28.06.2023

Gouya Insights: Plattform begleitet Startups von der klinischen Entwicklung bis zum Markt

Die Wiener Plattform Gouya Insights möchte die klinische Entwicklung in Österreich fördern. Und Startups beim Markteintritt helfen.
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Gouya Insights, klinische Studien, Marktreife, Startups am Markt,
(c) Gouya Insights - Ghazaleh Gouya-Lechner von Gouya Insights.

Ghazaleh Gouya-Lechner ist Fachärztin für Innere Medizin, Kardiologie und klinische Pharmakologie. Ihr wurde der Titel Privatdozentin für Innere Medizin von der Medizinischen Universität Wien verliehen. 2016 hat sie ihr Unternehmen Gouya Insights mit Sitz in Wien gegründet. Und möchte damit Unternehmen und Startups im Health-Bereich helfen, auf den Markt zu kommen.

Gouya Insights: Von Vorstudie bis zum Markt

Die gebürtige Teheranerin ist zudem Vorstandsmitglied der GPMed (Gesellschaft für pharmazeutische Medizin) und der IFAPP, (International Federation of Pharmaceutical Physicians and Pharmaceutical Medicine) sowie Mitglied des „Research Innovation Circle“ des GPMed.

Ein großes Ziel von Gouya Lechner ist es, die klinische Entwicklung in Österreich, aber auch über die Grenzen hinaus voranzutreiben. Gouya Insights bündelt das notwendige Wissen, um Biotech- Unternehmen, akademische Startups sowie Pharma- und Medical Device-Firmen durch die verschiedensten Phasen der klinischen Entwicklung zu begleiten – von der Vorstudie bis zur Markteinführung.

Klinische Roadmap

So sollen Meilensteine innerhalb des definierten Zeitplans und Budgets erreicht und medizinische oder pharmazeutische Innovation in der schnellst möglichen Zeit auf den Markt gebracht werden. Dabei übersetzt Gouya Insights eigenen Angaben nach die Innovation seiner Kund:innen in eine klinische Roadmap und entwirft den effizientesten klinischen Entwicklungsplan.

Bei der Beratung im Vorfeld der Studie werden essentielle Fragen gestellt wie: Sollen wir das Produkt überhaupt entwickeln? Gibt es Indikationen für einen Medical Need und wenn ja, welche? Gibt es überhaupt einen Markt? Wie teuer muss das Medikament sein, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu sichern? Und handelt es sich um eine Indikation für seltene Krankheiten (Orphan Disease)?

Weitere Fragen

Wenn es eine Indikation gibt, folgt im weiteren Schritt die Recherchetätigkeit. Auch hier animiert Gouya-Lechner zu folgenden Fragestellungen wie etwa: Gibt es andere Produzenten in der Entwicklungsphase? Wie lauten die regulatorischen Vorgaben in der EU bzw. USA und andere Regionen? Wo liegen die Preise für die Medikamente? Und sind andere erfolgreicher?

„Unser Ziel ist es, unseren Kunden einen effizienten Ansatz und eine optimierte Strategie für die klinische Entwicklung zu bieten“, gibt das Gouya Insights-Team als Vision vor. „Wir fördern die Stärken der Produkte, damit wir gemeinsam die zukünftige Landschaft der Arzneimittel- und Geräteentwicklung gestalten können.“

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Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie soll den Gender Pay Gap verringern | (c) Marek Studzinski via Unsplash
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie soll den Gender Pay Gap verringern | (c) Marek Studzinski via Unsplash

Sie soll den Gender Pay Gap verkleinern, indem Unternehmen etwa konkrete Auskünfte über Gehälter geben müssen: Bereits 2023 beschloss das EU-Parlament die Entgelttransparenzrichtlinie. Mit einer Frist von drei Jahren sollte sie von den Mitgliedstaaten bis 7. Juni 2026 umgesetzt werden. Weil es eine Richtlinie (und keine Verordnung) ist, hatten die Nationalstaaten dabei einen gewissen Gestaltungsspielraum.

Begutachtungsentwurf im Alleingang zu Frist-Ende

Dieser führte wohl auch dazu, dass Sozialpartner und Regierung in Österreich sich nicht zeitgerecht auf die konkrete gesetzliche Umsetzung einigen konnten – ähnliches passierte übrigens in mehreren EU-Staaten. Nachdem es ein Ultimatum gestellt hatte, legte das SPÖ-geführte Sozial- und Arbeitsministerium zum Ablauf der Frist im Juni einen in Eigenregie erstellten Begutachtungsentwurf vor – zum Ärger mehrere Sozialpartner, etwa der Industriellenvereinigung (IV), die eine “Bürokratielawine” befürchtet.

Öffentlich ist dieser Entwurf noch nicht verfügbar. IV, Wirtschaftskammer, Gewerkschaftsbund (ÖGB) und Co., die ihn vorliegen haben, diskutieren aber längst per Presseaussendungen zu den Inhalten weiter. Während die konkreten vorgesehen Maßnahmen erst mit dem offiziellen Entwurf klar sein werden, steht bereits fest: Auf die eine oder andere Weise müssen die neuen Transparenzpflichten aus der Richtlinie von Unternehmen am Ende umgesetzt werden. Denn diese gibt klare Mindestanforderungen für die Nationalstaaten vor.

EU sieht Intransparenz als Ursache des Gender Pay Gap

Die EU will mit der Entgelttransparenzrichtlinie das bekanntlich in der Praxis nicht ausreichend umgesetzte Recht auf gleichen Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit sichern. Und bisher scheiterte die Bekämpfung der ungleichen Bezahlung von Männern und Frauen laut Analysen der EU-Kommission vor allem an der mangelnden Transparenz der betrieblichen Gehaltssysteme. Ziel der Richtlinie ist nichts weniger als ein grundlegender Kulturwandel in den Personalabteilungen: weg von historisch gewachsenen, intransparenten Gehaltsstrukturen hin zu nachvollziehbaren, geschlechtsneutralen Systemen.

Das sind die Eckpunkte der Richtlinie:

  • Gehaltstransparenz schon im Bewerbungsprozess: Arbeitgeber müssen Jobsuchenden das Einstiegsgehalt oder eine entsprechende Gehaltsspanne bereits vor dem ersten Gespräch mitteilen (z. B. direkt im Inserat). Die Frage nach dem letzten Gehalt beim vorherigen Arbeitgeber ist künftig gesetzlich verboten.
  • Individuelles Auskunftsrecht: Beschäftigte können schriftlich Auskunft darüber verlangen, wie viel Kolleg:innen im Durchschnitt verdienen, die eine gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichten – aufgeschlüsselt nach Geschlecht. Unternehmen müssen diese Daten innerhalb von maximal zwei Monaten liefern und die Belegschaft einmal jährlich proaktiv über dieses Recht informieren.
  • Schluss mit Schweigeklauseln: Vertragliche Klauseln, die Mitarbeitenden verbieten, über ihr Gehalt zu sprechen, werden ungültig.
  • Offenlegung der Aufstiegskriterien: Die Maßstäbe für die Festlegung des Gehalts und die Karriereentwicklung müssen für alle Beschäftigten leicht zugänglich sein. Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten können von der Pflicht zur Offenlegung der Aufstiegskriterien ausgenommen werden.
  • Verpflichtende Gehaltsberichte (Gender Pay Gap): Größere Betriebe müssen regelmäßig Kennzahlen zum geschlechtsspezifischen Lohnunterschied berechnen und veröffentlichen. Dafür gilt ein gestaffelter Zeitplan:
    • Ab 250 Beschäftigten: Jährliche Berichterstattung, erstmals zum 7. Juni 2027.
    • 150 bis 249 Beschäftigte: Berichterstattung alle drei Jahre, erstmals zum 7. Juni 2027.
    • 100 bis 149 Beschäftigte: Berichterstattung alle drei Jahre, erstmals zum 7. Juni 2031.
  • Pflicht zum Lohnaudit: Weist dieser Bericht in einer Beschäftigtengruppe eine ungerechtfertigte Lohnlücke von 5 Prozent oder mehr auf, die nicht innerhalb von sechs Monaten korrigiert wird, muss der Arbeitgeber gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung eine formelle, tiefgehende Entgeltbewertung durchführen und konkrete Gegenmaßnahmen einleiten.
  • Strengere Haftung und Beweislast: Werden die Transparenzpflichten verletzt, kehrt sich vor Gericht die Beweislast um: Dann muss das Unternehmen beweisen, dass keine Diskriminierung vorlag. Zudem haben Betroffene Anspruch auf ungedeckelten, vollständigen Schadensersatz (inklusive Nachzahlungen und entgangener Chancen), und es drohen empfindliche, umsatzbasierte Strafen.

Konträre Ansichten der Sozialpartner

Die österreichische Umsetzung könnte dann noch etwas strenger ausfallen – das legen zumindest Reaktionen auf den besagten Begutachtungsentwurf nahe. IV-Generalsekretär Christoph Neumayer spricht in einer Aussendung etwa von „nationalem Gold Plating“ und ortet „ein Bürokratiemonster für die Betriebe“. Nachdem nicht nur Österreich, sondern die Mehrheit der EU-Staaten die Richtlinie noch nicht umgesetzt hätten, fordert Neumayer überhaupt eine Überarbeitung dieser. „Wer Einkommensunterschiede nachhaltig reduzieren will, muss an den tatsächlichen Ursachen ansetzen. Zusätzliche Berichtspflichten schaffen keine gerechtere Bezahlung“, meint der IV-Generalsekretär.

Gänzlich konträr beurteilt man die Richtlinie und deren geplante Umsetzung wenig überraschend beim ÖGB. Dort will man per Aussendung „Mythen“ (also die Argumentation der politischen Gegenseite) entkräften und meint abschließend: „Die innerstaatliche Umsetzung der Richtlinie bietet die Chance, gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, die gleiche und gleichwertige Arbeit im Betrieb verrichten, zu erreichen, ohne jemandem etwas wegzunehmen, der bisher mehr verdient hat.“

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Die gesellschaftspolitischen Auswirkungen dieses Artikels könnten folgende sein: 1. Förderung von Innovation: Durch die Unterstützung von Unternehmen und Startups im Gesundheitsbereich bei der klinischen Entwicklung und Markteinführung neuer medizinischer und pharmazeutischer Produkte trägt Gouya Insights zur Förderung von Innovationen im Gesundheitssektor bei. Dies kann zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und zur Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten führen. 2. Stärkung der Wirtschaft: Indem Gouya Insights Unternehmen dabei hilft, ihre Produkte effizient auf den Markt zu bringen, können neue Arbeitsplätze geschaffen und die Wirtschaft gestärkt werden. Dies kann insbesondere in Ländern wie Österreich positive Auswirkungen haben, wo das Gesundheitswesen und die pharmazeutische Industrie wichtige Wirtschaftszweige sind. 3. Verbesserte Regulierung: Die Beratung von Gouya Insights bei regulatorischen Vorgaben und Marktanalyse kann dazu beitragen, dass neue Produkte den bestehenden Vorschriften und Standards entsprechen. Dies führt zu einer verbesserten Regulierung und Sicherheit im Gesundheitssektor. 4. Patientenzentrierter Ansatz: Die Frage nach dem Nutzen und der Notwendigkeit neuer medizinischer Produkte sowie der Kosten und des Marktes zeigt einen patientenzentrierten Ansatz. Durch die Ausrichtung auf den Medical Need und die Wirtschaftlichkeit unterstützt Gouya Insights die Entwicklung von Produkten, die den Bedürfnissen der Patienten gerecht werden und gleichzeitig nachhaltig sind. Insgesamt kann der Inhalt des Artikels dazu beitragen, dass neue medizinische Innovationen schneller entwickelt und auf den Markt gebracht werden, was positive Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Wohlergehen der Menschen haben kann.

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Inhalt des Artikels zeigt, dass das Unternehmen Gouya Insights Startups und Unternehmen im Bereich der Gesundheit dabei unterstützt, ihre Produkte und Innovationen effizient und erfolgreich auf den Markt zu bringen. Durch die Beratung in der klinischen Entwicklung und die Erstellung einer klinischen Roadmap werden Meilensteine erreicht und die Markteinführung beschleunigt. Dies hat potenziell positive wirtschaftliche Auswirkungen, da Unternehmen schneller Einnahmen generieren und ihre Produkte erfolgreich in einem wettbewerbsintensiven Markt etablieren können.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in ist dieser Artikel für Sie relevant, da er Einblick in die Arbeit von Gouya Insights bietet, einem Unternehmen, das Startups und Unternehmen im Health-Bereich bei der Entwicklung neuer Medikamente und medizinischer Geräte unterstützt. Die Plattform von Gouya Insights begleitet den gesamten Prozess von der klinischen Entwicklung bis zur Markteinführung und bietet eine effiziente und optimierte Strategie für die klinische Entwicklung. Dies kann Ihnen als Innovationsmanager:in helfen, den Entwicklungsprozess Ihrer eigenen Produkte zu verbessern und auf dem Markt erfolgreich zu sein.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Als Investor:in ist der Inhalt dieses Artikels relevant, da er Informationen über das Unternehmen Gouya Insights und seine Dienstleistungen im Gesundheitsbereich liefert. Gouya Insights begleitet Startups und Unternehmen von der klinischen Entwicklung bis zur Markteinführung von medizinischen Produkten. Dies deutet auf eine potenziell lukrative Investitionsmöglichkeit hin, da das Unternehmen dazu beitragen könnte, innovative und effiziente Lösungen im Gesundheitssektor zu generieren.

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Als Politiker:in ist es wichtig, die Entwicklungen im Gesundheitsbereich im Blick zu behalten und innovative Lösungen zu fördern. Der Artikel thematisiert das Unternehmen Gouya Insights, das Startups und Unternehmen im Health-Bereich bei der klinischen Entwicklung und Markteinführung von medizinischen Innovationen unterstützt. Dies kann für Politiker:innen relevant sein, um die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung sowie den Zugang zu neuen Medikamenten und medizinischen Geräten zu verbessern. Es zeigt auch die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik bei der Förderung von medizinischem Fortschritt.

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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Der Artikel berichtet über das Unternehmen Gouya Insights, das Startups und Unternehmen im Gesundheitsbereich dabei unterstützt, ihre innovativen medizinischen oder pharmazeutischen Produkte effizient durch die klinische Entwicklung bis zur Markteinführung zu bringen. Mit einer umfassenden klinischen Roadmap und strategischer Beratung hilft Gouya Insights seinen Kunden, wichtige Meilensteine innerhalb des Zeitplans und Budgets zu erreichen. Das Ziel des Unternehmens ist es, zur Gestaltung der zukünftigen Landschaft der Arzneimittel- und Geräteentwicklung beizutragen und die Stärken der Produkte zu fördern. Insgesamt strebt Gouya Insights danach, den Health-Bereich in Österreich und darüber hinaus voranzutreiben und medizinische oder pharmazeutische Innovationen schnellstmöglich auf den Markt zu bringen.

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Die relevantesten Personen in diesem Artikel sind:
  • Ghazaleh Gouya-Lechner

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Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Gouya Insights
  • GPMed (Gesellschaft für pharmazeutische Medizin)
  • IFAPP (International Federation of Pharmaceutical Physicians and Pharmaceutical Medicine)

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