12.11.2025
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haelsi mit Hansmann als Investor an Bord holt ex-mySugr-CSO als neuen COO

Das Wiener Startup haelsi holt sich neue Verstärkung auf dem C-Level, um die Unternehmensführung auf das nächste Level zu heben.
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© Linkedin/Faltin - Felix Faltin und Adham Kassab von haelsi.

Nach mehr als zehn Jahren als mediclass haben Felix Faltin und Christopher Pivec das Unternehmen im Mai 2023 als haelsi neu aufgestellt und auch das Tech-Startup careety in das neue Konzept „eingebracht“, erklärte Co-Geschäftsführer Felix Faltin dem brutkasten im November 2024. Damals hatten die beiden Founder das zweite Gesundheitszentrum eröffnet und kamen somit auf drei Standorte – allesamt in Wien. Davor – und zwar 2023 – hatte Business Angel Hansi Hansmann sein „größtes Einzel-Investment“ ins hybride Gesundheitszentrum getätigt. Nun gibt es eine personelle Neuerung.

haelsi: Wendepunkt erreicht

Adham Kassab, zuletzt CEO bei selfapy, einer Healthtech-Firma, wird neuer COO, wie Faltin per Linkedin bekannt gibt. Der erklärte „Healthcare Solutions Enthusiast“ war von 2019 bis 2022 CSO bei mySugr (Exit an Roche 2017) und startet nun ab November in seiner neuen Rolle.

„Die Anstellung der ersten Führungskraft auf C-Level in einem Early-Stage-Startup ist eine der schwierigsten Aufgaben, die man als Gründer richtig machen muss. Ich habe das oft als VC erlebt: Stellt man jemanden ‚zu Senior‘ ein, stimmen die Erwartungen nicht überein; stellt man jemanden ‚zu Junior‘ ein, entwickelt sich das Unternehmen nicht weiter“, schreibt Faltin auf Linkedin. „Ich habe Adham vor Jahren zum ersten Mal getroffen, und als wir uns im Sommer wieder begegneten, dachte keiner von uns daran, gemeinsame Sache zu machen. Nach ein paar Gesprächen sahen Christopher Pivec und ich eine Gelegenheit. Wir erreichten einen Wendepunkt, hatten Mühe, mit dem Wachstum Schritt zu halten, und sahen die Chance, die Unternehmensführung genau zum richtigen Zeitpunkt auf das nächste Level zu heben.“

Das sagt Kassab

Kassab hatte sich das letzte halbe Jahr eine Auszeit gegönnt und kommentiert seine neue Aufgabe wie folgt: „Als Felix und ich anfingen, über eine Zusammenarbeit zu sprechen, spürte ich sofort den Funken dessen, was haelsi aufbaut. Die Mission, das Team und das Timing haben einfach gepasst. Einem Early-Stage-Startup beizutreten, ist immer eine Frage des Timings – und dieses Mal hat es sich einfach richtig angefühlt. Die bevorstehenden Herausforderungen sind komplex, aber der Sinn, das Potenzial und die Menschen machen es lohnenswert.“

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Hugues Chopard (SIRIUS Space) und Guillaume Brault (Tumbleweed) auf der World Space Business Week 2026 in Paris

Neue Medikamente entwickeln, reinere Kristalle züchten, Materialien testen: In der Schwerelosigkeit verhält sich Materie anders als auf der Erde. Für Pharma- und Materialforschung führt der Weg ins All bisher fast immer über die Internationale Raumstation ISS, die nach aktuellen Plänen Ende 2030 außer Betrieb gehen soll. Nun wollen das Wiener Weltraum-Unternehmen Tumbleweed und der französische Raketenbauer Sirius Space Services einen weiteren Zugang schaffen.

Pods als Zugang zur Schwerelosigkeit

Das Wiener Startup setzt auf standardisierte „Pods“, mit denen Kund:innen Experimente im All durchführen können. Der Zugang zur Schwerelosigkeit sei dadurch laut Tumbleweed zehnmal günstiger und fünfmal schneller als auf dem herkömmlichen Weg. Dafür haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Ziel ist es zu prüfen, ob die Forschungsbehälter der Wiener auf den Raketen der Franzosen ins All transportiert werden können.

Der erste Schritt: Suborbitale Testflüge

Den Auftakt der Zusammenarbeit soll der erste Testflug des französischen Unternehmens, „Sirius S1B Ballistic“ (S1B), markieren. Er soll laut Tumbleweed zentrale Raketentechnologien erproben und dabei Schwerelosigkeit bieten. Deshalb wäre die Mitnahme von Forschungsexperimenten möglich. Die beiden Unternehmen prüfen aktuell die technischen Schnittstellen und Betriebsbedingungen.

Einen konkreten Flugtermin nennen die Unternehmen nicht. Auf Nachfrage verrät man gegenüber brutkasten, dass der Testflug S1B, auf dem die Pods mitfliegen könnten, innerhalb der nächsten zwei Jahre stattfinden solle.

Langfristige Pläne: Der Weg in den Orbit

Langfristig zielt die Partnerschaft auf orbitale Missionen ab. Sobald das 2020 gegründete Unternehmen Sirius seine wiederverwendbaren Trägerraketen Sirius-1, Sirius-13 und Sirius-15 in Betrieb nimmt, soll evaluiert werden, wie die Tumbleweed-Pods damit in die Erdumlaufbahn gelangen können. Die Raketenfamilie soll laut Unternehmen Satelliten mit bis zu 1.100 Kilogramm in eine sonnensynchrone Umlaufbahn in 600 Kilometern Höhe bringen.

Einen konkreten Flugtermin nennen die Unternehmen nicht. Laut Medienberichten plant Sirius den Testflug S1B für 2027. Antoine Fourcade, CEO von Sirius Space Services, betont das Ziel, aus der ersten Gelegenheit auf der S1B konkrete Missionen zu machen und „die Grundlagen für künftige Startdienste auf unseren Orbital-Raketen“ zu legen.

Erfolgreiche erste Mission

Während die Kompatibilitätsprüfungen für den ersten Flug laufen, arbeitet das Team von Tumbleweed, das mittlerweile über 20 Mitarbeitende an den Standorten Wien und Delft umfasst, parallel bereits an „Oasis Beta“. Dies soll der rückkehrfähige Nachfolger der im Juli 2026 gestarteten Mission „Oasis Alpha“ werden, die vier Kundennutzlasten an Bord der SpaceX-Falcon-9-Rakete ins All brachte – brutkasten berichtete.

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