09.12.2020

Google-Ranking: Wonach Österreich im Corona-Jahr 2020 gesucht hat

Coronavirus, die US-Wahl und die French Open waren laut Google Österreich die häufigsten Suchbegriffe 2020.
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Das Coronavirus war der dominierende Google-Suchbegriff des Jahres 2020. (c) Adobe Stock / BillionPhotos.com

Das Jahr 2020 war wie kein anderes – das zeigt sich auch angesichts der Google-Suchbegriffe in diesem Jahr: Der meistgesucht Begriff ist demnach Coronavirus, wie Google Österreich mitteilt – gefolgt von der US-Wahl und den French Open. Dominic Thiem ist der meistgesuchte Prominente aus Österreich, auf internationaler Ebene holt sich Joe Biden die Top-Position. Die Suche nach Nachrichten wurden dominiert von Wirecard, gefolgt von der Explosion in Beirut und der Wienwahl. Auch sonst waren Fragen rund um Corona,. bzw. Covid-19 sowie DIYs und Kochrezepte hoch im Kurs.

Alle Rankings wurden von Google auch auf der Website von Google Trends angeführt. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir an dieser Stelle zusammen gefasst. Für Webmaster und Verantwortliche in Startups können die Listen der Suchbegriffe eine gute Orientierungshilfe beim Festlegen der SEO-Schwerpunkte sein.

Coronavirus: Das Thema, das alles dominierte

„Selten war ein einzelnes Thema so dominant in den Trending-Suchbegriffen des Jahres vertreten wie heuer das Coronavirus. Gleich in mehreren Kategorien ist es vertreten und hatte wie viele Ereignisse im realen Leben sich auch deutlich in der Google Suche niedergeschlagen“, sagt Wolfgang Fasching-Kapfenberger, Pressesprecher Google Austria: „Unsere Kategorien mit Trending-Fragen zu “Wie?” und “Was?” spiegeln außerdem viele Themen wieder, für die sich die österreichischen Nutzerinnen und Nutzer interessiert haben, von Rezession bis Kurzarbeit. Viele der Themen von 2020 werden uns wohl auch 2021 noch beschäftigen.“

Google International hat außerdem zu den Suchtrends 2020 ein emotionales Video produziert, welches das Jahr der Pandemie anhand von Filmbeiträgen und Suchanfragen zusammenfasst.

Ranking: Die Suchbegriffe 2020

  1. Coronavirus
  2. US Wahl
  3. French Open
  4. Dominic Thiem
  5. Kobe Bryant
  6. Joe Biden
  7. iPhone 12
  8. Dow Jones
  9. PS5
  10. US Open

Meistgesuchte Schlagzeilen und News 2020

  1. Wirecard
  2. Beirut
  3. Wien-Wahl
  4. Trump Twitter
  5. Terroranschlag Wien
  6. Hanau
  7. Black Lives Matter
  8. Sturm Sabine
  9. Schleich di, du Oaschloch
  10. Commerzialbank

Meistgesuchte Prominente aus Österreich

  1. Dominic Thiem
  2. Alma Zadic
  3. Erik Schninegger
  4. Karl Nehammer
  5. Sonja Kirchberger
  6. Lisa Eckhart
  7. Rudolf Anschober
  8. Anna Veith
  9. Amira Pocher
  10. Nunu Kaller

Suche nach Rezepten im Lockdown-Jahr 2020

  1. Brot backen
  2. Holundersirup
  3. Faschierte Laibchen
  4. Zucchini
  5. Gändekeulen
  6. Buchteln
  7. Béchamelsauce
  8. Gnocchi
  9. Linsen
  10. Kohlrabi

Do it yourself – Selber machen von…

  1. Desinfektionsmittel
  2. Hefe
  3. Gesichtsmaske
  4. Eis
  5. Pizzateig
  6. Joghurt
  7. Vatertagsgeschenke
  8. Sauerkraut
  9. Pommes
  10. Müsliriegel

Coronavirus – in Kombination mit „Wie…?“

  1. Wie lange ist Corona ansteckend?
  2. Wie lange dauert Corona?
  3. Wie wird Corona übertragen?
  4. Coronavirus wie lange noch?
  5. Wie ist der Coronavirus entstanden?
  6. Wie lange dauert Corona Test?
  7. Wie erkennt man Coronavirus?
  8. Wie wird Corona behandelt?
  9. Wie gefährlich ist Coronavirus?
  10. Wie testet man Coronavirus?

Fragen mit „Was…?“ im Zeichen der Krise

  1. Was ist Kurzarbeit?
  2. Was ist eine Pandemie?
  3. Was ist eine Rezession?
  4. Was ist Schmand?
  5. Was ist ein Virus?
  6. Was ist ein Affineur?
  7. Was ist eine Freikirche?
  8. Was ist ein Podcast?
  9. Was ist ein Verb?
  10. Was ist los in Wien?

Joe Biden und Kim Jong-Un: Internationale Persönlichkeiten

  1. Joe Biden
  2. Kim Jong-Un
  3. Boris Johnson
  4. Ornella Muti
  5. Laura Müller
  6. Kamala Harris
  7. Melanie Trump
  8. Elena Miras
  9. Tom Hanks
  10. Novak Djokovic

Die Top 10 der Corona-Suchbegriffe

  1. Coronavirus
  2. Corona-Ampel
  3. Corona Fälle Österreich
  4. Coronavirus Tipps
  5. Coronavirus Italien
  6. Lockdown
  7. Coronavirus Symptome
  8. Kurzarbeit
  9. Neuinfektionen
  10. Biontech Aktie

OMV on Top: Die meistgesuchten Aktien

  1. OMV
  2. Biontech
  3. Lufthansa
  4. Pfizer
  5. TUI
  6. Shell
  7. Moderna
  8. SAP
  9. Nio
  10. Curevac

Fragen an Google mit „Wie …?“

1. Wie viele Einwohner hat Österreich?
2. Wie heißt das Königreich von Rapunzel?
3. Wie alt ist Donald Trump?
4. Wie viele Bretter hat eine Europalette?
5. Wie viele Einwohner hat Italien?
6. Wie viele Menschen gibt es auf der Welt?
7. Wie lange gilt die Vignette?
8. Wie wird das Wetter heute?
9. Wie viel kostet die PS5?
10. Wie schnell wachsen Haare?

Abschiede von Prominenten

1. Kobe Bryant
2. George Floyd
3. Naya Rivera
4. Diego Maradona
5. Sean Connery
6. Chadwick Boseman
7. Kirk Douglas
8. Andreas Schubert
9. Karl Dall
10. Udo Walz

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Martin Ohneberg am World Venture Forum in Kitzbühel | (c) brutkasten

Beim World Venture Forum in Kitzbühel hielt Martin Ohneberg auf Einladung von Initiator Berthold Baurek-Karlic die Rede zum Gala-Dinner: über Europa im globalen Kontext. Seine Botschaft, die er im brutkasten-Gespräch wiederholt: Europa hat kein Ideen-, sondern ein Umsetzungs- und Kapitalproblem. Und: „Wir reden nicht von einer Krise, sondern von einer Transformation.“ In der Transformation bringe Warten nichts.

Ohneberg weiß, wovon er spricht. Der Vorarlberger Industrielle übernahm 2011 die HENN Gruppe und baute den Verbindungstechnologie-Spezialisten zum Nischen-Weltmarktführer bei Ladeluft-Schnellkupplungen für die Automobilindustrie aus – eine Position, die das Unternehmen bis heute hält. Während die Branche mitten in einer schmerzhaften Transformation steckt, richtet er seine Gruppe nun auf einen Megatrend aus, der von KI-Rechenzentren bis zu humanoiden Robotern reicht: Kühlung.

Im Gespräch mit brutkasten erklärt Ohneberg, warum Europa beim Thema Souveränität den letzten Moment erreicht hat, weshalb das Self-driving Car der echte Game Changer wird und was passieren muss, damit der Kontinent nicht zum reinen Anwender fremder Technologien wird.


brutkasten: In deiner Rede beim World Venture Forum hast du die Formel „Europe discusses, America decides, Asia acts“ aufgegriffen. Gleichzeitig läuft gerade die Debatte um Europas digitale Souveränität. Ist da ein Momentum?

Martin Ohneberg: Wenn Europa jetzt beim Thema Souveränität nicht aufwacht, wird es ganz schwierig. Ich glaube, es ist der letzte Moment. Das wurde erkannt, der Draghi-Report hat seinen Teil dazu beigetragen. Jetzt muss gehandelt werden. Die Frage ist: Haben wir noch eine Chance, das Ruder herumzureißen? Die Gefahr ist, dass wir vom Land der Innovation und der Produktion zum Land der Anwender werden. Und leicht wird das nicht: Kapital ist der Rohstoff der Zukunft. Wenn man sich den Börsengang von SpaceX anschaut, sind das Dimensionen, da können wir in Europa nicht mit. Wir haben tolle Ideen und viele tolle Startups. Aber wenn man anschaut, wo sie skalieren und wo sie das Geld holen, ist es dann doch Amerika.

Was muss auf europäischer Ebene passieren? Sollte die öffentliche Beschaffung etwa gezielt europäische Lösungen bevorzugen?

Man kann das leicht sagen, aber es ist diffiziler, als oft geglaubt wird. Unsere Abhängigkeiten sind in vielen Technologien und bei seltenen Erden inzwischen so groß, dass es extrem schwierig ist, sich stärker gegen andere Nationen aufzustellen. Dazu fehlt die Geschlossenheit: 27 Länder, jeder agiert selbst, Frankreich anders als Deutschland. Natürlich macht es Sinn, die europäische Wirtschaft stärker zu schützen. Aber die eigentlichen Probleme liegen tiefer: Wir haben keinen einheitlichen Kapitalmarkt, weshalb das Geld, das in Europa durchaus vorhanden ist, hauptsächlich nach Amerika geht. Die Bürokratie ist überbordend. Und wir müssen wegkommen von den Überschriften, ob das jetzt Green Deal heißt oder Industrial Acceleration Act, und in die Umsetzung kommen. Europa ist prädestiniert für tolle Strategien und Visionen. Am Ende mangelt es an der konsequenten Umsetzung.

Woran scheitert die?

Wir haben tolle Universitäten, Innovationen, eine starke Industrie. Aber wir bringen es nicht auf die Straße, weil Europa ein zu komplexes Gebilde ist. Allein die Geschwindigkeit: Bis etwas durch Parlament und Kommission ist, vergehen im Schnitt rund 18 Monate. Bis es in Kraft tritt, reden wir von zwei, drei Jahren. Wir sind aber in einer Zeit angekommen, in der Speed der Key ist. Es passieren ja Dinge, aber sie passieren halt außerhalb Europas. Das ist eigentlich das Thema. Die Konsequenz: Bei uns wird gegründet und entwickelt, skaliert wird in Amerika. Und dann importieren wir die Produkte wieder, die wir selbst erfunden haben.

Du bist mit HENN Zulieferer der Automobilindustrie. Bei VW und anderen ist enormer Druck im System. Wie nimmst du die Lage wahr?

Das, was jetzt in Europa passiert, ist meiner Ansicht nach erst der Beginn. Da wird noch mehr kommen. Vor ein paar Jahren hat man für diese Zeit von 125 Millionen produzierten Autos weltweit gesprochen, wir sind jetzt bei rund 90 bis 92 Millionen. Global wird wenig Wachstum vorhanden sein, dafür kommt ein massiver Verdrängungswettbewerb zwischen den Regionen, der nach aktuellem Stand zugunsten Asiens ausgehen wird. Wichtig ist mir die Unterscheidung: Wir reden nicht von einer Krise, sondern von einer Transformation. Eine Krise geht vorbei, ob Corona, Suezkanal oder Energiepreise. Die Transformation bleibt. In der Krise kannst du durchtauchen, in der Transformation bringt Warten nichts. Du musst handeln und gestalten.

Du siehst den nächsten großen Schub bei Self-driving Cars. Warum ausgerechnet dort?

Weil sich die Mobilität damit noch einmal fundamental verändert. Beim E-Auto ist der Customer Benefit de facto der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Das ist ideologisch, ob das ein riesiger Kundenvorteil ist, kann man diskutieren. Das Self-driving Car hat den echten Customer Benefit: Ich muss nicht mehr selbst fahren und kann jederzeit einsteigen. Wenn man sich anschaut, was Waymo, Huawei und andere schon auf der Straße haben und welche Datenmengen dort täglich generiert werden, kann man sich vorstellen, wie schnell das gehen wird. Für die Zulieferindustrie heißt das: extreme Standardisierung und Konsolidierung. Autos werden modular. Man kauft künftig ein „Skateboard“ mit vier Rädern, Batterie und integrierter Software, das Self-driving-Modul wird eingeschoben wie früher das erste Navi ins Auto. Und es wird die Foxconns geben, die das komplette Modul fertigen.

Wie stellt sich HENN darauf ein?

Wir kommen aus einer Nische, in der wir bis heute Weltmarktführer sind, der Ladeluft, und transformieren uns in einen Markt, der groß, aber extrem kompetitiv ist. Wir sind de facto in einem Red Ocean unterwegs. Deshalb richten wir die Gruppe stark auf den Megatrend Kühlung aus. Überall, wo verstärkt Elektrizität eingesetzt wird, braucht es Kühlung, und künftig immer öfter Wasserkühlung, weil die Leistungen so hoch sind. Die Rechenzentren, die jetzt gebaut werden, müssen alle wassergekühlt werden. Das ist unser Heimspiel: Da haben wir erste Anwendungen, Prototypen und intensive Gespräche. Dazu kommen Renewables wie Windkraft. Und humanoide Roboter, die aktuell noch luftgekühlt sind, künftig aber ebenfalls wassergekühlt werden müssen.

Stichwort Humanoide und Physical AI: Hat Europa dort überhaupt eine Chance?

Die Voraussetzungen wären da: Wir haben die Ingenieure, die klassische Industrie, hohe Innovationstätigkeit. Und die Notwendigkeit ist hundertprozentig gegeben: Demografisch müssen wir in Automatisierung und Robotik investieren, Punkt. Aber aktuell passiert wieder fast alles außerhalb Europas. Wenn Europa Souveränität ernst nimmt, muss spätestens bei den Humanoiden sichergestellt sein, dass es ein europäisches Produkt gibt, weil der Vergleich zum Menschen so nahe ist. Wenn China, die USA oder andere unsere Humanoiden in den Produktionshallen steuern, weiß ich nicht, ob das so angenehm ist. Es gibt positive Schritte wie die große Finanzierungsrunde von Neura Robotics mit Partnern wie Bosch und Schaeffler. Aber das Kapital fließt insgesamt wiederum nicht nach Europa. Die große Frage wird sein: Wie hoch ist unser Wertschöpfungsanteil? Dass wir anwenden werden, davon bin ich überzeugt. Ob wir ein eigenes Ökosystem aufbauen können, das entscheidet sich jetzt.

Zum Abschluss: Was gibst du Gründer:innen mit, die jetzt starten?

Es gibt nichts Besseres, als Unternehmer zu sein. Das ist die Champions League der Wirtschaft. Es kann jeder Unternehmer werden. Man braucht den Mut zu sagen: Jetzt mache ich den Sprung. Und dann Konsequenz. Aber es muss klar sein: Eine Unternehmerkarriere hat immer Höhen und Tiefen. Der Unternehmer ist der Einzige, der wirklich Risiko nimmt. Er ist bis zum Schluss auf dem Schiff.

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AI Summaries

Google-Ranking: Wonach Österreich im Corona-Jahr 2020 gesucht hat

  • Das Jahr 2020 war wie kein anderes – das zeigt sich auch angesichts der Google-Suchbegriffe in diesem Jahr.
  • Der meistgesucht Begriff ist demnach Coronavirus, wie Google Österreich mitteilt – gefolgt von der US-Wahl und den French Open.
  • Dominic Thiem ist der meistgesuchte Prominente aus Österreich, auf internationaler Ebene holt sich Joe Biden die Top-Position.
  • Die Suche nach Nachrichten wurden dominiert von Wirecard, gefolgt von der Explosion in Beirut und der Wienwahl.
  • Auch sonst waren Fragen rund um Corona,. bzw. Covid-19 sowie DIYs und Kochrezepte hoch im Kurs.

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