04.08.2023

Google benachrichtigt dich, wenn deine Kontaktdaten online zu finden sind

Ein neues Google-Tool ermöglicht es, Benachrichtigungen zu empfangen, wenn Kontaktdaten in Google-Suchen aufscheinen. Diese Funktion ist eine Weiterentwicklung des 2022 gelaunchten „Suchergebnisse über dich“-Tools.
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3 Screenshots der neuen Funktionen: 1.: Aktivierung der Benachrichtigungen 2.: Vorschau der Google-Benachrichtigung 3.: Anzeige der Suchergebnisse
Copyright: Google

Das Internet vergisst bekanntlich nicht – Google launcht in den kommenden Tagen jedoch ein Tool, das User:innen benachrichtigt, wenn persönliche Kontaktinformationen in der Google-Suche aufscheinen. Es soll auch gleich möglich sein, diese „in wenigen Schritten“ zu entfernen.

Zunächst wird diese neue Funktion nur in den USA auf Englisch verfügbar sein – an der Ausweitung auf weitere Regionen und Sprachen wird jedoch laut Google bereits gearbeitet. Wann das Feature in Österreich verfügbar sein wird, ist nicht bekannt. brutkasten hat bei Google angefragt – sobald eine Antwort eingegangen ist, wird sie im Artikel ergänzt.

Letztes Jahr wurde mit „Suchergebnisse über dich“ der Grundstein für die neuen Funktionen gelegt. Neu ist nun, dass man nicht mehr händisch nach den eigenen Informationen suchen muss. Nach Eingabe der sensiblen Kontaktdaten in ein Dashboard ist es jetzt möglich, per Push-Benachrichtigung in der Google-App oder per E-Mail über Datenleaks informiert zu werden.

Die Entfernung der Ergebnisse in der Google-Suche lässt die persönlichen Daten freilich nicht generell aus dem Internet verschwinden. Bedenkt man jedoch, dass im Juli diesen Jahres 83,5 Prozent der Web-Suchanfragen weltweit über Google durchgeführt wurden, ermöglicht das neue Tool zumindest eine gewisse Kontrolle über die Online-Privatsphäre.

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Sonnnig: Wie das Energy-Sharing-Startup seine Endkund:innen-Plattform für Energieversorger weiterentwickelt

Das Wiener Startup sonnnig baut eine White-Label-Lösung zur Verwaltung von Energiegemeinschaften. Nach dem Erfolg bei Privatabnehmer:innen will das zwei Jahre alte Unternehmen nun Energieversorgern unter die Arme greifen. Mit einer neuen aws-Seedfinancing-Förderung im Rücken sucht das Team Partnerunternehmen.
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Das sonnnig-Gründerteam: Roman Öfferlbauer, Jonathan Buchinger und Lukas Hückel © sonnnig

Dort, wo Technik und Unternehmertum zusammenkommen, kann Großes entstehen. So auch an der TU Wien im „Extended Study on Innovation“-Programm, wo sich das Gründer-Trio, bestehend aus Roman Öfferlbauer, Lukas Hückel und Jonathan Buchinger, zum ersten Mal begegnete. Parallel dazu gründete Öfferlbauer 2023 in seinem Heimatort in Niederösterreich eine Energiegemeinschaft, zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema noch jung und „technisch schwierig abzuwickeln“ war, so Öfferlbauer.

Aus improvisierten Tools und selbst geschriebenen Mini-Scripts für den Eigenbedarf wurde ein Jahr später sonnnig. Eine White-Label-Lösung für Abrechnung, Mitgliedermanagement und Datenanalyse von mittlerweile 30 Energiegemeinschaften in ganz Österreich.

Wenn Strom aus der Nachbarschaft kommt

„Unser Blick war eigentlich immer auf Endverbraucher und Verbraucherinnen fokussiert. Also Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden“, erklärt Öfferlbauer im Interview. Eine Mission, die über die letzten zwei Jahre tausende Haushalte in ganz Österreich erreicht hat. Mittlerweile kann man über sonnnig den generierten Strom auch als Mitarbeiter:innen-Benefit oder Spende abgeben. „Im letzten halben Jahr hat sich da aber auch ziemlich viel auf der anderen Seite, also bei den Energieversorgungsunternehmen, getan“, verrät der Co-Founder.

Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem. In der Regel verbraucht die Kundschaft ihren Strom nach einem Standardprofil, mit dem der jeweilige Versorger seine Stromeinkäufe prognostiziert. Sind die Abnehmer:innen aber Teil einer Energiegemeinschaft, verschiebt sich dieses Profil radikal: Ein großer Teil des Energiebedarfs wird jetzt von der Energiegemeinschaft gedeckt und nur noch die Restmengen werden durch den Energieversorger geliefert. „Der Energieversorger hat die Energiemenge aber schon im Vorhinein eingekauft“ – und müsse sie kurzfristig wieder verkaufen, erklärt Öfferlbauer. Ein teures Ausgleichsenergie-Problem, das mit wachsendem Energy-Sharing-Anteil immer größer wird.

Sonnnig als potenzieller Partner für Energieversorger

Genau hier setzt das neue Produkt an, für das sonnnig gerade die dritte Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) erhalten hat: eine White-Label-Lösung zum Energy Sharing, die Energieversorger direkt in ihr eigenes Kund:innenportal einbinden können. Im Hintergrund liefert sonnnig die Restlastprognose auf 15-Minuten-Basis, damit Versorger gezielter am Großhandel einkaufen können.

Möglich macht das die Prognosefähigkeit, die sonnnig über Jahre mit echten Energiegemeinschaften aufgebaut hat. Ziel ist es, Versorgern einen besseren Einblick in ihre Stromverläufe zu geben und ihnen zu helfen, selbst ein Geschäftsmodell rund um Energy Sharing aufzubauen, auch als Beitrag zur Kund:innenbindung, erklärt Öfferlbauer. Am Markt kommt das gut an: „Energieversorgungsunternehmen spüren das Problem und sind zunehmend auf der Suche nach Lösungen und neuen Geschäftsmodellen im Energy-Sharing-Bereich, deshalb reden sie auf einmal mit uns“, sagt der Co-Founder. Davor sei die Beziehung eher einseitig gewesen. Zwei Pilotbetriebe hat sonnnig für das geförderte Projekt bereits akquiriert und zeigt sich offen für weitere Kooperationen.

Von First bis Seed: Der aws-Weg

Möglich wurde diese Entwicklung durch drei aufeinanderfolgende aws-Förderungen. Mit aws First Incubator, einem Programm für sehr junge Teams, teils noch vor der Firmengründung, kam das Startup zu ersten Beratungsleistungen und Mentoring. Mit aws Preseed – Innovative Solutions wurde zunächst die inhaltliche und wirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens überprüft und der Proof of Concept entwickelt. Darauf aufbauend unterstützt aws Seedfinancing – Innovative Solutions die Weiterentwicklung bis zum Markteintritt sowie die ersten Skalierungsschritte. In diesem Rahmen werden nun der Aufbau und der Launch des neuen B2B-Produkts finanziert.

Erwarteter Boom durch neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz

Als besondere Meilensteine nennt Öfferlbauer Referenzprojekte mit bekannten Unternehmen wie Hartl Haus, der Nationalbank-Tochter IG Immobilien oder der Volkshilfe Wien sowie die wiederholte Verdopplung des Jahresumsatzes. Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die geteilte Energiemenge, die über sonnnig abgewickelt wurde, laut eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Investor:innen hat das fünfköpfige Team bislang bewusst keine an Bord geholt, da laufende Umsätze und eine halbe Million Euro an lukrierten Entwicklungsförderungen das Team organisch tragen.

Rückenwind kommt bald auch auf politischer Ebene: Im Oktober tritt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) in Kraft, das Energy Sharing über bilaterale Peer-to-Peer-Verträge statt über eine juristische dritte Instanz wie einen Verein oder eine GmbH erlaubt. Für sonnnig eine freudige Entwicklung: „Das baut natürlich extrem viele Hürden ab. Und deswegen erwarten wir auch einen ziemlichen Boom an neuen Mitgliedern und das nehmen auch Energieversorgungsunternehmen wahr.“


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws).

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AI Summaries

Google benachrichtigt dich, wenn deine Kontaktdaten online zu finden sind

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Dieser Artikel hat potenziell mehrere gesellschaftspolitische Auswirkungen. 1. Privatsphäre und Datenschutz: Das Tool von Google gibt den Nutzern eine gewisse Kontrolle über ihre persönlichen Kontaktinformationen, indem es sie darüber informiert, wenn diese online gefunden werden. Dies könnte zu einer erhöhten Sensibilisierung und einem bewussteren Umgang mit persönlichen Daten führen. 2. Datenleaks: Durch die Benachrichtigungen über Datenleaks können die Nutzer rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um ihre Daten zu schützen oder zu entfernen. Dies trägt dazu bei, möglichen Missbrauch oder Identitätsdiebstahl zu verhindern. 3. Internationale Ausweitung: Obwohl das Tool vorerst nur in den USA verfügbar ist, plant Google, es auf weitere Regionen und Sprachen auszuweiten. Dies könnte bedeuten, dass Nutzer weltweit ähnliche Kontrollmechanismen für ihre Kontaktinformationen erhalten. Dies könnte zu einer Angleichung der Datenschutzstandards auf globaler Ebene führen. 4. Vertrauen in Suchmaschinen: Da Google eine der führenden Suchmaschinen der Welt ist, könnte das Angebot eines solchen Tools das Vertrauen der Nutzer in die Seriosität und den Datenschutz der Plattform stärken. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Auswirkungen individuell unterschiedlich sein können und von der Nutzung und dem Verhalten der Nutzer abhängen.

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Die Einführung des Tools von Google, das Benutzerinnen und Benutzer benachrichtigt, wenn ihre persönlichen Kontaktinformationen online gefunden werden, könnte verschiedene wirtschaftliche Auswirkungen haben. Zum einen könnte dies einen positiven Einfluss auf die Online-Privatsphäre der Menschen haben, da sie nun die Möglichkeit haben, ihre Daten besser zu kontrollieren und Datenschutzverletzungen proaktiv anzugehen. Dies könnte das Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer in digitale Dienste und Plattformen stärken und möglicherweise zu einer erhöhten Nutzung führen. Auf der anderen Seite könnte es auch negative Auswirkungen auf Unternehmen haben, die ihre Geschäftsmodelle auf Datenerfassung und -nutzung aufbauen, da sie möglicherweise mit Einschränkungen konfrontiert sind, wenn Nutzerinnen und Nutzer ihre Kontaktdaten aus den Suchergebnissen entfernen lassen. Letztendlich hängen die konkreten wirtschaftlichen Folgen von der weitfristigen Akzeptanz und Nutzung dieses Tools ab, sowie von möglichen rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen im Bereich des Datenschutzes.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in ist es wichtig, über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Technologie und des Datenschutzes informiert zu sein. Der Artikel beschreibt, dass Google ein Tool einführt, das Benutzer:innen benachrichtigt, wenn ihre persönlichen Kontaktdaten online sichtbar sind. Dies ermöglicht eine gewisse Kontrolle über die Online-Privatsphäre und kann für Innovationsmanager:innen relevant sein, um Datenschutzaspekte bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu berücksichtigen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Als Investor:in ist es wichtig, über den Umgang mit persönlichen Daten und die Sicherheit im Internet Bescheid zu wissen. Der Artikel informiert darüber, dass Google ein neues Tool einführt, das Nutzer:innen benachrichtigt, wenn ihre persönlichen Kontaktdaten in der Google-Suche auftauchen. Dadurch erhalten Sie als Investor:in die Möglichkeit, mögliche Datenleaks zu erkennen und in wenigen Schritten zu entfernen. Dies stärkt Ihre Kontrolle über Ihre Online-Privatsphäre und kann maßgeblich zur Sicherheit Ihrer persönlichen Informationen beitragen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in ist es wichtig, die Kontrolle über die eigene Online-Privatsphäre zu haben. Dieser Artikel informiert darüber, dass Google ein neues Tool eingeführt hat, mit dem man benachrichtigt wird, wenn persönliche Kontaktinformationen online verfügbar sind. Diese Funktion ermöglicht es, die Daten in wenigen Schritten zu entfernen. Da Google weltweit einen großen Anteil der Web-Suchanfragen abdeckt, kann das Tool Politiker:innen dabei helfen, sensible Informationen über sie selbst im Internet zu kontrollieren und zu schützen.

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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Das Bigger Picture dieses Artikels ist, dass Google ein neues Tool einführt, das Nutzer benachrichtigt, wenn ihre persönlichen Kontaktinformationen in der Google-Suche auftauchen. Es ermöglicht den Nutzern, diese Informationen schnell zu entfernen. Obwohl die Funktion vorerst nur in den USA verfügbar sein wird, arbeitet Google bereits daran, sie auf weitere Regionen und Sprachen auszuweiten. Dieses Tool gibt den Nutzern eine gewisse Kontrolle über ihre Online-Privatsphäre, da Google weiterhin einen Großteil der Web-Suchanfragen weltweit abwickelt.

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Google

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Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Google

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