07.05.2019

Alexandra Baker wird neue Chief Sales Officer bei Hackabu

Die internationale Vertriebsexpertin Alexandra Baker (29) übernimmt die Rolle des Chief Sales Officers (CSO) sowie die laufenden Marketingagenden von Hackabu.
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Alexandra Baker wird neue CSO beim Wiener Startup Hackabu
(c) Gerry Mayer-Rohrmoser: Alexandra Baker wird neue CSO beim Wiener Startup Hackabu

Das Wiener Growth-Hacking-Startup Hackabu erweitert erneut sein Führungsteam: Alexandra Baker startet bei der Agentur mit Sitz im Wiener weXelerate als Chief Sales Officer (CSO). Die gebürtige Kanadierin war zuletzt mehrere Jahre in London als selbstständige Unternehmerin tätig. Dort fokussierte sie sich primär auf den Bereich Sales Engineering für Startups und widmete sich insbesondere dem Aufbau der und Implementierung von Sales Teams in Startups, um deren Skalierungsprozess zu beschleunigen.

+++ Johanna Ronay wird neue COO bei Hackabu +++

Fokus auf Ausbau der Geschäftstätigkeit und Internationalisierung

Bei Hackabu soll die 29-Jährige nun als CSO den Aufbau des Vertriebsteams verantworten. Dabei trage sie auch selbst die Verantwortung für die Neukundenakquise sowie Bestandskundenbetreuung, heißt es in einer Aussendung. Zusätzlich zu ihren Aufgaben als CSO übernehme Baker die Leitung des bestehenden Marketingteams, um die internen Marketingaktivitäten verstärkt auf den Vertrieb auszurichten. „Mit ihrer langjährigen internationalen Erfahrung unterstützt sie Hackabu vor allem beim Ausbau der Geschäftstätigkeit sowie der voranschreitenden Internationalisierung“, heißt es vom Startup.

Alexandra Baker: „Sind bald nicht mehr zu stoppen“

„Ich bin unglaublich begeistert darüber, wie talentiert und motiviert das Team ist, und freue mich sehr über die Möglichkeit, ein junges, aufstrebendes Unternehmen in seiner nächsten Wachstumsphase zu unterstützen. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir dank meiner Expertise in der Aufstellung von B2B-Sales-Teams und dank der Dynamik des Teams bald nicht mehr zu stoppen sind“, kommentiert Alexandra Baker.

Weiblich dominiertes Management-Team

Baker wird damit Teil des weiblich dominierten Führungsteams des Wiener Startups. Nach einem Umbau und einer umfangreichen Personalaufstockung nach dem Teil-Exit im vergangenen November übernahm zunächst Lorena Skiljan als CEO. Im März startete Johanna Ronay als COO. Dominik Meyer als CBO und Felix Trummer als CFO komplettieren das aktuelle Management-Team.

⇒ Die neue CSO auf LinkedIn

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Personen im Büro an Laptops
(c) Annie Spratt via Unsplash

„Wer heute in den Arbeitsmarkt einsteigt, wird von Anfang an gefordert. Das ist für junge Menschen eine große Chance, aber auch eine Herausforderung“, ordnet Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, die Ergebnisse einer aktuellen Studie ein. Im Rahmen des globalen „AI Jobs Barometer 2026“ hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC weltweit mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern auf sechs Kontinenten analysiert. Die Untersuchung soll aufzeigen, wie Künstliche Intelligenz (KI) Berufsprofile, Gehälter, Fähigkeiten und die Arbeitsproduktivität beeinflusst.

Neue Ansprüche bei Einstiegsjobs

Besonders stark zeigt sich der Wandel am Anfang der Karriereleiter. Für Einstiegspositionen erwarten Arbeitgeber in KI-geprägten Berufen zunehmend Fähigkeiten, die traditionell eher erfahrenen Fachkräften vorbehalten waren. Zu diesen gehört die Entwicklung fortgeschrittener, spezifisch menschlicher Kompetenzen wie kritisches Denken, Kooperationsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und Führungskompetenz.

Laut Studie machen solche traditionell seniorigen Fähigkeiten wie motivierende Führung, strategische Entscheidungsfindung oder Teambildung bereits 52 Prozent der neu geforderten Skills in KI-exponierten Einstiegsberufen aus. Bei Berufen mit geringem KI-Kontakt liegt dieser Anteil bei lediglich sieben Prozent. Die Studienautor:innen schreiben in diesem Zusammenhang von einer „Seniorisierung“ von Junior-Rollen. Während klassische Einstiegsjobs in stark betroffenen Branchen insgesamt stagnieren, verzeichnen solche „seniorisierten“ Einstiegspositionen, die mindestens zehn dieser neuen fortgeschrittenen Fähigkeiten verlangen, ein deutliches Wachstum von 35 Prozent. Dies zwingt Unternehmen und das Bildungssystem dazu, Berufseinsteiger:innen künftig anders zu fördern und zu begleiten.

Produktivität treibt Beschäftigungswachstum

Entgegen bekannter Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz in großem Stil Arbeitsplätze ersetzen wird, zeichnet der Bericht ein anderes Bild. Unternehmen mit hoher KI-Intensität verzeichnen nicht nur stärkere Produktivitätszuwächse, sondern bauen auch ihre Belegschaften schneller aus. Zwischen 2018 und 2025 stieg die Produktivität von Firmen mit starkem KI-Einsatz um 34 Prozent (im Vergleich zu 24 Prozent bei geringem Einsatz). Parallel dazu wuchs deren Beschäftigung um 52 Prozent, während Unternehmen mit geringer KI-Nutzung ihre Belegschaft nur um 36 Prozent vergrößerten.

PwC-Österreich-Chef Krickl zieht dazu eine historische Parallele: „Wir beobachten hier ein klassisches Muster der Wirtschaftsgeschichte. Auch die Industrialisierung hat kurzfristig Jobs verdrängt, langfristig aber deutlich mehr neue geschaffen, weil Produktivitätsgewinne Wachstum ermöglichen. Dieses Wachstum schafft wiederum neue Aufgaben und erhöht den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften“.

Zweigeteilter Arbeitsmarkt: „Professionalised“ vs. „Democratised“

Die Analysen deuten darauf hin, dass sich ein zunehmend zweigeteilter Arbeitsmarkt entwickelt. Auf der einen Seite stehen sogenannte „Professionalised Roles“ (professionalisierte Berufe), in denen KI Routineaufgaben übernimmt, wodurch menschliches Urteilsvermögen, Fachwissen und strategische Entscheidungen an Bedeutung gewinnen. Diese Berufsgruppen, zu denen etwa Personalvermittler:innen oder Jurist:innen gehören, wachsen weltweit mehr als doppelt so schnell wie „Democratised Roles“ (demokratisierte Berufe). In Letzteren standardisiert die Technologie Aufgaben so stark, dass sie auch für Nicht-Fachkräfte leichter zugänglich werden, was jedoch das Lohnwachstum dämpfen kann. Seit 2021 verzeichnen die professionalisierten Berufe eine um 42 Prozent raschere Gehaltsentwicklung als demokratisierte Positionen.

KI-Kompetenzen als Gehalts- und Einstellungsfaktor

Gleichzeitig erweisen sich spezifische KI-Kenntnisse als massiver Gehaltsfaktor. Stellen, die entsprechendes Fachwissen – wie Machine Learning oder Prompt Engineering – explizit verlangen, bieten weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 Prozent (nach 57 Prozent im Vorjahr). Zudem wächst die Nachfrage schnell: Binnen eines Jahres stieg die Anzahl der Stellenausschreibungen, die KI-Kompetenzen fordern, um 69 Prozent. Die Einstellung von KI-Spezialist:innen wuchs im Jahr 2025 weltweit achtmal schneller als der gesamte Arbeitsmarkt. Spitzenreiter ist die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche, in der 11,4 Prozent aller Stellenausschreibungen auf KI-Spezialist:innen abzielen.

Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich vermehrt auf die menschlichen Erfolgsfaktoren konzentrieren müssen. Krickl betont in diesem Zusammenhang: „KI-Kompetenzen sind gefragter denn je, Menschen, die sie souverän einsetzen können, bleiben jedoch rar. Nicht die Technologie allein macht Unternehmen erfolgreicher, sondern die Menschen, die sie sinnvoll einsetzen. KI-Tools kann heute jedes Unternehmen kaufen – kritisches Denken, Urteilsvermögen und Teamfähigkeit nicht. Wer jetzt in diese Fähigkeiten investiert, verschafft sich einen Vorsprung, der in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen wird“.

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