22.10.2020

Hermann Hauser erhält Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich

Laut Informationen, die dem brutkasten vorliegen, wird der Tech-Unternehmer und -Investor Hermann Hauser das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten.
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Hermann Hauser I.E.C.T.
Hermann Hauser I.E.C.T. lädt bei der Challenge in Wattens europäische Technologie-Startups zum Pitch. (c) Hermann Hauser I.E.C.T.

Er ist einer der mit Abstand erfolgreichsten Tech-Unternehmer aus Österreich. Seit Jahren fördert er HighTech-Startups im In- und Ausland als Investor und Business Angel (Amadeus Capital, eQventure, u.a.) sowie mit seinem Institute for Entrepreneurship Cambridge –Tirol (I.E.C.T.). Nun wird Hermann Hauser mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt, wie der brutkasten erfuhr. Hauser, der im Vereinigten Königreich wohnt, wurde über die Auszeichnung per Brief von Bildungsminister Heinz Faßmann verständigt. Verliehen wird sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Hermann Hauser: Vom Mikrochip-Entwickler zum utilitaristischen DeepTech-Investor

Hermann Hauser ist Serial Entrepreneur und gilt als IT-Visionär. Mit seinem Unternehmen Acorn produzierte er seit den 1970er-Jahren die ersten PCs im Vereinigten Königreich brachte den später weltweit meistverbreiteten Mikroprozessor-Chip ARM (der heute etwa in den meisten Smartphones verbaut ist) auf den Markt – dazu wurde das Spinoff ARM Limited geschaffen. Über 100 Milliarden Prozessoren wurden verkauft. Zudem ist Hauser Mitbegründer des „britischen Silicon Valley“ rund um Cambridge. Sein Geld, etwa aus dem Milliarden-Schweren ARM-Exit nutzt er, wie erwähnt unter anderem als Investor und Business Angel.

Einen besonderen Investment-Fokus legt er auf AI-Lösungen – generell investiert er nur in DeepTech. Gegenüber dem brutkasten sagte Hauser vor einigen Jahren, er sei ein Utilitarist und agiere nach dem Prinzip „We should maximize the happiness for the maximum number of people“. Eine Chance dazu sehe er nun gekommen: „Mit den neuen, tiefen Technologien wie Machine Learning, Blockchain oder Smart Contracts kann man nun vermuten, dass sich das in einer oder zwei Generationen tatsächlich verwirklichen lässt. Der Grund warum das in der Vergangenheit nicht umsetzbar war, ist dass man keine gesellschaftlichen Gesetze realistisch implementieren konnte, sodass diese auch wirklich jeder umsetzen, oder sich an diese Verhaltensweisen anpassen muss“.

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Österreichs leistungsstärkster Supercomputer MUSICA hat offiziell den Betrieb aufgenommen und steigert die nationale Rechenleistung für KI und Spitzenforschung. Hinter dem Projekt steht ein Zusammenschluss heimischer Universitäten, wobei der Computer an drei Standorten betrieben wird. Ermöglicht wurde der Aufbau durch Fördergelder in Höhe von insgesamt 45 Millionen Euro.
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Der Supercomputer MUSICA ist unter den schnellsten 100 Computern weltweit. (c) TUW_ASC Matthias Heisler

Im Juni 2026 liegt der Supercomputer MUSICA unter den 100 schnellsten Computern im TOP500-Ranking weltweit. Die aktuell schnellsten Computer Österreichs, der VSC-4 und VSC-5, werden damit um mehr als das Achtfache überholt.

Mit der offiziellen Inbetriebnahme von MUSICA am 3. Juli wurde die österreichweite Rechenleistung erheblich gesteigert. Der Supercomputer soll wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung dienen.

„MUSICA ist ein Meilenstein für den Forschungsstandort Österreich. Der Supercomputer schafft die Grundlage dafür, dass Spitzenforschung, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Innovation auch künftig in Österreich auf höchstem Niveau stattfinden können. Wer die Zukunft gestalten will, muss heute in die dafür notwendige Infrastruktur investieren“, so Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung zur Inbetriebnahme des Computers.

KI, Quanten und High-Performance

MUSICA arbeitet mit einer Gesamtleistung von 45.11 Petaflops. Das entspricht einer Leistung von 45.000 Standard-Laptops, sofern alle auf Hochtouren laufen. Ausgestattet mit über 1.000 hochmodernen Spezial-Prozessoren (Grafikkarten) liefert die Anlage eine enorme Rechenleistung, die für das Training großer KI-Modelle notwendig ist. Gleichzeitig ermöglicht das System anspruchsvolle Computersimulationen und die Verarbeitung riesiger Datenmengen in Rekordzeit.

Über MUSICA sei auch Österreichs erster produktiv nutzbarer Quantencomputer „niederschwellig“ erreichbar: Mit dem Ionenfallen-Quantencomputer OTTER und maßgeschneiderten Ausbildungsangeboten erweitern wir den ASC um die dritte Zukunftstechnologie im Scientific Computing: High Performance Computing, Künstliche Intelligenz und Quantencomputing auf internationalem Niveau ergeben so einen Leuchtturm in der europäischen Forschungslandschaft“, so Gregor Weihs, Vizerektor für Forschung an der Universität Innsbruck.

Zusammenschluss von Unis

Das Supercomputer-Projekt basiert auf der langjährigen Zusammenarbeit heimischer Universitäten und Forschungseinrichtungen innerhalb des ASC-Konsortiums (Austrian Scientific Computing, früher bekannt als Vienna Scientific Cluster). Die TU Wien übernimmt die Projektkoordination. Zu den weiteren Partnern zählen die Universität Wien, die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die Universität Innsbruck, die Technische Universität Graz sowie die Johannes Kepler Universität Linz. Ergänzt wird der Zusammenschluss durch das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), das das Konsortium als jüngstes Mitglied unterstützt.

„Universitäten sind die Wurzeln, aus denen das Wissen und der Fortschritt der Menschheit wachsen. Dazu müssen wir zusammenarbeiten, und MUSICA ist ein gelungenes Beispiel für diese Art der Kooperation“, so Alberta Bonanni, Vizerektorin für Forschung und Internationales der Johannes Kepler Universität Linz.

Multi-Site-Architektur

Der Supercomputer steht nicht in einem einzigen Rechenzentrum, sondern ist physisch auf drei verschiedene Standorte aufgeteilt. Diese sind das Science Center der TU Wien, die Universität Innsbruck und die Johannes Kepler Universität in Linz. Obwohl die Hardware räumlich getrennt ist, sind die Systeme intelligent miteinander vernetzt und werden zentral verwaltet, sodass sie für die Forschenden wie ein einziger, gigantischer Computer funktionieren. Sollte es an einem Standort zu einem Ausfall kommen, kann an den anderen der Betrieb fortgeführt werden.

45 Mio. Euro Fördermittel

Für den Aufbau des Supercomputers MUSICA und die Anschaffung des Quantencomputers QACI fließen insgesamt 45 Millionen Euro an Fördergeldern. 20 Millionen Euro kamen von Seiten der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, 16 Mio. vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung. Die Beschaffung und HPC-Integration des Quantencomputers im Projekt QACI wurde zusätzlich mit 9 Millionen Euro unterstützt.

Errichtung gesichert – Erhaltung fraglich

Eine offene Frage wird bleiben, wie sich die Erhaltung des Computers langfristig finanziert. Während Errichtung und Beschaffung abgedeckt sind, werden laufende Kosten wie Kühlung und Stromversorgung zunächst von den Universitäten gedeckt. Durch die derzeit geplanten Budgetkürzungen an Universitäten entstehen Sorgen: „Wenn bei den Universitätsbudgets gekürzt wird, trifft das nicht nur Hochleistungsrechnen und KI – es würde auch Österreichs ersten Quantencomputer massiv in seiner Nutzung und Weiterentwicklung betreffen“, betont Gregor Weihs.

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AI Summaries

Hermann Hauser erhält Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich

  • Er ist einer der mit Abstand erfolgreichsten Tech-Unternehmer aus Österreich.
  • Seit Jahren fördert er HighTech-Startups im In- und Ausland als Investor und Business Angel sowie mit seinem Institute for Entrepreneurship Cambridge -Tirol.
  • Nun wird Hermann Hauser mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt, wie der brutkasten erfuhr.
  • Hermann Hauser ist Serial Entrepreneur und gilt als IT-Visionär.
  • Mit seinem Unternehmen Acorn produzierte er seit den 1970er-Jahren die ersten PCs im Vereinigten Königreich brachte den später weltweit meistverbreiteten Mikroprozessor-Chip ARM (der heute etwa in den meisten Smartphones verbaut ist) auf den Markt.
  • Zudem ist Hauser Mitbegründer des „britischen Silicon Valley“ rund um Cambridge.

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  • Zudem ist Hauser Mitbegründer des „britischen Silicon Valley“ rund um Cambridge.

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