07.06.2021

goodbag: Wiener Startup gewinnt Portugals größte Supermarkt-Kette als Kunden

Portugals größter Lebensmittelhändler Continente setzt die smarten Sackerl des Wiener Impact-Startups ab morgen flächendeckend ein.
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bgood - goodbag zieht Continente als Kunden an Land
Die goodbag-Gründer Christoph Hantschk und Todor Lazov (c) RESPOND Accelerator / BMW Foundation

Inzwischen kann das Wiener Impact-Startup goodbag eine ganze Reihe namhafter Referenzkunden vorweisen. Das System wird weltweit in zehn Millionen Geschäften in zehn Ländern in mehr als 1.800 Partnershops eingesetzt. Mit dem morgigen Tag kommt ein weiterer großer Kunde dazu: Portugals größter Lebensmittelhändler Continente. Dieser wird die dank NFC-Chip smarten Baumwoll-Einkaufssackerl flächendeckend in seinen rund 500 Geschäften einsetzen. Das Launch-Datum ist kein Zufall. Der 8. Juni ist der Welttag der Ozeane.

Kooperation mit Continente in einem bereits starken Jahr für goodbag

Auch Continente-Kunden können nun den in der Tasche eingenähten Chip bei jedem Einkauf scannen, indem sie ihr Smartphone an das goodbag-Logo auf dem Sackerl halten. Mit jedem Scan mit der nun auch auf portugiesisch verfügbaren App wird die NGO One Earth – One Ocean unterstützt. Pro verkaufter goodbag wird ein Baum gepflanzt. Bei jedem Einkauf mit der goodbag können Kunden das Äquivalent eines Plastiksackes aus dem Meer fischen lassen und mit jedem vierten Scan wird zudem von der NGO WeForest ein Baum gepflanzt.

bgood, das 2015 gegründete Unternehmen hinter goodbag, legte zuletzt eine positive Entwicklung hin. Trotz Lockdowns habe man auch im Coronajahr 2020 wachsen und im ersten Halbjahr 2021 den Jahresumsatz von 2020 bereits übertreffen können, heißt es vom Startup. „Das Thema Nachhaltigkeit ist mittlerweile im Mainstream angekommen und wird nun zunehmend auch zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen“, meint Co-Founder und CEO Christoph Hantschk. Je jünger die Zielgruppe, desto stärker würden sich Kundinnen nachhaltige Lösungen von Unternehmen wünschen. „Für uns ist daher klar, dass die Unternehmen, die heute glaubhaft auf Nachhaltigkeit setzen, die Marktführer von Morgen sind“, so der Gründer.

Weitere Usecases für die App vor Launch

Noch dieses Jahr wolle man mit der App weitere Usecases abseits der goodbag launchen, heißt es vom Startup. So sollen Kunden künftig etwa auch für den Kauf von nachhaltigen Produkten und die Wiederverwendung zirkulärer Verpackungen belohnt werden. „Nachdem wir goodbag auf den Markt gebracht haben wurde uns schnell klar, dass Lösungen wie goodbag von nahezu allen großen Verbrauchermarken gesucht werden und goodbag daher nur der Beginn sein kann. Um unseren NutzerInnen mittel- und langfristig möglichst viele Lösungen in der Platform anzubieten, setzen wir neben eigens entwickelten Lösungen auch auf die Zusammenarbeit mit anderen nachhaltigen Startups“, sagt Hantschk.

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© calliora - Frederik Träuble und Jonas Wildberger.

Das Münchner Startup calliora von Frederik Träuble und Jonas Wildberger entwickelt eine KI-Plattform für Krankenhäuser, die den Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand reduzieren und Erlöse besser absichern soll. Nach Angaben des Unternehmens begleitet die Software Behandlungsfälle von der Aufnahme bis zur Abrechnung und verknüpft dafür Informationen aus verschiedenen bestehenden Systemen.

calliora: Fokus auf Dokumentation und Abrechnung

Ein Schwerpunkt liegt auf Dokumentation und Abrechnung. Die Plattform unterstützt bei der Kodierung und prüft Fälle auf typische Prüfmuster des Medizinischen Dienstes. Zudem sollen abrechnungsrelevante Informationen frühzeitig erkannt und für die weitere Bearbeitung im Krankenhaus bereitgestellt werden. Für das Controlling bietet calliora eigene Auswertungen und Analysen an.

Hinter dem Produkt steht die Annahme, dass Informationen zu einem Behandlungsfall in Krankenhäusern über zahlreiche unterschiedliche Systeme und Prozesse verteilt sind. Fehlen Angaben oder werden sie nicht an der richtigen Stelle übernommen, kann dies zu zusätzlichem Bearbeitungsaufwand oder zu Problemen bei der Abrechnung führen. Calliora will diese Lücken durch eine zentrale, KI-gestützte Verarbeitung der vorhandenen Informationen verringern.

Bertelsmann und Angel-Investoren dabei

Nun hat das Münchner Startup eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über sechs Millionen US-Dollar abgeschlossen: „Unsere Pre-Seed-Runde wird von BHI – Bertelsmann Healthcare Investments und redalpine angeführt. Mit dabei sind Angel-Investoren aus Krankenhausmanagement und KI, darunter Dr. Ulrich Wandschneider (ehemaliger CEO von Asklepios und Mediclin AG), Sara Siegel (Global Health Sector Leader, Deloitte), Peter Sarlin (Postscriptum, NestAI, QuTwo & Silo AI) und Frank Hutter (Prior Labs)“, schreibt das Startup in einem LinkedIn-Post.

Die Plattform soll bereits bei der Aufnahme eines Falls unterstützen und prüfen können, ob eine Behandlung ambulant, stationär oder als Hybrid-DRG abzurechnen ist. Dabei dokumentiert sie die dafür maßgeblichen Gründe. Im weiteren Verlauf soll die Software fehlende Informationen, Fristen und mögliche nächste Schritte erkennen und das Klinikpersonal dort einbinden, wo eine menschliche Prüfung erforderlich ist.

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