17.10.2025
GRADE

Wiener Black Manta Capital Teil von neuer Initiative mit „Reisepass für digitale Assets“

Zusammen mit weiteren internationalen Finanzakteuren startet Black Manta Capital Partners aus Wien die Initiative GRADE (Global Regulated Asset & Digital Exchanger Alliance).
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Alexander Rapatz | (c) Black Manta
Alexander Rapatz | (c) Black Manta

„Der Markt für Tokenisierung und digitale Vermögenswerte steht vor der weitreichenden Etablierung, wird jedoch immer noch von in unterschiedlichen Regionen fragmentierter Regulierung behindert. Dafür müssen Emittenten teure und sich oft wiederholende Zulassungsprozesse durchlaufen“, sagt Alexander Rapatz, CEO von Black Manta Capital Partners.

Gemeinsam mit einer Reihe weiterer internationaler Finanzakteure will sein Unternehmen die Situation nun verbessern. Zusammen mit Hydra X, Particula, 21X, Mio3, Assetera, Texture Capital, Sologenic und INX startet Black Manta Capital die Initiative GRADE – kurz für Global Regulated Asset & Digital Exchanger Alliance.

„Der Eligibility Passport standardisiert Informationen, nicht Regeln“

„GRADE will die [durch die fragmentierte Regulierung] entstehenden Reibungsverluste aus der Welt schaffen, indem Informationen transparent sichtbar und Prozesse zusammengeführt werden“, sagt Rapatz. Konkret bietet die Initiative einen sogenannten „Eligibility Passport“ – einen einheitlichen Standard, mit dem Emittenten digitaler Assets sich auf die Zulassungsanforderungen in unterschiedlichen Regionen vorbereiten können sollen.

„Der Eligibility Passport standardisiert Informationen, nicht Regeln, sodass jede Börse ihre Autonomie bewahren und gleichzeitig von einer einzigen, zuverlässigen Informationsquelle profitieren kann“, erklärt Nadine Wilke, Mitbegründerin von Particula.

Emittenten reichen dabei zunächst ein standardisiertes Due-Diligence-Paket beim GRADE-Koordinator Particula ein. Dieses wird geprüft und mit den jeweiligen Regelwerken der vorgesehen Handelsplätze abgeglichen. Die endgültige Entscheidung über Zulassung und Listing bleibe bei den zuständigen Akteuren in diesen Handelsplätzen, heißt es von der Initiative. Emittenten sollen letztlich einen klaren Überblick darüber erhalten, wo sie die Voraussetzungen erfüllen und wo noch Lücken bestehen.

„Notwendige Grundlagen für einen einheitlichen globalen Markt schaffen“

„Wir alle haben schon erlebt, dass unglaubliche, regulierte Vermögenswerte in isolierten Liquiditätsbereichen blockiert werden, weil grenzüberschreitende Börsennotierungen zu komplex sind“, sagt Mark Tang, Vice President bei HydraX. Bei GRADE gehe es darum, die notwendigen Grundlagen für einen einheitlichen globalen Markt zu schaffen. „Durch die Standardisierung des Informationsflusses schaffen wir endlich die Voraussetzungen für echte, netzwerkweite Liquidität“, so Tang.

GRADE wird von den Gründungsmitgliedern geleitet. Ein Verwaltungsrat und Expertenausschüsse sollen gleichzeitig sicherstellen, „dass die Initiative von genau den Marktteilnehmern gesteuert wird, denen sie dient“. Die Mitgliedschaft stehe regulierten Handelsplätzen und qualifizierten Infrastrukturpartnern offen. Man wolle die erste Anlaufstelle für praktische Leitlinien zur Notierung tokenisierter Vermögenswerte und zur Produktdiversifizierung sein, heißt es von der Initiative.

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Isabell Claus, Ashley Zvaniashvili, Eva Reder (v. l.) | (c) xchannels.ai

Das Wiener KI-Startup xchannels.ai setzt seinen internationalen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, geht es eine strategische Partnerschaft mit der im Silicon Valley ansässigen Marketingagentur GrowthMasters.io ein. Für das von Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili geführte Startup ist die Kooperation der nächste Schritt seiner internationalen Wachstumsstrategie. „Die Präsenz im Silicon Valley ist für uns keine symbolische Geste, sondern essentieller Teil unserer Strategie“, sagt Ashley Zvaniashvili, Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Wissenstransfer zwischen dem Silicon Valley und Europa. Xchannels.ai will die lokale Marktkenntnis und das Netzwerk von GrowthMasters.io nutzen, um neue Entwicklungen rund um KI, digitales Marketing und AI Visibility direkt im US-Markt aufzugreifen. AI Visibility bezeichnet die Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT.

„Im Silicon Valley entstehen nahezu alle Trends, die später weltweit Marketingstrategien und digitale Geschäftsmodelle bestimmen. Europäische Unternehmen – insbesondere KMU – haben häufig erst mit starker Verzögerung Zugang zu diesem Wissen“, sagt Co-Geschäftsführerin Isabell Claus. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den USA will xchannels.ai in konkrete Marketinglösungen übersetzen, die die europäischen Kunden nutzen können.

US-Marketingagentur mit österreichischen Wurzeln

Mit GrowthMasters.io holt sich xchannels.ai einen Partner an Bord, der bereits seit mehreren Jahren im US-amerikanischen Marketingmarkt tätig ist. Die Agentur wurde von der Oberösterreicherin Eva Reder gegründet und ist auf LinkedIn-Content, digitales Marketing und bezahlte Werbekampagnen spezialisiert.

Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen entstand durch ein anderes österreichisches Startup. GrowthMasters.io sei auf der Suche nach einer technischen Lösung gewesen, wie sie xchannels.ai anbietet, erklärt Claus. Die Zusammenarbeit soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Während GrowthMasters.io seine Erfahrung und sein Netzwerk im US-Markt einbringt, stellt xchannels.ai seine KI-basierte Marketingplattform zur Verfügung. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Marketinginhalte automatisiert zu erstellen und über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten. GrowthMasters.io will die Plattform künftig auch für seine eigenen Kunden in den USA einsetzen.

Erste US-Kunden über GrowthMasters.io erwartet

Die Partnerschaft markiert laut Claus erst den Beginn der US-Expansion. Das Startup, dass in Kürze erste Bestandskunden von GrowthMasters.io auch die Plattform von xchannels.ai nutzen werden.

Darüber hinaus plant das Unternehmen noch vor Jahresende eine Reise in die USA, um potenzielle Geschäftspartner zu treffen, die eigene Plattform vorzustellen und sein Netzwerk weiter auszubauen. Neben dem Silicon Valley steht dabei auch New York im Fokus. Vor allem die dort stark vertretene Kreativ- und Werbeindustrie mache den Standort für xchannels.ai interessant.

Von acht auf zehn internationale Märkte

Auch in Europa setzt xchannels.ai seinen Wachstumskurs fort. Bereits im August war das Startup nach eigenen Angaben mit rund 50 Unternehmenskunden in acht Ländern aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen laut Claus 86 Kunden und zehn Mitarbeitende. Die Zahl der internationalen Märkte ist auf zehn gestiegen, zuletzt kamen Lettland und Italien hinzu.

Beim internationalen Wachstum setzt xchannels.ai weiterhin auf strategische Partnerschaften. Unter anderem arbeitet das Startup bereits mit der Deutschen Telekom zusammen. Die nun geschlossene Kooperation mit GrowthMasters.io soll diesen Ansatz auf den amerikanischen Markt ausweiten.

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