07.10.2021

Hackboe: Gärtnern ohne krummen Rücken

Mit herkömmlichen Arbeitsgeräten für den Garten ist eine gesunde Arbeitshaltung oft nicht möglich. Hackboe soll Abhilfe schaffen.
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(c) Hackboe: Die Motorhacke soll Gartenarbeit

Nach intensiver Gartenarbeit am Boden schmerzen oft nicht nur die Blasen an den Händen, sondern auch der Rücken oder die Knie. Die richtige Ausrüstung ist ein erster Schritt, um den Rücken und die Gelenke zu entlasten. Genau das will der Gründer Mike Bökenkröger mit Hackboe erreichen.

Mit Innovationsgetriebe zum Ziel

Der Coesfelder (Nordrhein-Westfalen) gründete das Unternehmen Bökenkröger Gartentechnik und entwickelte eine handgeführte Motorhacke, die das Arbeiten im Stehen ermöglicht. Vor allem Menschen, die in Gartenbauschulen, der Landwirtschaft oder Landschaftspflege arbeiten, aber auch private Hobygärtner:innen, sollen von Hackboe profitieren.

Die Besonderheit des Geräts ist das eigens entwickelte Getriebe. „Ein Innovationsgetriebe, das einzigartig in diesem Bereich ist. Damit haben wir jetzt die Möglichkeit, die hohe Drehzahl von z.B. 7.000 Umdrehungen auf maximal 500 Umdrehungen zu reduzieren“, erklärt der 45-Jährige. 

Sichere Gartenarbeit mit Hackboe

Durch die niedrige Drehzahl und einen Schutzring bleiben die Pflanzen unbeschädigt und die Erde fliegt den Nutzer:innen nicht um die Ohren. Außerdem hat Hackboe den Steinschlagprüfung der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft bestanden.

Diese ermöglicht, dass erstmals auch Bürstenaufsätze verwendet werden dürfen. So soll man damit zum Beispiel Unkraut effizient und einfach aus Pflasterfugen entfernen können. Mit herkömmlichen Motorsensen sei das nicht möglich, da sich kleine Steinchen durch die hohe Drehzahl in gefährliche Geschosse verwandeln können. Außerdem ließen sich mit verschiedenen Bürstenaufsätzen auch Holz- oder Steinterassen leicht reinigen, verspricht das Unternehmen. 

Mike Bökenkröger möchte Vertrieb der Geräte und das Marketing weiter ausbauen und ist deshalb kommenden Montag bei der Höhle der Löwen zu sehen. Ebenfalls in dieser Sendung: Catlabs, Iss doch Wurscht, HealthMe und Scewo Bro.

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(c) Haris Dervisevic / brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


„Aufbrechen“ hat zwei Bedeutungen: sich auf den Weg machen und etwas aufbrechen, das verkrustet ist. Diese Ausgabe braucht beide Varianten. Denn die Frage, wie Österreich bei industrieller KI, punkto Kapital und hinsichtlich europäischer Regeln vorankommt, lässt sich nicht mit Abwarten beantworten. Wir haben mit Menschen gesprochen, die das verstanden haben, und uns Regionen angesehen, in denen die Umsetzung längst passiert.

Christoph Knogler steht an der Spitze von Keba, dem Linzer Technologieunternehmen für industrielle Automatisierung, und sitzt der KI-Taskforce der Industriellenvereinigung vor. In unserer Coverstory (Seite 22) erklärt er, warum industrielle KI Europas eigentliche Chance ist und wo Österreich aufholen muss. Dass Oberösterreich mehr ist als Industrie, zeigt unser Standort-Check ab Seite 30: von der Tabakfabrik über die JKU bis zu den Exits von Emmi AI und Tractive.

Speedinvest-Chef Oliver Holle wiederum erklärt im Interview (Seite 8), warum sich der größte heimische Frühphasen-Investor gerade umbaut. Und wer glaubt, ein Millionen-Exit sei automatisch ein Erfolg, sollte unseren Deep Dive zur Liquidation Preference lesen (Seite 14): Eine unscheinbare Klausel entscheidet mitunter darüber, ob für Gründer:innen am Ende überhaupt etwas übrig bleibt.

Aufbrechen muss auch Europa: Wie weit die Rechtsform „EU Inc.“ inzwischen ist, analysieren wir ab Seite 46. Antonella Mei-Pochtler und Franz-Stefan Gady diskutieren im Doppelinterview (Seite 50), wie Kapital und Sicherheit über Europas Handlungsfähigkeit entscheiden. Und Estland führt vor, was ein kleines Land erreichen kann, wenn es Digitalisierung konsequent denkt (Seite 54).

Was Unternehmen heute tatsächlich mit KI anfangen, haben wir in der zweiten Staffel unserer Serie „No Hype KI“ mit Expert:innen diskutiert; das Wichtigste daraus ist ab Seite 40 zu lesen. Frank Möbius, fast 30 Jahre bei BMW, erklärt, warum der Transfer neuer Technologien ins Unternehmen das Schwierigste ist (Seite 66).

Im Bereich „Beyond Business“ erklärt Toto Wolff im Interview (Seite 78), warum bei der Fehlersuche niemand die Hand hebt, der Angst hat, gefeuert zu werden, und wie er bei Mercedes deshalb auf eine No-Blame-Kultur setzt. Wir zeigen weiters, wie Reverse Mentoring Hierarchien auf den Kopf stellt (Seite 72), und fragen die Fotografin Antje Wolm, warum Führungskräfte heute lernen müssen, sichtbar zu sein (Seite 82).

Zum Abschluss ein Hinweis in eigener Sache: Diese Ausgabe liegt beim European Forum Alpbach auf, wo brutkasten auch heuer wieder vor Ort ist. Wenn du dort bist: Sprich uns an, wir freuen uns auf den Austausch!

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