15.01.2021

Grow F sucht wieder die vielversprechendsten weiblich geführten Startups Europas

Am Demo Day am 21. Jänner präsentieren sich die zehn Teilnehmer-Startups von Grow F, dem Accelerator von Female Founders. Und der nächste Call läuft bereits.
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Female Founders: Die aktuellen Grow F-TeilnehmerInnen
(c) Female Founders: Die aktuellen Grow F-TeilnehmerInnen
kooperation

Mehr als 90 Prozent der VC-Investments in Europa gehen an rein männliche Teams. Grow F, der Accelerator von Female Founders, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Zahl zu senken und weiblich geführte Startups beim Fundraising zu unterstützen.

Die jüngsten Erfolge des Programms sehen vielversprechend aus: Die 39 Alumni haben bisher mehr als 6,5 Millionen Euro Kapital aufgenommen und regelmäßig weitere Erfolge zu verkünden. Mehr als 200 Arbeitsplätze wurden im Portfolio geschaffen und es können namhafte Kunden wie Netflix, Adidas und Google vorgewiesen werden. „Wir sind unglaublich stolz auf das, was unsere Startups erreichen“, sagt Lena Hödl, Leiterin des Accelerators.

Grow F – Der Demo Day

Am 21. Jänner ist es soweit und die zehn Startups des vierten Batches präsentieren sich vor einer internationalen Investoren-Community. „Gemeinsam mit dem brutkasten holen wir die vielversprechendsten weiblich geführten Startups Europas auf die Bühne“, so Lisa-Marie Fassl, CEO von Female Founders. „Mehr als 300 Investorinnen und Investoren aus unserem internationalen Netzwerk sind bereits angemeldet und viele unserer Partnerinnen und Partner werden auch während des Demo Days einen Beitrag liefern“.

Startups aus fünf Ländern präsentieren sich vor dem Publikum – aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Frankreich und den USA. Die Unternehmen sind in ganz unterschiedlichen Branchen aktiv, wie ClimateTech, Media & Content und Consumer – es gibt jedoch einen Überhang an Enterprise SaaS Pitches. „Dies ist auch im Dealflow unsere stärkste Gruppe und wir sehen, dass sie in unserem InvestorInnen-Netzwerk auf großes Interesse stößt“, so Fassl.

Interessierte können sich noch bis zum 21.01. HIER ein gratis Ticket über Hopin.

Grow F – Das Programm

Für den fünften Durchgang sucht Female Founders aktuell nach den vielversprechendsten early-stage Startups aus ganz Europa. Teams mit mindestens einer weiblichen Mitgründerin können sich noch bis Ende Jänner für das digitale Programm bewerben. Grow F bietet rund 45 Stunden online Workshops, mit einem Fokus auf Investment Readiness, sowie Persönlichkeitsentwicklung der Gründerinnen.

Gut die Hälfte aller Grow F Sessions dreht sich um den Investmentprozess. „Wir wollen hier mit den Mythen rund um den Investmentprozess aufräumen und starten ganz am Anfang. Mit welcher Zeitspanne muss ich rechnen? Wie finde ich die richtigen Investorinnen und Investoren? Wie komme ich an diese heran? Welche Dokumente muss ich wie vorbereiten?“, erklärt Lena Hödl. „Unser Programm ist super hands-on und wir bringen unser Netzwerk von führenden VCs und Business Angel-PartneriInnen zusammen, um unsere Teilnehmerinnen bestmöglich auf den Fundraising Prozess vorzubereiten“. In den vergangenen Durchgängen von Grow F sprachen Expertinnen und Experten von Creandum, Balderton, Dawn, Speedinvest, Atomico und viele weitere Risikokapitalgeberinnen und -geber. „Nachdem wir die Grundlagen bearbeitet haben, gehen wir in die Tiefe und diskutieren zu Investors Relations, Term Sheets und vielem mehr“ so Hödl.

„Die zweite Säule des Programms dreht sich um Persönlichkeitsentwicklung“, erklärt Nina Wöss, Co-Gründerin von Female Founders. „Das Team steht im Zentrum jedes wirtschaftlichen Erfolges, und sich aktiv um dessen Entwicklung zu kümmern, ist von immenser Bedeutung“. Grow F setzt hier auf den Austausch unter den Gründerinnen selbst und neben Personal Development Sessions, teilen auch erfahrene Gründerinnen wie Josefin Landgard (u.a. KRY) und Jessica Holzbach (Penta) ihre Geschichte. Bewerben können sich interessierte Gründerinnen noch bis 31. Jänner.

Für Unternehmen, die erkannt haben dass Diversität auch im Bereich Startup-Kollaboration und Innovation ein Wettbewerbsvorteil ist, bietet Female Founders Partnerschaften mit Grow F an. Das Programm bietet Services im Bereich Scouting, Acceleration und Positioning im Europäischen Ökosystem und ist dazu mit ersten Partnern in Verhandlung.

An einer Partnerschaft interessierte Corporates melden sich bei [email protected]


Über Female Founders

Female Founders ist die pan-europäische Organisation für unternehmerisch denkende Frauen und alle, die sie unterstützen. Die Welt, in der wir heute leben, steht vor vielen Herausforderungen. Es braucht einen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft und Entrepreneurial Minds werden den Weg in eine vielversprechende Zukunft ebnen. Plus: Es ist endlich an der Zeit, auf die ungenutzte Kreativität, die Leidenschaft und das wirtschaftliche Potential von Frauen zuzugreifen. Mehr Frauen in Schlüsselpositionen, wie zukunftsorientierten Tech Startups, Unternehmensführung und Investment sind der Schlüssel zu einer nachhaltigeren Zukunft.

Über Grow F

Grow F wurde 2019 ins Leben gerufen und findet zweimal jährlich statt. Der Fokus liegt auf der “Investment-readiness” sowie Persönlichkeitsentwicklung der TeilnehmerInnen. Das Programm findet online statt und hosted dabei top SpeakerInnen führender Europäischer Investmentfonds, wie Sitar Teli von Connect Ventures und Ben Blume von Atomico. Weiters erhält jedes Startup Unterstützung von einer/m persönlichen MentorIn über den gesamten Zeitraum von drei Monaten. Zu den Persönlichkeiten, die hands-on Support leisten, zählen Georg Hauer von N26 oder Peter Windischhofer von Refurbed.

Der Accelerator scoutet innovative und skalierbare Ideen, mit einem existierenden MVP/Prototypen und Teams die Unterstützung auf ihrem Weg zur nächsten Fundraising Runde suchen. Das Programm ist offen für alle Verticals, scoutet aber speziell in den Branchen Healthtech, Fintech/Insurtech, Femtech, Deep Tech, Marketplaces/ Platforms, Mobility & Logistics, GovTech und GreenTech.

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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