15.06.2022

Fuchs, Chiellini und Co: Apple sichert sich eine Dekade MLS

Die Major League Soccer hat sich mit Apple auf einen neuen Übertragungsvertrag geeinigt, der zehn Jahre und 2,5 Milliarden US-Dollar umfasst.
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Apple, Major League Soccer, Fuchs, Chiellini,
(c) commons.wikimedia/Kranewitter/Puma - Bald aus den USA auf Apple zu sehen: Die beiden Ex-Nationalteam-Kapitäne Christian Fuchs und Girgio Chiellini (Italien).

Zu den bekanntesten Fußballern in der Major League Soccer zählen Xherdan Shaqiri von Chigaco Fire, Chicharito von LA Galaxy, der hierzulande bekannte Ex-Rapidler Ercan Kara von Orlando City und der ehemalige englische Meister Christian Fuchs, der bei FC Charlotte anheuerte (Vertragsverlängerung steht noch aus – Gerüchte sprechen von einem Wechsel in die NFL).

Im nächsten Jahr wird die Liga um eine weitere Persönlichkeit reicher – Europameister Giorgio Chiellini wird für den FC Los Angeles auflaufen. Zudem wird ein 29. Team die Liga betreten. Mit dem Erfolg der Apple-Serie „Ted Lasso“ und der 2026er Fifa-WM in Aussicht hat der US-Konzern gleich mehrere Gründe Geld für die Fussballrechte in die Hand zu nehmen.

Dass die Summe bekannt ist, ist laut „The Athletic“ anonymen Quellen zu verdanken, die ohne Befugnis Vertragsdetails verraten hätten. Apple TV wird in Zukunft jedes einzelne MLS- und Ligapokalspiel übertragen und zahlt dafür 250 Millionen US-Dollar pro Jahr – zehn Jahre lang. Start ist 2023.

Majoe League Soccer und Apple mit neuem Konzept

„Von Anfang 2023 bis Ende 2032 können Fans jedes MLS-Live-Spiel sehen, indem sie einen neuen MLS-Streaming-Dienst abonnieren, der exklusiv über die Apple TV-App verfügbar ist. Zusätzlich zu allen Spielinhalten wird der Dienst den Fans eine neue wöchentliche Live-Show bieten, damit sie kein spannendes Tor oder keine Rettung verpassen, sowie Spielwiederholungen, Highlights, Analysen und andere Originalprogramme. Diese Live- und On-Demand-Inhalte der Major League Soccer bieten tiefe Einblicke hinter die Kulissen der Spieler und Vereine, die die Fans lieben. Eine große Auswahl an MLS- und Leagues Cup-Spielen, darunter einige der wichtigsten Begegnungen, wird für Apple TV+ Abonnenten ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung stehen, wobei eine begrenzte Anzahl von Spielen kostenlos verfügbar sein wird“, heißt es laut offiziellem Statement.

Die Fußball-Live- und On-Demand-Inhalte auf der Apple TV-App werden für jeden mit Internetzugang auf allen Geräten verfügbar sein, einschließlich iPhone, iPad, Mac, Apple TV 4K und Apple TV HD, Samsung, LG, Panasonic, Sony, TCL, VIZIO, anderen Smart-TVs, Amazon Fire TV, Roku-Geräten, PlayStation- und Xbox-Spielkonsolen, Chromecast mit Google TV und Comcast Xfinity. Fans können auch auf tv.apple.com zuschauen.

Keine Fragmentierung

„Zum ersten Mal in der Geschichte des Sports werden die Fans in der Lage sein, alles von einer großen professionellen Sportliga an einem Ort abzurufen“, sagt Eddy Cue, Senior Vice President of Services von Apple. „Das ist ein wahr gewordener Traum für MLS-Fans, Fußballfans und alle, die Sport lieben. Keine Fragmentierung, keine Frustration – nur die Flexibilität, sich für einen bequemen Dienst anzumelden, mit dem man alles aus der MLS überall und jederzeit sehen kann. Wir können es kaum erwarten, es noch mehr Menschen leicht zu machen, sich in die MLS zu verlieben und ihren Lieblingsverein anzufeuern.“

Vorbote der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika

Laut Apple ist die Major League Soccer die am schnellsten wachsende Fußballliga der Welt und hat ihre Größe in den letzten 15 Jahren auf 29 Vereine mehr als verdoppelt. „Der Schwung wird sich fortsetzen, da der Fußball in ganz Nordamerika weiter wachsen wird – auf dem Weg zur FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko“, schreibt das Unternehmen. „Mit Spielern aus 82 Ländern verfügt die MLS über den weltweit größten Spielerpool aller Sportarten, und ihre Fangemeinde ist eine der jüngsten und vielfältigsten im nordamerikanischen Sport.“

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NovaLabs
© NovaLabs - Gründer von NovaLabs: Christian Gubik und David Schweiger (v. l.).

NovaLabs ist ein steirischer Produzent von Nahrungsergänzungsmitteln und hat seit der Gründung vor rund fünf Jahren den Umsatz jährlich verdoppelt: Allein heuer sollen 25 Millionen Euro erwirtschaftet werden, so das Ziel.

NovaLabs: Drei Millionen Euro in neue Anlagen

Das Wachstum veranlasste die beiden Gründer und Geschäftsführer David Schweiger und Christian Gubik nun zum nächsten Expansionsschritt: Nachdem heuer bereits rund zwei Millionen Euro in den Aufbau des kürzlich eröffneten zweiten Standorts in Graz-Rudersdorf geflossen sind, werden bis Jahresende weitere drei Millionen Euro in neue Maschinen und Anlagen investiert.

„Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel – von Proteinen und Kollagen über Vitamine bis hin zu Mineralstoffen – wächst extrem stark. Wir haben uns als Produzent mit hohem Qualitätsanspruch einen Namen gemacht. Mit der aktuellen Investition bauen wir unsere Kapazitäten gezielt aus, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können“, erklärt das Gründerduo unisono.

Im Mittelpunkt des Investitionsprogramms stehen zwei neue Verpackungslinien für Kapseln am Standort Graz-Rudersdorf. Auch am Hauptsitz in Graz-Straßgang wird die Produktion erweitert: Eine neue Füllmaschine dosiert pulverförmige und optional auch flüssige Produkte automatisiert in Stickpacks. Ergänzt wird die Anlage durch eine neue Standbodenbeutel-Linie für wiederverschließbare Pulververpackungen sowie einen Pick-and-Place-Roboter. Damit soll vor allem die steigende Nachfrage nach pulverförmigen Produkten, insbesondere Kollagen, abgedeckt werden.

„Pulver im Standbodenbeutel oder in den Stickpacks ist derzeit eines der großvolumigsten Segmente am Markt. Gleichzeitig sehen wir weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach Kapseln in unterschiedlichsten Formen und Rezepturen“, sagt Schweiger. Die neuen Anlagen werden dem Unternehmen zufolge sukzessive in den kommenden Wochen geliefert beziehungsweise in Betrieb genommen. Bis Jahresende soll das gesamte Investitionsprogramm umgesetzt sein.

Neue Mischhalle

Auch am Grazer Hauptsitz wird erweitert: In die bestehende Produktion wird eine neue Mischhalle mit drei Anlagen integriert. Dort werden Rohstoffe künftig automatisiert eingewogen, zugeführt und weiterverarbeitet. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Kugelmischer mit einem Fassungsvermögen von rund 2.000 Litern. Zwei gegenläufig arbeitende Wellen würden dabei für eine gleichmäßige Durchmischung sorgen. Der Mischvorgang soll dadurch von bisher bis zu 20 Minuten auf rund 90 Sekunden verkürzt werden.

Dabei gehe es aber nicht nur um Geschwindigkeit, sagt Schweiger: „Die immer komplexeren Zusammensetzungen stellen auch höhere Ansprüche an die eingesetzte Mischtechnologie. Bei einer Rezeptur können beispielsweise mehrere hundert Kilogramm eines Rohstoffes mit nur wenigen Gramm eines anderen Wirkstoffes kombiniert werden. Auch bei diesen Kleinstmengen muss am Ende eine gleichmäßige Verteilung im gesamten Produkt sichergestellt werden.“ Das Gründer-Duo sieht darin auch einen Beleg für eine sich immer stärker professionalisierende Branche: „Was vor wenigen Jahren mit klassischen Fassmischern ausreichend war, genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr.“

NovaLabs-Umsatz genährt durch Export

Bemerkenswert ist zudem, dass rund 50 Prozent des NovaLabs-Umsatzes mittlerweile im Export erzielt werden. Deutschland ist mit rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt. Weitere Produkte gehen unter anderem in die Schweiz, nach Belgien und Frankreich. Über Kunden und Vertriebspartner gelangen die in der Steiermark hergestellten Nahrungsergänzungsmittel darüber hinaus bis nach Dubai und China. „Unsere Kunden wachsen – und wir mit ihnen. Gleichzeitig gewinnen wir laufend neue Aufträge. Unsere Aufgabe ist deshalb, die Produktion heute bereits so aufzustellen, dass sie auch mit den Mengen von morgen umgehen kann“, sagt Gubik.

Der Expansionskurs macht sich bei NovaLabs auch bei der Beschäftigung bemerkbar. Anfang des Jahres verfügte NovaLabs über 76 Mitarbeiter:innen. Rund 30 zusätzliche Stellen wurden 2026 bislang geschaffen – die Beschäftigtenzahl ist damit auf über 100 gestiegen. Weitere Neueinstellungen sind bis Jahressende geplant.

„Je automatisierter und größer wir werden, desto wichtiger werden Menschen, die Prozesse verstehen, Anlagen beherrschen und unsere Strukturen mitentwickeln“, erklärt Schweiger. Für ihn und Co-Gründer Gubik ist die Millioneninvestition daher weniger Abschluss der jüngsten Expansion als Vorbereitung auf die nächste Wachstumsstufe, so die Geschäftsführer: „Am ursprünglichen Ziel hat sich nichts geändert: Wir sind angetreten, um Europas führender Produzent für Nahrungsergänzungsmittel zu werden. Dafür schaffen wir jetzt die industrielle Basis.“

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