20.10.2021

Saatgutkonfetti: Wie aus Konfetti Blumenwiesen wachsen sollen

Spaß haben und nebenbei die Erhaltung der Arten unterstützen - das möchte das Startup Saatgutkonfetti mit ihrem kompostierbaren Konfetti erreichen.
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Konfetti, Nachhaltig, Plastikfrei, Bio, Vegan, Biodiversität
(c) Saatgutkonfetti: Mit den Spendentüten will sich das Unternehmen für gemeinnützige Zwecke engagieren.

Es gibt immer wieder gute Gründe, um zu feiern – Geburtstage, Festivals, Hochzeiten und so weiter. Um die Stimmung noch zu pushen, ist ein Konfettiregen zu vielen Anlässen ein Fixpunkt. Auch im Fasching sind die bunten Schnipsel kaum wegzudenken. Jedoch bestehen diese häufig nicht nur aus Papier, sondern enthalten auch Kunststoffe. Dadurch kann sich das Konfetti nicht abbauen und wird zu einer Belastung für die Natur. Saatgutkonfetti will eine Alternative anbieten.  

Mission: Artenvielfalt erhalten

Das Gründerteam Christoph Trimborn, Katia Filippenko und Philip Weyer entwickelten ein kompostierbares Konfetti, das Pflanzensamen enthält. “ „Wenn ich jetzt draußen Konfetti schmeiße, dann können daraus Blumen wachsen. Das wiederum bedeutet, dass man Heimat und Nahrung für Insekten und andere kleine Tiere schafft und somit einen kleinen Beitrag zum Erhalt der heimischen Biodiversität leistet,” erklärt Trimborn. 

Ihr Ziel ist es nicht nur die Artenvielfalt zu sichern, sondern auch Wissen darüber zu verbreiten. Konsumgüter können ihrer Meinung nach auch positive Denkanstöße setzen und Bewusstsein für die Konsequenzen des eigenen Handelns schaffen. “Klingt alles sehr groß, aber irgendwo muss man ja anfangen, oder?”, heißt es auf ihrer Website. 

Saatgut anstelle von Papier

Das Konfetti bestehe aus Bio-Stärke und natürlichen Farbstoffen. Die eingeschlossenen Pflanzensamen setzen sich aus 24 verschiedenen Arten zusammen, die allesamt heimisch seien. Dazu gehört zum Beispiel die Kornblume, Klatschmohn oder Spitzwegerich. Die Pflanzenarten sollen außerdem Bienen und Insekten anlocken. Zum Keimen brauche das Saatgut keine Frostperiode und müsse auch nicht vergraben werden. Das übrige Material zersetze sich restlos von selbst.

Neben dem bunten Konfetti gibt es auch einfarbige „Spendentüten“. Damit möchte das Startup gemeinnützige Zwecke fördern. Mit der grünen Konfetti-Packung wird etwa ein Aufforstungsprojekt unterstützt, mit den blauen Schnipseln eine Seenotrettungs-Organisation. Zusätzlich bietet Saatgutkonfetti auch ein Biodiversitäts-Kartenspiel. Im Sortiment findet sich außerdem eine Nisthilfe für Wildbienen.

Nächsten Montag ist das Startup im Staffelfinale bei der „Höhle der Löwen“ zu sehen. Außerdem in dieser Sendung: DeWok, talking hands, colorsafe und Grundriss in Lebensgröße.

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Links Mitgründer von NXAI Sepp Hochreiter und Mitte rechts CEO von Neura Robotics David Reger | (c) Neura Robotics / NXAI

„Ein Roboter, der im Alltag und in der Industrie wirklich hilft, muss sich erinnern“, sagt David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics. Daher arbeitet sein Unternehmen mit dem Linzer Startup NXAI an der Merkfähigkeit von Robotern. „Gedächtnis und Erfahrungen sind die Voraussetzungen für Roboter, Aufgaben über viele Schritte zuverlässig zu lösen“, ergänzt Sepp Hochreiter, Gründer von NXAI.

Die Grundlage bietet Neura Robotics mit einem multimodalen Foundation-Modell, das Funktionen wie 3D-Sehen, Tastsinn und Audio mit einer Gedächtnisfunktion verbindet. Der Physical-AI-Stack von Neura Robotics wird mit einem xLSTM von NXAI, also einem künstlichen neuronalen Netz, verbunden. „xLSTM ist dafür gebaut, ist schnell, speichereffizient und kann den Zustand über lange Sequenzen halten“, sagt Hochreiter.

NXAI plant, ein eigenes Modell auf Basis der xLSTM-Architektur auf Neura Robotics‘ hauseigener Neuraverse-Plattform bereitzustellen. „Mit dem Neuraverse schaffen wir die Plattform, auf der auch andere starke KI-Ansätze ihren Weg in Roboter finden“, erklärt Reger.

Gesteigerte Effizienz

Ein Roboter arbeitet in Schleifen und verarbeitet permanent Wahrnehmungen, Entscheidungen und Handlungen. Laut Neura Robotics braucht er dafür Gedächtnis auf zwei Ebenen: das Arbeitsgedächtnis und das episodische Gedächtnis. Ein Roboter, der einen Prozess wiederholt ausgeführt hat, soll bei derselben Situation auf frühere Erfahrungen zurückgreifen können und so aus der Erfahrung handeln.

Die Roboter der Zukunft

Langfristig möchten die beiden Firmen, dass Roboter nicht nur einzelne Fähigkeiten ausführen, sondern über die Zeit Erfahrung aufbauen. Fähigkeiten, die Roboter aus der Interaktion mit der realen Welt lernen, sollen verbessert und auf andere Maschinen und Umgebungen übertragen werden.

From Science to Business

NXAI, gegründet vor drei Jahren, ist ein Deep-Tech-Unternehmen mit Sitz in Linz, das Lösungen für industrielle Anwendungen entwickelt. Die Firma versteht sich als Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie. So möchte sie die eigene KI-Forschung in marktreife Produkte überführen. Im Mittelpunkt der Forschung stehen xLSTM-Modelle in den Bereichen Time Series und Robotics.

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