30.01.2020

Heymoney: Allianz setzt mit Multi-Banking-App zum Rundumschlag an

Der deutsche Versicherungs-Gigant Allianz bringt mit Heymoney, einer Marke des hauseigenen "Startups" Iconic Finance, schon bald eine Multi-Banking-App auf den Markt. Die Plattform, die dank PSD2 möglich wird, ist als Angriff sowohl auf die etablierten Banken als auch auf Challenger wie N26 zu werten.
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Iconic Finance: So soll die Heymoney-Multi-Banking-App der Allianz aussehen
(c) Iconic Finance (bearbeitet): So soll die Heymoney-App aussehen

Alle Bankkonten, Payment-Dienste, Versicherungen und Verträge auf einer Plattform – das will der deutsche Versicherungs-Gigant Allianz schon bald mit seiner Multi-Banking-App Heymoney bieten. Sie ist das erste Produkt des hauseigenen „Startups“ Iconic Finance, für das man sich den Abo-Alarm-Gründer Bernd Storm, der 2017 einen erfolgreichen Exit hatte und unter anderem Bits & Pretzels-Mitorganisator ist, an Bord holte.

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Heymoney: Übersicht und „Optimierung“ dank PSD2

Möglich wird das umfassende Service, das – kurzum – seinen Job besser machen soll als die unzähligen Einzel-Apps der Branche(n), durch die Umsetzung der PSD2-Richtlinie der EU. Erteilen die User die entsprechende Erlaubnis, darf sich Heymoney die Daten all der Finanzinstitute holen und deren Verwaltung ermöglichen. Die Multi-Banking-App soll die diversen Kontobewegungen und -stände und weitere Informationen der Kunden nicht nur abbilden. Sie soll ihnen helfen, ihre Finanzen zu „optimieren“. Sprich: Heymoney fungiert gleichzeitig indirekt auch als eine Art Vergleichsportal für die Produkte, die man bereits nutzt – auch wenn Bernd Storm von diesem Begriff gegenüber dem Handelsblatt dezidiert nichts wissen will.

Kampf um die Customer Journey

Die neue Multi-Banking-App, die noch im ersten Halbjahr 2020 gelauncht werden soll, kann also durchaus als Rundumschlag gegen die gesamte Branche gewertet werden. Den etablierten Banken nimmt man damit die Customer Journey ab und legt indirekt die Schwächen ihres Angebots offen. Das hat einen weiteren Effekt: Will man später mit einer eigenen Online-Bank starten, fällt es verhältnismäßig leicht, die ohnehin schon ongeboardeten Heymoney-Kunden von der Konkurrenz abzuwerben.

Heymoney als Konkurrenz zu N26 und Revolut?

Gleichzeitig setzt man den aufstrebenden Challenger-Banken wie N26 und Revolut – wenn die Versprechungen sich als richtig erweisen – ein in der User Experience zeitgemäßes Angebot entgegen. Gegenüber den Neo-Banken könnte man dann nicht nur mit dem Umfang der Multi-Banking-App punkten, sondern auch damit, dass kein neues Konto eröffnet werden muss. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich freilich erst nach dem Launch zeigen.

⇒ Zur Page der neuen App (noch im Beta-Modus)

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Pulse
© Knightify/Canva - Amirali Khoshneviszadeh, Founder | Knightify FlexCo.

„Wie geht’s?“. „Gut“ – Das ist die Konversation zwischen zwei Individuen, die wohl am häufigsten im deutschsprachigen Raum geführt wird, oftmals in einer Beziehung. Es handelt sich dabei nicht bloß um eine Reflex-Antwort oder Verheimlichung des wahren Zustandes, sondern dem Wiener Software-Studio Knightify FlexCo zufolge, manchmal einfach um Unwissen, was mit einem los ist.

Pulse: Health-Daten als Hinweisgeber für Partner:in

„Der Tag war lang, der Schlaf war schlecht, der Kopf ist voll, die eigene Belastbarkeit ist niedriger als sonst. Man ist vielleicht nicht krank und braucht auch keine medizinische Diagnose. Man ist einfach erschöpft“, beschreibt Amirali Khoshneviszadeh, Gründer von Knightify, die unsichtbare Seite von Beziehungen. Und möchte mit „Pulse“ hier ansetzen.

Mit dieser App werden laut Unternehmen Daten aus Apple Watch und Apple Health herangezogen, um Hinweise für Partner:innen zu formulieren. Statt konkrete Messwerte wie Herzfrequenz, Schlafdauer oder HRV weiterzugeben, soll Pulse daraus einen allgemein gehaltenen Hinweis ableiten – etwa, dass ein ruhiger Abend sinnvoll sein könnte. Die App soll dabei weder Diagnosen stellen noch den Gesundheitszustand eines Nutzers oder einer Nutzerin bewerten.

„Wir wollten nicht noch ein Dashboard bauen, das Menschen dazu bringt, sich selbst ständig zu analysieren“, sagt Khoshneviszadeh. „Wir wollten herausfinden, ob Technologie manchmal auch etwas viel Einfacheres tun kann: einem Menschen helfen, den anderen besser zu verstehen, ohne dass dieser alles erklären muss.“

Datenschutz

Ein Schwerpunkt liegt laut dem Founder auf dem Datenschutz. Die Rohdaten würden auf dem iPhone verarbeitet und nicht an die Server des Unternehmens übertragen. Auch Partner:innen erhalten demnach keine konkreten biometrischen Werte. Geteilt werden können stattdessen die daraus generierten sogenannten Wellness-Cues.

Das Teilen einzelner Signale soll zudem freigegeben werden können und sich jederzeit pausieren lassen. Zusätzlich bietet Pulse Funktionen wie einen privaten, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chat, gemeinsame Erinnerungen, Fragen des Tages und Möglichkeiten, um um Nähe oder ein Gespräch zu bitten. Zyklusdaten können freiwillig aktiviert werden; sie bleiben standardmäßig privat und werden nicht automatisch mit dem Partner geteilt, heißt es.

„Wenn Technologie in die intimsten Bereiche eines Menschen kommt, muss sie nicht nur mehr können. Sie muss auch wissen, was sie nicht tun sollte“, sagt Khoshneviszadeh hierzu.

Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App

Der Gründer bezeichnet Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App und arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an der Weiterentwicklung des Produkts. Dafür sammle das Unternehmen Feedback von Paaren, um herauszufinden, welche Informationen im Beziehungsalltag tatsächlich hilfreich sind.

Langfristig spricht Knightify von „Relationship Intelligence“ – gemeint ist ein persönlicher Kontext, der das gegenseitige Verständnis unterstützen soll, ohne die Beziehung selbst zu bewerten. Pulse wurde in Wien entwickelt und ist laut Pressemitteilung derzeit kostenlos für iPhone und Apple Watch verfügbar; die Apple Watch ist optional.

„Wir glauben, dass die interessanteste Information in einer Beziehung nicht unbedingt lautet, wie jemand heute geschlafen hat“, sagt Khoshneviszadeh abschließend. „Interessanter ist vielleicht, was diese Information für genau diese zwei Menschen bedeutet.“

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Heymoney: Allianz setzt mit Multi-Banking-App zum Rundumschlag an

Alle Bankkonten, Payment-Dienste, Versicherungen und Verträge auf einer Plattform – das will der deutsche Versicherungs-Gigant Allianz schon bald mit seiner Multi-Banking-App Heymoney bieten. Sie ist das erste Produkt des hauseigenen „Startups“ Iconic Finance, für das man sich den Abo-Alarm-Gründer Bernd Storm, der 2017 einen erfolgreichen Exit hatte und unter anderem Bits & Pretzels-Mitorganisator ist, an Bord holte. Erteilen die User die entsprechende Erlaubnis, darf sich Heymoney die Daten all der Finanzinstitute holen und deren Verwaltung ermöglichen. Die neue Multi-Banking-App, die noch im ersten Halbjahr 2020 gelauncht werden soll, kann als Rundumschlag gegen die gesamte Branche gewertet werden.

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Heymoney: Allianz setzt mit Multi-Banking-App zum Rundumschlag an

Alle Bankkonten, Payment-Dienste, Versicherungen und Verträge auf einer Plattform – das will der deutsche Versicherungs-Gigant Allianz schon bald mit seiner Multi-Banking-App Heymoney bieten. Sie ist das erste Produkt des hauseigenen „Startups“ Iconic Finance, für das man sich den Abo-Alarm-Gründer Bernd Storm, der 2017 einen erfolgreichen Exit hatte und unter anderem Bits & Pretzels-Mitorganisator ist, an Bord holte. Erteilen die User die entsprechende Erlaubnis, darf sich Heymoney die Daten all der Finanzinstitute holen und deren Verwaltung ermöglichen. Die neue Multi-Banking-App, die noch im ersten Halbjahr 2020 gelauncht werden soll, kann als Rundumschlag gegen die gesamte Branche gewertet werden.

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