08.11.2018

Wiener Legal Tech Konferenz 2018 stand im Zeichen von Praxis & Tools

Bereits zum zweiten Mal fand am 7. November die Future-Law Legal Tech Konferenz in Wien statt. Der Fokus lag auf der praxisnahen Umsetzung von Legal Tech Lösungen, die funktionieren und schon heute eingesetzt werden können.
/artikel/future-law-legal-tech-konferenz-2018-2
Legal Tech Konferenz
(c) FutureLaw: v.l.n.r.: Sophie Martinetz (Future-Law), Anja Tretbar (T-Mobile), Michaela Schneider (JAF-Group), Stefan Stockinger (OMV), Birgit Wirth (UNIQA)
kooperation

Die Ansage der Veranstalter der zweiten Future-Law Legal Tech Konferenz in Wien war klar: „2017 war Theorie, 2018 wird Praxis“. Unter diesem Motto fanden sich gestern Mittwoch rund 350 JuristInnen und ExpertInnen im Park Hyatt ein, um über künftige Anwendungsfelder der Legal Tech Branche zu diskutieren. Zu den diesjährigen Themen zählten „Law Firm 4.0“, „Public Legal Tech“, „Rechtsabteilung 3.0“ und „Tools“. „Die Digitalisierung ist keine IT-Frage, sondern eine Strategiefrage und nun geht es um die Umsetzung“, so Veranstalterin Sophie Martinetz über die Auswahl des Mottos der Konferenz.

+++ LegalTech: Wie Anwälte die Digitalisierung nutzen können +++

Legal Tech Unternehmen aus Großbritannien

Um dem Praxisbezug der Konferenz gerecht zu werden, luden die Veranstalter zur diesjährigen Konferenz erstmals zehn Unternehmen aus der britischen Legal Tech Branche ein. Die rund 350 KonferenzteilnehmerInnen konnten sich mit den Unternehmern über die Schnittstelle von Recht und IT unterhalten.

Universitätscorner zum Vernetzen

Ein eigens eingerichteter Universitätscorner diente UniversitätsvertreterInnen, RechtsanwältInnen, Corporates sowie StudentInnen zur Vernetzung . Die Idee dahinter war, dass sich unterschiedliche Gruppen und Generationen über ihre digitalen Aktivitäten und Wünsche austauschen können, heißt es von den Veranstaltern.
Future Law Konferenz
(c) Future Law: Studenten konnten sich mit Experten austauschen

Speaker der Legal Tech Konferenz 2018

Unter den Speakern der Legal Tech Konferenz 2018 befanden sich: Gudrun Stangl (COO Schönherr), Katharina Schelberger (Konzernrechtsabteilungsleiterin ÖBB), Hansi Hansmann (Business Angel), Alberto Sanz de Lama (CEO, LexisNexis), Alric Ofenheimer (Partner Eisenberger Herzog), Andreas Hackl (Chief Digital Office, BM für Justiz), Gina Tondolo (Gründerin Lawrence), Brigtte Wirth (Head Team Legal, UNIQA), Raoul Hoffer, (Partner Binder Größwang), Stefan Artner (Partner Dorda), Stefan Stockinger (Rechtsabteilungsleitung Corporates & Projects OMV), Andreas Balog (Vorsitzender der Vereinigung der österreichischen Unternehmensjuristen), Anja Tretbar- Bustorf (VP, Recht, T-Mobile), Sabine Schuh (Kammeramtspräsidentin Rechtsanwaltskammer Wien), Peter Guggenberger (Geschäftsführer Manz Verlag), Sabine Matejka (Präsidentin der Richterinnenvereinigung), Armenak Utudjian (Vizepräsident ÖRAK), Gerhard Laga (WKÖ), Nikolaus Forgò (Prof. Universität Wien Digitalisierung & Innovation im Recht).

⇒ zur Page der Konferenz

Archiv: Video-Interviews von der letztjährigen Future Law

Live von LegalTech Konferenz mit Sophie Martinetz, der Gründerin von Future Law!

Gepostet von DerBrutkasten am Mittwoch, 29. November 2017

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Österreichische Unternehmen setzten im bisherigen Jahresverlauf 2026 positive Impulse am Kapitalmarkt, auch wenn die Belebung noch nicht alle Marktsegmente erfasste. Wie das aktuelle IPO Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigt, stehen vier Neuzugänge an der Wiener Börse, ein neuer ATX-Rekord sowie zwei Börsengänge österreichischer Unternehmen im Ausland zu Buche.

Die zwei Auslands-Listings waren das Unternehmen Asta Energy, das im Jänner in Frankfurt an die Börse ging, sowie Innio Jenbacher mit dem Börsengang im Juni an der Nasdaq. Parallel dazu entwickelte sich der heimische Aktienmarkt stark: Der ATX inklusive Dividenden erreichte am 28. September mit 17.618,00 Punkten ein neues Allzeithoch und liegt seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent im Plus.

Vier Neuzugänge an der Wiener Börse

Am österreichischen Kapitalmarkt verzeichnete die Wiener Börse im laufenden Jahr vier Neuzugänge. Mit dem Handelsstart der Biogena Good Vibes AG am 10. September im Segment direct market plus kam der vierte Neuzugang an die Börse – brutkasten berichtete. Dem Listing ging eine außerbörsliche Kapitalerhöhung mit öffentlichem Aktienangebot voraus. Laut Unternehmensangaben zeichneten mehr als 2.300 neue Aktionär:innen Aktien, wobei sich der Mittelzufluss auf fast 18 Mio. Euro belief. Zuvor gingen dieses Jahr die Emerald Horizon AG im standard market (brutkasten berichtete), die FIT Group AG im direct market plus und die K2G Holding AG im direct market an den Wiener Markt.

Ein klassischer IPO eines österreichischen Unternehmens im geregelten Markt wurde im dritten Quartal hingegen nicht verzeichnet. Seit Anfang Juli ist der direct market plus zudem als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert, was insbesondere Wachstumsunternehmen und KMU den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern soll.

„Für nachhaltige Belebung des IPO-Markts braucht es gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen“

„Das dritte Quartal zeigt ein differenziertes Bild: Ein klassischer IPO im geregelten Markt blieb zwar aus, zugleich belegen die Neuzugänge und insbesondere das zusätzliche Listing von Biogena, dass der Kapitalmarkt auch für österreichische Wachstumsunternehmen eine relevante Finanzierungsoption sein kann. Dass mehr als 2.300 neue Aktionärinnen und Aktionäre gewonnen und fast 18 Millionen Euro eingeworben wurden, ist ein positives Signal für die Mobilisierung privaten Kapitals“, analysiert Martina Geisler, Partnerin und Leiterin IPO bei EY Österreich.

„Für eine nachhaltige Belebung des heimischen IPO-Markts braucht es nun eine gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen. Entscheidend sind eine überzeugende Equity Story, transparente Governance, realistische Bewertungsvorstellungen und die Bereitschaft, den Kapitalmarkt frühzeitig in die Wachstumsstrategie einzubinden. Der EU-KMU-Wachstumsmarkt kann dabei helfen, die Einstiegshürden für kleinere und mittlere Unternehmen zu senken“, so Geisler weiter.

Wer den Kapitalmarkt in Betracht ziehe, müsse daher „frühzeitig Börsenreife herstellen und seine Equity Story klar auf die Bedürfnisse eines internationalen Investorenkreises ausrichten“, heißt es von EY.

Erweiterung im global market

Neben den Neuzugängen erweiterte die Wiener Börse am 9. September den global market – das Handelssegment für bereits an anderen Börsen notierte internationale Aktien – um 45 Titel aus dem Nasdaq 100 und dem S&P 500. Damit sind dort nun erstmals mehr als 1.000 internationale Wertpapiere in Euro, zu Inlandskonditionen und während der Wiener Börsenzeiten handelbar. Bei diesen Einbeziehungen handelt es sich nicht um österreichische IPOs.

Im weltweiten Vergleich blieben die IPO-Märkte im dritten Quartal 2026 mit 367 Börsengängen nahezu stabil (Vorjahresquartal: 374), während das Emissionsvolumen um 79 Prozent auf 93,3 Mrd. US-Dollar stieg. „Die hohen Emissionsvolumina dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholung des IPO-Markts noch nicht in der Breite angekommen ist. Das dritte Quartal wurde stark von wenigen sehr großen Transaktionen geprägt“, erläutert Geisler.

Weltweit entfielen im dritten Quartal rund 75 Prozent des Platzierungsvolumens auf die Branchen Advanced Manufacturing und Technology. Getragen werde der Markt laut EY von Equity Stories, die auf kritische Infrastruktur und Energie, KI und Robotik sowie Verteidigung einzahlen.

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