20.02.2024

Fratelli Barbaro: Gebrüder folgen Wiener Gastronom-Padronen mit eigenem Startup nach

Die beiden Söhne des Wiener Gastronomen Luigi Barbaro, Antonio und Luigi Jr., wollen nun auf eigene Faust erfolgreich werden. Und mit ihrem Startup Fratelli Barbaro ein Stück Italien in Österreichs Küchen bringen.
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Fratelli Barbaro, Billa, Nudeln, Pasta
(c) Barbaro - (v.l.) Antonio und Luigi Barbaro.

Antonio und Luigi jun. Barbaro, Söhne des italienischen Gastronomen Luigi Barbaro sen. aus Wien, launchen eine eigene Produktlinie für italienische Küche. Die Marke „Fratelli Barbaro“ ist nun in rund 500 Billa und Billa Plus Märkten österreichweit erhältlich. Sie soll für Kund:innen den Genuss von authentisch-italienischen Spezialitäten verkörpern, heißt es.

Fratelli Barbaro in zwei Wiener Supermärkten

„Wir von ‚Billa‘ wissen, dass unsere Kund:innen insbesondere jene Produkte schätzen, die ihren Alltag und das Zubereiten von frischen, ausgewogenen Gerichten erleichtern – und das ohne Abstriche beim Genuss und Geschmack zu machen“, wird Billa Vorstand Category Management und Einkauf Erich Szuchy auf der Website der Gebrüder zitiert.

Die neue Produktlinie umfasst acht ausgewählte Produkte. Dazu zählen unter anderem Gnocchi-Variationen mit Kürbis oder Spinat, aber auch rein pflanzliche und Vollkornvarianten. Außerdem gehören Pastasaucen wie „Sugo alla Puttanesca“, „Sugo al Tartufo“ sowie eine „Bolognese“ auf Pflanzenbasis zum Sortiment. Unterschiedliche „Pinsa“-Variationen nach dem neapolitanischen Barbaro-Familienrezept runden das Angebot ab. Alle Produkte sind vorgekocht, gegart oder gebacken und sollen in nur wenigen Minuten genussfertig sein.

„Mediterrane Wurzeln in Österreich verbreiten“

„Inspiriert durch unseren Vater und Herzblut-Gastronomen Padrone Luigi Barbaro sen., der mit seinen Restaurants unsere italienische Heimat erfolgreich in Wien etabliert hat, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, den Geschmack unserer mediterranen Wurzeln nun auch in ganz Österreich zu verbreiten. Mit der Marke ‚Fratelli Barbaro‘ erfüllen wir uns als Gastgeber einen langersehnten Traum: italienischer Hochgenuss in Restaurant-Qualität für jeden Esstisch zu fairen Preisen“, erklären die beiden Founder.

Mehr zu Fratelli Barbaro am Dienstagabend bei „2 Minuten 2 Millionen“. Weiters dabei: BOLSTair, Solarpappel und Totoy.

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Die Stadtwerke Klagenfurt versorgen die Region unter anderem mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und verantworten den öffentlichen Personennahverkehr. © Stadtwerke Klagenfurt

Ob E-Mails, vertrauliche Kunden-Dokumente oder interne Richtlinien: Viele österreichische Unternehmen haben verstanden, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz unausweichlich wird, stehen allerdings vor der Herausforderung, KI sicher in die eigenen Arbeitsabläufe zu integrieren. Bei den Stadtwerken Klagenfurt entschied man sich bewusst gegen Standard-Lizenzen externer US-Hyperscaler und entwickelte stattdessen eine maßgeschneiderte Inhouse-Lösung: den „Stadtwerke GPT“, auch liebevoll „Susi-Sorglos“ genannt.

Die Vision: Ein DSGVO-konformer „Büro-Buddy“

Das Hauptziel war von Beginn an klar definiert: eine sichere Umgebung zu schaffen, in der Mitarbeiter:innen Bedenken bezüglich des Datenschutzes komplett ausräumen können. „Wir wollten unseren Mitarbeitern einen souveränen, DSGVO-konformen Chatbot anbieten, den sie komplett bedenkenlos nutzen können, wo sie personenbezogene Daten von Kunden reinkopieren und vertrauliche Dokumente hochladen können“, erklärt Peter Weratschnig, IT-Bereichsleiter der Stadtwerke Klagenfurt.

Neben der Chatbot-Funktion dient die KI als intelligenter „Büro-Buddy“. Über ein Retrieval-Augmented-Generation-System (RAG) wurden ca. 2.000 Seiten an internen Dokumenten, von Konzernrichtlinien bis hin zu IT-Anleitungen, eingebunden, um Fragen zu regulatorischen Vorgaben oder Systembedienungen direkt zu beantworten.

Der Gamechanger: Die Austria Wirtschaftsservice (aws)-Förderung

Das Projekt hat man nicht alleine umgesetzt, sondern entstand durch den Kontakt mit dem Wiener KI-Startup BReact, das 2022 von Raphael Fakhir und Nemanja Klincov gegründet wurde. Der entscheidende Impuls für die Realisierung lag in der Förderlandschaft. Denn das finanzielle Gesamtinvestment bewegte sich im fast sechsstelligen Bereich, erklärte Weratschnig im Interview.

Hier kam die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) als entscheidender Beschleuniger ins Spiel. „Ohne diese Förderung hätten wir es nicht gemacht“, betont Weratschnig rückblickend. Die Förderung reduzierte das finanzielle Risiko für die Stadtwerke entscheidend und machte den Weg frei für die gemeinsame Entwicklung mit dem Startup.

Das Förderungsprogramm aws IÖB-Toolbox richtet sich an öffentliche Beschaffer und hat den Zweck, die Planung und Umsetzung von IÖB-Challenges als innovativem Instrument der Markterkundung, juristische und/oder technische Expertise für die Erstellung von Unterlagen für eine geplante Ausschreibung (Modul Prepare), sowie die Durchführung von innovativen Beschaffungen (Modul Transfer) zu ermöglichen. Damit sollen Anreize für eine verstärkte Innovationsnachfrage durch den öffentlichen Sektor gesetzt werden, insbesondere für Vorhaben mit positiven Beiträgen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Europäische KI-Architektur On-Premise

Auch technisch setzten die Partner auf digitale Souveränität: Als Sprachmodell dient ein Modell des französischen KI-Unternehmens Mistral, das Mitte des Jahres auch das Linzer Startup EmmiAI kaufte. Die Datenhaltung erfolgt laut Weratschnig ausschließlich On-Premise in eigenen IT-Systemen. Lediglich die reine GPU-Rechenleistung wird bei einem italienischen Anbieter angemietet. „Sobald das Modell nachdenkt, tut es das in dieser Infrastruktur ohne persistente Datenspeicherung. Danach sind keine Datenspuren außerhalb unseres IT-Systems zu finden“, erklärt der IT-Bereichsleiter. Das Resultat ist der angestrebte „Susi Sorglos“-Bot für den internen Arbeitsalltag.

Große Begehrlichkeiten & wertvolle Erkenntnisse

Nach der schrittweisen Bereitstellung als internes Web-Service stieß das Tool auf enormes Interesse in den Fachbereichen. Neben Fachfragen zu Richtlinien entstehen bereits Ideen für eigene Teil-Wissensdatenbanken oder interaktive Schulungsassistenten.

Gleichzeitig liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für künftige KI-Initiativen. „Der Benefit aus unseren Lessons Learned ist fast ebenso hoch einzustufen wie das Tool an sich“, fasst Weratschnig zusammen. Seine zentralen Ratschläge an andere Unternehmen: Von Beginn an die eigene IT-Architektur und Lieferkette der Dienstleister genau prüfen sowie die Qualität der zugrundeliegenden Analog-Dokumente gründlich analysieren.


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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