen großes geschafft.

Zehn davon holen wir als Nominierte für den Innovator of the Year in der Kategorie Startups vor den Vorhang. Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Startups wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Scaleups und Corporate Innovation vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.


Die „Innovator of the Year“-Kategorie Startups wird durch die Österreichische Notariatskammer unterstützt.


Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Startups“

Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

(Hinweis: Bei mehrfacher Stimmabgabe pro Tag erfolgt zwar keine gesonderte Fehlermeldung im Voting-Tool, Mehrfachvotes werden vom System jedoch automatisiert erkannt und ausgefiltert).

Jetzt voten!

Polls

Ablatic AI

Die Ablatic-AI-Gründer vl. Florian Zimmermann (CEO) und Julian Mauerkirchner (CTO) | (c) Ablatic AI
Die Ablatic-AI-Gründer vl. Florian Zimmermann (CEO) und Julian Mauerkirchner (CTO) | © Ablatic AI

Aktuell schießen sehr viele KI-Startups aus dem Boden. Doch nur ein winziger Bruchteil davon baut ein eigenes KI-Modell. Ablatic AI aus Linz ist eines davon. Im September ging es mit seinem Large Language Model Talos an den Start, das in mehreren Benchmark-Tests mit der Weltklasse mitspielt. In einer Kategorie übertraf man sogar OpenAIs Flagship-Modell GPT-5.6 Sol. Das gelang mit einem kleinen Team und bislang ohne VC-Kapital. Trainiert wird das Modell in der AI Factory Austria AI:AT im Rahmen des EuroHPC-Programms.

Aitiologic

Die Aitiologic-Gründer (vlnr.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | (c) Aitiologic
Die Aitiologic-Gründer (v.l.n.r.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | © Aitiologic

Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum, die Gründer von Aitiologic, holten heuer 6,4 Mio. Euro in einer Seed-Runde, angeführt von den Healthcare-Investoren Heal Capital und Ananda Impact Ventures. Aitiologic entwickelt die Plattform „Aitios“, die zellfreie DNA im Blut untersucht und die Daten mit KI auswertet. Die Technologie geht auf die Forschung von Gründer und CEO Andreas Posch bei Siemens Healthineers zurück und wurde vom Startup exklusiv lizenziert. Zudem holte man Gordon Sanghera, den Mitgründer des britischen DNA-Sequenzierungs-Spinoffs Oxford Nanopore Technologies, an Bord. Er führte es 21 Jahre lang als CEO, bis zum Börsengang in London.

Diamens

Diamens
Das Team von Diamens (v.l.n.r.): Clara Ganhör, Marlene Rezk-Füreder, Angelika Lackner, Peter Oppelt und Eva Scharnagl | © Diamens

Das HealthTech-Unternehmen aus Linz entwickelt einen nicht-invasiven Selbsttest zur Diagnose von Endometriose, der auf Menstruationsblut basiert und Frauen operative Eingriffe ersparen soll. Im März 2026 sicherte sich das Team rund um Clara Ganhör ein sechsstelliges Investment, um die Produktentwicklung und wichtige klinische Tests weiter voranzutreiben. Das Jahr 2026 war zudem für Diamens besonders erfolgreich, da das Spinoff den S&B Award sowie den Edison-Preis in Oberösterreich gewann. Hinzu kam eine Nominierung für den EY-Scaleup Award in der Kategorie BioTech und Spin-off.

Iono Robotics

Ümit Bas, Gründer von Iono Robotics | © Iono Robotics

Das Linzer Deep-Tech-Startup Iono Robotics von Gründer und CEO Ümit Bas hat heuer in der Tabakfabrik Linz seinen humanoiden Roboter „Workmate“ erstmals öffentlich präsentiert. Das System soll in knapp zwei Jahren in Serienproduktion gehen und ist speziell für den industriellen Einsatz konzipiert. Erste Pilotkund:innen sind bereits an Bord. Gedacht ist „Workmate“, wie der Name nahelegt, als Unterstützung in Arbeitsumgebungen, konkret in Branchen wie Industrie, Logistik, Handel und Service. Punkten soll er dabei unter anderem mit einer im Kopf integrierten Drohne, die aus der Luft die Umgebung noch besser erfassen kann.

REPS

Das REPS-Team mit CEO Alfons Huber (r.), COO Laura Wiedmann (5. v.l) und CTO Sai Kumar Konduru (4. v.l.) | © Patrick Lux

Das Tiroler Startup REPS von Gründer Alfons Huber macht Straßen zu Kraftwerken: Sein Road Energy Production System wandelt die Bremsenergie von Lkw über Platten in der Fahrbahn in Strom um. Seit November 2025 läuft die erste kommerzielle Anlage im Hamburger Hafen, über 115.000 Lkw haben dort in sechs Monaten rund 6.700 Kilowattstunden erzeugt. Im Mai holte sich REPS 23,6 Millionen US-Dollar mit einem britischen VC-Fonds im Lead, nur acht Monate nach dem 1,3-Millionen-Seed. Mit dem Kapital will das Unternehmen aus Mils, an dem auch Elisabeth Köstinger beteiligt ist, international ausrollen. Über 90 Interessenten aus der Hafen- und Logistikbranche stehen laut eigenen Angaben in Gesprächen.

R-Space Technologies

Das R-Space Team mit den Gründern (1. Reihe v.l. Christof Obertscheider, Carsten Scharlemann und Wolfgang Treberspurg) | © R-Space

Viele Raumfahrt-Startups scheitern daran, dass sie ihre Technologien vor dem Markteintritt nie im All testen können. R-Space, mit Sitz am Flughafen Wien-Schwechat, will diese Hürde abbauen und bietet mit ihrem eigens entwickelten Satelliten In-Orbit-Tests als Rundum-Service an. Das Ziel: Firmen innerhalb von nur sechs Monaten ins All zu bringen. Ende 2026 soll die erste Mission an Bord einer Rakete des deutschen Herstellers Isar Aerospace mit Technologien von drei Partnerunternehmen starten. Das 2021 gegründete Unternehmen will damit die Weichen für die nächste Generation europäischer Raumfahrt stellen; die nächsten drei Satelliten sind laut eigenen Angaben bereits in Vorbereitung.

Straion

Straion
(v.l.) Fabian Friedl, Lukas Holzer, und Katrin Freihofner von Straion | © Straion

Der KI-Boom bringt eine neue Geschwindigkeit mit sich. Auch für etablierte Unternehmen führt daher kein Weg an KI-generiertem Code vorbei. Dieser birgt aber bekanntlich (noch) erhebliche Risiken. Das Linzer Startup Straion nimmt sich des Problems an und sorgt mit seiner Anwendung dafür, dass der KI-generierte Code interne Standards, Sicherheitsanforderungen und Architekturvorgaben von Unternehmen erfüllt. Damit konnte sich das Startup dieses Jahr auch ein 1,1-Mio.-Euro-Investment sichern.

Tumbleweed

Das Tumbleweed-Team | © Tumbleweed

Das Wiener Space-Tech-Startup Tumbleweed hat dieses Jahr bewiesen, dass der Zugang zum Weltall in Rekordgeschwindigkeit möglich ist: Die Hardware für die erste Orbit-Mission „Oasis Alpha“ wurde in unter neun Monaten fertiggestellt und war laut eigenen Angaben bereits frühzeitig ausgebucht. Am 7. Juli 2026 feierte das Unternehmen einen weiteren Meilenstein, als der Satellit im Rahmen einer SpaceX Transporter-17-Mission erfolgreich in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht wurde.

Turn-Motion

Die Turn-Motion-Gründer v.l. Chien-hua Huang, Georg Popp und Manuel Lachmayr | (c) Stefan Fuertbauer
Die Turn-Motion-Gründer v.l. Chien-hua Huang, Georg Popp und Manuel Lachmayr | © Stefan Fuertbauer

Das Wiener Startup Turn-Motion von Georg Popp, Chien-hua Huang und Manuel Lachmayr fertigt maßgeschneiderte Orthesen mit KI und 3D-Druck, bis zu 15 Stück in der Zeit, die bisher für eine einzige gebraucht wurde. Die Gründungsgeschichte ist persönlich: Popp erkrankte als Kind an Polio und sollte laut Prognose den Rollstuhl kaum verlassen können. Heuer holte sich das Startup sein erstes privates Kapital, und das mit Signalwirkung: Noctua Science Ventures, der Spinoff-Fonds von Speedinvest und TU Wien, führte die Pre-Seed-Runde an, sein erstes bekanntes Investment überhaupt. Mit dabei sind das Wiener Tech-Scaleup Squer und drei Business Angels.

zone14

Tobias Gahleitner, Lukas Grömer und Simon Schmiderer (v.l.n.r.) von zone14 | © zone14

Das Wiener Startup zone14 von Simon Schmiderer, Tobias Gahleitner und Lukas Grömer baute sein Engagement im heimischen Fußball aus und schloss heuer eine Partnerschaft mit dem Wiener Sport-Club. Das Team will mit seiner Technologie Video- und Performance-Analysen im Fußball breiter zugänglich machen und konnte neben dem Hernalser Kultklub auch Ex-ÖFB-Kapitän Marc Janko als strategischen Investor für sich gewinnen. Die Technologie des Startups ist in über zehn Ländern verfügbar: Mehr als 200 Systeme sind global im Einsatz – von flächendeckenden Ausstattungen ganzer Ligen wie der ersten Profiliga Zyperns bis hin zu Traditionsvereinen wie dem SK Rapid, dem FK Austria Wien und dem SV Darmstadt 98.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Höhle der Löwen Folge 5: Maschmeyer bezeichnet Bratwurst-Gründer als Clown