06.11.2024
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Gropyus holt Mirjam Stolz als CFO an Bord

Mirjam Stolz war davor mehrere Jahre in der Medienbranche tätig - zuletzt als Chief Financial Officer (CFO) in der Bauer Media Group. Nun kommt sie in dieser Position in den Gropyus-Vorstand.
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Mirjam Stolz wird neue Gropyus-CFO | (c) Gropyus
Mirjam Stolz wird neue Gropyus-CFO | (c) Gropyus

„Klimapositive“ Wohnhäuser vom hochautomatisierten Fließband – damit will das Wiener Scaleup Gropyus rund um Delivery Hero-Co-Founder Markus Fuhrmann die Welt erobern. Erst vor einem Monat unterstrich das Unternehmen seine Ambition mit dem Abschluss einer weiteren 100-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde. Zudem wurden in den vergangenen Monaten mehrere Großaufträge kommuniziert. Gropyus hantiert also mit großen Geldsummen.

Mirjam Stolz löst Alexandra Wittmann als CFO ab

Und diese verantwortet jetzt mit Mirjam Stolz ein neues Vorstandsmitglied: Sie wird Chief Financial Officer (CFO) des Scaleups. Sie folgt auf Alexandra Wittmann, die mit Anfang September als CFO zum Energieanbieter EVN wechselte und die Position seit Anfang 2023 inne gehabt hatte.

Reichlich Erfahrung – zuletzt in der Medienbranche

Mirjam Stolz war nach mehr als zehn Jahren bei EY sieben Jahre in unterschiedlichen Positionen für den Medienriesen Axel Springer in Berlin tätig. Unter anderem führte sie über drei Jahre die
Investmentaktivitäten in Startups und VC-Funds als Geschäftsführerin der Axel Springer Digital Ventures. Ab 2022 war sie in der Bauer Media Group als Chief Financial Officer für das deutsche Publishing-Geschäft in Hamburg tätig.

„Wird dazu beitragen, Gropyus bei der strategischen Finanzierung des Geschäftsmodells zu unterstützen“

„Gropyus steht kurz vor der Fertigstellung seiner hochautomatisierten Smart Factory und setzt mehrere Projekte deutschlandweit um. In dieser wichtigen Phase des Unternehmens wird sie mit ihrer umfassenden Expertise dazu beitragen, Gropyus bei der strategischen Finanzierung des Geschäftsmodells zu unterstützen und durch den Aufbau einer skalierungsfähigen, digitalen und kapitalmarktfähigen Finanzorganisation weiter zu professionalisieren“, heißt es vom Scaleup zur neuen CFO.

„Leistungsstarker, moderner und kosteneffizienter Finanzbereich“

Sie wolle mit ihrer Arbeit dazu beitragen, „ein erfolgreiches und nachhaltiges Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und den klaren Wachstumspfad fortzusetzen“, kommentiert Stolz: „Mit meinen Erfahrungen im Bereich der Transformation von Finanzorganisationen unterschiedlicher Größenordnungen kann ich Gropyus dabei unterstützen, einen leistungsstarken, modernen und kosteneffizienten Finanzbereich zu etablieren, der sich als Teil des gesamten Ökosystems von Gropyus versteht“, so die neue CFO.

„Hervorragende Ergänzung im Gropyus-Vorstand“

Und Daniel Riedl, Aufsichtsratsvorsitzender von Gropyus, meint: „Mit Mirjam Stolz gewinnen wir eine herausragende Managerin und exzellente Expertin in Sachen Strukturierung, Entwicklung und Digitalisierung von Finanzorganisationen. Als neue Chief Financial Officer wird sie eine hervorragende Ergänzung im Gropyus-Vorstand sein und dazu beitragen, die ambitionierten Unternehmensziele in die Tat umzusetzen.“

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Deepentix
© tecnet equity - (v.l.) Investor Kambis Kohansal Vajargah, Endri Deliu, Morteza Amini und Altan Nar (alle Deepentix) sowie Peter Buchinger (tecnet equity).

Das NÖ-Startup Deepentix hat eine Enterprise-KI-Plattform entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützen soll, aus Dokumenten wie Studien, Patenten oder internen Berichten einen sogenannten Wissensgraphen aufzubauen – ein Netzwerk aus Fakten und ihren Beziehungen. Dadurch lassen sich Antworten einer Künstlichen Intelligenz bis zum exakten Satz im Ursprungsdokument zurückverfolgen. Gerade in stark regulierten Branchen sei dies entscheidend, weil Aussagen jederzeit belegt und geprüft werden müssen.

Deepentix: Unternehmensdaten in Graphen überführen

Zielgruppe sind etwa Unternehmen in Branchen wie Pharma, Medizintechnik, Versicherungen oder Banken, die täglich mit großen Mengen an Studien, Patenten, Normen und internen Berichten arbeiten. Klassische generative KI liefere dazu zwar schnelle Antworten, könne deren Herkunft jedoch oft nicht lückenlos belegen. Genau hier möchte Deepentix ansetzen und unstrukturierte Unternehmensdaten in einen Wissensgraphen überführen – im Sinn einer nachvollziehbaren Wissensbasis für KI-Anwendungen.

„Wenn Mitarbeitende einer KI blind vertrauen müssen, weil sie deren Antworten nicht überprüfen können, ist das gerade in sensiblen Bereichen ein echtes Risiko. Genau dieses Vertrauensproblem lösen wir, indem wir jede Antwort bis zu ihrem Ursprung im Dokument sichtbar machen“, erklärt Morteza Amini, Mitgründer und CEO von Deepentix.

Mehrere Sprachmodelle

Der Aufbau von Wissensgraphen erfolge Deepentix nach häufig im Rahmen aufwendiger Beratungsprojekte oder über standardisierte Lösungen, die sich nur begrenzt auf einzelne Fachbereiche zuschneiden lassen. Bei Unternehmen, die ihre sensiblen Daten selbst kontrollieren und gleichzeitig präzise Ergebnisse benötigen, stoße dieser Ansatz oft an seine Grenzen. Aus diesem Grund entwickelte das Startup kein Beratungsprojekt für einzelne Kunden, sondern ein Werkzeug, mit dem Unternehmen Wissensgraphen selbst erstellen, betreiben und an ihre Anforderungen anpassen können.

Dabei setzt die Plattform nicht auf ein einziges großes KI-Modell aus der Cloud, sondern auf mehrere kleine, spezialisierte Sprachmodelle, die gezielt auf einzelne Fachbereiche wie Pharma oder Banken trainiert werden. Dadurch sollen die Ergebnisse präziser werden, während die Modelle bei Bedarf direkt auf den eigenen Servern der Unternehmen betrieben werden können.

Dafür gab es nun eine Pre-Seed-Finanzierung in sechsstelliger Höhe, an der sich tecnet equity, der internationale Frühphaseninvestor Rockstart sowie der Business Angel Kambis Kohansal Vajargah beteiligt haben. Das frische Kapital soll vor allem in Forschung und Entwicklung sowie in den Ausbau erster Pilotprojekte in regulierten Branchen fließen.

Deepentix baut Wissensnetz

„Wir verstehen uns nicht als Berater, die für einzelne Kunden ein Wissensnetz bauen, sondern als Technologieanbieter, der Unternehmen die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten und Modelle gibt“, so Amini weiter. „Mit tecnet equity, Rockstart und Business Angel Kambis Kohansal Vajargah haben wir Partner an Bord, die den Weg von Deep-Tech-Startups aus erster Hand kennen. Das gibt uns nicht nur Kapital, sondern auch Zugang zu Netzwerk und Erfahrung, um in dieser Phase die richtigen Schritte zu setzen.“

Peter Buchinger, Investment Associate bei tecnet equity, ergänzt: „Uns hat neben der Technologie vor allem das stark aufgestellte Gründerteam von Deepentix überzeugt. Die Kombination aus wissenschaftlichem Hintergrund und Erfahrung in internationalen Unternehmen war ausschlaggebend, in dieser frühen Phase zu investieren.“

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