21.09.2020

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

"Die Höhle der Löwen" läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox. Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.
/artikel/georg-kofler-dhdl-interview
Georg Kofler
Georg Kofler | (c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Ende August lief die mittlerweile achte Staffel von „Die Höhle der Löwen“ an. Als Löwe mit dabei ist wieder Investor und Medienunternehmer Georg Kofler.

Der gebürtige Südtiroler absolvierte Ende der 1970er Jahre das Studium der Publizistik in Wien und promovierte im Jahr 1983. Anschließend war Kofler Assistent des langjährigen ORF-Intendanten Gerd Bacher.

Ende der 1980er Jahre führte ihn sein Karriereweg vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk ins Privatfernsehen. Von 1988 bis 2000 war Kofler zunächst Geschäftsführer und später Vorstandsvorsitzender des damals neu gegründeten privaten Fernsehsenders ProSieben. In seiner damaligen Position gelang es ihm, ProSieben zu einer der größten Sendegruppen Deutschlands aufzubauen und brachte das Unternehmen 1997 schlussendlich an die Börse.

Zudem war Kofler ab 2002 Vorstandsvorsitzender des Fernsehsenders Premiere. Im Zuge eines erneuten Börsegangs konnte er einen Großteil seiner Aktien verkaufen. Mit dem frischen Kapital gründete Kofler die „Georg Kofler Gruppe“, die sich auf Beteiligungen an Industrieunternehmen spezialisierte.

2014 erfolgte schlussendlich gemeinsam mit Judith Williams die Gründung der Glow Media Group, die fortan Investments aus „Die Höhle der Löwen“ betreute. 2017 sprang Kofler erstmalig für Williams für zwei Sendungen bei die Höhle der Löwen ein. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der Social Chain Group. Das Unternehmen verkauft Fast-moving-Consumer-Goods (FMCG), die über soziale Medien, wie Instagram und Facebook, beworben werden. Kofler, der als ein profunder Kenner der Social-Media-Welten gilt, arbeitet dabei auch mit Influencer zusammen, um die Produkte zu vermarkten.

Der brutkasten hat im Vorfeld der vierten Sendung mit Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen. Zudem erläutert er, welchen gesellschaftlichen Mehrwert die Sendung seiner Meinung hat und warum Entrepreneurship einen neuen Stellenwert in Europa braucht.


Wie sehen Sie Ihre Rolle selbst als Löwe in der Sendung? Sind Sie eher ein Geldgeber, oder sind sie auch wirklich operativ bei den Startups involviert? 

Ich bin bei der “Die Höhle der Löwen” aus zwei Gründen. Erstens, weil ich die Sendung für ein gesellschaftlich wirklich nützliches Sendeformat halte. Wir sind mittlerweile eine große Inspirationsquelle für tausende von jungen Menschen, die sich überlegen selbstständig zu werden. 

Und zweitens bin ich Unternehmer und kein Portfolio-Manager. Insofern bin ich natürlich operativ im weiteren Sinne tätig. Allerdings müssen die Gründer die Geschäfte schon selber führen. Ich treffe mich aber mit ihnen in regelmäßigen Abständen.

Sie haben es angesprochen, die Sendung motiviert junge Leute dazu, ein Startup zu gründen. Inwieweit hat sich Ihrer Meinung nach das Bild von Entrepreneurship in Deutschland verändert?

Wir haben in Deutschland, anders als in Amerika, immer noch eine große Skepsis gegenüber dem Unternehmertum und Investoren.

Das finde ich ausgesprochen schade. Für Europa wird es überlebenswichtig, dieses Bild zu verändern. In einer wettbewerbsintensiven Welt, brauchen wir wettbewerbsfähiges Unternehmertum mit vielen innovativen Geistern, die auch den Mut haben, Risiken einzugehen.  

In welche Themen sind Sie als Investor bei „DHDL“ besonders involviert? Gibt es auch Bereiche, wo Sie sagen, da investiere ich gar nicht? 

Ich investiere in der Regel in jene Bereiche, die mich auch persönlich interessieren. Zu diesen zählen das Kommunikation- und Mediengeschäft und E-Commerce. In diesen beiden großen Welten bin ich auch als Unternehmer beheimatet. 

Und dann gibt es natürlich immer ein paar Produkte oder Dienstleistungen, die mich einfach überzeugen, die durchaus außerhalb meines angewohnten Unternehmerlebens stattfinden können. Das sind dann quasi die „freien Radikalen“, die ich mit einer besonderen Aufmerksamkeit pflege.

Was muss man denn tun, um Sie zu überzeugen, als Gründer?

Ich muss das Gefühl bekommen, dass Sie in der Lage sind, nicht nur mit drei oder vier Leuten ein kleines Startup aufzubauen. Sie müssen in der emotionalen und intellektuellen Lage sein, ein Unternehmen mit fünfzig, hundert und mehr Leuten führen zu können.

Dazu zählt auch, dass sie Strukturen aufbauen, delegieren können und schlussendlich auch andere Führungskräfte überzeugen in ihrem Unternehmen zu arbeiten, um strategisch zu wachsen. Wenn ich das Gefühl bei Ihnen habe, dann geht’s in der Regel auch schon los. 

Beim Gründen gibt es drei Komponenten, die entscheidend sind. Dazu zählen das Team, das Produkt und der Markt. Wie würden Sie diese drei Komponenten ordnen? Was ist Ihnen am wichtigsten, bevor Sie einsteigen? 

Als erstes kommt immer das Team. Schließlich kann man ja nur auf Menschen setzen! Es gibt ja keine anonymen Unternehmen, sondern es stehen immer Menschen dahinter. 

Das zweite ist dann natürlich das Produkt und das Geschäftsmodell. Es muss möglich sein, halbwegs realistisch abschätzen zu können, dass man damit in drei bis fünf Jahren einen profitablen Umsatz in der Größenordnung von mehr als zehn Millionen erwirtschaften kann.

Man muss natürlich sehen: Wo steht der Wettbewerb? Haben wir es mit einem insgesamt wachsenden oder mit einem schrumpfenden Markt zu tun? Man kann auch in einem schrumpfenden Markt profitable Geschäfte machen, wenn das Produkt stimmt und wenn man findige Unternehmer als Partner hat. 

Was ist ihr persönlicher USP als Investor?

Ich entscheide schnell, das unterscheidet mich zum Beispiel von vielen komplexeren Firmen. Entscheidungsfreude, Konsequenz, Zuverlässigkeit und ein außergewöhnlich großes Netzwerk im Medien- und Kommunikationsbereich, das ist mein USP. Außerdem bin ich fast immer gut gelaunt und ein ziemlich angenehmer und konstruktiver Gesellschafter. Und niemals vergessen: Der Humor! 

Wie beurteilen Sie den Einstieg von Nico Rosberg? Wie ist Ihre Zusammenarbeit?

Nico Rosberg ist für uns eine große Bereicherung, er ist gleich auf Augenhöhe eingestiegen, hat ein paar Schrammen abbekommen, sich dann aber sehr proaktiv entwickelt!

Er hat das Tempo und das Wettbewerbsdenken hier positiv beeinflusst. Er ist ein lockerer und sympathischer Typ. Es ist wichtig, dass in so einer Löwen-Community auch ein positiver Spirit herrscht, in zweierlei Hinsicht! 

Auf der einen Seite mag man sich, auf der anderen Seite muss man sich respektieren. Das heißt, so wie unter Sportlern oder Wettbewerbs-Menschen üblich, mal gewinnt man, mal verliert man. Ganz wichtig: Man muss auch anderen was gönnen können.

Ich weiß, Sie dürfen nicht viel über die neue Sendung sagen. Aber Corona ist ja ein großes Thema. Welchen Effekt hat das für die Aufzeichnung gehabt, eventuell auch für Deals? 

Naja, also für die Zuschauer gibt es einen sichtbaren Effekt. Vor Corona stehen wir auf nach dem Deal und umarmen die Gründer, während Corona ist das natürlich nicht gegangen. 

Ansonsten würde ich sagen, dass diese Entschleunigung für alle zu einer stärkeren Fokussierung beigetragen hat. Wir haben es stärker wertgeschätzt, dass die Produktion überhaupt stattfinden konnte und ich denke, dass wir dadurch vielleicht unbewusst fokussierter waren. Das kommt vielleicht in einer intensiveren Auseinandersetzung in der Sendung zum Ausdruck. 

Hat Corona auch auf Ihr Portfolio und die vorangegangen DHDL-Deals einen Effekt gehabt? Haben Sie Anschlussfinanzierungen tätigen müssen? 

Ja, natürlich hat die Krise einen Effekt auf mein Portfolio gehabt. Besonders getroffen hat es Unternehmen, die stark von Events abhängig sind. Zu ihnen zählt beispielsweise ArtNight, einer meiner ersten DHDL-Deals. Aber auch sie waren sehr innovativ und haben schnell digitale Events angeboten. Die Coronakrise hatte für all meine Beteiligungen einen Effekt, meist aber einen guten, da ich stark im Social-Media- und  E-Commerce-Bereich unterwegs bin – zwei Bereiche, die durch Corona sogar noch gewachsen sind.


Deine ungelesenen Artikel:
16.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Scaleups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Scaleups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-scaleups
16.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Scaleups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Scaleups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-scaleups
Die diesjährigen Nominierten des "Innovator of the Year" in der Kategorie Scaleups. | © brutkasten

Erfolgreiche Skalierung ist das Ziel jedes Startups. Bekanntlich schaffen das bei weitem nicht alle, doch auch hierzulande wird die Gruppe jener, denen der Sprung zum starken Wachstum gelungen ist, immer größer – und das auch unter bekanntlich teils widrigen Bedingungen.

Auch dieses Jahr schafften wieder einige heimische Unternehmen den Schritt vom Startup zum Scaleup und legten beeindruckende Wachstumsstorys vor. Und einige bereits etablierte Scaleups zeigten eindrücklich, dass ihre Wachstumsambition ungebrochen ist.

Zehn davon holen wir als Nominierte für den Innovator of the Year in der Kategorie Scaleups vor den Vorhang. Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Scaleups wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Startups und Corporate Innovation vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.


Die „Innovator of the Year“-Kategorie Scaleups wird durch Polestar unterstützt.


Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Scaleups“

Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

(Hinweis: Bei mehrfacher Stimmabgabe pro Tag erfolgt zwar keine gesonderte Fehlermeldung im Voting-Tool, Mehrfachvotes werden vom System jedoch automatisiert erkannt und ausgefiltert).

Jetzt voten!

Poll Maker

Emerald Horizon

Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Auffallen ist gewiss eine der Stärken des Grazer Scaleups Emerald Horizon – sei es mit ausgerechnet diesem Produkt, Small Modular Reactors, im traditionell extrem atomkraftkritischen Österreich, mit Personalentscheidungen wie Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer oder mit dem dieses Jahr erfolgten ungewöhnlich frühen Börsengang. An der Wiener Börse wird das Unternehmen jedenfalls mittlerweile seit Monaten jenseits der Milliarden-Euro-Grenze bewertet und kann damit – je nach Definition – als Österreichs jüngstes Unicorn gesehen werden. Für die Entwicklung des Unternehmens gewiss noch entscheidender: Im August verkündete man, gemeinsam mit dem niederländischen Partner VDL Groep in die nächste Entwicklungsstufe des Small Modular Reactors zu gehen.

Enpulsion

Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion
Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion

Das niederösterreichische SpaceTech-Scaleup Enpulsion rund um Gründer Alexander Reissner liefert Antriebssysteme für Nano- und Mikrosatelliten. Zu Jahresbeginn sicherte sich das Unternehmen eine 22,5 Millionen Euro schwere Series-B-Finanzierung, um die Produktionskapazitäten am Standort Wiener Neustadt deutlich zu erhöhen. Im August 2026 verkündete Enpulsion zudem die geplante strategische Übernahme der britischen Lift Me Off Ltd, um das eigene Produkt-Portfolio um chemische Antriebe für besonders agiles Manövrieren im Weltraum zu erweitern. Zusätzlich steht für diesen Herbst ein zentraler Meilenstein an: ein Orbit-Test der neuartigen Antriebstechnik an Bord des heimischen Satelliten AT-Astra.

fiskaly

fiskaly - das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly
fiskaly – das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly

Das 2019 gegründete Wiener Unternehmen fiskaly von Johannes Ferner, Simon Tragatschnig und Patrick Gaubatz macht Kassentransaktionen cloudbasiert und gesetzeskonform. Die Zahlen sprechen für sich: 60 Prozent Wachstum im vergangenen Geschäftsjahr, profitabel, mehr als 150 Mitarbeitende, rund 1.900 B2B-Kund:innen mit über einer Million POS-Systemen in acht EU-Ländern und Marktführerschaft in Deutschland. Im September folgte der nächste Schritt vom Scaleup zum Infrastrukturanbieter: Mit David Feichter holte fiskaly den Ex-CEO von orderbird als Co-CEO an Bord, ausgerechnet jenen Mann, der 2019 als allererster Kunde den Deal mit Ferner verhandelt hatte. Feichter verantwortet den operativen Betrieb, Ferner konzentriert sich auf Partnerschaften und weitere Akquisitionen in Europa.

Flinn AI

Das Founder-Team von Flinn | © Flinn
Das Founder-Team von Flinn | © Flinn

Das 2023 gegründete Scaleup von Gründer Markus Müller entwickelt eine KI-gestützte Software, die regulatorische und qualitative Prozesse für MedTech- und Pharmaunternehmen automatisiert. Im Februar 2026 sorgte das Unternehmen mit einem Series-A-Investment von 20 Millionen Dollar für Aufsehen. Mit dem frischen Kapital treibt das Scaleup in diesem Jahr die gezielte Expansion auf dem US-Markt voran, um sich weltweit als Standard für regulatorische KI-Prüfungen im Gesundheitsbereich zu etablieren. Zudem plant man eine erste eigene Kund:innenkonferenz, die über 200 internationale MedTech-Entscheider:innen nach Wien bringen soll.

fonio.ai

fonio.ai-Co-Founder Daniel Keinrath (CEO, l.) und Matthias Gruber (CTO) | (c) fonio.ai

Wenn bei einem KMU niemand ans Telefon geht, übernimmt fonio.ai: Die KI-Agenten des erst 2024 gegründeten Wiener Startups von Daniel Keinrath und Matthias Gruber führen inzwischen rund zwei Millionen Anrufe pro Monat für über 7.000 Kund:innen. Im Juni schloss man eine Seed-Runde über 14,6 Millionen Euro ab, angeführt vom Londoner Fonds 20VC bei einer Bewertung von 120 Millionen Euro, ohne offiziellen Fundraise und ohne Pitch Deck. Im August knackte fonio.ai die Marke von zehn Millionen Dollar ARR – später folgte im Oktober die Marke von 15 Millionen Dollar. Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt laut Keinrath inzwischen von außerhalb der DACH-Region, im September eröffnete das Startup unter anderem sein Büro in Barcelona als Hub für Südeuropa.

Helferline

v.l.: Die Helferline-Gründer Clemens Schmidgruber und Alexander Niederhofer mit CTO Janko Glavić | (c) Helferline

Es ist eine Geschichte, wie sie nur die Startup-Welt schreiben kann: Vor mehr als zehn Jahren gegründet, konnte Helferline über lange Zeit zwar eine ganze Zahl namhafter Referenzen vorweisen, der wirtschaftliche Durchbruch blieb aber aus. Das änderte sich im Laufe der vergangenen Monate drastisch: Vor etwas mehr als einem Jahr stieg Hansi Hansmann als Investor ein. Seitdem holte man Großaufträge vom deutschen Telekom-Riesen O2, von Asus, von Starlink und weiteren. Aktuell befindet sich das Wiener Scaleup auf einem steilen Wachstumskurs und macht nach eigenen Angaben monatliche sechsstellige Gewinne.

Neoh

v.l.n.r.:  Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh
v.l.n.r.: Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh

Das Wiener Scaleup von Manuel Zeller konnte mit Süßigkeiten, die auf dem selbst entwickelten, kalorienarmen Zuckerersatzstoff Zero+ basieren, mittlerweile eine große Fangemeinde aufbauen, die auch über die Grenzen Österreichs hinausgeht. Auch machte, Stand April 2026, das B2B-Geschäft bereits rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus, mit steigender Tendenz, wie Zeller erklärte. Dies und auch die Entwicklung einer gelungenen Bueno-Alternative sorgten dafür, dass eine Investmentgesellschaft aus Luxemburg namens Teseo Capital ins Scaleup einstieg. Dahinter steht die italienische Familie Ferrero, die mit Marken wie Nutella, Kinder und Ferrero Rocher den Süßigkeitenmarkt dominiert.

ParityQC

Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

Das Innsbrucker Quantenunternehmen ParityQC von Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser hat allein im heurigen Jahr einen 35-Mio.-Deal für den Bau eines mobilen Quantencomputers für das deutsche Verteidigungsministerium ergattert und im Rahmen der „EUREKA-Ausschreibung Deutschland-Israel“ eine Kooperation mit dem israelischen Quantensoftware-Spezialisten Classiq gestartet. Zudem lieferte es im April einen deutlichen Beleg dafür, dass europäisches Quantencomputing den Sprung aus dem Labor in die Industrie geschafft hat. Gemeinsam mit IBM stellte man einen neuen Weltrekord bei der Quanten-Fourier-Transformation (QFT) auf. Konkret wurde dabei die bislang größte jemals gemessene QFT auf einem IBM-Quantum-Heron-Prozessor realisiert, mit 52 supraleitenden Qubits statt der bisherigen 27 Ionenfallen-Qubits.

Reploid

Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz
Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz

Kein anderes heimisches Scaleup schaffte es dieses Jahr, in einer derartigen Regelmäßigkeit für Schlagzeilen zu sorgen. Das seit 2025 an der Wiener Börse gelistete Welser Insektenzucht-Unternehmen baute seine Führungsebene aus, eröffnete neue Expansionsmärkte, präsentierte neue Kund:innen, verkündete eine Übernahme und holte sich einen achtstelligen Wachstumskredit. Wiewohl die Geschäftszahlen bei genauerer Betrachtung etwas komplexer sind, als vom Scaleup dargestellt, steht fest: Reploid ist weiter voll auf Wachstumskurs. 

waterdrop

Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop
Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop

Das Wiener Scaleup waterdrop von Henry Murray, Martin Murray und Christoph Hermann holte sich im Mai ein 100-Millionen-Euro-Investment. Zu den Investor:innen dieser Runde zählten Aspeya, Atlantic Grupa und der alpine Ski-Weltcup-Champion Aleksander Aamodt Kilde. Schon im Jänner dieses Jahres verkündete das Scaleup seine Profitabilität. Zudem übernahm Jristian Cruz Limsico die Rolle des Global Creative Director, der seit 2017 die visuelle Identität des Modehauses Karl Lagerfeld prägte. Er verantwortet nun die weltweite Markenidentität des Unternehmens.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

  • „Die Höhle der Löwen“ läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox.
  • Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.