27.01.2026
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Gurkerl startet KI-Shoppingassistenten Maia

Der tschechische Online-Supermarkt Rohlik, der hierzulande unter dem Markennamen Gurkerl bekannt ist, bringt mit Maia einen neuen KI-gestützten Einkaufsassistenten auf den Markt.
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Das gurkerl-Lager in Wien-Liesing (c) gurkerl.at
Das Gurkerl-Lager in Wien-Liesing (c) gurkerl.at

Im Oktober des letzten Jahres startete Rohlik in Wien eine Automatisierungsoffensive, darunter ein KI-gestützter Kommissionierroboter. Nun entwickelte Gurkerl Maia, einen KI-Shoppingassistenten, um die Aspekte des Lebensmitteleinkaufs zu verbessern, wie es per Aussendung heißt.

Gurkerl-Geschäftsführer DACH: „Einkauf keine Aufgabe, auf die man sich vorbereiten muss“

„Der wöchentliche Lebensmitteleinkauf soll sich nicht wie eine Aufgabe anfühlen, auf die man sich vorbereiten muss. Maia hilft unseren Kund:innen dabei, Dinge schneller zu erledigen: Sei es beim Navigieren durch unser breites Sortiment, beim Entdecken regionaler Produkte oder bei der Berücksichtigung individueller Ernährungsbedürfnisse. Sie unterstützt bei allen Fragen rund um den Einkaufsprozess: von der Zusammenstellung des Wocheneinkaufs und Rezeptideen über Produkt- und Mitgliedschaftsfragen bis hin zur Lösung kleinerer Probleme bei der Bestellung“, kommentiert Richard Harris, Geschäftsführer DACH.

Eine der häufigsten Herausforderungen beim Einkaufen sei die Entscheidung, was man kaufen soll, insbesondere an stressigen Wochentagen. Mit Maia sollen Kund:innen nicht mehr nach Rezepten oder Kategorien suchen müssen – sie könnten per Chat beschreiben, was sie benötigen.

KI schlägt Gerichte vor

Anstatt lange zu suchen oder zu filtern, reiche nun ein Satz wie: „Ich brauche ein schnelles, gesundes Abendessen für vier Personen.“ Maia schlägt dann passende Gerichte und Rezepte vor und legt alle Zutaten direkt in den Warenkorb. Zudem können Kund:innen auch nach günstigeren Alternativen oder Inspiration fragen – Maia vergleicht dann Produkte verschiedener Preisklassen und Marken und empfiehlt verfügbare Optionen.

(c) Gurkerl – Maia, der KI-Shoppingassistent.

Allergiker:innen sowie Menschen mit bestimmten Ernährungsweisen oder -einschränkungen erhalten zudem gezielte Empfehlungen, ohne selbst die Etiketten studieren zu müssen.

Bestellungen wiederholen

Kund:innen können ihre letzten Einkäufe in Sekundenschnelle wiederholen und bei Bedarf einzelne Produkte austauschen. Darüber hinaus können sie Fotos von Produkten oder von Supermarktbelegen hochladen, um gewohnte Produkte zu finden und direkt bei Gurkerl zu bestellen. Beschädigte oder fehlende Produkte können auch per Chat gemeldet werden. In vielen Fällen erkenne hier die KI die Bestellung, reiche Reklamationen ein und erstelle bei Bedarf automatisch Gutschriften.

Gurkerl plant weitere Features

Weitere Verbesserungen sind für die kommenden Monate geplant. „Für uns ist Maia keine bloße technologische Funktion, sondern eine neue Art der Interaktion beim Lebensmitteleinkauf“, sagt Harris. „Während die Kund:innen Maia nutzen, lernt die KI ständig dazu – mit dem Ziel, jeden zukünftigen Einkauf einfacher zu gestalten als den letzten.“

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Der Hitzestress in Wien wird hier visualisiert. (c) Live.infrared.city

Man konnte ihr in den letzten Tagen österreichweit so gut wie gar nicht entfliehen: Die Rekordhitzewelle hat im ganzen Land Einzug gehalten. In der Hauptstadt wurde in der Nacht auf Montag mit 27,3 Grad die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Die anhaltenden Temperaturen sind nicht nur unangenehm, sondern körperlich gefährlich. So hat sich die Hitze mittlerweile als tödlichste Klimagefahr in Europa etabliert.

In den meisten Städten werden Daten zur Hitze an nur wenigen Punkten im gesamten Stadtgebiet gesammelt. Live.infrared.city tritt diesem Problem entgegen.

Echtzeit-Mikroklimadatenschicht

Live.infrared.city ist eine metergenaue Echtzeit-Mikroklimadatenschicht, bei der die Interaktion von Gebäuden, Bäumen, Wind, Sonnenwinkel und Luftfeuchtigkeit in einer Karte zur Verfügung gestellt wird. Auf Basis der Daten, so die Intention des Programms, kann gehandelt werden, um die kühlste Route, die schattigste Straße oder den heißesten Block zu finden. So kann eine gefährdete Person beispielsweise den Spaziergang sicher planen.

„Hitze ist die neue Normalität“

„Hitze ist keine Anomalie mehr; sie ist die neue Normalität, die wir kartieren müssen. Indem wir die gefühlte Temperatur auf Straßenebene erfassen, schaffen wir eine Live-Schicht, die zwei Dinge leistet: Sie hilft sofort, eine kühlere Route zu finden, und sie macht sichtbar, wie jeder Baum und jede Fassade das Klima unserer Städte verändert. Wien ist heute live; wir sind bereit, zu einer globalen Echtzeit-Mikroklimadatenschicht zu skalieren“, sagt Serjoscha Düring, CTO und Mitgründer von infrared.city.

Schattenplätze am Wiener Rathausplatz. (c) Live.infrared.city

Wien als erster Einsatzort

Wien ist der erste Einsatzort; infrared.city plant, diese Datenschicht auf Städte in ganz Europa und darüber hinaus auszuweiten. Die Wiener Mikroklima-Schicht kann bereits erkundet werden. Stadtverwaltungen, Gesundheitsbehörden und Stadtplaner, die daran interessiert sind, diese Schicht für ihre Stadt einzusetzen, sind eingeladen, sich direkt an das Startup zu wenden.

Infrared.city wirbt auch dafür, die Sicherheit bei großen Outdoor-Events über die Plattform zu planen. So könnten beispielsweise für das Donauinselfest dieses Wochenende Daten abgerufen werden. Die Daten werden stündlich aktualisiert und liefern eine 72-Stunden-Vorhersage.

Klimazwilling für die bebaute Umwelt

Infrared.city ist ein in Wien ansässiges Klimatechnologie-Unternehmen, das einen digitalen Echtzeit-Klimazwilling für die bebaute Umwelt entwickelt. Für die Datensammlung werden hybride KI- und Physik-Modelle verwendet. Das Startup entstand durch eine Forschungsgruppe am Austrian Institute of Technology (AIT), die sich mit KI, Stadtentwicklung und Klimaresilienz beschäftigte. Dazu sprach Angelos Chroni, CEO und Co-Founder von infrared.city zuletzt im brutkasten-Interview.

Im Laufe des Jahres soll das Programm auf weitere Städte ausgeweitet werden. Auf der Karte kann man bislang Daten für Wien und Stuttgart sehen, Riad und London sind als nächste Städte geplant.

So funktioniert die Klima-Karte. (c) Infrared.city
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