2Min 2Mio: Hair Plus verspricht „ganzheitliche Methode“ gegen Haarausfall
In der zweiten Folge von "2 Minuten 2 Millionen" wird am Dienstagabend Hair Plus zusehen sein. Kristina Worseg und Matthias Kossek wollen mit einer Kombination aus Kapseln, einem Serum und einem Roller, der die Durchblutung fördert, dem Haarausfall den Kampf ansagen.
80 Prozent aller Männer und 40 Prozent der Frauen weltweit leiden unter dem Problem des Haarausfalls. Der Markt für allerlei Mittel gegen dieses gesundheitliche Problem ist mittlerweile unüberschaubar.
Neben seriösen Anbietern befinden sich auch viele Scharlatane am Markt. Umso wichtiger ist es, dass hinter den Marken derartiger Mittel seriöse Namen mit der nötigen Reputation stehen.
Dies trifft unter anderem auch auf Hair Plus rund um die Gründer Kristina Worseg – Ehefrau des österreichischen Schönheitschirurgen Artur Worseg – und Matthias Kossek zu, die am Dienstagabend in der Startup-TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ ihre Business-Idee pitchen werden.
Die beiden vertreiben ein Haarwuchsmittel-Set, das die Stammzellen der Haare reaktiviert. Auf der Website wird damit geworben, dass dadurch das Haar-Neuwachstum nachweislich gefördert wird. Zudem sollen die Haare insgesamt stärker und widerstandsfähiger werden.
„Innerhalb einer Studie wurden zwischen mindestens 10.000 bis zu 28.000 Haare mehr in nur 84 Tagen erzielt“, so das Versprechen, das mit einer nicht näher genannten Studie untermauert wird.
Kombination aus Kapseln, Serum und Roller
Die Produktpalette umfasst ein Serum mit einem „leistungsstarken Hightech-Wirkstoff“ und Kapseln, die Biotin, Selen und Zink enthalten. Weiters wird ein sogenannter „Micro Needling Roller“ vertrieben, der die Durchblutung und Nährstoffversorgung fördern soll. Die Pflegesets eigenen sich zudem für Frauen und Männer.
(c) PULS 4 / Gerry Frank
Damit das Set effektiv wirkt, soll die betroffene Stelle mit zehn bis 20 Tropfen des Serums täglich einmassiert werden. Die Anwendung mit dem Needling-Roller soll zudem zweimal in der Woche erfolgen. Dem noch nicht genug: Damit der gesamtheitliche Ansatz auch wirkt, müssen die Anwender über den Tag verteilt zwei Kapsel mit je einem Glas Wasser zu sich nehmen.
Die Kosten und Geld-zurück-Granatie
Das 1-Monats-Paket kostet 99,90 Euro. Das 3-Monats-Paket ist mit 299,70 in Relation nicht viel billiger. Derzeit läuft eine spezielles „2 Minuten 2 Millionen“ Angebot, das mit Vergünstigungen wirbt. Die Produkte werden übrigens über den Online-Shop der Worsegs vertrieben, der neben den Hair Plus-Sets auch diverse Beauty- und Zahnpflegeprodukte im Angebot hat.
Ob sich die Worseg und Kossek am Dienstag ein „2 Minuten 2 Millionen“-Investment sichern können, wird ab 20:15 Uhr auf Puls 4 zu sehen sein.
„Wir haben ein Fähigkeitsproblem, kein Diversitätsproblem“: Warum Europas Sicherheit mehr Frauen braucht
Im Rahmen des European Forum Alpbach luden Natascha Fürst, Geschäftsführerin von Female Founders, und Lisa-Marie Fassl, General Partner bei Fund F ein, um über kritische Infrastruktur und Sicherheitsfragen zu diskutieren. Die Kernaussage: Weibliche Expertise sei kein sanftes „Nice-to-have“, sondern eine geopolitische Notwendigkeit.
„Wir haben ein Fähigkeitsproblem, kein Diversitätsproblem“: Warum Europas Sicherheit mehr Frauen braucht
Im Rahmen des European Forum Alpbach luden Natascha Fürst, Geschäftsführerin von Female Founders, und Lisa-Marie Fassl, General Partner bei Fund F ein, um über kritische Infrastruktur und Sicherheitsfragen zu diskutieren. Die Kernaussage: Weibliche Expertise sei kein sanftes „Nice-to-have“, sondern eine geopolitische Notwendigkeit.
Defence, Security & Resilience waren 2025 laut Dealroom und NATO Innovation Fund der am schnellsten wachsende VC-Sektor Europas, nach KI. 2025 flossen laut PitchBook weltweit rund 49,9 Milliarden US-Dollar in den Sektor, fast doppelt so viel wie im Jahr davor. Europäische Startups aus den Bereichen Defence, Security & Resilience sammelten laut Dealroom und NATO Innovation Fund 2025 insgesamt 8,7 Milliarden US-Dollar ein, ein Allzeithoch. Damit macht Verteidigung mittlerweile 13 Prozent des gesamten europäischen VC-Fundings aus. Vor 2020 waren es noch unter einem Prozent.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wer in diesem schnell wachsenden Markt eigentlich mitbaut und wer dabei außen vor bleibt. Im Böglerhof luden Natascha Fürst, Geschäftsführerin von Female Founders, und Lisa-Marie Fassl, General Partner bei Fund F, zu einer Session ein, die genau diese Frage stellte. Die Kernthese: Echte europäische Souveränität und der Schutz kritischer Infrastrukturen seien ohne die aktive Führung von Frauen nicht zu erreichen.
Zwei Perspektiven prägten den Abend vor allem für die Startup-Szene: die geopolitische Analyse von Women-in-Defense-Tech-Founderin Eveline Beer und das finanzielle Plädoyer von Fund-F-Investorin Lisa-Marie Fassl. Außerdem diskutierten auf dem hochkarätigen Panel Katharina Rogenhofer (Geschäftsführerin Kontext Institut), Antonella Mei-Pochtler (EFA-Vizepräsidentin), Monika Unterholzner (stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke) und Sabine Gromer (Gründerin Magnolia Tree Consulting).
Für Eveline Beer, CEO und Mitgründerin von Women in Defense Tech, ist die mangelnde Einbindung von Frauen in Sicherheits- und Verteidigungsfragen kein moralisches Wohlfühlthema mehr. „Wir neigen dazu, dies als Diversitätsproblem zu bezeichnen. Ich denke, wir müssen anfangen, es als ein Fähigkeitsproblem zu benennen“, stellte Beer klar. Wenn Europa angesichts massiver Fachkräfte- und Innovationslücken die Hälfte seines Talentpools ignoriere, schwäche dies direkt die europäische Handlungsfähigkeit, fügt sie hinzu.
„Es gibt keine Infrastruktur ohne Verteidigung, und es gibt keine Verteidigung ohne Infrastruktur“, sagt Beer. Sicherheit werde heute maßgeblich davon bestimmt, ob Energienetze resilient sind, ob Europa die Kontrolle über seine Daten behält, kritische Komponenten selbst produzieren kann und Zugriff auf Rohstoffe hat. Frauen dürften in diesem Transformationsprozess nicht mehr nur als passive Schutzbedürftige in Krisen verstanden werden. „Frauen müssen diese Systeme bauen, sie finanzieren, sie verwalten und sie leiten“, forderte Beer. Es gehe am Entscheidungstisch letztlich um Macht und demokratische Mitbestimmung.
Startups und Kapitalströme als geopolitischer Hebel
Hier kommt die Schnittstelle zum Risikokapital ins Spiel. Lisa-Marie Fassl machte deutlich, dass Technologieentwicklung die Handschrift ihrer Schöpfer:innen trägt. Werden Frauen vom Aufbau kritischer Technologien ausgeschlossen, profitieren sie auch nicht von deren gesellschaftlichem Nutzen. Hierbei ginge es nicht nur um Gründerinnen, sondern auch um Investorinnen. „Frauen investieren in andere Dinge“, sagt sie. Es ginge Frauen neben finanziellen Faktoren auch um soziale oder ökologische Wertschöpfung. Fassl fordert, Kapitalströme gezielt als strategisches Steuerungselement einzusetzen: „Die Zukunftsszenarien wachsen dort, wo das Geld fließt.“
Als Beispiel aus ihrem eigenen Portfolio, das ausschließlich Startups mit mindestens einer Gründerin umfasst, nennt Fassl das luxemburgisch-britische Startup Uplift360. Das Unternehmen entwickelt ein chemisches Verfahren zum Recycling von Carbonfasern und Kevlar, zwei Materialien, die etwa aus alten Windkraft-Rotorblättern beziehungsweise aus militärischer Schutzausrüstung stammen und in der Rüstungs- und Luftfahrtindustrie stark nachgefragt sind, wie Fassl erläutert. Fund F beteiligte sich Ende 2025 an einer Seed-Runde über 7,4 Millionen Euro für Uplift360, angeführt vom VC-Fonds Extantia und mit weiterer Beteiligung unter anderem des NATO Innovation Fund und von Promus Ventures. Die Investorin beschreibt einen Business Case, der nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern sich auch als ökonomisch lukrativ erweist.
Natascha Fürst verwies darüber hinaus auf eine Studie der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2018. Laut dieser erzielten die untersuchten 350 Startups mit mindestens einer Gründerin über fünf Jahre 78 Cent Umsatz je investiertem Dollar, gegenüber 31 Cent bei Unternehmen ohne weibliche Gründerin. Gleichzeitig erhielten sie im Durchschnitt deutlich weniger Kapital. Fürst argumentiert daraus, dass die aktuell ungleiche Kapitalverteilung auf Gründerteams in Bezug auf Genderdiversität somit ökonomisch schlichtweg unlogisch sei.
Den Tisch verschieben, erweitern und neu bauen
Am Ende der intensiven Debatte im Böglerhof stand Einigkeit in einer Sache: Für einen echten Wandel reiche es nicht mehr aus, auf eine Einladung an die bestehenden Machtzirkel zu hoffen.
Es geht darum, neue Tische zu bauen, bestehende Tische aktiv zu verschieben und international auszuweiten, um strategische Allianzen auf Augenhöhe zu schmieden. Europa könne sich im globalen Ringen um digitale, energetische und militärische Souveränität keine geschlossenen Türen mehr leisten.
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In der zweiten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ wird am Dienstag das Startup Hair Plus zu sehen sein. Der brutkasten hat sich schon vorab das Startup und seine Produkte angesehen.
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