17.12.2015

Putz-Startup „Helpling“ verlässt Österreich

Nach einem eineinhalb-jährigen Intermezzo am österreichischen Markt legt das Berliner Putz-Startup "Helpling" eine Pause ein. Wie lange ist unklar.
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Das Berliner Putz-Startup "Helpling" legt eine Pause am österreichischen Markt ein. (c) screenshot helpling.at

Das Berliner Putz-Startup „Helpling“ zieht sich nach nur einenhalb Jahren vom österreichischen Markt zurück. Laut der offiziellen Version pausiert das Unternehmen und will sich auf seine Kernmärkte fokussieren. Genau Angaben wie lange die Pause sein wird gibt es von Unternehmensseite keine. Der Putzkräftevermittler arbeitet zur Zeit an einer technischen Weiterentwicklung seines Dienstes.

“Es war eine sehr spannende Erfahrung für uns, in Österreich rund anderthalb Jahre aktiv zu sein. Doch in Anbetracht der relativen Entwicklung und Größe des Marktes haben wir uns dazu entschieden, uns vorerst auf unsere Kernmärkte zu fokussieren. Es gibt weiter viele ungelöste Herausforderungen auf dem Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen: Schwarzmarkt, mangelnder Zugang zu Dienstleistern, Intransparenz”, erklärt Pressesprecher Philipp Hinz die Beweggründe die Geschäfte vorerst einzustellen.

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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