20.10.2025
GREENPASS

2 Mio. Euro Schulden: Wiener Climate-Tech-Startup muss saniert werden

Das Wiener Climate-Tech-Startup greenpass begründet seine Insolvenz mit Einsparungen bei Kund:innen. Nun wurde ein Sanierungsantrag gestellt.
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Ein „One-Stop-Shop“ zur Klimawandelanpassung und Dekarbonisierung in der Immobilienlandschaft – so lautet das Produktversprechen des Wiener Startups greenpass. Die KI-basierte SaaS-Lösung des Unternehmens ermöglicht es Bauträgern, Investor:innen und Portfoliomanager:innen sicherzustellen, dass ihre Immobilien „klimasicher“ sind und CSRD- sowie EU-Vorgaben entsprechen.

Buwog, Billa, Ikea und Stadt Wien als Referenzkunden

Damit konnte das Startup, das 2018 als BOKU-Spin-off startete, Referenzkunden wie Buwog, Billa, Ikea und Stadt Wien für sich gewinnen. Noch vor etwas mehr als einem Jahr verkündete das damals rund 20-köpfige Unternehmen den Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde, wie brutkasten berichtete.

Sanierungsantrag mit 2,1 Mio. Euro Schulden

Nun geriet greenpass jedoch in finanzielle Schwierigkeiten. Wie die Tageszeitung Kurier mit Bezug auf Angaben von Creditreform berichtet, musste das Startup einen Insolvenzantrag einbringen. Dabei wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung mit einer Quote in Höhe von 20 Prozent beantragt. Die Passiva belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro, die Aktiva auf 126.000 Euro.

Einsparungen bei Kunden aufgrund der geopolitischen Lage

Im Insolvenzantrag begründet greenpass die Zahlungsunfähigkeit mit der geopolitischen Lage. Die Kostensteigerungen und daraus resultierende Zinserhöhungen und Unsicherheiten an den Kapitalmärkten hätten zu einer deutlichen Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklungen in den relevanten Zielmärkten geführt.

„Geschäftspartner und Kunden mussten Einsparungen vornehmen, in moderne Neubau,- Sanierungs,- und Immobilienentwicklungsprogramme wurde weniger investiert. Strengere Kriterien bei der Vergabe von Darlehen (u. a. KIM-Verordnung) haben in den vergangenen Jahren die Finanzierung von Immobilienprojekten erschwert. Die Zurückhaltung im Immobilien- und Bausektor führte dann zu einem Auftragsrückgang und Umsatzverlusten“, zitiert der Kurier.

„Weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen“ mit Arbeitsplatzabbau

Der Insolvenzantrag sei letztlich alternativlos gewesen. „Weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen“ seien bereits eingeleitet worden. Arbeitsplätze sollen abgebaut und unrentable Teilbetriebe eingestellt werden, heißt es weiter.

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Neos und epicenter.works orten Datenschutz-Skandal rund um Härtefallfonds
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In einem Interview mit brutkasten im Februar dieses Jahres hob die Wiener Digitalstadträtin Barbara Novak (SPÖ) den Standort Wien für eine „AI Gigafactory“ noch hervor. Die Abwärme der Server sollte dabei direkt in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist werden, so das Konzept. „Bei einer AI Gigafactory fällt sehr viel Abwärme an, mit der bis zu 200.000 Haushalte versorgt werden könnten. Das wäre ein wesentlicher Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärme und stellt eine klassische Win-win-Situation dar“, so Novak im Interview.

Brief von Digitalstadträtin an EU

Die Auflagen der Förderung seien von Seiten der EU nun aber dahingehend geändert worden, dass das Projekt an keinen bestimmten Standort bzw. an keine definierten Auflagen gebunden werden dürfe, berichtet die Tageszeitung Kurier. Ein zentrales Element der Wiener Bewerbung beinhaltet jedoch die erwähnte Anknüpfung der Gigafactory an das Fernwärmenetz (brutkasten berichtete). Laut Kurier wird in einem offiziellen Brief der Digitalstadträtin an die EU nun dazu aufgerufen, die Auflagen für die Förderung nochmal zu überdenken.

„Einkaufsgemeinschaften“ nicht passend für Stadt Wien

Das Finanzierungsmodell für das 5-Milliarden-Euro-Projekt sah ursprünglich vor, dass zwei Drittel der Mittel von privaten Investoren und ein Drittel gemeinschaftlich von der Stadt Wien, dem Bund sowie der EU aufgebracht werden. Aktuelle Bestrebungen in Brüssel sehen nun jedoch die Bildung von standortungebundenen „Einkaufsgemeinschaften“ vor. Für Wien würde dies bedeuten, dass das Projekt nicht mehr zwingend an die geplante Abwärme-Integration in das Fernwärmenetz gekoppelt werden dürfte. Da diese Koppelung jedoch eine Grundvoraussetzung der Wiener Bewerbung ist, wird eine Beteiligung unter den geänderten Bedingungen derzeit hinterfragt.

Fünf Gigafactories geplant

Bis zum Jahr 2028 plant die Europäische Union den Baubeginn von bis zu fünf neuen „AI-Gigafactories“. Diese hochmodernen Rechenzentren sollen speziell auf die enormen Anforderungen zugeschnitten werden, die das Training und der laufende Betrieb fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz mit sich bringen. Dabei legt die EU besonderen Wert auf strengste Maßstäbe in den Bereichen Datensicherheit, IT-Schutz und Energieeffizienz.

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