12.10.2020

greenstart Online-Voting: Die Abstimmung läuft noch bis zum 15. Oktober

Das greenstart Online-Voting des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium (BMK) läuft noch bis 15. Oktober. Insgesamt stehen zehn Startups zur Auswahl, die mit ihren Business-Ideen einen Beitrag zur Klimawende leisten.
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greenstart
(c) greenstart / der brutkasten
kooperation

In den letzten Monaten haben insgesamt zehn Startups ihre CO2-sparenden Business-Ideen im Rahmen von „greenstart“ weiterentwickelt. Jetzt nähert sich der Wettbewerb des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium (BMK) seinem Finale: Die Öffentlichkeit kann nun per Online-Voting mitentscheiden, welche drei Startups sich durchsetzen.

+++ HIER GEHT’S ZUM VOTING +++

Neben dem Titel „greenstar“ erhalten die TOP-3 auch je 15.000 Euro Preisgeld. Das Resultat ergibt sich laut den Initiatoren 30 zu 70 aus dem Ergebnis des Online-Votings und aus der Bewertung einer Fachjury. Ende November 2020 werden die drei siegreichen Teams bekannt gegeben.

greenstart: Jetzt Online abstimmen

Welche drei Startups den Wettbewerb für sich entscheiden können, liegt im Ermessen der Fachjury – und in den Händen der Öffentlichkeit: Auf der Website kann ab sofort bis zum 15. Oktober für die persönlichen TOP-3 der nachhaltigen Projekte und Business-Ideen abgestimmt werden. Jede Stimme entscheidet mit, wer Ende November 2020 als „greenstar“ präsentiert wird und 15.000 Euro Preisgeld erhält.

Die TOP-10 Startups, die sich aktuell auf greenstart.at um den Sieg bewerben, wurden im Frühjahr von einer Fachjury aus zahlreichen Einreichungen ausgewählt – der brutkasten berichtete.

Im Rahmen des greenstart Programms erhalten sie ein halbes Jahr lang Coachings, Workshops, aber auch Zugang zu Netzwerken und Öffentlichkeitsarbeit sowie finanzielle Unterstützung. So entwickeln sie ihre nachhaltigen Geschäftsideen gezielt weiter.

Gewinnspiel für Voting-Teilnehmer

Wer abstimmt, kann auch an einem Gewinnspiel teilnehmen – als Gewinnspielpreis winkt laut den Initiatoren eine Übernachtung im Wohnwagon Karl.


Die Startups im Überblick

Campfire Solutions

Um die Emissionen und Energiekosten der Industrie auf ein Minimum zu reduzieren, ohne dabei Einbußen in der Produktion in Kauf nehmen zu müssen, entwickelt Campfire Solutions das Softwaretool „KEEA“ (Knowledge-based Energy Efficiency Advisor). Mit Hilfe von Optimierungsalgorithmen und “knowledge graphs” werden Betriebsstrategien optimiert und effizienter gestaltet, ohne dass zusätzliche Hardware erforderlich ist. Die Cloud basierte Software profitiert dabei von fabriksübergreifendem Wissen. Anhand dieses Wissens und betrieblicher Informationen schlägt KEEA täglich verschiedene Produktionsalternativen vor, um angegebene Ziele zu erreichen. Zudem kann auch der vorangehende Fortschritt, z. B. ersparte Energiekosten oder CO2-Emissionen, überwacht werden.

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GemüseGepard

Durch GemüseGepard nimmt Obst und Gemüse immer den schnellsten Weg. Auf unserer Onlineplattform wird Obst und Gemüse direkt von der Landwirtschaft an die Gastronomie verkauft. Alle notwendigen Zwischenschritte werden von uns organisiert. Die bereits gewaschene und geschnittene Ware wird direkt in die Küche geliefert – dazu auch ein Zertifikat, aus dem Rückverfolgbarkeit und CO2-Abdruck hervorgehen. Das führt zu einer klimaschonende Lieferkette mit kürzeren Transportwegen. Mit wenig Aufwand bekommen Landwirte einen neuen Vertriebsweg, der Konsum lokaler Produkte steigt und die Wertschöpfung bleibt in der Region.

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Rebel Meat

Rebel Meat entwickelt regionale Bio-Fleischprodukte, die zu 100 % nach Fleisch schmecken, dazu aber nur 50 % Fleisch benötigen – der Rest sind hochwertige Pilze, Hirse und Gewürze. Gesundheits- und umweltbewusste Konsument*innen können so ihren Fleischkonsum reduzieren, ohne auf das Fleischerlebnis zu verzichten. Das Produkt wird aktuell an ausgewählte Gastronomiebetriebe vertrieben und soll in Zukunft auch über den Einzelhandel erhältlich sein. Zudem werden laufend neue fleischreduzierte Produkte entwickelt, um möglichst viele Fleischkategorien abzudecken und eine noch größere Konsument*innengruppe zu erreichen.

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Legendary Vish

Legendary Vish hat sich auf die 3D-Produktion von pflanzenbasierten Fisch wie Lachsfilet oder Thunfisch fokussiert. Im Gegensatz zu untexturierten Konkurrenzprodukten (wie z. B. Fischstäbchen oder Thunfisch aus der Dose), wird es durch die Methode des 3D-Printings ermöglicht, die Konsistenz und das Aussehen von verschiedenen Fischarten detailgetreu nachzustellen. Legendary Vish gibt Fisch-Liebhaber*innen eine vegetarische Alternative und bedient zugleich den noch wenig entwickelten aber zukunftsträchtigen Markt von pflanzenbasierten Fischersatzprodukten. Die Verwendung von pflanzenbasierten Inhaltsstoffen erlaubt zudem eine deutlich klimaschonendere Produktion gegenüber der konventionellen Fischindustrie.

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inoqo

inoqo entwickelt eine mobile Applikation, die Konsument*innen in ihrem Einkaufsverhalten mehr Transparenz, Informationen und Guidance zu nachhaltigkeitsrelevanten Themen bietet. Auf Basis individuell definierter Werte und Prioritäten erhalten User*innen durch passives tracken ihrer Lebensmitteleinkäufe für sie relevante Nachhaltigkeitsinformationen, -warnungen und -empfehlungen. Außerdem werden Nutzer*innen über Gamification und gezieltes Ausspielen von Informationen zusätzlich motiviert, kontinuierlich noch nachhaltiger zu konsumieren. Dadurch soll nachhaltiges Einkaufsverhalten erleichtert und zugleich ein Wettbewerb für mehr Transparenz und nachhaltigere Produktionsbedingungen (oder -methoden) bei den Hersteller*innen entfacht werden.

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Hex

Hex bietet mit der Software-as-a-Service-Lösung „hex.drive“ ein System für die Buchung und den Betrieb von Mikro-Öffentlichen Verkehr („Mikro-ÖV“)-Flotten. Damit wird das Mobilitätsangebot in ländlichen Gebieten erhöht und auf individuelle Nachfrage reagiert. Die Hex-Algorithmen schaffen dabei aufgrund komplexer mathematischer Berechnungen Einsparungen, die sich neben einer Kostenreduktion insbesondere in einer verminderten CO2-Belastung sowie einem niedrigeren Energieverbrauch widerspiegeln. Dank diesem bedarfsorientierten Mobilitätsangebot können Buchungen in Echtzeit ressourcenoptimal und umweltverträglich durchgeführt werden.

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SolOcean

SolOcean hat mit „SolOcean Floater“ modulare wind- und wellenfeste Photovoltaikanlagen entwickelt, die in jedem Gewässer Energie erzeugen können. Die Anlagen verfügen über eine Glasbeschichtung, die die Anhaftung von Salzkristallen verhindert bzw. stark reduziert, wasserundurchlässig ist und halten aufgrund ihrer Konstruktion auch bis zu drei Meter hohen Wellen stand. Die horizontale Montage des PV-Elementes macht es zudem windsicher. Der „SolOcean Floater“ kann sowohl auf Salz- als auch auf Süßwasserflächen zur Energiegewinnung eingesetzt werden. Würde in Österreich nur ein Drittel aller Stau- und Speicherseen mit dem „SolOcean Floater“ belegt werden, könnte man damit 5 Gigawatt (GW) elektrische Leistung produzieren.

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Traivelling

Traivelling ist das allererste konsequent klimafreundliche Bahnreisebüro und bietet eine Alternative zum Reisen per Flugzeug. Dabei werden vorab geschnürte Ticketpakete für Reisen in Europa bis nach Asien oder aber auf individuelle Anfrage hin angeboten. Als offizieller Vertriebspartner der ÖBB und der DB steht günstiges, verlässliches und einfaches Reisen im Fokus. Zudem wird die Entwicklung eines innovativen Buchungstools vorangetrieben, wodurch es der Branche erstmals möglich sein wird, internationale Zugreisen weitgehend automatisiert (fast) so einfach zu planen und zu buchen wie Flugreisen.

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Temprify

Temprify hat sich auf die Entwicklung von Mehrweg-Transportlösungen für temperatursensible Waren konzentriert. Die Kühltechnologie basiert auf dem Prinzip der natürlichen Konvektion und ermöglicht mit der „tempriBox“ das postalische Versenden von Tiefkühlware über einen Zeitraum von über 30 Stunden bei bis zu 50°C Außentemperatur, ohne dabei die Kühlkette zu unterbrechen. Sie ist damit eine sichere und kostengünstige Alternative zu einmalig verwendbarem Trockeneis und teuren aktiv gekühlten Transportflotten – vor allem im Bereich von Lieferservices für Lebensmittel.

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Green Sentinel

Das neuartige RSR-Verfahren („Recovered Sludge Resources“) der Green Sentinel GmbH bereitet den Abfall „Klärschlamm“ vollständig zu werthaltigen Produkten auf. Weltweit einzigartig ist die Kombination aus Gewinnung eines gereinigten Biobrennstoffes aus dem organischen Anteil des Schlamms bei gleichzeitiger Rückgewinnung der enthaltenen Wertstoffe, wie z. B. Phosphor. Die Aufbereitung des Schlamms erfolgt entweder über stationäre Anlagen oder mittels mobilen Behandlungsanlagen direkt am Entstehungsort. Dadurch wird den Kläranlagen das gesamte Schlammhandling abgenommen, Entsorgungs-kosten eingespart und sichergestellt, künftige Pflichten z. B. zur Phosphor-Rückgewinnung bereits heute abzudecken.

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*Disclaimer: Der brutkasten ist Kooperationspartner von greenstart

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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greenstart Online-Voting: Die Abstimmung läuft noch bis zum 15. Oktober

Welche drei Startups den Wettbewerb für sich entscheiden können, liegt im Ermessen der Fachjury – und in den Händen der Öffentlichkeit: Auf der Website kann ab sofort bis zum 15. Oktober für die persönlichen TOP-3 der nachhaltigen Projekte und Business-Ideen abgestimmt werden. Jede Stimme entscheidet mit, wer Ende November 2020 als „greenstar“ präsentiert wird und 15.000 Euro Preisgeld erhält.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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