22.06.2021

HalfPrice: Neuer Einzelhändler will mit attraktivem Pricing punkten

Am 19. August startet eine neue Einzelhandelskette in Österreich, die Kunden und Kundinnen mit einer großen Auswahl international bekannter Marken im Off-Price-Segment überzeugen will.
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HalfPrice
HOME-Accessoires aus dem Sortiment einer HalfPrice-Filiale.
© HalfPrice

HalfPrice ist Teil der CCC Group, die in Österreich mit CCC Schuhe 2013 den Markteintritt gefeiert hat und deren Filialnetz innerhalb kürzester Zeit auf 50 Standorte angewachsen ist. 100 hatte man innerhalb der ersten zehn Jahre angepeilt, Ende April ist aber bekannt geworden, dass der Schuhhändler in der Alpenrepublik die Reißleine zieht (die Tageszeitung der Standard hat berichtet).

2021: Drei Standorte in Österreich

Schon damals ist durchgesickert, dass einige wenige Standorte zu Off-Price-Stores nach dem Vorbild von Vorreiter TK Maxx umgestaltet werden sollen. Nun hat die in 29 Ländern tätige CCC Group den Markteintritt von HalfPrice angekündigt – dort sollen Kleidung, Schuhe Accessoires, Kosmetika, Spielwaren sowie Dekoartikel bekannter Brands zu attraktiven Preisen erhältlich sein. Die erste Filiale wird in Wien auf der Mariahilfer Straße 77 eröffnet, zwei weitere Standorte – in der PlusCity in Linz und dem Donauzentrum in Wien – sollen hierzulande noch im Oktober folgen.

Auch Expansion nach Tschechien und Ungarn

Seit Mai ist das junge Unternehmen in Polen präsent, wo es bereits 15 Geschäfte gibt, die laut Unternehmensangaben schon von mehr als 500.000 Menschen besucht worden sind. Neben Österreich bereitet die Einzelhandelskette für dieses Jahr auch den Start in Tschechien und Ungarn vor. Bis Ende Dezember soll es in Europa 65 Geschäfte unter der Marke HalfPrice geben.

Off-Price-Konzept als Kundenmagnet

„Das Off-Price-Konzept wird auf der ganzen Welt immer beliebter. Wir hoffen, dass es auch die österreichischen KundInnen begeistern wird, die bald eine große Auswahl an bekannten Marken zu attraktiven Preisen einkaufen können. Wir sind überzeugt, dass die Bewohner Wiens die neue Kette herzlich willkommen heißen werden“, sagt Dariusz Miłek, Vorsitzender des Aufsichtsrats der CCC Gruppe. „Wir sind davon überzeugt, dass das Portfolio von HalfPrice den Geschmack selbst der anspruchsvollsten Schnäppchenjäger treffen wird und die klare und übersichtliche Gestaltung des Geschäfts zu einem tollen Einkaufserlebnis führen wird“, ergänzt Gerald Zimmermann, General Manager von HalfPrice in Österreich, der zuvor auch die heimischen CCC-Standorte geführt hat.

Hierzulande will das Unternehmen ca. 150 Arbeitsplätze schaffen und ist derzeit auf der Suche nach Mitarbeitern.

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Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
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