25.02.2026
CHANGEMAKER

GenC: Ashoka Austria startet Kooperation mit TTTech

Ashoka Austria und TTTech starten eine Zusammenarbeit im Rahmen des „Generation Changemaker“-Programms.
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ASHOKA, TTTECH
© Ashoka Austria/LinkedIn.

Ashoka erhielt im Mai 2025 mit Stephanie Cox eine neue Geschäftsführerin, brutkasten berichtete. TTTech verkaufte Anfang Jänner des selben Jahres seine Sparte TTTECH Auto an den niederländischen Halbleiter-Riesen NXP für 625 Millionen Euro. Nun verkünden Cox und Ashoka Austria per LinkedIn eine Kooperation mit dem global tätigen Tech-Konzern.

Ashoka mit Generation Changemaker Programm

„Ich freue mich riesig, unsere neue Partnerschaft mit TTTECH bekannt zu geben. Wir glauben, dass eine menschzentrierte Zukunft entsteht, wenn Menschen zusammenkommen, um zu lernen, zu hinterfragen und zu handeln. Deshalb bündeln wir im Rahmen unseres ‚Generation Changemaker Programms‘ (Anm.: GenC) unsere Kräfte“, schreibt Cox auf der sozialen Plattform.

Gemeinsam mit dem GenC-Team wird das Kooperations-Duo ein Wochenende in Brixen gestalten, das Raum für Reflexion, Austausch und neue Denkweisen bieten soll.

30 junge Changemaker aus Österreich, Liechtenstein, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, Italien, Polen, Deutschland und Belgien sollen Fragen erkunden, die für Systemveränderungen heute zentral seien. Darunter: Wie können wir in einer von raschem technologischen Wandels geprägten Welt neugierig, reflektiert und geerdet bleiben? Wie sieht sinnvolle Arbeit in der Zukunft aus und was erfordert sie von uns allen? Wie können Technologie und KI menschliches Potential unterstützen, anstatt es zu ersetzen oder zu konkurrieren?

„Dem Wohl aller dienen“

Weiters heißt es, dass Technologie, KI und Innovation bei diesem Programm als Einstiegspunkte für den Dialog dienen sollen. Konkret nicht als Antworten, sondern als Werkzeuge, die dabei helfen, tiefer darüber nachzudenken, welche Art von Zukunft man gemeinsam aufbauen wolle, so der Tenor des geplanten „Generation Changemaker Programms“. Cox abschließend dazu: „Gemeinsam blicken wir auf 2026 und darauf, die nächste Generation von Changemakern dabei zu unterstützen, Systeme zu gestalten, die dem Wohl aller dienen.“

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(v.l.) Das Führungsteam von reebuild: Nicolaus Lederer, Alexander Kornell, Matteo Cimadom, Luca Papay © Oskar Fleischanderl

Papierordner und manuell geführte Excel-Tabellen sollen der Vergangenheit angehören, zumindest wenn es nach reebuild geht. Das Tech-Startup automatisiert mit seiner KI administrative Tätigkeiten von Bauleitern. Es wandelt also Dokumente, PDFs, Fotos etc. in strukturierte Daten um oder automatisiert Aufgaben wie die Rechnungsprüfung. In der vergangenen Pre-Seed-Runde sind bereits bekannte Investoren wie Hansi Hansmann eingestiegen (brutkasten berichtete). Nun schloss reebuild eine Seed-Runde von über drei Millionen Euro ab, angeführt vom europäischen Investor Fortino Ventures, mit Beteiligung von Rise PropTech und CuriosityVC.

Weitere Automatisierung des kaufmännischen Ablaufs

Mit dem frischen Kapital sollen KI-gestützte Module weiterentwickelt werden, durch die der kaufmännische Ablauf von der Kalkulation bis zur Buchhaltung weitgehend automatisiert werde. „Wir wollen den Kosmos auf unserer Plattform mit immer neuen Workflows erweitern. Darunter verstehen wir z.B. den Erstellungsprozess von Ausgangsrechnungen“, sagt CEO und Gründer von reebuild Alexander Kornell im brutkasten-Gespräch. Zudem soll das Büro in Wien personell aufgestockt werden. Aktuell ist reebuild in Deutschland und in Österreich etabliert. Durch die Investitionen soll nun in weitere europäische Länder wie Italien oder Polen expandiert werden. Es gebe bereits Entwicklungspartnerschaften mit ersten Proof Points.

Zu den Kund:innen zählen Unternehmen wie Pittel+Brausewetter oder 3SI Immogroup. Die Software wird, laut dem Startup, in Wien entwickelt, in Deutschland gehostet und ist DSGVO-konform.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“

„Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Bauunternehmen und Projektentwickler ist, ihre Backoffice-Prozesse mit Software und KI zu digitalisieren und zu automatisieren“, sagt Wouter Goossens, Partner bei Fortino Ventures. Reebuild erklärt, dass die Verwaltung und Steuerung von Kosten zwischen den Abteilungen im operativen Geschäft der Baubranche veraltet sei. Rechnungen würden händisch mit Vertragsbedingungen oder Lieferscheinen abgeglichen und Führungskräfte würden Entscheidungen auf Basis überholter Informationen treffen müssen.

„Wir kennen die Probleme der Branche aus erster Hand und entwickeln reebuild gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden extrem nah an der Praxis“, sagt Kornell über die Baubranche und ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass wir diesen Markt mit einem Team aus Bau- und Technologie-Know-how aufmischen können. Nicht mit einem weiteren Tool, sondern mit einer Lösung, die wirklich versteht, wie Baustellen und Projekte kaufmännisch abgewickelt werden.“

Reebuild sorge für beschleunigte Prozesse und aktuellere Entscheidungsgrundlagen, was wiederum zu messbaren Einsparungen im gesamten Unternehmen führe. Beschaffungskosten könnten dadurch um bis zu 20 Prozent sinken.

Vision: Administrativer Aufwand auf null senken

Der bürokratische Aufwand soll laut reebuild in Zukunft gänzlich verschwinden. Auf Basis der strukturierten Daten hinter jedem Dokument entwickele reebuild das Agentic Backoffice für Bauunternehmen. KI-Agenten übernehmen eigenständig Routineaufgaben wie Prüfung, Abgleich und Vorkontierung. Dadurch sollen Teams ihre Zeit eher für das operative Geschäft anstatt für das manuelle Kostencontrolling nutzen.

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