25.10.2021

Grundriss in Lebensgröße: Beam mir mein Zimmer, Scotty!

Das Startup Grundriss in Lebensgröße will künftige Immobilienbesitzer:innen mit acht Hochleistungs-Beamern bei der Planung unterstützen.
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Bauen, Immobilien, Hausbauen, Beamer, Technik, Architektur, Planung
(c) Grundriss in Lebensgröße: Das Startup ist mittlerweile an mehreren Standorten, auch in Wien, anzufinden.

Das räumliche Vorstellungsvermögen ist nicht bei allen Menschen gleich gut trainiert. Deshalb können Baupläne auf Laien manchmal recht abstrakt wirken. Gissou Ataee, Lucas Nummer und Maximilian Mühlegg gründeten Grundriss in Lebensgröße, um diesem Problem entgegenzuwirken.

Der Vorstellungskraft auf die Sprünge helfen

Die Richtung, in die die Badezimmertür aufgeht oder der Abstand zwischen zwei Küchenblöcken. Kleinigkeiten in der Planung, die im Wohnalltag einen großen Unterschied machen können. Ataee und Nummer sind schon einige Zeit in der Immobilienbranche tätig. Dabei fiel ihnen auf, dass selbst aufwendige 3D-Modelle eine „echte“ Begehung nicht ersetzen können. Grundriss in Lebensgröße möchte ihren Kund:innen das ermöglichen.

Bei Fertigteilhäusern erledigen Musterhausparks genau diesen Job, bei individuellen Plänen funktioniert diese Methode nicht mehr. So kam das Trio auf die Idee, den geplanten Grundriss mit acht Hochleistungs-Beamern auf den Boden einer Halle zu projizieren. „Um sich alles noch besser vorzustellen, stehen echte Möbel und echte Wände auf Rollen in dem Grundriss. Der Kunde kommt zu uns in die Halle und entdeckt zum allerersten Mal seinen geplanten Grundriss, bevor er überhaupt mit dem Bauen anfängt. Dann klären sich auch die üblichen Fragen wie, wo soll der Esstisch, wo soll die Küche stehen?”, erklärt Nummer. Beim Rundgang können diese verschoben werden, bis alles den Vorstellungen der Kund:innen entspricht. Die Änderungen werden dann in den Plan integriert.

Mehrkosten vermeiden

Ein Besuch soll zusätzliche Baukosten durch Fehlplanung vermeiden. „Denn mögliche Planungsfehler, die langfristig immer bereut werden, sind so im Vorhinein besser ersichtlich. Einen Küchenblock im Anschluss noch mal zu versetzen oder Leitungen noch mal neu zu legen, kann immens teuer sein”, sagt Mühlegg. Grundriss in Lebensgröße richtet sich allerdings nicht nur an private „Hausbauer“, sondern auch an Architekt:innen oder Bauträger:innen.

Die Projektionsfläche umfasst rund 200 Quadratmeter, prinzipiell könne das Unternehmen aber jede Größe darstellen. Die Kund:innen müssen im Vorhinein einen Termin vereinbaren und ein PDF mit dem Grundriss übermitteln. Eine Software rechnet die Baupläne in die reale Größe um. Damit seien sie das erste Grundrissprojektionszentrum in Europa. Neben München, gibt es auch Standorte in Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Wien. Bald will das Unternehmen zum Beispiel auch in Dubai und Zürich tätig sein.

Kommenden Montag ist das Gründerteam in der „Höhle der Löwen“ auf Vox zu sehen. Auch in dieser Sendung: Saatgutkonfetti, talking hands, colorsafe und DeWok.

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beel, Tokenize.it-Founder Christoph Jentzsch und Head of Development Lukas Fiedler | Foto:
beel-Founder Christoph Jentzsch und Head of Business Development Lukas Fiedler | Foto: Tokenize.it

Zum Start des Syndikats-Features von beel rund um Gründer Christoph Jentzsch und Head of Business Development Lukas Fiedler, haben bereits drei bekannte Akteure aus der deutschen Startup- und Venture-Capital-Szene eigene Syndikate auf beel eingerichtet. Andy Bruckschlögl ist Unternehmer, Investor und Mitgründer von Bits & Pretzels. Er war zudem Gründer des SEO-Softwareunternehmens Ryte und ist seit vielen Jahren als Business Angel aktiv. Alex von Frankenberg indes ist seit rund zwei Jahrzehnten im Venture-Capital- und Startup-Bereich tätig. Er war langjähriger Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds (HTGF), der sich auf Frühphasenfinanzierungen von Technologie-Startups konzentriert. Seit 2025 ist er als Venture Partner bei May Ventures tätig.

Und Roland Fassauer ist Unternehmer, Investor und Professor an der CODE University of Applied Sciences in Berlin. Er war unter anderem als Gründer tätig und beteiligt sich als Investor an Startups. Zudem ist er mit der Berliner Startup- und Hochschulszene verbunden. Über ihre Syndikate können weitere Investoren an ausgewählten Startup-Investments dieser drei Angels teilnehmen.

beel: Syndikat-Lead im Zentrum

Zur Erklärung: Im Zentrum jedes Syndikats steht der Syndikat-Lead, der in der Regel ein erfahrener Angel-Investor ist und das Syndikat, also seine Investment-Community, leitet. Der Lead legt die Beitrittsregeln fest und entscheidet, ob sein Syndikat öffentlich für alle zugänglich oder privat geführt wird. In beiden Fällen bestätigt er jeden Investor individuell.

Mit dem Beitritt schließen Investor:innen einen Vertrag mit dem Syndikat-Lead ab, der eine vom Lead festgelegte Carry Fee bei Auszahlungen (Exit oder Dividenden) vorsieht. Auf diese Weise können Angels ihren Dealflow monetarisieren. Im Gegensatz zu klassischen VC-Fonds wird kein Kapital gepoolt. Jeder Investor investiert eigenständig und direkt über virtuelle Anteile in das jeweilige Startup. Dadurch entfallen die Strukturen und Kosten eines klassischen Fonds, heißt es per Aussendung. Der Syndikat-Lead gibt lediglich eine Anlageempfehlung ab. Die Entscheidung über eine Investition und deren Höhe liegt beim jeweiligen Investor oder bei der jeweiligen Investorin.

Ohne Fonds

„Syndikate sind das fehlende Puzzle-Teil der deutschen Startup-Community. Starke, erfahrene Investoren können Carry-Fees durch ihren gut kuratierten Dealflow verdienen, ohne dass sie dafür einen Fonds benötigen. Neue Investoren oder Business Angels müssen sich nicht durch hunderte Pitch-Decks kämpfen, sondern treffen ihre Investmententscheidungen basierend auf gut vorselektierten Startups. Das wird eine Menge Kapital hebeln”, kommentiert Jentzsch. “Mit Andy Bruckschlögl, Alex von Frankenberg und Roland Fassauer haben wir gleichzeitig drei Lead-Investoren an Bord, deren Dealflow und Erfahrung eine Benchmark für die Qualität der Syndikate sein wird.“

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