15.07.2025
FTI

Frontrunner: Neues FFG-Format soll u.a. „Aufstieg neuer Innovationsführer“ fördern

Für "Frontrunner" wurden zwei bestehende Programme zusammengelegt. Im Zentrum steht die Überführung von Schlüsseltechnologien in die Anwendung in der Wirtschaft.
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Die FFG-Zentrale im Haus der Forschung in Wien Alsergrund | (c) Funke via Wikimedia Commons
Die FFG-Zentrale im Haus der Forschung in Wien Alsergrund | (c) Funke via Wikimedia Commons

Wer sich mit der heimischen Innovationslandschaft beschäftigt, stößt immer wieder auf denselben Befund: Österreich ist sehr stark in der Forschung, in der Überführung von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft gibt es aber einiges an Luft nach oben.

Innovationsminister Peter Hanke (SPÖ) stimmt in einer Aussendung in dieses Mantra ein: „Forschung, Technologie und Innovation sind die Zugpferde für einen nachhaltig attraktiven Wirtschaftsstandort und die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Doch Forschung ist kein Selbstzweck, sondern muss das Ziel haben praktische und marktfähige Lösungen zu entwickeln.“

Zusammenlegung zwei bisheriger Frontrunner-Programme soll Doppelstrukturen beseitigen

Genau hier setze ein mit „Frontrunner“ betiteltes neues Förderformat der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft) an, meint der Minister. Dieses helfe mit, Schlüsseltechnologien in die Anwendung zu bringen. Dazu wurden die bisher getrennt geführten FFG-Programme „Green Frontrunner“ und „Transformative Frontrunner“ zusammengelegt. „Dadurch werden Doppelstrukturen beseitigt und der Zugang für Unternehmen klarer und einfacher gestaltet“, heißt es von der FFG.

Zudem wurde der Barwert erhöht und die Projektdauer auf bis zu drei Jahre verlängert. Die beiden FFG-Geschäftsführerinnen Henrietta Egerth und Karin Tausz meinen überdies, „eine starke inhaltliche Öffnung und spezielle Förderkonditionen“ würden das Programm besonders attraktiv machen.

Scaleups hervorgehoben

Konkret adressiert Frontrunner drei zentrale Gruppen: Marktführer, die ihre technologische Spitzenposition absichern wollen; Unternehmen, die neue Marktsegmente erschließen möchten; und Betriebe mit dem Ziel, Technologieführer in ihrem Bereich zu werden. „Damit unterstützt Österreich nicht nur etablierte Schlüsselakteure, sondern fördert auch gezielt den Aufstieg neuer Innovationsführer“, heißt es von der FFG. Auf der offiziellen Ausschreibungs-Page zum Programm werden innerhalb der KMU Scaleups als besondere Zielgruppe hervorgehoben.

Auf der Programmpage heißt es zudem zum technologischen Fokus: „Frontrunner-Projekte beschäftigen sich beispielsweise mit alternativen Energieformen und Antriebsformen, Einsatz von Sekundärrohstoffen, digitaler Transformation, Digitalisierung im Gesundheitsbereich, Erhöhung der Resilienz der Produktion. Ein spezielles Augenmerk liegt auf den österreichischen Stärkefeldern Automotive, Halbleiter und Life Sciences.“

„Wer heute in Schlüsseltechnologien von morgen investiert, sichert den Wohlstand von übermorgen“

„Mit der ‚Frontrunner‘-Förderung schaffen wir gezielt Anreize für Unternehmen, in technologiegetriebene Innovationen zu investieren – und stärken damit Österreichs Position im globalen Wettbewerb“, kommentiert Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, „Wer heute in Schlüsseltechnologien von morgen investiert, sichert den Wohlstand von übermorgen.“

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Healthblokk
© Peter Crane - Shideh Heravi von HealthBlokk.

Für die Gründerin des Vorarlberger Startups HealthBlokk, Shideh Heravi, waren die vergangenen Monate von Unsicherheit geprägt. Der Krieg im Iran führte dazu, dass der Kontakt zu Familienmitgliedern und Teilen ihres Teams von einem Tag auf den anderen abriss. Gleichzeitig stand das Startup mitten in einer Finanzierungsrunde.

HealthBlokk-Founderin: „Ankerpunkte weg“

„Von einem Tag auf den anderen hatten wir keinen Kontakt mehr zu meiner Familie und auch nicht zu Teilen unseres Teams. Plötzlich waren zwei wichtige Ankerpunkte gleichzeitig weg“, erzählt Heravi im Gespräch mit brutkasten. „Ich habe mich gefragt: Warten wir ab? Machen wir weiter? Schließen wir vielleicht sogar?“

Trotz der schwierigen Situation entschied sich das Startup weiterzumachen. Die geopolitische Situation wirkte sich jedoch direkt auf das Unternehmen aus.

„Wir haben die Produktentwicklung für etwa zwei Monate gestoppt. In dieser Zeit lag unser Fokus auf Strategie, Partnerschaften und darauf, die Situation überhaupt zu bewältigen“, sagt Heravi.

Finanzierungsrunde im Gespräch

Mittlerweile sei der Kontakt zum Entwicklerteam (und zur Familie) wieder hergestellt. Ein Entwickler, der sich derzeit noch im Iran befindet, soll nach erfolgreichem Abschluss einer Finanzierungsrunde (zeitnah geplant) nach Österreich geholt werden.

Das Startup arbeitet an einer App, die Nutzer:innen dabei unterstützt, passende Lebensmittel und Gerichte entsprechend ihrer individuellen Unverträglichkeiten und Ernährungsbedürfnisse zu finden – brutkasten berichtete.

„Wir wollen eine intelligentere Discovery-App schaffen, die viel genauer beantworten kann, was jemand essen kann und was nicht“, erklärt Heravi. „Künftig soll ein KI-Agent jede Nutzerin und jeden Nutzer besser kennenlernen und Empfehlungen immer stärker personalisieren.“

In mehreren Sprachen

Besonders auf Reisen soll die Anwendung künftig mehr Unterstützung bieten. Geplant sind unter anderem lokale Sprachfunktionen, die es User:innen ermöglichen sollen, auch im Ausland einfacher passende Speisen zu finden.

„Wenn ich beispielsweise in Portugal bin, möchte ich in der jeweiligen Landessprache sofort verstehen können, was ich essen kann und worauf ich achten muss“, so Heravi.

Team wächst

Aktuell besteht das Team aus sechs Personen. Vier arbeiten Vollzeit für das Startup, zwei weitere unterstützen neben ihren Hauptberufen. Besonders stolz ist Heravi auf die Zusammenarbeit mit jungen Talenten.

© zVg – Shideh Heravi mit Teodora Markovic.

„Ich kann anderen Gründerinnen und Gründern nur empfehlen, schon sehr früh mit Studierenden und jungen Talenten zusammenzuarbeiten“, sagt sie. „Sie bringen neue Perspektiven mit und können langfristig zu den loyalsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden.“

Für HealthBlokk steht nun zunächst der erwähnte Abschluss der Finanzierungsrunde im Fokus. Weitere Closings sind geplant, wobei sich die Gründerin mehr Frauen als Partnerinnen wünscht, wie sie sagt. Parallel dazu soll die Produktentwicklung wieder beschleunigt werden. Das langfristige Ziel bleibt unverändert: Menschen mit Unverträglichkeiten und speziellen Ernährungsbedürfnissen mithilfe von KI einfacher durch ihren Alltag zu begleiten.

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