Das Salzburger Unternehmen Riesenzwerg bringt mit fr-O-sh (free on shoulders) ein Produkt aus der Kategorie: Warum ist davor noch niemand draufgekommen?
Es ist vielleicht nicht das weltbewegendste Problem, aber eines, das sehr viele Menschen regelmäßig erleben – und das wohl seit fast seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte: Trägt man ein Kind auf den Schultern, hat man die Hände nicht frei. Dabei ist das Problem relativ leicht zu lösen, wie der Salzburger Unternehmer Thomas Amerijan mit seiner Firma Riesenzwerg und dem Produkt fr-O-sh (free on shoulders) beweist.
Drei Riemen
Nach Jahrtausenden des „Kinder am Fußgelenk Festhaltens“ kommt fr-O-sh mit drei Riemen mit Schnallen, die die Fußgelenke am Körper des Erwachsenen halten und sich in etwa einer halben Minuten anbringen lassen. Optional lässt sich das System auch an einem Rucksack anbringen. Fertig, Problem gelöst! Bleibt nur die Frage, warum es so lange gedauert hat.
fr-O-sh mit TÜV- und Notar-Bestätigung
Doch natürlich war die Sache zumindest in der Entwicklung nicht ganz so trivial. Bei Riesenzwerg betont man, besonders viel Wert auf Sicherheit zu legen. „In einem Feldtest, der notariell begutachtet wurde, sowie einer offiziellen TÜV-Prüfung wurde die Trage und das Material getestet“, heißt es vom Unternehmen, das auch ein Protokoll des Feldtests sowie den TÜV-Testbericht online zu Verfügung stellt.
49 Euro für fr-O-sh
Nun wird die free-on-shoulders-Kindertrage online für 49 Euro verkauft. Auch einen Rucksack exklusive Trage, aber inklusive Wickelunterlage, hat fr-O-sh im Angebot, ebenso wie eine Umhängetasche. Im Vertrieb setzt die Salzburger Firma unter anderem auf ein Affiliate-System mit Provisionen für Weiterempfehler:innen.
free on shoulders bei 2 Minuten 2 Millionen
Einen Marketing-Boost und vielleicht auch ein Investment soll nun eine Teilnahme an der Show 2 Minuten 2 Millionen bringen. Diesen Dienstag wird die Episode mit dem Auftritt Amerijans ausgestrahlt.
Mehr Laborflächen für Spinoffs: XISTA Science Park eröffnet weiteren Bauteil
Der XISTA Science Park in Klosterneuburg wurde um einen neuen Bauteil erweitert. Auf 3.000 Quadratmetern entstehen neue Labore, in denen das Biotech-Spinoff Solgate als erstes Unternehmen einzieht.
Mehr Laborflächen für Spinoffs: XISTA Science Park eröffnet weiteren Bauteil
Der XISTA Science Park in Klosterneuburg wurde um einen neuen Bauteil erweitert. Auf 3.000 Quadratmetern entstehen neue Labore, in denen das Biotech-Spinoff Solgate als erstes Unternehmen einzieht.
Mit dem extra eingerichteten Shuttlebus kommt man von Wien recht gemütlich bis nach Maria Gugging, dem Teil von Klosterneuburg, in dem der Campus des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) zu Hause ist. Wo sich sonst Wohnhäuser und landwirtschaftliche Flächen abwechseln, ist ein moderner Science-Hub gewachsen, der 2024 auch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht wurde. Nun wurde der dazugehörige XISTA Science Park offiziell um einen neuen Bauteil erweitert.
Der von der Wirtschaftsagentur ecoplus unter der Leitung von Bernadette Schabbauer „on time und in budget“ errichtete Neubau erweitert die vermietbare Fläche um rund 3.000 Quadratmeter für Biotech- und Deep-Tech-Unternehmen. Rund 22 Millionen Euro soll die Errichtung des neuen Bauteils gekostet haben, wie auf Nachfrage von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erwähnt wird. Damit möchte der Standort auf die steigende Nachfrage nach spezialisierten Chemie-, Zellkultur- und Mikrobiologielabors reagieren. Ein Großteil der neuen Flächen wird vorerst vom ISTA selbst beansprucht, mit dem Ziel, dort künftig bis zu vier Spinoffs unterzubringen.
„Im Kern steht die Entwicklung neuer Unternehmen aus der Forschung heraus“, erklärte Markus Wanko, Geschäftsführer von XISTA. Während das ISTA die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung mit rund 90 Forschungsgruppen und 1.400 Mitarbeitenden abdeckt, übersetzt XISTA diese Erkenntnisse über den Science Park und den Venture-Arm XISTA Science Ventures in die Praxis.
Biotech-Startup Solgate zieht ein
Als erstes Unternehmen nutzt das Biotech-Startup Solgate die neu geschaffenen Laborflächen. Die Ausgründung des ISTA und des CeMM (Forschungszentrum für Molekulare Medizin) fokussiert sich auf die Entwicklung neuartiger Therapeutika, die gezielt auf Membran-Transportproteine wirken. Mit der Laborinfrastruktur vor Ort möchte das internationale Team unter der wissenschaftlichen Leitung von Enrico Girardi, der durch die neu bezogenen Räumlichkeiten führte, seine Pharma-Forschung direkt am Standort fortsetzen.
Die Erweiterung fällt mit Fortschritten auf der Finanzierungsseite zusammen. Erst vor wenigen Tagen besiegelte der XISTA-Science-Venture-Fonds sein mittlerweile 30. Investment, wie Geschäftsführer Markus Wanko verrät. Genauere Details über den Deal möchte man aktuell noch nicht verraten.
Was man hingegen deutlich hervorheben möchte, ist der wirtschaftliche Hebel des Standorts. Bisher wurden laut eigenen Angaben über XISTA etwas mehr als 30 Millionen Euro in Startups investiert. „Die Unternehmen selbst haben das genutzt, um 300 Millionen Euro selbst einzuwerben. Also ich glaube, wir haben es geschafft, da ein System aufzubauen. Das funktioniert“, so Wanko über den Hebeleffekt von 1:10.
Die europäische Komponente
Unterstützt wird das Modell auch von europäischer Seite. Uli Grabenwarter vom European Investment Fund (EIF), der als Ankerinvestor bei XISTA Science Ventures Funds II fungiert, betonte: „Das Engagement des EIF spiegelt unser Vertrauen in die enge Anbindung von XISTA an führende Forschungseinrichtungen sowie in seinen langfristigen Ansatz im Deep-Tech-Bereich wider. Genau das, was Europas Innovationsökosystem braucht“.
Für das ISTA ist der Neubau ein zentraler Baustein der eigenen Translation. „Dieses Gebäude ist ein ganz essentieller Teil, dass wir eine Wirkung, die über die Forschung und die Labors hinausgeht, in die Gesellschaft hineinbringen“, hielt ISTA-Präsident Martin Hetzer fest.
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