02.08.2017

HELFERLINE erweitert das „A1 Guru“-Angebot

Die Zusammenarbeit zwischen A1 und dem Startup Helferline soll ab Juli eine schnelle und flexible Bewältigung von Kundenproblemen ermöglichen.
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Interview mit Alexander Niederhofer von HELFERLINE
(c) Helferline

Ab Juli 2017 wird Helferline, der Gewinner von „Austria’s Next Top Start Up 2016“, das A1 Guru-Angebot testweise um einen weiteren, neuen Service-Ansatz erweitern: Die Vermittlung von technisch versierten, selbstständigen Personen zur Lösung von technischen Fragen vor Ort.

Die Familie wächst

Unter dem Namen „A1 Guru Family“ erhalten A1-Kunden im Rahmen eines dreimonatigen Pilotprojektes Hilfe bei technischen Anwenderfragen. Dazu zählt etwa Unterstützung bei Installation und Verwendung von Programmen und Apps, Hilfe bei Update-Problemen oder Unterstützung bei der Verbindung von Geräten mit dem WLAN.

Redaktionstipps

Ein Helferlein für den Notfall

Die Buchung eines Helferleins funktioniert über die A1 Servicenummer 0800 664 100 oder online unter www.A1.net/a1-guru-family. Kunden, die technische Unterstützung benötigen, beschreiben dem A1 Service-Mitarbeiter einfach telefonisch ihr Problem. Sollte es nicht möglich sein, das Problem gleich am Telefon zu lösen, kommt Helferline ins Spiel: Wünscht der Kunde den Besuch eines Helferleins, werden alle relevanten Daten an das Startup weitergeleitet. Über eine spezielle App, die nur den zertifizierten Herlferleins zugänglich ist, wird die Kundenanfrage weitergegeben. Nimmt ein Helferlein den Auftrag an, wird der Termin telefonisch bestätigt. Da die Helferleins technisch versierte Personen sind, sind nach individueller Terminvereinbarung Termine rund um die Uhr möglich.

Mehr Flexibilität

„Mit Helferline erweitern wir unser A1 Guru-Angebot für technische Fragen um einen innovativen und flexiblen Baustein. Wir können so wirklich jedes Kundenbedürfnis abdecken und unsere Kunden mit noch mehr Flexibilität im Service überzeugen“, sagt Natascha Kantauer-Gansch, A1 CCO Consumer.

Das Helferline-Service kosten 14 Euro pro Viertelstunde für Privat- und 19 Euro für Business-Kunden, die Anfahrt ist im Geschäftsgebiet (Wien, Graz, Linz, Salzburg) kostenlos. Business Kunden unterstützt Helferline beispielsweise bei technische Fragen zur Registrierkasse oder Serverwartung. Sowohl bei Privat- als auch Business-Kunden gilt eine Lösungsgarantie: Sollte das technische Problem nicht gelöst werden können, fallen keine Kosten an.

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Es war im Mai 2022 eine der letzten richtig großen Startup-Kapitalrunden in Österreich, bevor die Ukraine-Krieg bedingte Krise dem damaligen Finanzierungsboom ein Ende bereitete: Das Wiener Logistik-Scaleup byrd holte damals in seiner Series-C-Kapitalrunde 50 Millionen Euro und Mitgründerin Petra Dobrocka sah das Scaleup „auf einem guten Weg zum Unicorn“, wie brutkasten damals berichtete.

Medial wurde es danach eher leise um byrd. Ausschließlich steil bergauf ging es vermutlich nicht – die Entwicklungen des Startup-Ökosystems und der Logistik-Branche in den Folgejahren boten definitiv keine optimalen Bedingungen. Zum Jahreswechsel 2025/2026 ging Dobrocka gegenüber brutkasten für dieses Jahr von „weiter anhaltenden Kostenerhöhungen, die unsere Margen unter Druck setzen“, aus.

Neuerliche Finanzierungsrunde – kein Kommentar zur Summe

Wie mehrere Medien heute berichteten, holte sich byrd nun erneut Kapital von seinen Bestandsinvestoren. Dobrocka bestätigt das auf brutkasten-Anfrage. Den Lead habe dabei Mouro Capital, der VC-Arm des Bankenriesen Santander, übernommen. Über die investierte Summe wurde dabei Stillschweigen vereinbart. „Das ist kein Thema, das ich kommentieren kann“, sagt Dobrocka.

KI-Connector und neuer Polen-Standort im Fokus

Deutlich gesprächiger zeigt sich die Gründerin dafür über die nächsten Pläne des Scaleups. Konkret nennt sie zwei Schritte: „Erstens haben wir einen KI-Connector released. Unsere Kunden verbinden Tools wie Claude und ChatGPT mit dem Connector und können dort ihre Logistik-Daten direkt bearbeiten“, erklärt Dobrocka. Man reagiere damit auf die sich ändernde Arbeitsweise durch KI. „Sie nutzen die Tools bereits in vielen anderen Bereichen und können so, ohne zusätzlichen Login, etwa direkt Lagerbestände und -prognosen einbeziehen, wenn sie eine Marketing-Kampagne machen“, so die Gründerin.

Zweitens habe man ein internationales Logistik-Unternehmen als Partner mit einer Logistik-Zentrale in Polen gewonnen und damit einen weiteren Standort gestartet. Der Hintergrund: „Online-Shops stehen aktuell unter einem enormen Kostendruck. Der Trend geht Richtung gute Customer Experience zu guten Kosten und Fulfillment in Deutschland ist vielen zu teuer. Mit dem Polen-Standort können wir Deutschland in der selben Geschwindigkeit, aber günstiger beliefern. Hier sehen wir viel Marktpotenzial“, sagt Dobrocka.

Mit dem Partner arbeite man bereits länger zusammen. „Wie an allen anderen Standorten liefern wir Software und Kunden und sie machen das Operative. Sie fahren bereits bislang jeden Tag nach Deutschland zu DHL und Co. und kennen die Abläufe.“

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