17.02.2026
DOKUMENTATION

Grazer Startup recordIT erleichtert Überprüfung kritischer Infrastruktur

Die Prüfung von Brücken, Tunneln und Stützmauern ist für Betreiber kritischer Infrastruktur ein enormer Aufwand. Das Grazer Tech-Unternehmen recordIT will diesen Prozess mithilfe von Photogrammetrie vereinfachen.
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© recordIT

Die regelmäßige Überprüfung kritischer Infrastruktur ist für Betreiber wie die ÖBB oder Landesregierungen eine logistische Herkulesaufgabe. Brücken, Stützmauern und Tunnel müssen in festen Zyklen – von der jährlichen Begehung bis zur umfassenden Expertenprüfung alle sechs Jahre – kontrolliert werden. Das Grazer Tech-Unternehmen recordIT von Stefan Grubinger nutzt nun zwei Jahre Entwicklung im FFG-Basisprogramm, mit einem Projektvolumen von fast einer Million Euro, um diesen Prozess von der 2D-Dokumentation in die dritte Dimension zu heben.

recordIT greift auf Photogrammetrie zurück

Das Startup wurde 2017 von Grubinger gegründet, weil automatisches Reporting im Ingenieurs-Bauwesen damals kaum existierte. Der Gründer startete mit ersten Überlegungen bereits 2016 und wurde dabei u.a. von Simon Jimenéz von Storywise unterstützt.

(c) recordIT

Bis dahin basierte die Schadensaufnahme von Bauwerken oft auf punktuellen Fotos und textlichen Beschreibungen. Das recordIT-Team hat daher ein Verfahren entwickelt, das Dokumentation mittels Photogrammetrie (Anm.: berührungsloses Messverfahren, das aus überlappenden 2D-Fotos präzise 3D-Modelle, Punktwolken oder maßstäbliche Pläne rekonstruiert.) erfasst. Der entscheidende Vorteil: Das 3D-Modell steht unmittelbar vor Ort zur Verfügung.

Dreiviertel-Million Umsatz

Durch die Informationsdichte der Texturen lassen sich Schadensbilder wie Risse oder Feuchtstellen präziser interpretieren als durch klassische Aufnahmen, so der Claim. Da die Modelle maßstabsgetreu sind, erübrige sich in vielen Fällen das erneute Anfahren der Baustelle für Nachmessungen – eine enorme Zeitersparnis im Vergleich zur herkömmlichen Methode, wie es vom Startup heißt.

RecordIT verzeichnet ein jährliches Wachstum von 25 Prozent und steuert im laufenden Geschäftsjahr auf einen Umsatz von 750.000 Euro zu. Zu den Kunden gehören u.a. die Länder Steiermark, Salzburg und Vorarlberg sowie die Stadt Graz. Auch die ÖBB sowie spezialisierte Ingenieurbüros zählen zum Kundenstamm.

Mehr als „ein paar Striche“

Trotz des Erfolgs sieht das Team das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Ziel ist es, die Technologie noch spezifischer an die komplexen Anforderungen des Bausektors anzupassen. Um diese Entwicklung zu beschleunigen und die Marktpräsenz auszuweiten, setzt das Unternehmen auf weiteres Wachstum und die Akquise von Kapital.

„Am Ende des Tages geht es um die Qualität der Information“, sagt Grubinger. „Während herkömmliche Berichte oft nur ‚ein paar Striche‘ auf einem Plan bieten, liefert die photogrammetrische Erfassung eine Datentiefe, die eine vorausschauende Instandhaltung erst möglich macht.“

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v.l.n.r.: David Riedl und Laurenz Sutterlüty, die beiden Gründer und Geschäftsführer von EnerCube | © Kathrin Gollackner

Die Nächte werden länger, die Temperaturen beginnen zu sinken. Kurzum: Die Heizsaison beginnt. Der Salzburger Heizzentralen-Hersteller EnerCube bietet mit seinen Wärmepumpen-Heizzentralen eine nachhaltige Heizungsmöglichkeit an. Nun bringt er im Zuge der strategischen Partnerschaft mit Panasonic eine neue Modellreihe auf den Markt, die vor allem für große Gebäude gedacht ist. Damit soll die Wärmewende in Gewerbe, Industrie und kommunalen Gebäudebeständen vorangetrieben werden.

Fertigung in Europa

EnerCube integriert bei der neuen Reihe Luftwärmepumpen der Big Aquarea M-Serie von Panasonic in seine Heizzentralen. Gefertigt werden die Wärmepumpen in Europa in einer tschechischen Panasonic-Fabrik in Pilsen. EnerCube verantwortet die Entwicklung und ganzheitliche Fertigung der Heizzentralen und greift dabei auf die etablierte Wärmepumpentechnologie von Panasonic zurück.

Schneller Tausch, geringe Investitionskosten

Das Salzburger Unternehmen setzt auf vorgefertigte Heizzentralen, wobei die einzelnen Komponenten bereits im Werk zusammengesetzt werden. Das soll einen schnellen Tausch garantieren. Zusätzlich seien die Investitionskosten laut dem Salzburger Unternehmen geringer als bei bestehenden Modellreihen. „Wir wollen den Heizungstausch so einfach machen, dass sich auch große Gebäudebestände mit überschaubarem Aufwand und wirtschaftlich tragfähigen Investitionskosten auf eine nachhaltige Wärmeversorgung umstellen lassen“, sagt David Riedl, Co-Gründer und Geschäftsführer von EnerCube.

Co-Gründer und ebenfalls Geschäftsführer Laurenz Sutterlüty ergänzt: „Mit der neuen Modellreihe erweitern wir unser Angebot an vorgefertigten Heizzentralen auf Basis von Panasonic Luftwärmepumpen und schaffen damit Lösungen, die durch ihre kompakte Bauweise, hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit überzeugen.“ Die neuen Geräte erreichen bis zu 180 kW Wärmepumpenleistung, wodurch größere Gebäude mit einer Einheit, auch Cube genannt, versorgt werden können. Die Einheiten werden außerhalb der Gebäude aufgestellt und benötigen laut EnerCube nicht mehr Platz als die Fläche eines Autoparkplatzes. Neben dem Heizen können die Cubes auch zum Kühlen und zur Warmwasserbereitung verwendet werden.

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