10.09.2021

Frau Poppes: Die Würzmischung einer blinden Frau

Angelika Poppe ist seit ihrem 22. Lebensjahr blind. Sie verlor durch einen Unfall ihr Augenlicht, ließ sich aber davon nicht unterkriegen. Das Kochen gab sie jedoch nicht auf, musste aber ohne Rezepte lesen zu können, experimentieren. Das Ergebnis: Eine Würzbasis für Frikadellen (Laberl) namens Frau Poppes.
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Frau Poppes, DHDL, Frikadellen
(c) Frau Poppes - Angelika Poppe und Thomas Leiendecker von Frau Poppes.

Inspiriert wurde Thomas Leiendecker, Koch und Gründer von Frau Poppes, von seiner Schwiegermutter. Mit 15 Jahren erlernte Angelika Poppe den Beruf der Hauswirtschafterin und Schlachtereifachverkäuferin. Mit 20 Jahren heiratete sie und schon kurz darauf erwartete sie ihr erstes Kind. Doch zwei Jahre später änderte sich ihr Leben grundlegend: Durch einen schweren Autounfall verlor Angelika Poppe ihr Augenlicht.

Statt Rezept aufs Gefühl hören

Unterkriegen ließ sich die junge Mutter aber nicht und hat es sich nicht nehmen lassen, weiterhin für die Familie zu kochen: „Da ich nicht mehr nach Rezepten kochen konnte, habe ich vieles einfach ausprobiert. Dabei sind Klassiker, wie meine Frikadellen herausgekommen, die ich immer wieder machen musste“, sagt sie.

Frau Poppes-Gründer in Lehre bei Eckart Witzigmann

Es ist nicht einfach Thomas Leiendecker, der seine Ausbildung beim Starkoch Eckart Witzigmann absolviert hat, kulinarisch zu beeindrucken: „Aber Angelika hat es mit ihren Frikadellen geschafft. Sie sind unglaublich fluffig und perfekt abgestimmt. Mir war sofort klar, das kann nicht nur eine Rezeptur für ihre Küche sein, davon muss die ganze Welt erfahren“, sagt er.

So entwickelte der Koch den Frau Poppes Frikadellen-Mix: „Eine Würzbasis, mit der jeder die perfekte Frikadelle à la Angelika zubereiten kann und das mit wenig Aufwand. Die Brotwürfel, die für die fluffige Konsistenz so wichtig sind, die ganzen Gewürze, Salz und Pfeffer sind in jeder Packung bereits enthalten.“

In 20 Minuten fertig

Aktuell gibt es vier verschiedene Geschmacksrichtungen im Sortiment – von klassischen Frikadellen, über italienische Hackbällchen und würzige Cevapcici bis hin zu vegetarischen Bratlingen. „Alle sind zu hundert Prozent aus natürlichen Zutaten. Wir verzichten auf Konservierungsstoffe, Palmöl und Geschmacksverstärker“, erklärt Poppe. Die Würzbasis mit Weißbrotwürfeln braucht nur wenige weitere Zutaten und soll in 20 Minuten fertig sein. So geht’s: Das gemischte Faschierte und ein Ei oder für die Veggie-Bratlinge die Kidneybohnen hinzufügen, in lauwarmem Wasser einweichen, kneten, formen und braten.

Nähere Bekanntschaft mit Frau Poppes kann man am Montag Abend in der „Höhle der Löwen“ schließen. Weiters dabei: portHy, Tape Art, Kohpa und Miniatouring.

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Loxone
© Loxone - Florian Wöss, President der Loxone Electronics GmbH.

Das oberösterreichische Tech-Unternehmen Loxone sah sich am Wochenende einer Cyberattacke gegenüber. Am Sonntag, dem 18. Oktober wurde der Angriff auf interne Unternehmenssysteme festgestellt und eigenen Angaben zufolge schnell reagiert und Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

Loxone: „Systeme uneingeschränkt verwendbar“

„Wir haben umfassende Untersuchungen vorgenommen: Kundeninstallationen und die für deren Betrieb relevanten Online-Dienste sind nicht betroffen. Nutzerinnen und Nutzer der Loxone-Technologie können ihre Systeme weiterhin uneingeschränkt verwenden“, heißt es laut Aussendung.

Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor von Loxone sei das Cloud-free-Prinzip: Die Miniserver, die zentralen Steuerungseinheiten der Gebäudeautomation, arbeiten lokal und eigenständig im jeweiligen Gebäude. Für ihren Betrieb benötigen sie weder eine Verbindung zu Servern von Loxone noch zum Internet. In der aktuellen Situation habe sich das als großer Vorteil erwiesen, denn ein Angriff auf Unternehmenssysteme von Loxone erreicht die Steuerung in den Gebäuden nicht, heißt es.

Aufklärung des Vorfalls im Gange

„Allein in Österreich werden laut Bundeskriminalamt durchschnittlich mehr als 1.200 Fälle pro Woche angezeigt. Unser Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit endet nicht bei unseren Produkten. Er zeigt sich gerade in Momenten wie diesen, in denen unser gesamtes Team verantwortungsvoll, konsequent und transparent mit einer fordernden Situation umgeht“, hält Florian Wöss, President der Loxone Electronics GmbH, fest.

Mittels interner IT-Spezialisten sowie externer Cybersecurity-Experten und IT-Forensiker arbeitet Loxone an der vollständigen Aufklärung des Vorfalls und der Absicherung der Systeme. Die betroffenen Systeme wurden umgehend isoliert und die zuständigen Behörden informiert. Personen, deren Daten nachweislich betroffen sind, werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben direkt verständigt.

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