22.07.2020

Gehalt-Vergleich: Soviel verdienen Fachkräfte in Österreich

Der jährliche Gehalt-Vergleich von StepStone zeigt, wieviel man in Österreich u.a. abhängig von Branche, Position, Dienstalter oder Bundesland durchschnittlich verdient.
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Gehalt-Vergleich - soviel verdienen Fachkräfte in Österreich
Gehalt-Vergleich - soviel verdienen Fachkräfte in Österreich | (c) Adobe Stock - weyo

Auch die Coronakrise konnte wohl bislang daran nicht viel ändern: Am meisten verdient man (nicht nur) in Österreich weiterhin als männliche, hochqualifizierte Führungskraft in einer Top-Position. Doch freilich sind die genannten nicht die einzigen relevanten Parameter, von denen das Durchschnittsgehalt abhängt. Das zeigt auch der jährliche Gehalt-Vergleich von StepStone, in den Angaben von rund 6000 heimischen Fach- und Führungskräften flossen – allerdings zu deren Gehältern 2019 (zum Bericht aus dem Vorjahr).

Für den Gehalt-Vergleich wurden die Durchschnittsgehälter von Fach- und Führungskräften in Österreich unter anderem nach Bundesland, Branche, Qualifikationsniveau, Hierarchie, Berufsfeld, Berufserfahrung und Geschlecht erfasst. Soviel vorab: Im Schnitt verdienen österreichische über alle Kategorien hinweg Fachkräfte rund 44.000 Euro brutto im Jahr (Vollzeit, inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc.). Die Unterschiede nach den genannten Parametern sind aber teils gravierend.

Durchschnittsgehalt: Position Unternehmensgröße, Geschlecht und Erfahrung entscheidend

Herausragend ist freilich etwa die Frage, wo man in der Hierarchie steht.  So verdient man im oberen Management durchschnittlich mehr als 100.000 Euro brutto im Jahr, im mittleren immerhin noch rund 66.000 Euro und im unteren Management noch rund 52.000 Euro. Ganz generell zeigt sich ein starker unterschied, ob eine Fachkraft Personalverantwortung hat (durchschnittlich ca. 49.000 Euro pro Jahr) oder nicht (ca. 43.000). Auch die Unternehmensgröße ist von massiver Bedeutung. Dabei gilt mit einer Ausnahme die Faustregel: Je größer, desto besser wird bezahlt.

(c) StepStone Österreich

Auch ob man ein Studium abgeschlossen hat, oder nicht, schlägt sich in einem Unterschied im jährlichen Durchschnittsgehalt von mehr als 10.000 Euro nieder. Besonders relevant sind weiterhin auch der Gender Pay Gap (Männer: ca. 46.000; Frauen: ca. 42.000) und die Berufserfahrung, wobei das Durchschnittsgehalt nach einer anfänglichen sukzessiven Steigerung nach 25 Jahren im Beruf wieder sinkt.

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Gehalt-Vergleich: Pharma-Branche und berufsfeld Consulting ganz oben

Branchensieger sind die Pharmabranche und die Medizintechnik: Durchschnittlich rund 56.000 bzw. 55.000 Euro brutto pro Jahr bekommen Fach- und Führungskräfte in Österreich dort, während es etwa im Versicherungsbereich „nur“ 49.000 Euro sind. Besonders schwach schneiden Branchen wie die Hotellerie (rund 38.000 Euro jährlich) und die Textilbranche (rund 32.000 Euro jährlich) ab. Auch in den systemrelevanten Sparten Gesundheitswesen und der Einzelhandel (39.000 bzw. 38.000 Euro jährlich) wird verhältnismäßig sehr schlecht bezahlt.

Gehalt-Vergleich: Branchen Österreich
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Starke Unterschiede zeigt auch der Gehalt-Vergleich nach Berufsfeldern. Dort führen die Bereiche Consulting, Management und Immobilien mit je mehr als 50.000 Euro jährlichem Durchschnittsgehalt das Feld an. Interessant: Der-IT-Bereich wird knapp von Sales übertroffen. Eher schwächer schneiden die Bereiche Banken und Kundenservice ab.

(c) StepStone Österreich

Auch Geographie bestimmt Gehalt maßgeblich

Deutlich unterscheiden sich auch die Durchschnittsgehälter der Fach- und Führungskräfte in den österreichischen Bundesländern voneinander. So verdient man in Wien jährlich im Schnitt jährlich um rund 12.000 Euro mehr als im Burgenland. Ähnlich gut wie in der Bundeshauptstadt wird sonst nur in Vorarlberg bezahlt.

Gehalt-Vergleich: Bundesländer Österreich
(c) StepStone Österreich
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(c) Adobe Stock

Mit dem Marienkäfer-förmigen Sensor „Mary“, der an der Unterwäsche von Babys und Kleinkindern angebracht werden kann, und dort Vitalwerte wie Temperatur und Atmung misst, wollte das Klagenfurter Startup Sticklett durchstarten. 2016 gestartet, holte man sich 2017 ein sechsstelliges Investment, wie brutkasten berichtete. 2018 schloss man eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne ab, im Jahr danach gab es eine Investment-Zusage in der Show 2 Minuten 2 Millionen – samt Listung bei Bipa. Hinzu kam eine ganze Reihe von Awards in den Folgejahren.

„Geschäftsverlauf ist hinter den Erwartungen geblieben“

Doch der große Durchbruch gelang dem Startup seitdem nicht. Und wie die Kreditschutzverbände nun vermelden, musste das Unternehmen einen Konkursantrag einbringen.

Die Kosten für Produktentwicklung und Markteinführung seien in den ersten Jahren primär durch Eigenmittel und Förderungen gedeckt worden, wird beim AKV aus dem Konkursantrag zitiert. „Der Geschäftsverlauf ist jedoch trotz grundsätzlich guter Voraussetzungen (funktionierende Produkte; funktionierender Produktionsprozess) letztendlich leider hinter den Erwartungen geblieben, da es nicht gelungen ist, die Produktionskosten auf ein solches Maß zu senken, dass auch die Attraktivität und damit die Nachfrage am Markt eine entsprechende Steigerung erfahren hätte.“

Zuletzt geplatztes Millioneninvestment

Für Vertriebs- bzw. Marketingaktivitäten, die es ermöglicht hätten, einen weit größeren Bekanntheitsgrad zu erlangen und damit einen weit größeren Markt zu erschließen, habe das Geld nicht ausgereicht. Zuletzt habe man noch intensiv versucht, Investor:innen zu finden und dabei auch über ein Investment in Höhe von einer Million Euro verhandelt. „Bedauerlicherweise ist es – trotz zunächst auch positiv abgeschlossener Gespräche – dann zu keiner Umsetzung des Investments gekommen“, heißt es von Sticklett. Entsprechend könne man aktuell keine positive Fortbestandsprognose stellen.

Möglicher Sanierungsantrag steht noch im Raum

Insgesamt sind zwölf Gläubiger:innen betroffen. Dienstnehmer:innen hatte das Unternehmen hingegen zuletzt keine mehr. Die Passiva betragen 550.527 Euro. Diesen stehen laut Unternehmensangaben Aktiva von rund 124.000 Euro gegenüber. Es scheint aber noch einen Hoffnungsschimmer für das Startup zu geben: Noch stehe nicht fest, ob ein Sanierungsplan gestellt werden kann oder nicht, heißt es im Konkursantrag.

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