12.03.2026
LANDSCAPE

Green Tech Startups Austria 2026: 228 Unternehmen auf der neuen Landscape

Die aktuelle Landscape 2026 verzeichnet 29 neue Startups, die sich auf Klima- und Umwelttechnologien spezialisieren. Geografisch geben bei den Neugründungen vor allem die Steiermark und Wien den Ton an.
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(c) brutkasten / Stefan Kottek

Seit mehreren Jahren bietet die Erhebung von Green Tech Startups Austria einen systematischen Überblick über heimische Startups im Bereich Klima- und Umwelttechnologien. Nachdem im Vorjahr noch 215 Startups auf der Landscape gezählt wurden (brutkasten berichtete), listet die aktuelle Version für das Jahr 2026 nun 228 Unternehmen. Das entspricht einem Plus von sechs Prozent.

Die Landscape

Die Startup-Landscape ist eine kuratierte Datenübersicht. Sie erfasst in Österreich ansässige Unternehmen, die auf Nachhaltigkeitstechnologien spezialisiert und jünger als zehn Jahre alt sind. Koordiniert wird das Projekt vom Green Tech Valley in Zusammenarbeit mit Partnern wie Austrian Startups, Austria Wirtschaftsservice, Climate Lab, invest.austria und den AplusB Zentren. Die Darstellung dient dazu, das Ökosystem für Industrieunternehmen, Förderstellen und Investor:innen strukturiert abzubilden und so den Zugang für Kooperationen zu erleichtern.

(c) Green Tech Startups Austria 2026

29 neue Startups

Für die Landscape 2026 wurden 29 Startups neu aufgenommen, während 16 altersbedingt (Gründung liegt mehr als zehn Jahre zurück) aus der Erfassung fielen. Bei den 29 Neuzugängen verzeichnet der Bereich „Digital“ mit 35 Prozent den größten Anteil und löst damit den Sektor „Energy“ (31 Prozent) ab. Die weiteren Felder umfassen „Building“ (14 Prozent) sowie „Circular“ und „Biotech & Food“ (jeweils zehn Prozent).

Geografisch konzentrieren sich die neuen Startups vor allem auf die Steiermark (zwölf) und Wien (zehn). Niederösterreich und Kärnten stellen je zwei neue Unternehmen; Oberösterreich, Vorarlberg und das Burgenland jeweils eines. Die Standorte rund um die technischen Universitäten in Wien, Graz und Leoben bilden erneut den Schwerpunkt. „Insbesondere der Raum rund um die Montanuniversität Leoben hat sich hier als Turbo herausgestellt“, so Green-Tech-Valley-Geschäftsführer Bernhard Puttinger.

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calliora
© calliora - Frederik Träuble und Jonas Wildberger.

Das Münchner Startup calliora von Frederik Träuble und Jonas Wildberger entwickelt eine KI-Plattform für Krankenhäuser, die den Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand reduzieren und Erlöse besser absichern soll. Nach Angaben des Unternehmens begleitet die Software Behandlungsfälle von der Aufnahme bis zur Abrechnung und verknüpft dafür Informationen aus verschiedenen bestehenden Systemen.

calliora: Fokus auf Dokumentation und Abrechnung

Ein Schwerpunkt liegt auf Dokumentation und Abrechnung. Die Plattform unterstützt bei der Kodierung und prüft Fälle auf typische Prüfmuster des Medizinischen Dienstes. Zudem sollen abrechnungsrelevante Informationen frühzeitig erkannt und für die weitere Bearbeitung im Krankenhaus bereitgestellt werden. Für das Controlling bietet calliora eigene Auswertungen und Analysen an.

Hinter dem Produkt steht die Annahme, dass Informationen zu einem Behandlungsfall in Krankenhäusern über zahlreiche unterschiedliche Systeme und Prozesse verteilt sind. Fehlen Angaben oder werden sie nicht an der richtigen Stelle übernommen, kann dies zu zusätzlichem Bearbeitungsaufwand oder zu Problemen bei der Abrechnung führen. Calliora will diese Lücken durch eine zentrale, KI-gestützte Verarbeitung der vorhandenen Informationen verringern.

Bertelsmann und Angel-Investoren dabei

Nun hat das Münchner Startup eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über sechs Millionen US-Dollar abgeschlossen: „Unsere Pre-Seed-Runde wird von BHI – Bertelsmann Healthcare Investments und redalpine angeführt. Mit dabei sind Angel-Investoren aus Krankenhausmanagement und KI, darunter Dr. Ulrich Wandschneider (ehemaliger CEO von Asklepios und Mediclin AG), Sara Siegel (Global Health Sector Leader, Deloitte), Peter Sarlin (Postscriptum, NestAI, QuTwo & Silo AI) und Frank Hutter (Prior Labs)“, schreibt das Startup in einem LinkedIn-Post.

Die Plattform soll bereits bei der Aufnahme eines Falls unterstützen und prüfen können, ob eine Behandlung ambulant, stationär oder als Hybrid-DRG abzurechnen ist. Dabei dokumentiert sie die dafür maßgeblichen Gründe. Im weiteren Verlauf soll die Software fehlende Informationen, Fristen und mögliche nächste Schritte erkennen und das Klinikpersonal dort einbinden, wo eine menschliche Prüfung erforderlich ist.

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