17.05.2022

Gleam: Wiener Cargo-Bike-Startup verlagert Produktion von Niederlanden nach Österreich

Das Wiener Startup Gleam startet die eigene Fertigung am Standort Wien. Bis 2025 sollen über 30 neue Arbeitsplätze entstehen.
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(c) Markus Schloegl / Gleam

Das Wiener Startup Gleam, gegründet von Mario Eibl und Stefan Perkmann-Berger, hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Cargo E-Bikes spezialisiert. Durch den einfachen Wechsel der verschiedenen Aufbauten ist das Lasten Pedelec vielfältig in gewerblichen oder privaten Situationen einsetzbar. In der Fachsprache werden derartige Bikes daher auch als Multi Use Bikes genannt. Gleam setzt dabei auf ein besonderes Feature: Durch eine eigenes entwickelte Neigetechnologie wird für zusätzliche Sicherheit und ein dynamisches Fahrverhalten gesorgt – brutkasten berichtete über die Technologie.

Startup verlagert die Produktion nach Österreich

Bislang erfolgte die Fertigung der Bikes gemeinsam mit einem Partner in den Niederlanden. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, wird nun die gesamte Produktion nach Österreich verlagert. „Da wir bereits die Produktentwicklung, Business Development und Headquarter in Wien hatten, war es für uns der nächste logische Schritt auch Supply Chain, Produktion und Logistik nach Wien zusammenzuführen“, so Mario Eibl, Gleam-Firmengründer und -Geschäftsführer.

Herzstück der Produktion bildet eine 810 Quadratmeter große Produktionsstätte im 23. Bezirk. Sie bietet neben der großen Montagefläche auch reichlich Platz für ein ausgiebiges Warenlager, die Produktentwicklung und anfallenden Service-Tätigkeiten. Bis 2025 soll der neue Standort über 30 neue Arbeitsplätze schaffen und eine Produktionskapazität von 2.500 Bikes pro Jahr ermöglichen.

ÖAMTC
Mittlerweile setzt auch der ÖAMTC Pannendienst auf Gleam Bikes | (c) Wilhelm Bauer / ÖAMTC

300 Gleam Bikes auf Europas Straßen

Zudem machte Gleam am Dienstag auch Angaben zu konkreten Absatzzahlen. Laut dem Unternehmen wurden bis lang rund „300 Bikes auf Europas gebracht.“ Zu den Kund:innen zählen Lieferdienste, Handwerker, Supermärkte oder private NutzerInnen. Auch größere Unternehmen wie der Wiener Online Supermarkt Gurkerl.at oder der ÖAMTC haben bereits Ihre Fahrzeugflotten mit dem Gleam Bikes ausgestattet.

Bereits in der Vergangenheit verlagerten Startups ihre Produktion nach Österreich. So gab das österreichische Kinder-Fahrrad-Startup woom 2021 bekannt, dass künftig ein Drittel der Bikes in Europa hergestellt werden sollen – brutkasten berichtete.


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Hivesense
© Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer - Alexander Moosmann (l.) und Florian Entleitner von Hivesense.

Die beiden FH-Absolventen Florian Entleitner und Alexander Moosmann teilen eine Leidenschaft namens IT-Security. Daraus ist ein Startup geworden: Mit Hivesense entwickelten beide eine sogenannte Deception-Plattform, die Cyberangriffe frühzeitig erkennt, indem sie Angreifende mit gezielt platzierten digitalen Fallen aufdeckt und dadurch wichtige Informationen für Cyberdefense liefert. Dabei setzen sie bewusst auf europäische Infrastruktur und digitale Souveränität. Die Idee entstand im Studium an der FH Salzburg.

Hivesense mit „Deception Technology“

Konkret haben sich Entleitner und Moosmann im Studium Informationstechnik & System-Management an der FH Salzburg kennengelernt. Die Idee für das Startup entstand schließlich im Rahmen von Entleitners Abschlussarbeit. „Ich habe mich in meiner Masterarbeit intensiv mit sogenannten ‚Honeypots‘ beschäftigt, einem Teilbereich der Täuschungstechnologie. Dabei wurde mir klar, wie viel Potenzial in diesem Ansatz steckt“, erklärt er.

Die Founder pitchten ihre Idee beim FHStartup Center und wurden im Herbst 2025 in die Startup Factory des Netzwerks Startup Salzburg aufgenommen. Im März 2026 gründeten sie schlussendlich ihr Unternehmen.

Hivesense entwickelt – wie erwähnt – eine „Deception Technology“, eine – eigenen Angaben nach – noch wenig verbreitete Form der Cyberabwehr. Das Prinzip: Im Netzwerk eines Unternehmens werden gezielt „Stolperdrähte“ platziert. Angreifer, die sich im System bewegen, sollen dann darauf stoßen und erkannt werden, so der Claim.

„Wir bauen keine klassische Schutzmauer“, sagt Entleitner. „Wir legen bewusst falsche Spuren und warten, bis jemand darüber stolpert – vergleichbar mit einem Stolperdraht, an dem ein Glöckchen platziert wurde.“ Moosmann ergänzt: „Viele Sicherheitslösungen erkennen nur bekannte Bedrohungen. Wir gehen einen Schritt weiter: Wir erkennen Verhalten und interagieren direkt mit Angreifern.“ Dabei setzt Hivesense im Inneren des Netzwerks an, einem der, wie beide Gründer sagen, kritischsten Bereiche.

Erste Pilotkunden

Die Decoy-Plattform von Hivesense befindet sich im Einsatz bei ersten Pilotkunden. Das Team treibt den Markteintritt im DACH-Raum aktiv voran und sucht weiterhin nach Unternehmen, die die Plattform in ihrer Infrastruktur einsetzen und gemeinsam mit Hivesense weiterentwickeln möchten.

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